TikTok ist riesig und wächst immer weiter: Jetzt wollen sie MMOs machen

ByteDance, die Firma hinter der Erfolgs-App TikTok und des chinesischen Pendants Douyin, will nun in den MMO-Markt einsteigen. Nach einer Zusammenarbeit mit Fortnite plant das Unternehmen eigene Spiele. Offenbar will ByteDance damit den Konkurrenten Tencent angreifen.

Was plant TikTok? Laut einem Bericht der South China Morning Post plant ByteDance nun „Massively Multiplayer Online Games“ mit Elementen aus chinesischer Fantasy.

Dazu hat die Firma mehrere Studios erworben und Leute eingestellt, darunter den Industrie-Veteranen Wang Kuiwi, der vom chinesischen Entwickler Perfect World Games kommt („Perfect World Mobile“, eines der besten Mobile-MMORPGs 2020).

Ehemalige Angestellte von Perfect World wirken mit – Könnte das eine geplante Richtung sein?

Details darüber, was für Spiele es werden sollen, gibt es noch nicht. Es soll sich aber um „non-casual games“ handeln, die sowohl in China als auch Übersee, also in Europa oder Amerika, Fuß fassen sollen.

TikTok macht nun MMOs – Warum?

Das steckt dahinter: Mit der Initiative will ByteDance nun Fuß in der Games-Branche fassen, ähnlich wie aktuell auch Amazon mit New World. Anders als Amazon musste sich ByteDance aber aus Werbung in den Apps finanzieren.

Ziel ist offenbar, die Vormachtstellung von Tencent anzugreifen. Das ist ein riesiger chinesischer Internetkonzern und eines der „wertvollsten Unternehmen weltweit“ (via Wikipedia).

ByteDance und Tencent stehen schon seit einer Weile in Konkurrenz. 2018 kam es sogar zu einem Rechtsstreit (via SCMP).

Tencent gehören Anteile an Activision Blizzard (World of Warcraft, Call of Duty) und Epic Games (Fortnite) sowie neuerdings auch Funcom (Conan Exiles). Dazu gehört dem Riesen das Studio Riot Games (League of Legends).

Tencent (LoL) ist 7-mal größer als Activision – Wie machen die das?

ByteDance hat sich früher schon einmal im Gaming-Sektor versucht, mit dem Casual-Mobile-Game „Music Jumping Ball“. Das wurde aber über Douyin veröffentlicht und hat so im Westen keine Erfolge verzeichnen können. Die kommenden Spiele sollen das wohl ändern.

Der riesige Erfolg von TikTok

Was ist TikTok überhaupt? TikTok ist eine App, in der Nutzer kurze Videoclips von sich erstellen und diese direkt teilen können. Das Besondere ist, dass sie auf andere Clips mit eigenen reagieren und direkt „Reaction-TikToks“ erstellen können, was zu teilweise langen Verkettungen und Reaktionen führt.

Wie geht es TikTok im Moment? Die App TikTok erfreut sich nun seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Laut Google Trends gab es im September 2019 plötzlich einen Boom in Deutschland, was das Suchinteresse anging. Grund war die Verschmelzung von TikTok mit der Teenie-App Musical.ly.

TikTok Suchinteresse Google
Bildquelle: Google Trends.

Nach Abflachen der Spitze hat sich TikTok immer stärker als interessant für die (vor allem jungen) Nutzer herausgestellt und wurde immer beliebter. Ein Ende des Wachstums ist noch nicht in Sicht. Die „Generation TikTok“ erobert seitdem auch Twitch.

Im vergangenen Jahr konnte TikTok sogar mehr aktive Nutzer anhäufen als Twitch. Laut FutureBiz nutzten bis Ende 2019 über 5,5 Millionen Deutsche aktiv TikTok. Bei Twitch sind es lediglich 3,2 Millionen (via Statista).

Die Zahlen für den weltweiten Vergleich sind sogar noch größer. Die Website BasicThinking führt dabei an, dass weltweit mittlerweile über 800 Millionen Menschen TikTok nutzen. Allerdings stehen Instagram (eine Millairde Nutzer) und YouTube (1,9 Milliarden Nutzer) noch vor TikTok.

Laut dem Newsportal von Oberlo, einer App zur Unterstützung vom Kauf von Waren unter anderem aus China, hatte TikTok Ende 2019 außerdem bereits 1,5 Milliarden Downloads und ist die am meisten heruntergeladene App aus dem Apple App Store.

Zuletzt hat TikTok eine Zusammenarbeit mit Fortnite geplant. Hier sollen Spieler die Möglichkeit bekommen, einen eigenen Tanz ins Spiel zu bringen, wenn sie ihn zuvor auf TikTok mit entsprechendem Hashtag hochgeladen haben:

Wer TikTok versteht, kann in Fortnite berühmt werden
Autor(in)
Quelle(n): South China Morning Post
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Bienenvogel
1 Monat zuvor

Tja, wir leben in Zeitalter der Narzissten und Selbstsdarstellung. Einfach nur mit Text zu antworten ist heute halt nicht mehr „in“. Da kann man sich ja nicht präsentieren. 🙄

Ähre
1 Monat zuvor

Ich bin einfach nur froh in den 90ern aufgewachsen zu sein

Pechi
1 Monat zuvor

Besonders auffällig ist das Interesse nach Unterregion. Also #nooffense aber, sind das nicht die Bundesländer mit der höchsten Arbeitslosigkeitenrate? Steht das evtl. im Zusammenhang?

Melvorx
1 Monat zuvor

wtf

Pechi
1 Monat zuvor

Just askin‘ grin

Chucky
1 Monat zuvor

Ich glaube ich bin mit 28 jahren zu alt für so nen müll:D

Bodicore
1 Monat zuvor

…und ich war nie so jung.

Aziras
1 Monat zuvor

28 und alt… Gerade noch die Federn hinterm Ohr…

Ron
1 Monat zuvor

Also ich verabschiede mich von jedem Spiel, welches Tiktok Events anbietet. Danach kehre ich gerne wieder zurück. Die App ist an cringe und Peinlichkeit kaum zu überbieten. Die Werbung davon auf Youtube ist auch nur noch nervig. Perfekt für Generation Z, für mich aber zu viel des Guten.

Agravain
1 Monat zuvor

Du sprichst mir aus der Seele.

Craine
1 Monat zuvor

Kann man so unterschreiben.

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