Auf Netflix erscheinen wöchentlich unzählige Serien. Einer der aktuellsten Hits hat MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes richtig begeistert, auch wenn er gehadert hat, die Serie zu empfehlen.
Um welche Serie geht es? Am 5. Juni 2026 startete Teach You A Lesson auf Netflix – und das ziemlich erfolgreich. Schaut man sich die Netflix-Charts an, konnte die Serie in der 2. Woche (8.6. bis 14.6.) 21 Millionen Views erzielen und war damit Platz 1 der nicht-englischen Serien. Auch eine Woche später hielt sich die Serie auf Platz 1.
Ich habe die Serie eigentlich nur aus Langeweile angemacht, war aber direkt nach der 1. Folge gecatcht. Teach You A Lesson ist richtig gut, aber ich habe trotzdem Probleme damit, sie vollkommen zu empfehlen.
Hier könnt ihr den Trailer zur Serie mit englischen Untertiteln sehen (keine Sorge, auf Netflix gibt es Teach You A Lesson auch mit einer deutschen Synchro):
Action, Humor und eine schwierige Thematik
Worum geht es in Teach You A Lesson? Die Gewalt und das Mobbing an Schulen in Südkorea haben so weit zugenommen, dass der Bildungsminister eine Taskforce gründet, die direkt in die Schulen geht. Na Hwa-jin, gespielt von Kim Mu-yeol, ist die ausführende Kraft dieser Taskforce. Er geht mit seinem Team aus 2 anderen Mitarbeitern an die Schulen und versucht, die Probleme als eine Art Aushilfslehrer
zu lösen.
Dabei kloppt er sich auch gerne selbst mit den Mobbern und trickst sie aus, damit sie mit ihrem Terror nicht mehr weitermachen können.
Die gezeigten Mobbing-Szenen sind dabei nicht gerade zimperlich und sorgen direkt für starke Emotionen. Man fühlt mit den Opfern mit, und wenn Hwa-jin seine Backpfeifen verteilt, freut man sich schon. Allgemein lassen sich die Kampfszenen sehen. Die sind nicht nur gut inszeniert, sie machen vor allem Spaß, weil die Serie durchaus einige kreative Ideen hat, um eine gewisse Wucht zu erzeugen.
Auch die humorvollen Szenen funktionieren, weil die Figuren einfach sympathisch sind. Mit frechen Sprüchen und einem effektiven Lächeln erzeugen die Hauptfiguren eine angenehme Stimmung. Dadurch wird das Leid, das dargestellt wird, nicht nur abgefedert, es wird eine gewisse Form von Hoffnung symbolisiert.
Hwa-jin etwa will nicht einfach nur Mobber verhauen, er kümmert sich um die Opfer und will sie als symbolische Lehrkraft beschützen. Das erzeugt auch herzerwärmende Momente, bei denen man durchaus das eine oder andere Tränchen verdrücken kann.
Die Serie hat eigentlich alles, was eine gute koreanische Serie braucht: einen Mix aus Action, Humor und Drama sowie sympathische Figuren, denen man gerne zuschaut. Aber trotzdem habe ich Probleme mit der Serie, vor allem wegen des Kerngedankens.
Ist das wirklich die Lösung?
Das Mobbing- und Gewaltproblem, das Teach You A Lesson zeigt, ist real. Der Gedanke, dass sich Lehrer und Schüler so verloren vorkommen, dass sie nichts mehr unternehmen können, trifft beim Schauen schon hart, und wenn Hwa-jin dann gegen diese Mobber kämpft, dann freut man sich und fiebert mit: Endlich bekommen sie das, was sie verdienen.
Das macht einfach Spaß, aber wenn ich mehr darüber nachdenke, hadere ich. Teach You A Lesson spielt mit harten Schicksalen und ich hinterfrage den Lösungsansatz, dass ein neuer Lehrer einfach Mobber verkloppt, um das Problem zu lösen, stark. In einer der ersten Folgen sagt der Minister, dass diese Schüler keine Schüler seien, sie seien Monster, und die kann man nur mit einem Monster besiegen.
Man könnte mir jetzt einfach sagen: Es ist nicht so deep, Bro
, aber dafür investiert die Serie zu viel Zeit damit, mir die tragischen Schicksale zu zeigen. Ich hatte bei jeder Folge sehr viel Spaß, aber im Hinterkopf bleibt der Gedanke, ob es nicht fragwürdig ist, so einen Lösungsansatz zu präsentieren.
Das muss ich Teach You A Lesson aber lassen: Ich denke viel über diese Serie nach, obwohl sie nach außen nur eine gute Actionserie ist. Aber vielleicht will Teach You A Lesson auch genau das erzeugen.
Aber was sagt ihr zu Teach You A Lesson? Habt ihr die Serie schon geschaut und wie hat sie euch gefallen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Eine weitere Serien-Empfehlung aus Korea findet ihr hier: Eine harte Action-Serie auf Netflix zeigte die besten Kämpfe, die ich seit John Wick 4 gesehen habe
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Same here – ich hatte mich letzte Woche ein wenig gelangweilt durch Netflix gescrollt und dann die Serie entdeckt und damit angefangen. Bis zum Wochenende hatte ich sie dann durchgebingt. Ich fand die vier Protagonisten auch mega sympathisch, doch die Mobbing-Szenen waren zum Teil unerträglich. Bei einer Folge musste ich irgendwann den Mobbing Part durchspulen, weil ich es nicht mehr ertragen konnte (ekelhafte Helikopter Mutter, die alles besser weiss und „Ratschläge“ gibt 🤮). Aber auch der Mainplot, der in eine Finale in der letzten Folge mündet, war unterhaltsam. Was ich aber nie verstehen werde, mich auch in einigen Anime teilweise massiv und unerträglich stört – wie zum Geier kann man als Mann auf Frauen einprügeln? Schon alleine deshalb geniesse ich jede Schelle die Na und Im verteilen, auch wenn es mit Sicherheit teilweise an Selbstjustiz grenzt.