Für die Steam Machine müsst ihr mindestens 1.000 Euro zahlen. Lohnen tut sich das nur bedingt, denn es gibt auf dem Markt deutlich bessere Optionen.
Valve hat die Preise für die Steam Machine vorgestellt und diese Preise haben es in sich: Für das günstigste Modell zahlt ihr bereits mehr als 1.000 Euro. Konkret sehen die Preise folgendermaßen aus:
- 1.039 Euro für 512 GB
- 1.108 Euro für 512 GB und 1 Steam-Controller
- 1.359 Euro 2 TB
- 1.428 Euro für 2 GB und 1 Steam-Controller
Überlegt euch daher gut, ob ihr wirklich mehr als 1.000 Euro für die Steam Machine ausgeben wollt, wenn ihr denn überhaupt eine Chance auf eine Steam Machine erhaltet. Denn viele Alternativen sind besser, obendrein noch günstiger und teilweise deutlich zukunftssicherer.
PS5 Pro: Mehr Leistung in 4K
Im Vergleich zur Steam Machine ist mittlerweile sogar die PS5 Pro ein gutes Angebot. Die PS5 Pro kostet auf dem Papier 200 Euro weniger als die Steam Machine, bietet aber deutlich mehr Performance, insbesondere in 4K. Bereits in WQHD-Einstellungen liegt die Steam Machine sogar unterhalb der Performance einer normalen PS5, obendrein schwanken FPS-Werte noch viel stärker als auf der Konsole. (via lttlabs.com)
Solltet ihr wirklich 1.000 Euro locker haben und euch damit Gaming-Hardware kaufen wollen, dann wäre die PS5 Pro allein aus dieser Perspektive die bessere Option. Vor allem dann, wenn ihr moderne oder beliebte AAA-Titel in 4K auf eurem Fernseher spielen wollt. Hier ist die Steam Machine die deutlich schwächere Option.

Mit PSSR könnt ihr obendrein auf der PS5 Pro deutlich mehr FPS erhalten. Auf die Steam Machine soll irgendwann zumindest das Upscaling-Tool FSR 4.0 folgen.
Was man jedoch beachten sollte: Auf der PS5 und der Pro-Version benötigt ihr für viele Mehrspieler-Titel ein Abonnement (PS Plus). Wer nur Solo-Titel spielt, dem kann das Abo ziemlich egal sein.
Eine wichtige Einschränkung bleibt jedoch: Auf der PS5 (Pro) bleibt die Spiele-Bibliothek deutlich eingeschränkter als auf einer Steam Machine oder einem Computer. Dennoch lohnt sich allein mit dem Blick auf GTA 6 die PS5 (Pro) so sehr wie lange nicht mehr.
Gaming-PC: Mittelklasse für den gleichen Preis
Der Gaming-PC ist theoretisch die beste Alternative zur Steam Machine: ähnlich flexibel und Zugriff auf die gleiche Steam-Bibliothek.
Die derzeitige Leistung der Steam Machine bekommt ihr jedoch als Gaming-PC deutlich günstiger: Ein System mit einem AMD Ryzen 5 5500, 16 GB DDR4 und einer GeForce RTX 5060 mit 8 GB VRAM kostet euch zwischen 600 und 800 Euro. Aber natürlich nicht im Kleinformat und auch nicht mit Steam OS.
Für 1.000 bis 1.100 Euro bekommt ihr bereits einen Rechner mit AMD Ryzen 5 7500F, 16 GB DDR5-RAM und einer Radeon RX 9060 XT mit 16 GB VRAM. Das ist die deutlich zukunftssichere Option. Und ihr könnt den PC jederzeit via HDMI-Kabel an den Fernseher anschließen. Eine sehr gute Empfehlung für einen Gaming-PC findet ihr ebenfalls auf MeinMMO.
Und nicht zu vergessen: Einen Gaming-PC könnt ihr später immer noch aufrüsten, sollten die Preise wieder sinken. Bei der Steam Machine sind euch beim Upgrade enge Grenzen gesetzt.
Mini-PC: Klein und leicht, aber wenig Gaming
Mini-PCs sind kaum größer als die Steam Machine, setzen aber in der Regel auf integrierte Grafik. Heißt, die Performance reicht nicht für anspruchsvolle Spiele, sondern maximal für ein paar Gelegenheitstitel wie League of Legends.
Der Vorteil ist jedoch: Die Geräte sind klein, passen in so ziemlich jedes Wohnzimmer-Setup und sind obendrein noch leise. Echte Gaming-Systeme sind es aber nicht. Als kleines, unauffälliges Streaming-Gerät ist so ein Mini-PC gut geeignet, große Gaming-Ambitionen solltet ihr jedoch nicht damit haben.
