Spieler zocken aus den unterschiedlichsten Gründen. Viele wollen aber gleichzeitig entspannen, während sie vor dem Bildschirm sitzen. Unserem Tech-Autor Jan Hartmayer geht es genauso und er hat kurzerhand seinen Rechner in eine kabellose Gaming-Konsole für seinen Fernseher verwandelt.
Seitdem ich klein bin, zocke ich liebend gerne. Früher viel kompetitiver, heute eher ruhiger, aber dafür mit höherem Schwierigkeitsgrad. Dennoch ließ mich ein Gedanke in den letzten Wochen und Monaten nicht los: Warum spiele ich denn nicht einfach an meinem Fernseher? Dann könnte ich entspannt auf der Couch liegen.
Damit mein Faulheitsgrad aber aufs Maximum gelevelt werden konnte, gab es noch einige Probleme, die ich klären musste:
- Wie verbinde ich meinen PC mit meinem TV? Kabellos wäre am einfachsten.
- Welches Eingabegerät verwende ich?
- Kann ich meinen Rechner überhaupt mit einem Gamepad anständig bedienen?
Für diese Probleme gibt es aber zwei simple Lösungen in Form von Steam Link und dem Big-Picture-Modus von Valve. Beide Funktionen ermöglichten es mir, das ultimative Faulenz-Setup zu kreieren.
Gegen eine Steam Machine unter meinem Fernseher hätte ich nichts einzuwenden. Denn die kommende Konsole von Valve würde perfekt in mein Couch-Setup passen:
Kabellos und einfach zu bedienen
Steam Link ermöglicht es, mit nahezu jedem Smart-TV oder jeder Streaming-Box Spiele von einem PC kabellos zu übertragen. Es wird nur eine schnelle Internetverbindung benötigt. Der Big-Picture-Modus hingegen verwandelt per Knopfdruck die Oberfläche von Steam in eine Konsolenerfahrung, die sich leicht mit dem Controller bedienen lässt.
Einmal eingerichtet starte ich nur meinen PC, welcher automatisch Steam öffnet, drücke die Menü-Taste auf dem neuen Gamepad von Valve und zack aktiviert sich der Big-Picture-Modus und es kann mit dem Zocken losgehen. Das Gamepad ist sogar so gut, dass ich mir gleich vier Stück auf einmal zum Release gekauft habe.

Selbst Spiele oder Programme von anderen Quellen lassen sich leicht als „Steam-Fremdes-Spiel“ hinzufügen und können anschließend über den Konsolen-Modus aktiviert werden. So starte ich zum Beispiel Diablo IV über den Battle.net-Launcher, obwohl ich das Spiel auf Steam gar nicht besitze.
Neben den täglichen Gaming-Sessions nutze ich den Modus auch öfter für Party-Abende. Dazu verbinde ich mehrere Eingabegeräte, wie zum Beispiel vier Steam Controller, starte ein Couch-Coop-Game wie Worms oder Brawlhalla und prügle die Charaktere meiner Freunde windelweich.
Best of Both Worlds
Aber mein Lieblingsfeature ist und bleibt das Abschalten des Computers per Tastendruck. Denn innerhalb von Big-Picture drücke ich den Menüknopf und anschließend „System herunterfahren“. Damit muss ich nicht mal mehr aufstehen, um meinen Rechner auszuschalten, und maximiere meine Faulpelz-Punkte. Dadurch habe ich mir die besten Aspekte von PC und Konsole gekrallt und mir meinen eigenen Hybrid geschaffen:
Denn mein Gaming-Rig ist mit einer RTX 5090 nicht nur leistungsstärker als jede Konsole, sondern ich kann auch ohne Probleme auf kostenlosen Multiplayer, Mod-Support und viele andere PC-Funktionen zugreifen, ohne die einfache Bedienung und Bequemlichkeit einer Konsole zu verlieren.
Ein weiterer Vorteil ist, dass ich so mehr Zeit mit meiner Partnerin verbringe. So sitzen wir zum Beispiel abends gemeinsam auf der Couch und entweder spielen wir gemeinsam im Coop oder sie liest, während ich vor mich hin daddle.
Seitdem ich die Kombination von Steam Link und Big-Picture entdeckt habe, zocke ich nahezu ausschließlich am Fernseher. Warum auch nicht? Denn durch den Job sitze ich viel am Schreibtisch und genieße es am Abend nach dem Sport, liegen zu können. Außerdem bin ich nicht der Einzige, der die Streaming-App für sich entdeckt hat. Unser Tech-Autor Julian ist ebenfalls auf den Geschmack gekommen: Mit einem kleinen Gerät spiele ich meine Steam-Games bequem auf dem Sofa, ohne mir einen klobigen Gaming-PC ins Wohnzimmer zu stellen
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