Nein, WoW Forever wird nicht Teil der offiziellen Warcraft-Geschichte

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Für manche ist es ein Dämpfer, andere freuen sich. WoW Forever ist eine eigene Welt. Die Story hat keinen Einfluss auf das moderne Warcraft.

Die größte Ankündigung auf der BlizzCon für viele Warcraft-Veteranen war auf jeden Fall die Ankündigung von World of Warcraft: Forever. Der neue Spielmodus soll eine permanente Heimat für alle bieten, die das klassische Gefühl von Vanilla-WoW lieben, aber doch nicht auf neue Geschichten verzichten wollen.

Doch viele stellten sich die Frage: Wie genau passt das denn in die Geschichte von Warcraft? Gehören die neuen Teile von WoW: Forever dann zur offiziellen Lore (dem „Kanon“) von World of Warcraft?

Die Antwort darauf ist sehr deutlich: Nein.

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World of Warcraft: Forever im Ankündigungs-Trailer von der BlizzCon 2026

Word of Warcraft ist verwirrend, aber Forever ist ein eigenes Ding

Was wurde gesagt? Auf einem der Panels der BlizzCon, dem „Found Photographs“-Panel von WoW Forever (auf YouTube), sprachen die Entwickler ausführlich darüber, wie WoW Forever denn in das Gesamtgefüge von Warcraft passen würde. Dabei ging es darum, wie sie die Geschichte sinnvoll weitererzählen wollen und was ihre Inhalte für Auswirkungen auf das moderne WoW haben werden. Josh Greenfield, ein Senior Game Designer von WoW Forever, erklärte dazu:

Die Millionen-Gold-Frage, die viele zu WoW: Forever haben ist: Wie passt das in die größere WoW-Kontinuität und Zeitlinie?

Die kurze Antwort ist: WoW Forever existiert nicht in der modernen Kontinuität von World of Warcraft.

Das nimmt auf jeden Fall den Druck von vielen Story-Fans, die vor allem Retail spielen. Sie müssen nicht mehrere WoW-Versionen verfolgen, um die ganze Story zu begreifen.

[Chris] Metzen nennt das unsere kleine Zeitblase. Also, warum tun wir das? Der Hauptgrund für diese Herangehensweise ist, dass wir sicherstellen wollten, dass wir die kreative Freiheit haben, mit dem Spiel das zu machen, was wir tun wollen, ohne problematische Situationen zu erschaffen, die eine direkte Reaktion im modernen Spiel benötigen.

Ein Beispiel, das dabei direkt in den Sinn kommt: Die Himmelsgeborenen. Dieses Volk existiert in WoW Forever und ist eine Splittergruppe der Shen’dralar aus Eldre’thalas, dem heutigen Düsterbruch. In WoW Forever sind das Rebellen gewesen, die sich gegen den Prinzen von Düsterbruch gestellt haben und am Ende vertrieben wurden. Im modernen WoW existieren sie – nach aktuellem Stand – schlicht nicht und es hat sie nie gegeben.

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Die Entwickler stellen allerdings klar, dass sie damit nicht die bestehende Lore der Strategiespiele auf den Kopf stellen wollen. Was bis zum Zeitpunkt von WoW Vanilla geschehen ist, soll auch weiterhin beachtet werden:

Wir werden die Grundlage der Lore nicht über den Haufen schmeißen, besonders nicht die etablierten Ereignisse aus den Strategie-Spielen. Wir werden nicht sagen: In diesem Universum war Jaina von Anfang an ein Schreckenslord oder Arthas wurde nie der Lichkönig.

Was bedeutet das? Im Klartext heißt das: Was in WoW Forever geschieht, hat keinerlei Einfluss auf die Geschichte von „Retail“. Es findet in einer eigenen Zeitkapsel statt und ist nicht Teil des offiziellen Kanons der fortlaufenden Geschichte, die von Classic bis (aktuell) Midnight und darüber hinaus geht.

Wie findet ihr die Himmelsgeborenen? Werdet ihr sie zocken? Oder meidet ihr das neue Volk lieber – vor allem, weil der Zugang Geld kostet?