Streaming: Man besitzt nichts, braucht aber auch (fast) keine Hardware
Streaming ist ein mehr oder weniger leidliches Thema unter Gamern: Die einen hassen es, die anderen finden es super. Denn anstatt die eigene Hardware unterm Schreibtisch zu verwenden, streamt man seine Spiele über die Cloud. Hier gibt es mittlerweile etliche Optionen, etwa Xbox Cloud Gaming oder GeForce Now.
GeForce Now setzt aber eine entsprechende Internet-Leistung voraus. GeForce Now ist obendrein bereits in etlichen TV-Geräten vorinstalliert und lässt sich ohne großen Aufwand nutzen. Die Preise starten bei rund 10 Euro, die Spiele müsst ihr übrigens selbst vorher via Steam gekauft haben. Über GeForce Now könnt ihr keine Spiele direkt kaufen.
Eine ebenfalls erwähnenswerte Option stellt Steam Link dar, hier benötigt ihr aber einen leistungsstarken PC, der das Spiel berechnen kann, bevor ihr es dann via Stream auf eurem Handy oder Fernseher spielen könnt.
Ob das wirklich eine Alternative ist, muss am Ende jeder selbst entscheiden. Will man Hardware besitzen und zu Hause stehen haben, stellt Streaming mit Sicherheit keine Option dar. Will man “nur” Spielen und ist einem die Hardware egal, kann Streaming schnell interessant werden.
Eine Kollegin hat übrigens ihren eigenen Weg gefunden, um den hohen Preisen beim Steam Deck aus dem Weg zu gehen. Sophia Weiss moddet ihr Steam Deck, damit es richtig lange hält und ihr die hohen Preise egal sein können. Mehr dazu lest ihr auf MeinMMO: Ich modde mein Steam Deck, damit es richtig lange hält und mir die hohen Preise egal sein können
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Das Fazit ist schnell gezogen. Im Vergleich zu einer Konsole ist die Steam Machine deutlich zu teuer. Im Vergleich zu einem Gaming PC deutlich zu schwach. Man hätte diese PC/Konsole so niemals veröffentlichen dürfen.
Ich kauf mir jetzt für 1000 Euro ein paar neue Schuhe. 😉
Nun bedank dich bei den ganzen Firmen die sinnlos Geld und Ressourcen in den AI-Kram reinpumpen. Halt leider sehr schädlich vor allem für den Endkundenmarkt.
Der Ursprüngliche geplante Preis für die Steam Machine war wohl deutlich niedriger und näher angesetzt am Steam Deck.
Meiner Meinung nach wurden hier zwei maßgebliche Faktoren dennoch komplett vergessen:
– Die “freiwilligen” PS Abo’s für deren Online Dienste und
– Die PS ist jetzt auch keine “Wunderkonsole” und schwächelt bei sehr vielen Titeln sowohl in 2K als auch in 4k in Sachen Performance
Und die SM soll weder eine Konsole noch einen richtigen Gaming-PC ersetzen. Sie ist lediglich ein Mittelklasse-PC der auf die ganzen Indie Titel auf Steam abziehlt und mit dem SteamOS in Sachen Komfort eine Konsolen ähnliche Erfahrung bieten soll.
Die Zielgruppe sind in erster Linie also Gelegenheitsspieler die Zugriff auf das Steam Universum haben wollen und nicht auf +120 FPS in 4k bestehen. (Was die Konsolen aber auch nicht schaffen)
Die Steam Machine ist kein Mittelklasse-PC. Punkt. Das ist sie einfach nicht, bei weitem nicht. Das Ding ist vergleichbar mit der RX 7600M, das ist ein Mobil-Chip, der auf Einsteiger-Niveau ist. Das siehst du auch an der Performance, die etliche Benchmarks zeigen. Mittelklasse wäre mindestens Niveau einer RX 7700 XT oder einer RTX 4070, wenn wir bei der Generation bleiben wollen. Der Preis ist gehobene Mittelklasse, die gebotene Leistung aber nicht.
Wenn ich “nur” Indietitel will, warum soll ich mir dann eine Steam Machine für 1.000 Euro kaufen? Da bist du dicke mit jedem anderen Computer besser bedient und kannst bei Bedarf noch aufrüsten. Da kannst du dir auch einen gebrauchten Gaming-PC kaufen und fährst besser damit als mit den Preisen, die Valve für die Steam Machine verlangt. Und selbst viele Indie-Titel kommen mittlerweile auf die PS5 und die Xbox. Außer ich will extreme Nischentitel spielen.
Und Steam kannst du auf jedem PC problemlos installieren und sogar den Big-Picture-Modus voraktivieren. Dann hast du direkt beim PC-Start Steam als Big Picture offen und kannst Windows völlig ignorieren. Das ist schon Komfort auf Steam-OS-Niveau, wenn auch nicht perfekt. Windows installiert weiterhin Updates, das lässt sich nicht vermeiden.
