Warhammer-Fans diskutieren, wie man die Tyraniden weniger langweilig macht, aber ich sage: Lasst meine hungrigen Jungs doch einfach hungrig sein

Tyraniden und Caro

Tyraniden sind eine unverwechselbare Spezies aus Warhammer 40.000, die sich einer großen Fanbase erfreut. Trotzdem wünschen sich manche von ihnen mögliche Überarbeitungen an den hungrigen Xenos, um unangetastetes Potenzial rauszukitzeln. MeinMMO-Redakteurin Caro ist da … „puristischer“.

In der Fanbase von Warhammer 40.000, vor allem unter Tyraniden-Enthusiasten, sorgte eine Aussage für gespaltene Meinungen. Ein gewisser Teil der Community wünscht sich nämlich, dass Tyraniden ein wenig überarbeitet werden, um ihnen die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken wie anderen Armeen des Tabletops:

Man fände, dass die Tyraniden mehr Persönlichkeit und echte Charaktere brauchen, da sie bisher nicht mehr Präsenz hätten als Kanonenfutter für die eigentlichen Charaktere. Sie würden stark davon profitieren, wenn sie Anführer hätten, die beispielsweise Rat halten und unterschiedliche Meinungen besitzen, ohne ihre Alienhaftigkeit zu verlieren.

Wie es zu erwarten war, sorgte eine solche Aussage für eine Menge unterschiedlicher Meinungen und Reaktionen. Beide Seiten haben ausgesprochen sinnvolle Argumente, wodurch meine eigene Meinung beinah banal klingt. Trotzdem denke ich mir: Ich liebe meine hungrigen kleinen Viecher genauso, wie sie sind.

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Die Fraktion der Tyraniden im Tabletop zu Warhammer 40.000

Tyraniden besitzen eine Art „Cousin“-Armee, die genau diese Punkte bedient

Die besagte Meinung ist in sich absolut verständlich und schlüssig. Andere Armeen haben bekannte Namen mit besonderer Geschichte und Ideologie, während Tyraniden nichts mit Politik oder Religion zu tun haben und einzig Konsum von Biomasse, Wachstum, Evolution und das eigene Überleben verfolgen. Eben ein sehr, sehr hungriger Schwarm.

Das mag für manche Personen im Vergleich zu den Alternativen im Tabletop „langweilig“ klingen, doch für andere – wie auch für mich – ist genau das ihr besonderer Appeal.

Warhammer-Fans, die die Brücke aus epischen Charakteren und Aliens schaffen wollen, finden stattdessen ihr Glück beim Symbiontenkult. Dieser kann als Vorbote einer Tyranideninvasion verstanden werden, da sie eine Welt durch das Infizieren ihrer Lebewesen so infiltrieren und destabilisieren können, dass sie leichter von Tyraniden überrannt werden kann.

Im Vergleich zu den Tyraniden selbst sind die verschwörerischen Symbiontenkulte durchaus in der Lage, genaue Pläne auszuführen, um einen Planeten über Generationen hinweg zu schwächen, Machtpositionen zu unterwandern und selbst die Fäden zu ziehen.

Die Bilder stammen von warhammer-community.com.

Tyraniden können auch ohne Agenda „besondere“ Kandidaten hervorbringen

Wenn man jedoch das insektenhaftere und monströsere eines „regulären“ Tyraniden bevorzugt, muss man sich eben damit abfinden, dass dieser eben keine starken Pläne schmiedet, sondern sich schlichtweg nach leckerer Biomasse sehnt.

Trotzdem gibt es auch unter den Tyraniden besondere Kaliber, und das, ohne sie vermenschlichen zu müssen. 

Beispiele dafür sind „Old One Eye“ oder der „Rote Schrecken“, beides legendäre Tyraniden, die eher als Anomalien anstatt als geretconnte Xenos verstanden werden können.

Old One Eye ist ein Carnifex, der durch den Schuss einer imperialen Plasmapistole sein Auge verlor und starke Verbrennungen durch den Schädel erlitt. Lange, lange Zeit später, wurde sein Körper entdeckt, der komplett in Eis gefangen war. Als das Monster auftaute, begannen seine Wunden wieder zu heilen und Old One Eye – isoliert von der Schwarmintelligenz – folgte seinen niederen Instinkten des Tötens und Fressens. Was aus ihm wurde, ist bisher nicht bekannt.

Der berüchtigte Venator-Tyranid, der den Namen „der Rote Schrecken“ trägt, ist in der Lage, imperiale Bürger im Ganzen zu verschlingen und Soldaten zu zerreißen. Er ist blutrot und die exakte Herkunft bisher unklar. Gerüchten zufolge ist er unverwundbar und neben seiner Zerstörungskraft darauf spezialisiert, Chaos zu stiften und ordentlich Panik zu verbreiten.

Allein an diesen Beispielen erkennt man, dass Tyraniden sehr wohl besonderen „Charakter“ zeigen können, ohne Namen, Rang und Ordnung zu tragen. Sie müssen nicht plötzlich „menschlicher“ werden, um besondere Legenden zu schaffen. So bleiben sie weiterhin die Monster, für die so viele Fans sie lieben.

Was haltet ihr von dieser Diskussion? Wünscht ihr euch auch, dass unter den Tyraniden etwas mehr Persönlichkeiten geschaffen werden? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Ich mag meine schrecklich verfressenen Monster genauso, wie sie sind. Außerdem wird niemandem vorgeschrieben, den eigenen Tyraniden nach Lust und Laune Persönlichkeit, ein besonderes Aussehen und einen Namen zu geben. Ich habe das nämlich auch getan: Ich habe zwei Monate geschuftet, um meinen Tyraniden aus Warhammer 40.000 zu bemalen

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