Auf Netflix gibt es so viele Serien, dass man manchmal eine verpasst. MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes ist auf eine Action-Serie aus 2025 gestoßen, die ihn begeistert hat – vor allem wegen des Schurken.
Um welche Serie geht es? 2025 erschien die südkoreanische Actionthriller-Serie Trigger. Obwohl ich durchaus Interesse hatte, versauerte die Serie lange auf meiner Watchlist. Da ich mich nach Teach You A Lesson aber auf einem Koreanische-Serien-Trip befinde, holte ich Trigger endlich nach.
In der Serie geht es um den Polizisten Lee Do, der einen mysteriösen Fall untersucht, in dem jemand Menschen Waffen schickt. Dabei sind es nur Personen, die sich von der Gesellschaft alleingelassen oder geächtet fühlen. In einem Land wie Südkorea, in dem es ein strenges Waffengesetz gibt, sorgt das nicht nur für Katastrophen, sondern für gesellschaftliche Konflikte.
Obwohl die Prämisse allein schon spannend klingt, ist der wahre Star der Schurke Moon Baek, der mich trotz seiner fragwürdigen Moral immer fesselte und mich an legendäre Schurken wie Light erinnert.
Hier seht ihr den englischen Trailer zu Trigger (die Serie ist aber auch mit deutschem Ton verfügbar):
Einer der besten Schurken seit Langem
Was macht Trigger so gut? Am besten funktioniert für mich die Dynamik der Hauptfigur mit dem Schurken. Lee Do, gespielt von Kim Nam-gil, ist ein gutherziger und ruhiger Polizist, der eine schwierige Vergangenheit mit Waffen hat. Ihm gegenüber steht Moon Baek, gespielt von Kim Young-kwang, der aufgrund eines Traumas eine verquere Sicht auf Gerechtigkeit und Macht hat.
Die Spielchen der beiden erinnerten mich an die Dynamiken von Light und L in Death Note. Es treffen 2 Figuren aufeinander, die ein völlig anderes moralisches Verständnis haben. Dabei ist vor allem Moon Baek der wahre Star. Er reißt sich jede Szene an den Nagel und versprüht immer einen gewissen Charme – im Kontrast zu seinen Zielen.
Ohne zu viel zu verraten: Er möchte die gesellschaftliche Ordnung sprengen und die bekannten Normen und Machtstrukturen aufbrechen – Waffen sind nicht nur zur Gewalt da, sie sollen für einen gesellschaftlichen Konflikt sorgen, der die Säulen des Landes bedroht.
In Kombination mit den einzelnen Geschichten innerhalb der Folgen erzeugt das eine gute Mischung, auch wenn Trigger es nicht schafft, das gesellschaftliche Thema zufriedenstellend abzuschließen. Die Serie agiert eher nach dem Motto Style over Substance
.
Style kann Trigger aber richtig gut.
Spannung und stylische Action
Wie ist die Action und Spannung in Trigger? Vorneweg: Trigger ist nichts für schwache Nerven. Das liegt nicht an übermäßig brutalen Szenen, sondern an Themen wie Mobbing, Amoklauf und Waffengewalt. Wer damit Probleme hat, sollte die Serie nicht schauen.
Hier hätte ich mir gerne etwas mehr Fingerspitzengefühl gewünscht. Denn es sind schon heftige Themen, die der Action und Spannung meist untergeordnet werden. Eine tiefgründige Analyse der gesellschaftlichen Probleme braucht man hier in Trigger also nicht zu erwarten.
Die Kampfsequenzen und Actionszenen sind dagegen gut gedreht und typisch für viele koreanische Serien schön inszeniert – dabei wird vor allem sehr auf Stil geachtet. Kampfszenen sind klar und vor allem die Kämpfe mit Schusswaffen erinnern gerne mal an John Wick, auch wenn sie nicht ganz so kreativ sind.
Dabei wird auch die Architektur der Gebäude genutzt, um Spannung zu erzeugen. Da kann die Serie mit starken Thrillern mithalten, weil die Themen immer berühren und man sich selbst über die scheinbar ausweglosen Ereignisse Gedanken macht.
Kennt ihr Trigger und habt ihr noch andere Serienempfehlungen auf Netflix? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Aus Südkorea stammen viele ziemlich starke Serien, darunter auch Bloodhounds: Eine harte Action-Serie auf Netflix zeigte die besten Kämpfe, die ich seit John Wick 4 gesehen habe
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