Und ich kenne Gelegenheitsspieler, die wollen genau das: 120 FPS in 4K. Denn die spielen nicht oft, wollen aber die wenigen Stunden, die sie spielen, dann wenigstens genießen. Diese dann mit Einsteiger-Builds abzuspeisen, weil die ja eh “kaum spielen”, find ich immer unfair.
Hinzu kommt: Die wenigsten Gelegenheitsspieler werden PS Plus abonnieren, weil ich mir dann auch keinen dicken Mehrspieler-Service-Titel holen werde. Wer hin und wieder einen AAA-Titel mit hübscher Grafik spielen will und sich keinen Kopf über Konfigurationen und Co machen will, fährt mit der PS5 in meinen Augen noch am besten. Die Betonung liegt auf “noch”.
Und was man wirklich nicht unterschätzen sollte: Steam Machine und Steam Deck setzen auf Steam OS und das kann bei einigen Spielen immer noch eine echte Frickelei sein. Vor allem bei Online-Spielen, die auf sehr spezielles Anti-Cheat oder DRM setzen. Als Gelegenheitsspieler verzweifelst du daran.
Wichtiger Punkt, der aber an Dich geht: Ps Plus und Co ist noch einmal ein eigener Punkt, den ich oben auch noch ergänze.
Also die Steammachine ist nach der Steam Hardware survey über 70% der Steamnutzer.
Also laut Wikipedia ist der RDNA 3 in mehreren Grafikkarten verbaut, zum Beispiel auch in der Radeon RX 7900 XT, das wäre ja soweit ich das beurteilen kann keine Mobil-Grafikkarte. Da kann ich mich aber täuschen, weil ich nicht so im Thema bin aber ja, laut Wikipedia scheint das so zu sein. Die CPU Zen 4 scheint auch nicht allzu schlecht zu sein.
Woher kommt eigentlich die Annahme, die gebotene Leistung wäre nicht ausreichend? Hat man die Steam Machine schon testen können?
Das kann man doch so gar nicht beurteilen meiner Meinung nach. Die verbaute Hardware ist halt modifiziert, die bauen ja nicht ein fertiges Endprodukt wie halt die RX 7900 XT oder 7900X3D ein, sondern halt den Chip und diese Chips sind ja in vielen verschiedenen Produkten verbaut die auch alle eine andere Leistung haben.
Und noch dazu kommt, dass die Steam Machine nicht an SteamOS gebunden ist, was sie noch weniger zu einer Konsole macht. Wenn man jetzt nur SteamOS installieren könnte: OK. Man kann aber auch einfach Windows drauf installieren, daher sehe ich das Produkt sowieso klar im Vergleich mit PC. Den Vergleich mit Konsolen halte ich persönlich für Unfug. Das Ding ist keine Konsole, es ist ein PC der wie eine Konsole bedient werden kann, da hört es aber auch schon auf.
Und abschließend noch: Warum kaufen so viele Menschen wohl eine Konsole statt einem PC? Weil die meisten Menschen sich mit Hardware nicht auseinandersetzen und auch nicht auseinandersetzen wollen. Sie wollen nicht einen PC nachrüsten oder sich darüber Gedanken machen ob die Grafikkarte A besser ist als die Grafikkarte B oder ob man nicht lieber den PC mit mehr RAM kauft. Die wollen ein sicheres Produkt bei dem sie wissen, dass alles funktioniert ohne sich groß Gedanken machen zu müssen. Und für genau DIESE Menschen wurde die Steam Machine konzipiert. Sie ist für Menschen die bedenkenlos PC spielen wollen. Nicht Leute wie wir die ganz genau wissen wollen was sie kaufen und das penibel vergleichen, diese Leute sind nicht die Zielgruppe.
Meine Freunde spielen alle auf dem Rechner, aber immer wenn es heißt dass ein Teil nachgerüstet werden soll werden Leute gefragt welche Hardware und ob man sie für sie einbauen kann. Leute die diese Freunde nicht haben sind mit einer Steam Machine wahrscheinlich gut aufgestellt, denn sie wird ja vermutlich auch von Steam Kundensupportet und der Kundensupport bei Steam ist ja vergleichsweise gut.
RDNA3 hat erst einmal überhaupt nichts damit zu tun, ob das nun ein Mobile Chip ist oder nicht. Das ist erst einmal nur die Produkt- bzw die Technik-Familie, wenn man so will. Nvidias RTX 5000er-Reihe heißt Blackwell, die Mobile Chips von Nvidia werden ebenfalls unter Blackwell vermarktet. Zen 4 ist auch nur die Produktfamilie, zu der auch die schwächsten Chips von AMD zählen. Das sagt nichts über die Leistung an sich aus.
