Beim Deep-Dive-Panel der BlizzCon 2026 haben die Blizzard-Verantwortlichen das Server-Fundament von WoW: Forever vorgestellt. Spoiler: es gibt keine. Klingt nach anonymen Mega-Servern, könnte aber die perfekte Lösung für viele Probleme von WoW Classic sein.
Wieso gibt es keine Server? Jap, ihr habt richtig gelesen. WoW: Forever wird nicht mehr auf das altbekannte Server-System setzen, bei dem euch für jede Region mehrere Realms zur Verfügung stehen, die sich in Kategorien wie Normal, PvP und RP unterteilen.
Stattdessen wählt ihr direkt, ob ihr lieber mit dem PvE-, einem PvP- oder einem Rollenspiel-Regelwerk spielen möchtet. Später soll zudem eine vierte Option für Hardcore dazukommen. Wenn ihr euch für eine dieser Varianten entschieden habt, könnt ihr mit allen anderen Spielern, welche dieselbe Entscheidung getroffen haben und eurer Fraktion angehören:
- Dungeons und Raids spielen
- im Auktionshaus handeln
- Post schicken
- gemeinsam die Welt unsicher machen
Ein Megaserver, aber irgendwie auch nicht
Klingt nach einem Megaserver für alle? Das dachten wir zuerst auch. Und der Vorteil solcher Server liegt auf der Hand: Man muss sich nicht auf einen Server festlegen und danach mit seiner Entscheidung leben, die einen beispielsweise auf eine zu volle Welt mit langen Wartezeiten, einen PvP-Realm mit frustrierender Fraktions-Balance oder auf einen leeren Geisterserver geführt hat.
Und die Entwickler müssen beim Launch nicht X Server nachlegen, um den Ansturm halbwegs aufzufangen, nur um später dann schmerzhafte Server-Merges durchzuführen, wenn die Community wieder kleiner geworden ist. Zudem können sie Spieler recht flexibel so verteilen, dass man immer das Gefühl hat, es ist etwas los in der Welt.
Solche Mega-Server haben aber auch klare Nachteile. In der anonymen Masse geht man schnell unter und es können sich nicht die für Classic typischen, in sich geschlossenen Server-Communitys aufbauen, in denen irgendwann jeder jeden kennt. Je nach Verteilung der Spieler können zudem Sprachbarrieren nerven oder frustrieren. Spätestens seit dem Shitstorm vor dem Start von WoW Classic weiß Blizzard, wie wichtig das vielen Vanilla-Fans ist.
Ebenfalls frisch aus dem Deep-Dive-Panel zu WoW: Forever:
Blizzard will das Beste aus beiden Welten: In WoW: Forever sollt ihr von den Vorteilen solch eines Megaservers profitieren, aber gleichzeitig das Gefühl erhalten, Teil einer überschaubar großen Server-Community zu sein. Als hätten sie auf uns gehört.
Die Entwickler erklären, dass ihr beispielsweise beim Questen und Leveln auf bekannte Gesichter immer wieder trefft. Zudem könnt ihr in den Einstellungen von WoW eure bevorzugte Sprache angeben und das System sorgt dafür, dass ihr in der offenen Welt bevorzugt Spielern mit der gleichen Auswahl über den Weg lauft. Das soll Sprachbarrieren beim Miteinander vermeiden.
Ein anderes System im Hintergrund soll wiederum für eine ausgewogene Fraktions-Balance in eurer Version von Azeroth sorgen. Wie gut das alles in der Praxis funktioniert, müssen wir natürlich noch abwarten. Wenn wir an den Frust vieler Spieler zum Start von WoW Classic zurückdenken, könnte das hier aber die deutlich bessere Alternative sein. Oder wie seht ihr das? Verratet es uns gern in den Kommentaren! Alles Weitere zum neuen Classic Plus erfahrt ihr hier: WoW Forever: Das ist das neue Classic Plus von World of Warcraft
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