Cortyn meint: Dass die Entwickler auf der BlizzCon klargestellt haben, dass WoW Forever kein Teil der „richtigen“ Story von World of Warcraft ist, finde ich ausgesprochen gut. Anfänglich habe ich ein bisschen mit den Zähnen geknirscht, weil ich den Eindruck hatte, dass ich Forever spielen „muss“, um das Gesamtbild der Geschichte zu bekommen. Es wäre für das Ausspielen einer Shen’dralar im Rollenspiel von Retail wichtig gewesen zu sehen, was für neue Story man den Shen’dralar in Forever spendiert hat. Das fällt nun weg.

Mir gefällt das. Zum einen hat WoW Forever so die kreative Freiheit, sich etwas mehr auszutoben und viele „Was wäre wenn“-Geschichten zu erzählen, ohne dass Retail darauf eingehen und reagieren muss. Gleichzeitig macht das WoW Forever zu einer frischeren Erfahrung, die einfach schöne Geschichten bereithalten kann, ohne bei jeder Quest darauf achten zu müssen, ob das irgendwie im Widerspruch mit den 11 Erweiterungen steht, die in den letzten 20 Jahren veröffentlicht wurden. Jetzt kann ich Forever einfach spielen, wenn ich Mal die Lust darauf habe – und genau das ist ja der Geist von WoW Forever.

Kommentare

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LikeADwarf

Ich interpretiere diese “Aussagen” auch ein wenig anders als Cortyn.
… für mich klingt es eher so, als würde die Geschichte von Forever keine Auswirkungen auf die Geschichte von World of Warcraft im allgemeinen haben, weil der “Skale” einfach ein anderer und kleinerer ist.
Es werden Dinge erlebt, die unsere Charaktere nicht erlebt haben, weil die A. in einer “Zeitlücke” zwischen Erweiterungen geschehen sind, oder weil unsere Charaktere zu jenen Zeitpunkten mit anderen Dingen beschäftigt waren. Quasi der Champion ist in der Scherbenwelt und ein Random-Abenteuerer schaut mal nach nach Dalaran, was wir erst in Wrath of the Lichking tun werden.

Damit kann ich leben und das finde ich belebend.
Aber das Einführen neuer Völker oder völlig neuer Landschaften, die so nicht in World of Warcraft existieren … fühlt sich beraubend und falsch an.

LikeADwarf

Das sehen wir beide wohl ziemlich unterschiedlich … gibt auch einige Contentcreator (auch größere wie Craft, oder bullular, die das etwas anders interpretieren). Finde auch tatsächlich das Blizzard sich auch immer sehr bewusst kryptisch hält.

Nun, aber wenn für dich die Sache so klar ist, ist das doch gut. Mir verwässert WoW Forever leider die Lore zu sehr … was neben den neuen Elfen wohl allgemein auch der größte Kritikpunkt ist. Leute die sich nur ums Gameplay scheren, kann das aber ein Glück herzlich wenig interessieren – für die passt es, egal wie man Blizzards aussagen liest.

LikeADwarf

Hm, in Ordnung.
Ich versuche noch einmal meine Gedanken etwas weiter auszuführen. Das man die „foundational lore“ nicht verändern werde und „inside the lines“ bleibe, lässt durchaus Raum für eine Welt, die sehr nah am bekannten Warcraft-Kanon beginnt, aber bei Ereignissen, die bisher nicht festgelegt waren, eigene Wege gehen kann.

Sie schränken sich schon ein, wie sie am Jaina und Arthas Beispiel ja deutlich festmachen und was auch für meine “Lore-Akkurate” Betrachtung spricht, reden dann aber von ihrer eigenen Zeitbubble, was ich komisch finde. Das ist ja ganz offensichtlich alles kein Warlords of Draenor, sondern Forever soll ein Nachgehen verpasster Chancen sein.