Linus Tech Tips schreibt da in seinem Blogg LTTLabs ziemlich deutlich, dass es sich um einen Mobile chip handelt. Die CPU hat eine TDP von 30 Watt, Desktop-CPUs haben eher 65 Watt, der Ryzen 7 7800X3D sogar 105 Watt. Das hier ist keine Desktop-CPU. Und die GPU rangiert auf dem Nivau einer RX 7600, ist aber langsamer weil weniger Compute Unites (4 weniger; 28 vs 32).
Es gibt doch mittlerweile offizielle Tests, seit gestern? Also unabhängige Tests. Die sagen doch eindeutig, dass die gebotene Leistung nicht so richtig super ist. Oder schau dir sein Video an, er sagt es auch noch mal. Das ist ja seit gestern keine Spekulation mehr. Ja, auf MeinMMO hatten wir keinen dedizierten Artikel zu den Tests.
Das ist aber ein grundsätzliches Problem, welche Hardware man kaufen oder eben nicht kaufen soll. Ja, Hersteller machen es einem mit den vielen Zahlen und Spezifikationen nicht leicht, da gebe ich dir absolut Recht.
Aber die Lösung des Problems kann ja nicht sein, dass man unerfahrenen Spielern überteuerte Hardware verkauft, wenn du für das Geld bessere Hardware bekommst, die auch noch zukunftssicher wäre. Die 8 GB VRAM der Steam Machine sind auf lange Sicht nicht zukunftssicher, den RAM kann man immerhin aufrüsten. Also das finde ich halt wirklich nicht richtig. Damit erkauft man sich doch nur Sicherheit, die gar keine ist.
Fürs Aufklären zu Produktfamilien vielen Dank, ich hab jetzt auch mal ganz genau nachgeschaut und gesehen, dass der RDNA 3 drei verschiedene Chips hat, Navi 31, 32 und 33. In der Steam Machine ist der Navi 33 und das ist auch der kleinste RDNA 3 Chip. Von daher bekommt man sicherlich nicht die Leistung die andere RDNA 3-Chips leisten können, das verstehe ich jetzt auch.
Ob es offizielle Tests zur Steam Machine gibt wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht. Und das hatte ich ja auch eigentlich geschrieben, daher verstehe ich die Frage da nicht. Die Konsole wurde gestern doch erst auf Steam vorgestellt, konnte ich ja nicht ahnen dass manche Leute schon eine zum Testen bekommen haben.
Und ich finde auch, dass es viel zu viele verschiedene Variationen von Grafikkarten und Prozessoren gibt, und dann gibt es noch verschiedene Hersteller wie GIGABYTE, ASUS oder MSI und dann muss man noch vergleichen oder schauen welche von welchem Hersteller am besten passt etc. pp.
Von daher ist der Ansatz der Steam Machine schon richtig finde ich und wie gesagt, für Leute die rein zocken wollen ohne sich um hardware Gedanken machen zu müssen, ich glaube das ist schon an sich eine gute Idee.
Test von PC Games Hardware, hat gute Vergleichsgrafiken im Test.
https://www.youtube.com/watch?v=CEruazYfI0s
ja, im Online-Artikel ebenfalls. Da sieht man auch, dass die Steam Machine gut 20 % unter der RX 6700 XT liegt. Das ist fast genau der Abstand, den RX 6600 XT un RX 6700 XT haben. Und die RX 6600 XT ist die bessere Einsteiger-GPU von AMD.
Dann unterscheidet sich dein Freundeskreis wohl ziemlich deutlich zu den Steam Usern. Mal ein paar Werte aus der letzten Hardwareumfrage:
Auflösung: 52% FHD, 21% WQHD, 5% 4K
RAM: 41% 16 GB, 37% 32GB
GPU: 26% 8 GB, 13% 12GB, 24% 16GB
Und damit entspricht die SM – abgesehen von der GPU (welche für FHD auch nicht stärker sein muss) – also ziemlich genau das was für deren Zielgruppe notwendig ist…
Wieso unterscheidet sich mein Freundeskreis von den Steam Users (die sie auch sind). Ich habe hier doch keinerlei Hardware von denen genannt, also woher kommt die Annahme?
Frage:
Kann man auf den STEAM Maschines auch jeden anderen beliebigen Kontroler anschliesen oder sind das STEAM Only?
Es dürften alle Controller gehen.
Steam OS unterstützt von sich aus alle Controller. Kannst du, wenn du eins hast, auf dem Steam Deck testen. Den DualSense musst du aber via Kabel anschließen, der normale Xbox-Controller ist jedoch kein Problem, bzw sollte nicht sein, weil es das am Steam Deck auch nicht ist.
Steam Deck und Steam Machine setzen ja auf die gleiche Software.