Die Sieger eines Wettbewerbs zu Warhammer zeigt, dass ein fehlendes Gadget keine Ausrede mehr für mich ist

Golden Demon Titelbild

Die Sieger des europäischen Golden-Demon-Wettbewerbs 2026 von Warhammer und Gewinner des Slayer Swords stehen fest. MeinMMO-Redakteurin Caro war vor Ort bei der SPIEL-Messe in Essen dabei, hat sich den Sieger sowie die anderen eingereichten Miniaturen angeschaut und weiß nicht, ob sie motivierter ist denn je oder einfach heulen möchte.

Ich habe mich bereits seit Monaten auf die SPIEL-Messe in Essen gefreut. Vor allem, da ich nun selbst mittlerweile recht heftig dem Miniatur-Hobby verfallen bin. Ich habe mich daher besonders gefreut, die eingereichten Kunstwerke von Europas besten Miniatur-Künstlern ganz real mit eigenen Augen zu sehen. Und, falls mein noch lernendes Auge es erkennt, vielleicht selbst aus ihnen schlauer zu werden, um an meinen eigenen Techniken zu pfeilen.

Als ich mich dann schließlich vor den Vitrinen des Golden-Demon-Standes befand, kam die ernüchternde Erkenntnis, und ich kann sie nicht anders ausdrücken als: Die Teilnehmer können doch keine Normalsterblichen sein.

Auch der letztendliche Sieger und Gewinner der Slayer-Sword-Trophäe, Maxime Penaud mit seinem Ultramarine Marneus Calgar, hat sich heftig ins Zeug gelegt und beweist mit seinem Ergebnis ein Skill-Level, das mich gleichzeitig inspiriert und sich wie ein Schlag ins Gesicht anfühlt.

Bei derartigen Miniaturen habe ich mir bisher noch die schonende Ausrede zurechtgelegt, dass solche Farbverläufe auf den Modellen nur mit einer Airbrush-Gun kreiert werden können. Ein doch recht teures Gadget, das nicht nur die Pistole an sich, sondern auch einen Kompressor, Filter und eine Absauganlage benötigt, um nicht die Atemwege mit anzumalen.

Ach, einen solchen Look krieg ich niemals hin, hab ich mir gedacht. Dann hab ich mir Maximes Miniatur genauer angeschaut … und der Typ hat den Effekt wirklich gepinselt.

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Keine Airbrush nötig, einfach reiner Skill

Wenn man an Maximes Miniatur genauer heranzoomt, was wirklich nur durch ein Foto möglich ist, kann man sehen, dass es sich nicht um gesprühte verdünnte Farbe handelt, sondern um ganz, ganz, ganz viele winzige Pinselstriche.

Von wegen gesprüht. Maxime hat sich hingesetzt und wohl Unmengen an Stunden investiert, um einen nahtlosen Übergang von klitzekleinen Pinselstrichen zu schaffen, der die Rüstung sowie das Metall des Ultramarines strahlen lässt. Das nennt man im Hobby „Glazing“. 

Im Prinzip funktioniert das so, dass die Farbe so verdünnt wurde, dass sie Pinselstriche nicht mehr komplett deckend aufgetragen werden, sondern die darunterliegende Farbschicht noch hindurchscheint. So kann man besonders saubere, ineinanderfließende Übergänge schaffen. Allerdings benötigt die Technik seine Zeit und – natürlich – ganz viel Übung.

Wie beeindruckend das ist, wird umso deutlicher, wenn man sieht, wie klein die Miniatur in der Halterung in Maximes Hand wirklich ist:

Auch wenn es in dem Wettbewerb viele Miniaturen gibt, die den ersten Platz des Wettbewerbs verdient hätten, ist es Maximes Technik, die ihm wohl schließlich den Sieg besorgte. 

Das bedeutet jedoch auch leider für mich: Hier wurde mit keinem Gadget nachgeholfen, der Kerl ist (leider) einfach wirklich gut. Ich darf mich daher nicht auf der Ausrede ausruhen, ich würde eine Airbrush benötigen, um so richtig gute Miniaturen zu erstellen. Wenn ich jemals eine eigene Mini in dieser Vitrine sehen will, gibt es keinen anderen Weg als Malen, Malen, Malen.

Blöd, wenn Übung wirklich der beste Weg ist, um gut zu werden.

Wie findet ihr Maximes Sieger-Miniatur? Hat er das Slayer Sword verdient? Oder hattet ihr einen anderen Favoriten? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen, sowie eure persönlichen Tipps, um besser im Glazing zu werden. Ich freue mich auf Input!

Neben dem Golden-Demon-Wettbewerb von Warhammer war auch ein anderes Tabletop auf der SPIEL vertreten, bei dem ich unbedingt vorbeischauen musste. Ich bin zwar erst seit kurzem interessiert, aber dafür will ich nun unbedingt mehr dazu erfahren: Ich habe kaum Warhammer für mich entdeckt, schon hat mich ein noch düstereres Universum angelockt

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