Twitch-Turnier zu Rust wird nach Eklat frühzeitig abgebrochen – Großem Streamer wird Rassimus vorgeworfen

Twitch-Turnier zu Rust wird nach Eklat frühzeitig abgebrochen – Großem Streamer wird Rassimus vorgeworfen

Nachdem ein „Twitch Rivals“-Turnier zu Rust frühzeitig abgebrochen wurde, bekamen nordamerikanische Streamer rund um DisguisedToast, shroud und xQc über 92.000 € Preisgeld. Doch xQc fand harte Worte für seine spanische Konkurrenz – und wehrt sich nun gegen Rassismus-Anschuldigungen.

Was ist im Turnier passiert? Am 14. April fand eines der größten Twitch Rivals“-Turniere statt. In einem Rust-Match, was über 3 Tage gespielt werden sollte, spielten zwei Teams gegeneinander:

  • Team DisguisedToast, mit nordamerikanischen Streamern.
  • Team Alexby11, mit Streamern aus Lateinamerika und Spanien.

Die zwei Teams sollten Ressourcen sammeln und sich zum krönenden Abschluss ein intensives Duell um die Basen liefern. Doch zum großen Finale kam es nie, denn das Turnier wurde frühzeitig abgebrochen.

Die ganze Story zu dem Abbruch des Turniers lest ihr hier:

Twitch-Turnier um 92.000 € zu Rust wird frühzeitig abgebrochen – Gewinner nennt Verlierer „Weicheier“

Spanische Streamer beschwerten sich über unfaire Zeitzonen und respektloses Verhalten der Nordamerikaner, woraufhin Félix „xQc“ Lengyel mit harten Worten reagierte. Der kanadische Streamer nannte die Gegner aus dem spanischsprechenden Team unter anderem „Weicheier“ und „Soy Boys“, die lieber „flennen“ als spielen.

Kurze Zeit später wurde das Turnier abgebrochen und Team DisguisedToast zum Sieger erklärt. Doch xQcs Verhalten kam nicht überall gut an. Die Gegner werfen ihm noch im Turnier rassistisches Verhalten vor.

Streamer sagt in hitziger Diskussion: xQc, du bist der rassistischte Typ

Wie kam es zu den Anschuldigungen? Um ihren Vorsprung im Turnier weiter auszubauen und mehr Loot zu kassieren, drehen Spieler aus Team DisguisedToast das Glücksrad in Rust. Währenddessen kommt es zu einer hitzigen Diskussion zwischen xQc und Spielern aus dem gegnerischen Team im Text-Chat.

Hier seht ihr den Austausch im Video:

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xQc schreibt: „Ich habe gesagt, ihr seid mies in Rust, und dass ihr euch einen Job suchen solltet. Seid ihr immer noch sauer deshalb?“

Streamer ByRuby9 bestätigt, dass genau das einen wunden Punkt getroffen hat. xQc schreibt, dass das ein Witz gewesen sein soll und die nicht zu sauer sein sollten deshalb.

Währenddessen kommt bereits eine weitere Text-Nachricht von Dilanzito, einem spanischsprachigen Streamer aus Chile: „xQc, du bist der rassistischste Typ“.

Der kanadische Streamer pausiert einen Moment, schreibt eine Nachricht in den Chat und bekommt Unterstützung aus seinem Team. Dann holt er auch verbal aus:

Der Typ verliert seinen verdammten Verstand. Der hat die Schrauben so locker, dass die ihm in die Tasche fallen. Was zur Hölle?

xQc

Der Chat eskaliert weiter, während xQc und Kollegen sich auf einen Raid vorbereiten, der letztendlich nie kommen wird.

Nach weiteren Auseinandersetzungen, Drohungen vom Rückzug der Spanier aus dem Turnier und einer allgemein sehr angespannten Stimmung wurde das Turnier vorzeitig beendet.

