Studie sagt: Online-Games sind toxisch – Das sind die 5 schlimmsten

In den USA wurde eine Studie veröffentlicht, die gezielt auf toxisches Verhalten und Belästigung in Online-Games abzielt. Demnach wurden und werden fast zwei Drittel aller Online-Spieler auf die eine oder andere Art in Online-Spielen belästigt. Das sei in 5 Spielen besonders schlimm.

Was war das für eine Studie? Die Organisation ADL (Anti Diffamation League) beschäftigt sich mit Diskriminierung, vornehmlich Rassismus und Antisemitismus. Doch auch toxisches Verhalten in Online-Games war jüngst Mittelpunkt einer Studie der ADL. Die Studie wurde unter Zuhilfenahme des auf eSports und Gaming spezialisierten Instituts Newzoo erstellt.

Es wurden 1.045 Personen aus den USA zwischen 18 und 45 Jahren befragt.

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Das Ergebnis: 74 Prozent aller Online-Gamer wurden schon einmal toxisch angegangen. Davon berichteten 64 Prozent, dass sie auf schlimme Art diskriminiert wurden, darunter Gewaltandrohung, Stalking und länger anhaltende Belästigung.

40 Prozent der Beleidigungen sind übrigens sexistischer Natur und an Frauen gerichtet. Das liegt wohl laut der Studie daran, dass man einen weiblichen Spieler leicht im Voice-Chat identifizieren kann.

In diesen 5 Spielen kommt Diskriminierung am meisten vor

Unter den vielen Online-Games stechen in der ADL-Studie fünf Games heraus, die besonders schlecht wegkamen und über eine ungewöhnlich toxische Community verfügen sollen. Diese Spiele sind:

  1. DOTA 2: 79% der Spieler berichten von Diskriminierung
  2. Counter-Strike: Global Offensive 75% der Spieler berichten von Diskriminierung
  3. Overwatch: 75% der Spieler berichten von Diskriminierung
  4. PlayerUnknown Battlegrounds: 75% der Spieler berichten von Diskriminierung
  5. League of Legends: 75% der Spieler berichten von Diskriminierung
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Gerade die beiden MOBAs DotA 2 und LoL sind schon seit Jahren in der Kritik, besonders schlimme Communities zu haben. League of Legends führte sogar extra Belohnungen für positives Verhalten ein, um den Umgang der Spieler zu verbessern.

Vor allem bei DotA 2 soll es aber die meisten Fälle geben, wo Spieler auf Grund der anhaltenden Belästigung letztendlich ganz mit dem Spielen aufgehört hätten.

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Diese 5 Spiele werden positiv gesehen

Die Studie geht nicht nur auf toxisches Verhalten ein. Es werden auch Spiele genannt, wo Spieler positive Assoziationen hegen. Dabei wurden mit 51 % Freundschaft und mit 50 % das Helfen von anderen Spielern genannt. Dabei kommen die folgenden Spiele gut weg:

Bei diesen Spielen gaben Teilnehmer an, positive Erfahrungen mit anderen Spielern gesammelt zu haben:

  1. World of Warcraft (59%)
  2. Minecraft (55%)
  3. NBA 2k (51%)
  4. Overwatch (49%)
  5. Counter-Strike: Global Offensive (48%)
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Dabei fällt auf: Overwatch und CS:GO haben wohl eine ambivalente Community, die sowohl durch große Trolle als auch große Hilfsbereitschaft auffällt. Das könnte womöglich daran liegen, dass beide Spiele zwar Shooter, aber auch kooperative Games sind, in denen es auf Teamwork ankommt.

Spielt man im Clan oder mit einem festen Freundeskreis, so hat man weniger mit toxischen Trollen zu tun, als wenn man mit fremden Leuten spielt.

Welche Spiele sind eurer Meinung nach besonders toxisch und wo habt ihr die Gegenteilige Erfahrung gemacht?

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Quelle(n): Kotaku
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