Spieler wollen mit Gaming-Verzicht gegen das Ende der physischen Spiele protestieren. Wie groß der „PSBlackout“ am Ende wirklich ist, ist nicht bekannt. Dennoch ist der Frust und Ärger und Spielern weiterhin ziemlich groß.
Um was genau geht es? Spieler und die Community hatten unter dem Hashtag „PSBlackout“ dazu aufgerufen, bewusst auf ihre PS5 zu verzichten. Dazu gehören der Login im PlayStation Network, Käufe im digitalen Store und die allgemeine Verwendung der Konsole.
Damit will man gegen Sonys Entscheidung, die physischen Spiele abzuschaffen, protestieren. Offiziell hat der „PSBlackout“ am 23. August 2026 begonnen und soll bis zum 30. August 2026 laufen. Wie viele Spieler am Ende wirklich daran teilnehmen ist nicht bekannt.
Ob der Boykott wirklich erfolgreich ist, ist fraglich – Die Unzufriedenheit ist dennoch deutlich sichtbar
Ob der Protest oder Boykott am Ende wirklich erfolgreich oder sichtbar ist, ist noch eine andere Frage. Eine Frage, die sich auch einige Nutzer stellen. Denn so ein Boykott funktioniere nur dann, wenn sich wirklich alle anschließen würden. So schreibt jemand auf Reddit:
Ein Boykott funktioniert nur, wenn er zu 100 % durchgesetzt wird. Unternehmen können Verluste durch Teilboykotte einfach verkraften – manchmal bereiten sie sich sogar darauf vor; sie wissen, dass solche Maßnahmen nicht gut ankommen, und entwickeln daher Strategien, um die Kosten auszugleichen, oder die Kosten sind bereits im Budget eingeplant, sodass sie tatsächlich nicht so viel Geld verlieren.
Ein paar hundert Leute, die ihre PS5 eine Woche lang abgeschaltet lassen, dürfte auf einen Mega-Konzern wie Sony wenig Eindruck machen.
Warum spielt „PSBlackout“ dennoch eine Rolle? Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass es nicht nur eine kleine Randgruppe ist, die sich gegen Sonys Pläne zur Wehr setzen möchte. Schaut man sich die letzten offiziellen YouTube-Videos an, tauchen dort vermehrt tausende Kommentare auf, die gegen Sonys Entscheidung protestieren oder zumindest ihren Ärger zum Ausdruck bringen.
Sony selbst hat sich mittlerweile offiziell zum Ende der Disc geäußert und erklärt, dass man seine Entscheidung nicht rückgängig machen wolle.
Sony schafft die physische Disc für die PlayStation ab. Jetzt hat man massenhaft eine Mail verschickt, wo man darauf hinweist, dass Spielern die gekauften digitalen Spiele nicht gehören. Viele Nutzer fühlen sich dadurch gerade vor den Kopf gestoßen: Sony wählt den denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, um die Spieler mit Hinweisen zu bombardieren, dass ihnen ihre digitalen Spiele nicht gehören
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Kommentare
Ich finde solche Aufrufe einfach peinlich, ebenso übrigens die Gegenseite, die Sachen raushaut wie “ich lass meine Konsole deswegen jetzt sogar über Nacht laufen und hab mir alle Spiele aus der wishlist sofort gekauft statt zu warten”
ich verstehe voll und ganz den Unmut der Spieler.
Ich habe immer noch meinen N64. Kein Emulator oder etwas anderes gibt einem das Gefühl die Disk einzulegen und eine Runde Banjo Kazooie zu spielen.
Allerdings ist das auch der Wandel der Zeit. Alles wird digital. Somit wird die Bereitstellung der Disk-Varianten umwirtschaftlich.
Ich würde mir tatsächlich an der Stelle wünschen, dass der Gesetzesgeber mir die rechtliche lage gibt, kein Spiel für 70€ zu mieten, sondern zu besitzen.
GOG geht in die Richtung: Ich kann mir den Installer runterladen und auf ein USB-Stick ziehen. Verschwindet das Spiel von der Platform, besitze ich es immer noch.
Ich denke der Boykott wird wenig bringen. Würde keiner mehr die PS6 bestellen / vorbestellen, dann würde es zum Umdenken sorgen.
Das ist an und für sich ein ähnliches Thema mit halbfertigen Spiele-Releases.
Solang alle fleisig vorbestellen und Geld in Early Access pumpen, wird die Masche auch beibehalten.