„Sucht euch einen Job“ kommt richtig mies bei Spaniern an, wegen der Wirtschaftskrise

Warum wird die Aussage von xQc als „rassistisch“ empfunden? xQc sagte, die Spanier sollten sich „einen Job suchen“. Das war sicher als Trashtalk gemeint. Doch in Spanien herrschte in den letzten Jahren gerade unter jungen Menschen eine hohe Arbeitslosigkeit.

Die Rede ist von einer „Generation C“, einer Generation Corona, die als verlorene Generation gilt (via faz): Erst kam die Wirtschaftskrise, dann die Pandemie. Junge Spanier sind zwar gut ausgebildet, finden aber maximal befristete Verträge:

  • die Tagesschau berichtet etwa von 30-jährigen Akademikern, die immer noch bei ihren Eltern leben, weil in ihrem Bereich praktisch keine Stellen besetzt werden.
  • die Tagesschau schreibt, dass zu Anfang der Pandemie 53% der Spanier unter 35 Jahren entlassen wurden (via tagesschau)
  • die Jugendarbeitslosigkeit lag auch 2021 noch bei mehr als 30%.

xQc traf mit seinem „Witz“ also einen wunden Punkt für viele Spanier, die sich nicht so einfach einen „anderen Job“ suchen können.

Auf reddit nimmt man xQc aber in Schutz: Der habe sicher keinerlei Ahnung von der Arbeitslosen-Quote in Spanien.

reddit-xqc-racist
Quelle: Reddit

Spanier nennen Amerikaner ignorant und rücksichtlos

Wie geht es weiter? Auch nach dem Turnier gingen die Anfeindungen weiter. Alexby11, der Capitain des spanischen Teams, listete in einem umfangreichen Twitter-Thread mehrere Probleme mit dem Turnier, den Vorfällen und seinen Gegenspielern:

  • So müssten die Spanier auf „DEREN“ Servern spielen – was für die US-Amerikaner ihrerseits niemals in Betracht käme
  • Er listet viele kleinere Beschwerden auf – immer wieder hätten sich die US-Amerikaner Vorteile verschafft und die Spanier mussten dann nachziehen, um bei den Punkten nicht völlig zurückzufallen – aber man fand die Regeln bevorteilten die andere Seiten
  • Die Amerikaner seien ohnehin rücksichtlos und würden gar nicht verstehen, wie die Situation für Europäer sei, wenn die US-Amerikaner einfach Regeln nach Belieben an- und ausschalten. Die Amerikaner wüssten gar nicht, dass es auch andere Sprache neben ihrer gäbe und dass es Menschen gibt, die auf der anderen Seite des Ozeans spielten – viele wüssten nicht mal, was ein Ozean ist
  • Und ja, er schreibe auf Spanisch, weil das seine Muttersprache sei: „Wenn ihr meine Tweets nicht versteht, drückt auf Übersetzen, ihr Vollidioten“ endet er freundlich

xQc antwortete darauf mit einem sarkastischen gif und will damit zeigen, wie wenig ihn diese Beschwerden interessieren:

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Auch Twitch Rivals selbst will aus diesem Eklat Lehren ziehen. Auf Twitter haben sie angekündigt, dass die Turniere in der Zukunft anders gestalten werden:

„Wir haben das Feedback der Community gehört und werden in Zukunft die Regeln klarer formulieren, um Verwirrung zu vermeiden, das Format neu bewerten und die Zeitplanung für globale Events überdenken.“

Auch Amouranth, eine der größten Streamerinnen auf Twitch, hat ihre Zukunftspläne überdacht. Ihre Zeit als E-Girl sei nämlich vorbei – auch, wenn sie damit sehr viel verdient:

Twitch-Streamerin erklärt, wie viel Geld sie mit einer Nackt-Plattform verdient und warum sie das alles aufgibt

Quelle(n): Dexerto
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ShadowStrike1387

Dass xQc einer der größten Rüpel auf Twitch ist, ist ja hinlänglich bekannt… Aber dass er jetzt auch noch soweit geht, die Wirtschaftskrise und den sozialen Status der Spanier anzugreifen, finde ich mehr als nur widerwärtig.

