Die Entwickler des kommenden PvP-Shooters Wardogs deuten an, dass sie juristische Probleme mit einem Rüstungsunternehmen bekommen könnten.
Um welchen Shooter geht es? Wardogs ist ein PvP-Shooter, der von dem Entwicklerstudio BULKHEAD entwickelt wird und am 10. September 2026 im Early Access auf Steam erscheinen soll.
In Wardogs treten 100 Spieler, verteilt auf 3 Teams, in „King of the Hill”-Matches nach dem Arma-Prinzip an. Dabei sammelt ihr mit Aktionen wie Kills, Revives und dem Halten der Zone Geld, das ihr für Fahrzeuge und Ausrüstung ausgeben könnt, die ihr bei einem Tod verliert.
Der Militär-Shooter, in dem es verschiedene Waffen, Fahrzeuge, Helikopter und Ausrüstungsgegenstände nach realen Vorbildern gibt, deutete jetzt allerdings juristische Probleme an.
Was ist das Problem? Joe Brammer, der CEO von Wardogs-Entwickler BULKHEAD, meldete sich nach einem langen gamescom-Tag auf X zu Wort. „Ich: Gamescom beendet, verkatert. Großes Rüstungsunternehmen: „Wir werden euch verklagen, weil ihr unser Zeug benutzt habt“, schreibt er in einem Post.
Was genau das Problem ist, erklärte Brammer nicht. Der Post deutet jedoch an, dass ein Rüstungsunternehmen oder Hersteller für militärische Ausrüstung mit rechtlichen Schritten droht, weil Wardogs gegebenenfalls keine Lizenzen für die Nutzung gehabt habe.
In einem Kommentar führt Brammer aus, dass das Problem niemals „nur der Name“ sei, sondern immer auch die Formen, Umrisse und Implikationen. Das impliziert, dass es nicht ausreichen könnte, wenn sie von dem betroffenen Gegenstand im Spiel den Namen ändern.
Was bedeutet das für den Release? Wardogs hat jetzt wahrscheinlich nicht viele Möglichkeiten und muss für die Situation so schnell es geht eine Lösung finden.
Wie sich Lizenzprobleme auf den Release eines Spieles auswirken können, zeigt etwa das Indie-Game “The Store is Closed”, das wir euch schon 2022 auf Steam vorstellten. In dem Horrorspiel werdet ihr über Nacht in einen verlassenen Möbelladen eingeschlossen und müsst euch gegen die unmenschlichen Manager des Ladens verteidigen. Dieser erinnerte optisch aber so stark an Ikea, dass das Unternehmen rechtliche Schritte einleiten wollte, wenn der Entwickler das nicht vor Release abändern sollte (via PCGamer). Das Spiel ist bis heute nicht veröffentlicht.
Ein anderes Beispiel ist der Dungeon-Crawler Dark and Darker. Das Spiel verschwand 2023 im Rechtsstreit mit Nexon sogar von Steam und war dort einige Zeit lang nicht verfügbar.
Ob sich das Ganze auf den Release im September auswirkt, ist aktuell nicht klar. Eine Option für Wardogs könnte sein, die betroffenen Gegenstände vor dem Release aus dem Spiel zu entfernen, wenn es sich dabei nicht um essenzielle Inhalte handelt, und die rechtlichen Gegebenheiten dann im Anschluss zu klären. Das wird sich aber erst in den kommenden Wochen zeigen. Weitere Details von den Entwicklern stehen derzeit noch aus.
Wenn sich der Release von Wardogs deswegen verschieben sollte, wäre ich ziemlich genervt. Ich freue mich nämlich bereits auf den Shooter und habe in der Closed-Beta großen Spaß gehabt. Einen detaillierten Blick in meine Spielerfahrung findet ihr auf MeinMMO: Ich habe in einem neuen PvP-Shooter auf Steam eine Stunde lang nicht einen Schuss abgegeben, und es war das aufregendste Gameplay, das mir ein Spiel 2026 geboten hat
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