Ein Orden der Space Marines in Warhammer 40k ist bekannt dafür, alles zu klauen, gibt’s nur dank eines Strategiespiels aus 2004

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Space Marines sind das Aushängeschild von Warhammer 40.000 und kommen in dutzenden verschiedenen Ausführungen. Einer ihrer Orden ist aber nicht von Games Workshop selbst erschaffen worden, sondern von einem Studio für Videospiele. Heute sind diese Astartes selbst Teil des Kanons.

Im September 2004 ist das beste Spiel zu Warhammer 40.000 erschienen, wenn es nach Steam-Bewertungen geht: das erste Dawn of War. In dem Strategiespiel, das viele Erweiterungen bekommen sollte, treten verschiedene Fraktionen aus der Welt von Warhammer 40.000 gegeneinander an.

Neben den exotischen Aeldari – damals noch Eldar – und den kriegerischen Orks durften natürlich die Space Marines als DIE Vertreter von Warhammer 40.000 nicht fehlen. Das Besondere jedoch war, dass Dawn of War seinen eigenen Orden erfunden hat.

Statt wie andere Spiele auf bekannte Astartes wie die Ultramarines (die in Space Marine spielbar sind) oder die berüchtigten Grey Knights (aus Chaos Gate – Daemonhunters) zu setzen, hat Entwickler Relic die Blood Ravens erschaffen, einen Orden mit eigener Lore.

2026 erscheint mit Dawn of War 4 unerwartet ein neuer Teil der Reihe und auch, wenn Relic nicht mehr der Entwickler ist, kehren die Blood Ravens zurück. Aber wer sind diese Astartes in Rot eigentlich? Die Antwort ist knifflig, denn sie wissen es selbst nicht so wirklich.

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Der Gameplay-Trailer zu Warhammer 40.000: Dawn of War 4 sieht aus wie ein Cinematic

Space Marines, die sich selbst nicht kennen

Normalerweise führen Adeptus Astartes ihre Herkunft (mehr oder weniger) stolz auf einen der Primarchen zurück, zumindest dann, wenn ihre Gensaat von einem der 9 dem Imperator loyalen Primarchen stammt.

Bei den Blood Ravens ist das anders: ihr Ursprung ist unklar. Jegliche Aufzeichnungen vor dem 37. Jahrtausend wurden gelöscht und niemand weiß, von welchem Genvater sie abstammen. Es gibt mehrere Theorien:

  • Corvus Corax (Raven Guard) oder Sanguinius (Blood Angels), weil sich die Heraldik stark ähnelt
  • Lion El’Jonson (Dark Angels), weil sie ähnlich geheimnistuerisch sind
  • Magnus der Rote (Thousand Sons), weil sich die Orden viele Charakteristika teilen

Besonders im letzten Fall wäre es logisch, dass die Blood Ravens nicht wollen, dass die Verwandtschaft bekannt wird, denn Magnus ist einer der Verräter, die den Imperator hintergangen haben und dem Chaos verfallen sind.

Magnus und seine Thousand Sons sind bekannt für ihre enorm starken Psioniker und ihr Streben nach Wissen. Genau das ist auch die Quintessenz der Blood Ravens, hat diesen aber einen zweifelhaften Ruf eingebracht.

Blood Ravens sind… kreative „Bewahrer“ des Wissens

Eigentlich sieht die Doktrin der Blood Ravens vor, wichtige Artefakte und damit Wissen zu bewahren, damit es nicht verloren geht. Allerdings machen sie sich dabei nicht so ganz viele Gedanken darüber, wem diese Artefakte eigentlich gehören… und ob sie noch im Einsatz sind.

In den Kampagnen der Dawn-of-War-Reihe kommt es immer wieder vor, dass die Blood Ravens irgendwelche Gegenstände haben, die sie eigentlich nicht besitzen sollten – darunter legendäre Waffen anderer Astartes-Orden, Ausrüstung von Custodes oder anderen Imperiums-Institutionen oder sogar Artefakte mit fragwürdiger Herkunft und möglicher Chaos-Befleckung.

Durch diesen Hang zum „Bewahren“ von Wissen und Artefakten haben sie in der Community den Ruf als Space Marines erlangt, die gerne einfach mal mitnehmen, was sie so „finden.“ Eine nettere Umschreibung für Kleptomanen.

Von Dawn of War zur offiziellen Lore

Games Workshop hat die Blood Ravens nur kurz nach Release vom ersten Dawn of War in den offiziellen Kanon aufgenommen. Bereits in der Ausgabe des White Dwarf vom Oktober 2004 wurden sie in einem Artikel zum Spiel kurz erwähnt, im Mai 2005 kamen sie dann offiziell in den Index Astartes.

Mittlerweile gibt es sogar offizielle Bemal-Anleitungen für die Blood Ravens, um die Heraldik mit Farben und Mustern korrekt darstellen zu können. Wenn ihr selbst ihre Ursprünge kennenlernen wollt: Dawn of War hat 2025 ein hervorragendes Remaster erhalten.

Wohin die Reise der Blood Ravens mit Dawn of War 4 gehen wird, bleibt offen. Ihr Ordensmeister Gabriel Angelos ist zumindest nicht dabei, dafür taucht der Dark-Angels-Primarch Lion El’Jonson selbst auf – das erste Mal, dass ein Primarch in einem Videospiel spielbar ist.

Dawn of War 4 soll noch 2026 erscheinen, die ersten Tests laufen bereits und es gab schon einige Vorab-Einblicke zu bestimmten Events, unter anderem bei der gamescom 2025. Dort hat auch MeinMMO einen Blick auf das Spiel werfen können: Ich habe nur 30 Minuten lang Warhammer 40.000: Dawn of War 4 gespielt aber bin jetzt schon so begeistert wie seit Jahren nicht mehr

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