Sicher, man gibt hier und da schon Mal „Trash Talk“ von sich, um seinem Unmut im Chat (ob Text oder Voice ist dabei unerheblich) Luft zu machen… Bis hierhin gibt es aber immer noch klare Grenzen, was gesagt werden darf und was nicht.
Klar kann man Person X gegenüber die Worte fallen lassen „Get a Life/ Get a Job“… aber dann darf die Person, die das gesagt hat, sich erst Mal auf eine heftige Eskalation freuen, wenn es – wie in diesemm Fall – gegen die gesellschaftlichen und sozialen Situationen der Betroffenen geht.

Zur Veranschaulichung Mal ein Beispiel:
Person A sagt zu Person B während des Zockens, sie sei „asozial“ (ob als Teammates oder als Gegner, ist hierbei unwichtig). Auch wenn es dann vielleicht stimmt und Person A hat Recht, so kann Person B das mindestens zweierlei auffassen. Zum Einen denkt er/sie, wird das Verhalten kritisiert (das ist das was Person A meint!), zum Anderen kann Person B sich aber auch in seinem/ihrem gesellschaftlichen Status angegriffen fühlen. Jemand, der arm ist und wenig Geld hat, bekommt das Wort „asozial“ leicht in den falschen Hals und die Situation eskaliert.
In solchen Fällen können einfache Worte mehrdeutig ausgelegt werden und erzielen daher eine verheerende Wirkung.

Ich finde, als großer Streamer sollte man schon über solche Dinge im Bild sein und nicht unüberlegt solch einen Senf von sich geben. Und dass xQc dafür noch in Schutz genommen wird, ist für mich absolut unverständlich. Dafür müsste man ihm einen ordentlichen Denkzettel verpassen, zum Beispiel einen Bann über mehrere Wochen oder Monate bei Twitch, wenn es sich herausstellen sollte, dass das rassistisch gemeint gewesen ist… Das wär’s doch!

Jan

Get a job ist nichts andres als Get a life und wird für nervige/langweilige Personen verwendet. Ist einfach nur ne Redewendung die schon ewig benutzt wird. Kann man im Cambridge Dictionary bzw. dem englischen Wiki nachlesen.

Man kann auch aus jedem Trash Talk in hitzigen Situationen mehr machen als es eigentlich ist.

CS-7

Fällt einem nichts mehr ein holt man die Rassismuskeule raus.

Für mich ist das schon sehr weit hergeholt bezüglich der Wirtschaft im eigenen Land und auf das hat der Streamer sicherlich nicht angespielt.

Huehuehue

Vielleicht einfach Hirn einschalten und Trash-Talk, der ja eigentlich eh nur eine neue Bezeichung für stinknormale Beleidigung ist, weglassen? Vor allem dann, wenn man halt von nichts eine Ahnung hat, außer dem eigenen kleinen Lebensbereich. Dann kann man auch nicht aus Versehen so etwas fabrizieren

Aber dann müsste man selbst unterhaltsam sein, um noch Zuseher zu haben

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Huehuehue
CS-7

Man könnte aber auch einfach mal die Kirche im Dorf lassen.

Persönlich halte ich von diesen verbalen Auseinandersetzungen wenig bis nichts aber man muss jetzt nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und erwarten das jeder über die politischen sowie wirtschaftlichen Gegebenheiten des Landes seines Gegenüber informiert ist.

Jeder normal denkende Mensch weiß das er damit nur sagen wollte das er in dem Spiel schlecht ist. Jeder der mehr daraus machen möchte kommt dann mit der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien.

Man kann den Streamer ja gerne darauf hinweisen aber muss kein Rassismus Fass aufmachen. Aber anprangern gehört ja seit den letzten Jahren zum guten Ton.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von CS-7
Dastil

Die eigene Wirtschaft im Land hat nichts mit der Rasse zu tun ^.^ Auch so ging es x halt immer nur um die Show und das heisst bei ihm halt der Bösewicht sein.