Ich mag den Gedanken Dinge zu erforschen, wir vor 20 Jahren verpasst haben, die in der Welt geschehen sind … Aber wiederum Dinge genommen zu kriegen, finde ich gelinde gesagt “shit”

Es ist eben doof, wenn diese kreative Freiheit dazu genutzt wird, völlig neue Völker, Kontinente oder Landschaften einzuführen, die in der bekannten Warcraft-Geschichte eigentlich keinen Platz haben. Selbst wenn das der ‚Zeitblase‘ wegen erlaubt ist, fühlt es sich für mich weniger wie eine bisher unerzählte Geschichte derselben Welt und mehr wie eine andere Version der Welt an. Genau das würde sich für mich beraubend bzw. falsch anfühlen.“

Ich finde zudem das die Sätze zu Jaina und Arthas als auch die Zeitblasenaussage nicht zusammen passen. Es ist eben doch alles extra offen gelassen, damit man später Kursänderungen betreiben kann. So offensichtlich wie du, finde ich diese Aussagen leider nicht.

Also was wollen sie nun, mit Möglichkeiten spielen oder Dinge neu erfinden?

Neue Gebiete in der Welt zu erschaffen, und neue Völker einzubauen, ist für mich “Jaina war ein Dreadlord”
Dalaran oder Norddrasiel aufzusuchen ist für mich eine Sache, die, die Kontinuität von WoW nicht verändert.

LikeADwarf

Du kannst meine Grenzen persönlich komisch finde, dass ist dein gutes Recht. Aber die Erklärung die du als Gegenargument entgegen bringst ist auch nicht gerade Lückenfrei.

Wenn Jaina im geheimen immer ein Dreadlord war, würde das die prinzipielle Geschichte von Warcraft III genau so wenig für ihren “Moment” ändern, wie der eigentlich kanonische Fakt, dass hinter all diesen Geschichten Zoval steckt (das ich den je als Argument verwende). Mit vernünftiger Storyschreibe kann man auch all das erklären … Macht’s nicht gut, aber Blizzard soll halt auch nicht so tun als hätten sie irgendwelche Grenze, führen dann aber erneut eine Elfenabart ein, welche drei Meter weiter neben einen Baum leben und deswegen eine neue Kultur sind (überspitzt gesagt) oder ziehen sich ganze Landstriche aus dem Popo die für keinen Grund nicht zugänglich in World of Warcraft sind (ich schaue auf dich Flusslande)

Ich spiele sehr gerne World of Warcraft, dass tue ich seit bald 25 Jahre … (was wirklich erschreckend ist) … für mich ist diese Änderung, egal wie man sie erklärt und wie sehr man sie in eine Bubble packen will, leider schwer zu ertragen.

Nicht nur, dass sie sich ganz bewusst Hintertüren offen halten und selbst im heutigen Q&A gesagt haben, man werde Forever beobachten und in für World of Warcraft das nutzen, was in Spinoff gut ankam bzw. sich dies offen halten (seien es Lichteffekte, Nachnamen etc.) zeigt ja ganz deutlich, dass sie bewusst einen Fuß in der Tür halten und ihre eigenen Regeln dehnen.

Ich glaube gerade für viele Lorefans wird dieses Aufsplitten eher anstrengend und als nervig empfunden. Wenn man halt Rollenspieler ist und sowieso ständig seine eigene Lore dazu textet, mag das cool sein, aber die anderen Fans sind (zumindest teilweise) nicht ganz happy.

Das Spiel klingt ja an sich ganz cool, es ist dennoch ein wegnehmen von Dingen für das Maingame. Mal davon ab, dass für die Fans von World of Warcraft diese BlizzCon leider auch nicht viel geboten wurde, ausser eben dieses Spinoff für die Classic Community.

Aber ich denke an dieser Stelle kommen wir auch nicht zusammen und das ist ok. Ändern kann ich an all dem sowieso nichts und denen, denen es gefällt, die sollen Spaß haben, wirklich (:

Ich werde es ignorieren und hoffen das teilweise interessante Geschichten vielleicht irgendwann ins Maingame übergehen.

