Sea of Thieves – 6 Monate nach Release: Ist es besser geworden?

Das Piraten-Onlinespiel Sea of Thieves erschien am 20. März 2018. Damit ist es nun mehr als ein halbes Jahr offiziell spielbar. Was hat sich in dieser Zeit alles getan?

Sea of Thieves wurde von Beginn an kontrovers diskutiert. Vielen bot es zu wenig Content und zu wenig Fortschritts-Möglichkeiten. Andere liebten die Freiheit, die der Titel ermöglicht. Wie sieht dies nun nach einem halben Jahr aus?

Sea of Thieves hatte es nicht leicht

Ein stürmischer Start: Als Sea of Thieves am 20. März dieses Jahres startete, kam es nicht bei allen Spielern gut an.

  • Manche hatten sich etwas anderes darunter vorgestellt, eher eine Art Piraten-MMORPG
  • Es gab zu Beginn zu wenig Content und die Aufgaben wiederholten sich schnell
  • Spieler vermissten mehr Möglichkeiten, ihren Charakter zu verbessern

Sea of Thieves Kraken

Dennoch war der Release des Spiels für das Entwicklerstudio Rare ein großer Erfolg. Nur etwa eine Woche nach Start spielten schon über 2 Millionen Piraten und es kamen immer weitere Spieler hinzu. Das lag sicher auch am Xbox-Pass, durch den Interessierte Sea of Thieves für 10€ spielen konnten.

Nicht alle Stimmen waren negativ. Viele liebten die Atmosphäre, das Flair und vor allem die Freiheiten, das tun zu können, was sie machen wollten. Den Kritikpunkt „zu wenig Content“ teilten aber viele.

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Darum wurde Sea of Thieves kontrovers diskutiert: Mit Sea of Thieves wollte das Entwicklerstudio Rare etwas Neues erschaffen.

  • Es sollte ein Onlinespiel, aber kein klassisches MMORPG werden
  • Schnelle Abenteuer standen im Vordergrund
  • Man sollte flott einsteigen und gleich Spieler finden, um mit ihnen Schätze zu suchen oder die Meere unsicher zu machen
  • Niemand sollte sich mit einem komplizierten Regelsystem oder einem komplexen UI herumschlagen müssen. Der schnelle Spielspaß stand im Vordergrund

Sea of Thieves Geisterpiraten

Viele Spieler verstanden das Spielprinzip nicht so ganz oder hatten etwas anderes erwartet. Es dauerte eine Zeit lang, bis Sea of Thieves seine Zielgruppe finden konnte.

Hinzu kam, dass Sea of Thieves als „Grundgerüst“ startete und das war laut den Entwicklern auch so geplant. Das Basisspiel war fertig und wurde veröffentlicht, um weitere Inhalte wollte man sich anschließend kümmern.

Allerdings stellte sich nach Launch heraus, dass zunächst einige Probleme technischer Natur in Angriff genommen werden mussten. Dies zögerte die Content-Updates hinaus. Schließlich sollte Sea of Thieves eine stabile Spielerfahrung bieten, auf welche dann neuer Content aufgebaut werden konnte.

Das Spiel verändert sich

Neuer Content erfreut die Fans: Inzwischen ist Rare endlich in der Phase angelangt, neue Inhalte einfügen zu können. Drei Content-Updates wurden bereits veröffentlicht:

  • The Hungering Deep erschien im Mai – Es wurde erstmals der Versuch gestartet, eine Erzählstruktur mit Quests einzuführen, die sich um einen gewaltigen Riesenhai drehten. Zudem sollte der Fokus vom Sandbox-PvP mehr in Richtung PvE und Koop gelenkt werden.
  • Cursed Sails folgte im Juli – Der DLC führte eine nötige Änderung ein, welche die Entwickler eigentlich vermeiden wollten – KI-kontrollierte Schiffe. Schiffe voller Untoter machten die Gewässer unsicher, was die Spieler über ein Allianz-System dazu bringen sollte, gemeinsam herauszufinden, was der Ursprung der Invasion war. Dies sollte den Fokus noch weiter weg von den PvP-Schiffsgefechten und hin zu einer Story führen.
  • Forsaken Shores kam im September – Das Spielgebiet wurde mit der Vulkanzone Devil’s Roar erweitert. Hier warten neue Herausforderungen auf die Spieler, welche ihre Spielweise auch gründlich überdenken müssen, da die neuen Gebiete so gefährlich sind. Mit dabei sind neue Missionen wie der Frachtlauf, das Ruderboot und weitere Achievements, die ihr freischaltet. Gerade, weil Devil’s Roar so gefährlich zu navigieren ist, ändert sich das Spiel in diesem Gebiet spürbar.

Sea of Thieves Sunken Curse 1

Das bringt die Zukunft: Forsaken Shores zeigt schon, wohin die Reise geht. Sea of Thieves soll in Zukunft um neue Inhalte erweitert werden. Diese bauen immer auf dem Grundspiel auf und erweitern dieses.

Was genau auf die Fans zukommt, will Rare noch nicht verraten. Es sind so viele Dinge, meinen die Entwickler.

Darunter befindet sich sogar etwas sehr Großes. Dieses Feature soll sich sehr stark auf das Gameplay von Sea of Thieves auswirken und es verändern. Fans dürfen also schon sehr gespannt darauf sein, was da kommt.

Sea of Thieves hat sich verändert: Das Onlinespiel ist nicht mehr dasselbe Spiel wie bei Release Ende März. Die Updates und DLCs brachten so viele Änderungen mit sich, dass diejenigen, die dem Titel zu Beginn den Rücken gekehrt haben, jetzt fast schon ein anderes Spiel vorfinden. Darüber hinaus hat Rares Onlinegame seine Zielgruppe gefunden.

Die Meinungen der Spieler gehen teilweise noch immer auseinander, dennoch kommt es inzwischen größtenteils gut an, auch wenn viele noch mehr Inhalte verlangen.

  • Games_Should_Be_Fun meint auf Eurogamer: „Sea of Thieves ist kein Spiel, das ich tagelang spielen kann. Es gibt einfach nicht genug Abwechslung, um mich wiederkommen zu lassen. Aber ich mag es, ab und zu meine Zehen in das warme Wasser zu tauchen.“
  • deadly TRIFORCE schreibt auf Polygon: „Ich liebe die Geschichte von Sea of Thieves. Es ist so albern und dumm, aber es passt einfach zum Thema. Destiny und andere werden im Vergleich dazu nach einer gewissen Zeit etwas inkonsequent.“

Wer Sea of Thieves zu Beginn etwas eintönig und zu stark auf PvP fokussiert fand, der kann dem Titel ruhig mal wieder eine Chance geben. Viel hat sich geändert und die PvE-Inhalte könnten auch Story-Fans interessieren.

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Autor(in)
Quelle(n): Polygon
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