Jo beide Seiten waren geladen und so sehr ich Asmongold da nicht voll zustimmen kann, bei seiner Meinung das Regeln solchen Events schaden, so sehr hat er aber recht, dass solche Dramas das überhaupt spannend gemacht haben. Leute beim abbauen von Steinen zuzusehen ist halt kein gutes Entertainment.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Dastil
Todesklinge

Es gibt entweder Rassisten oder Sexisten auf der Welt. Weil dazwischen existiert nichts mehr (es muss ja immer in eine extreme Richtung gehen, damit das gehört wird).

Huehuehue

Ja ne, is‘ klar…

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Huehuehue
Kaze

Rassistisch? Nein
Ignorant und Rücksichtlos? Ja
Erst während des Turniers bemerken, dass die Regeln dem anderen Team Vorteile gibt. Dann im Turnier abhaut, weil man glaubt, man verliert sowieso und die Regeln sind in allen Schuld. Das ist schwach.
Wer sind die Gewinner nun? Die Leute, die jetzt Xqc und co sowieso nicht leiden können und einfach mit draufspringen

Huehuehue

NiChTs DaRf MaN mEhR sAgEn
– nicht mal, dass sich spanischsprachige Mit-/Gegenspieler besser einen Job suchen sollten, obwohl man die letzten 14 Jahre hinterm Mond gelebt hat und darum halt wirklich gar kein klitzekleines bißchen mitgekriegt hat, dass Spanien, aber auch sonst ein beträchtlicher Teil der spanischsprachigen Länder dieser Welt, schon mindestens seit der Wirtschaftskrise 2008 mit hoher Jugendarbeitslosigkeit zu kämpfen haben, was durch die Pandemie nun nicht unbedingt besser geworden ist.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Huehuehue
Don77

Einfach nix drum geben, heutzutage ist man doch schon schneller ein Rassist als man das Wort sagen kann.

Huehuehue

Nein! Man ist dann ein „Rassist“, wenn man rassistisch ist und dazu gehört dann eben auch, rassistisch konotierte Sprache völlig unreflektiert im eigenen Sprachgebrauch anzuwenden, als wäre das ganz normal – und das nicht selten, obwohl man es doch eigentlich besser weiß.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Huehuehue
Thor2D2

Was war denn in diesem Fall rassistisch konnotierte Sprache? Jemandem zu sagen, dass er sich einen Jobs suchen soll? Was hat das mit Rasse zu tun und Du hast es oben schon richtig geschrieben, obwohl Du es anders meinst. Es darf nichts mehr gesagt werden, was irgend jemanden in irgendeiner Weise irgendwie aufregen könnte. Es bricht sofort ein Shitstorm los. Diese Sprechverbote, bei minimaler Betroffenheit von Einzelpersonen schaden der Bekämpfung von Diskriminierung als Ganzes. Das betrifft alle Bereiche, Rassismus, Sexismus usw. .Sobald diese Keule ausgepackt wird, gibt es keine Diskussionen mehr. Und genau dadurch besteht die Gefahr, dass wirklich Betroffene gar nicht mehr richtig ernst genommen werden. Lies Dir doch bitte oben mal die Vorwürfe der Spanier gegenüber den Nordamerikanern durch. Ich finde es immer lustig, dass das als wahr und gegeben hingenommen wird, obwohl das genau so beleidigend ist.
Nach Deiner Definition könnte sich jeder Nordamerikaner, der sich durch die Stigmatisierung durch die Spanier getroffen fühlt, ebenfalls wegen Rassismus beklagen. Denn sicherlich ist nicht jeder Amerikaner so: „Die Amerikaner wüssten gar nicht, dass es auch andere Sprache neben ihrer gäbe und dass es Menschen gibt, die auf der anderen Seite des Ozeans spielten – viele wüssten nicht mal, was ein Ozean ist.“
Die maximale Beachtung jeder Befindlichkeit jeder Einzelperson ist Schwachsinn.

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