Zuletzt bearbeitet vor 20 Tagen von LikeADwarf
SoulSamuraiZ

Das finde ich eigentlich gar nicht schlecht. Gefällt mir. Ich habe auch schon geschaut, welche Völker und Klassen es gibt. Habe leider noch keine gefunden. Die Kombinationen, die ich gerne spielen wollen würde, gibt es leider nicht. Was schade ist. Mal schauen. Ausprobieren werde ich es, bis Guild Wars 3 erscheint.

seska1973

Sprich: Forever ist Teil der WoW Multiverse

mfg.carlos

Bis kurz vor Schluss sollte Forever noch mit einem eigens dafür notwendigen Abonnement verkauft werden. Nun ist es im retail Abo dabei, dafür wurde die Rasse jetzt zum 30 Euro Verkaufsprodukt

pineapple-express

Dass sie ein zusätzliches Volk im shop verkaufen löst bei mir schon wieder Brechreiz aus. Geldmacherei…

Tehra

Ich glaube mittlerweile ist einfach so ein Mindblock bei den Leuten entstanden, den ich dem Ausmaß so kontrovers selten gesehen habe.

Es wird immer nur partiell negativ fast beleidigend darunter geredet ohne gesamt Kontext zu betrachten. Oh 30 muss ich Blechen, frech für ein x Jahre altes Spiel.
Dabei schaut keiner wie die Monetarisierung tatsächlich aussieht.

Boah die Grafik sieht aber alt aus. Keiner versucht zu verstehen worauf das Konzept hier aufbaut.

Uff gamepad Support, bitte nicht dann brauchen wir anzeigen damit wir die Lager sortieren können und bloß davon nix in retail.
So heftig habe ich es echt schon lange nicht mehr erlebt.

Ja andersherum wird auch mit allen mitteln verteidigt, aber fast immer mit dem beisatz dass man ja niemanden zwingt und weiterhin “das richtige Wow” existiert.

Ich freue mich auf das “neue, alte” Spiel, mochte es die Welt zu entdecken ohne wirklich Systeme verstehen zu müssen und genieße es, diese Erfahrung zu einem gewissen Grad zurück zu bekommen.

Ich bin jetzt mal blasphemisch: JA, ich hätte es besser gefunden für WoW Forever komplett 30-50 € auf den Tisch legen zu müssen.

Für mich™ fühlt es sich falsch an, einerseits das Spiel im aktiven WoW-Abo einfach so zu haben und andererseits für ein einzelnes Volk zur Kasse gebeten zu werden.

Um noch ehrlicher zu werden hätte ich mich gefreut für WoW Forever ein eigenes Abo abzuschließen.
Nein, das ist kein Trollversuch, sondern ich habe große Bedenken daß mir die “Schwitzer” denen in Retail langweilig ist, das Spiel verderben könnten/werden.

Jetzt dürft ihr mich hauen 😝

Huehuehue

Keine Sorge, die mit Abstand größten “Schwitzer” die mir bislang je untergekommen sind, sind die Classic-Fuzzis die vorher jahrelang jeden Zentimeter auf Privatserver auswendig gelernt und da jeden Schritt poweroptimiert hatten. Um ehrlich zu sein…eigentlich war so ziemlich jeder dieser Schwitzer, die ich in Classic treffen konnte, aus dieser Kategorie.

Zuletzt bearbeitet vor 22 Tagen von Huehuehue

Das stimmt, und genau DAS macht mir ja Sorgen ^^

Wobei, wenn man bedenkt das wir hier daheim seinerzeit in Vanilla nicht nur mit den Mobs/Bossen gekämpft haben sondern auch mit der damaligen Technik. Stichwort: Gebündelte ISDN – Leitung 😌 Womit wir damals privilegiert waren^^

Nein, im Ernst: Mir ist es herzlich egal woher die Leute kommen die sich durch optimieren, min/max betreiben und Rekorde in Dungeons aufstellen wollen.
Ich bin alt, ich habe nicht mehr die Reflexe eines Mungos geschweige denn die Lust mich mit dieser Klientel rum zu ärgern.

So gerne ich auch WoW Forever spielen möchte… Ich frage mich ob es schlussendlich nicht besser wäre, bei meinem Retail zu bleiben wo ich meine Inhalte in meinem Tempo spielen kann und wo ich mich nur über mich selbst ärgern muss, wenn ich in ner 11er Tiefe mal wieder Mumpitz zusammen spiele.

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