Ein riesiges Spiel aus Asien warnt seine Fans, nachdem es Gift-Cocktails gepostet hat

Ein Charakter aus dem Spiel Love and Deepspace in einer Schürze

Love and Deepspace ist ein erfolgreiches Mobile Game aus China. Eine süße Aktion auf Social Media ging nun gehörig nach hinten los, denn die geposteten Rezepte erwiesen sich als giftig.

Um welches Spiel geht es? Love and Deepspace ist eine Mischung aus Action-Rollenspiel und Dating-Simulation mit Gacha-Elementen. Das Spiel galt Schätzungen von Gacharevenue zufolge als eines der umsatzstärksten Mobile Games – zumindest, bis die Entwickler im Sommer 2026 mit einem neuen Love Interest eine riesige Entrüstungswelle auslösten.

Auch jetzt noch ist die Stimmung in der Community angespannt – und da dürfte der aktuelle Fauxpas von Love and Deepspace nicht gerade helfen.

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Love and Deepspace zeigt im neuen Trailer eine besondere Szene, in der ihr selbst eine Katze seid

Entwickler posten Gift-Cocktails auf X

Was war jetzt los? Am 29. September 2026 postete der offizielle X-Kanal von Love and Deepspace eine Reihe von bunten Cocktails im Zusammenhang mit den 5 Love Interests des Spiels. Spieler und Spielerinnen wurden dazu aufgefordert, Text, Screenshots oder Fotos zu teilen.

Dazu hieß es unter anderem: „Welche Geheimzutat würdet ihr dieser besonderen Mischung nur für ihn hinzufügen?“ und „Schüttel, schwenke… und nimm einen Schluck! Wenn du diese Spezialmischung einmal probierst, wirst du sie nie wieder vergessen.“

Nun, wie sich herausstellt, war die Geheimzutat Gift, und sollte jemand tatsächlich davon trinken, dürfte man das wahrlich nicht so schnell vergessen. Denn 2 der Blüten, die zur Verzierung der Cocktails gedacht sind, werden als Giftpflanzen eingestuft und sind nicht für den menschlichen Verzehr geeignet.

Dabei geht es um

  • Pflanzen der Gattung Gloriosa („Flame Lilies“ im Englischen, im Deutschen auch Prachtlilie). Der Verzehr kann Magen-Darm-Beschwerden auslösen und sogar zum Tod durch Atemlähmung führen.
  • sowie Pflanzen der Gattung Datura, im Deutschen auch Stechäpfel genannt. Der Konsum kann zu Halluzinationen und sogenannten Horrortrips führen, aber auch Atemlähmungen und schließlich den Tod herbeiführen.

Wie auch einige Kommentare anmerken, hätten Spielerinnen leicht auf die Idee kommen können, das Rezept für ihren Liebsten auch im echten Leben nachzustellen. Die Entwickler fügten ihrem Post daher am nächsten Tag eine Sicherheitsnotiz hinzu, die erklärt: „Alle gezeigten Drinks sind fiktiv und nur für Ingame-Zwecke bestimmt. Versucht nicht, sie in der Realität nachzustellen oder zu konsumieren.“

Diese Stellungnahme stellte die Community jedoch nur bedingt zufrieden. Einigen kam die Reaktion zu spät, andere hätten den Post lieber ganz gelöscht gesehen und wieder andere zeigen sich enttäuscht, dass nicht einfach echte Rezepte mit genießbaren Zutaten entwickelt wurden.

Einige Nutzer scherzen sogar, die Rezepte seien die Strategie der Entwickler, mit kritischen Stimmen umzugehen (via X).

Verratet uns in den Kommentaren, welche Nahrungsmittel oder Getränke aus Spielen ihr tatsächlich gerne einmal im echten Leben probieren würdet.

Über allem hängt die Diskussion um den kurzfristig zurückgestellten Werwolf Valko, der die Spielerinnen im Sommer erzürnt hatte. Das ist schade, da Love and Deepspace im vergangenen Jahr noch zu den Spielen gehörte, die zeigten, dass die Gaming-Branche Frauen als Spielerinnen immer noch unterschätzt.

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