Ex-Mitarbeiter von Valve behauptet: Ihr seid selbst schuld, dass PS5-Discs aussterben

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Das Aus für physische PS5-Discs kam für viele Spieler überraschend. Doch ein ehemaliger Writer von Left 4 Dead behauptet, dass sie selbst schuld für die Situation seien.

Was ist die Behauptung? Chet Faliszek ist der Ansicht, dass Spieler ihr eigenes Leiden verursacht hätten, was die Einstellung der Produktion von PS5-Discs angeht. In seinem eigenen YouTube-Video spricht er an, dass Spieler sich der Wechsel zum Digitalen selbst ausgesucht hätten:

Ihr als Verbraucher habt eine Entscheidung getroffen, und eure Entscheidung gilt dem Digitalen. Ich höre immer wieder Kommentare wie: ‚Oh, sie sollten Speicherkarten anbieten. Sie sollten …‘ Aber gerade jetzt, heute – die Spiele, über die wir sprechen, sind heute im Handel erhältlich. Die gebrauchten Spiele sind heute im Handel erhältlich, und ihr geht nicht in den Laden und kauft sie.

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Der Markt reagiere einfach auf die harten Zahlen. Digitale Spiele würden bei Sony 85 % ausmachen, bei GameStop seien es auch nur noch 18 % Gesamtumsatz mit neuen und gebrauchten Spielen. Nutzer würden ihm zufolge immer den bequemsten Weg wählen – und das sei eben der Kauf eines digitalen Spiels.

Faliszek schließt sich da mit ein und kaufe ebenfalls digital, weil es leichter sei. Er betont, dass es Heuchelei sei, Sony zu verteufeln, den Markt zu bedienen, den die Spieler selbst geformt hätten. 

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Im offiziellen Reveal-Trailer zu Project Windless auf PS5 metzelt ihr euch als Muskelhuhn durch Gegnerhorden

Spieler müssen sich auf andere Dinge konzentrieren

Was sollen Spieler stattdessen tun? Statt sich über den Wandel aufzuregen und die eigene Energie damit zu verschwenden, sollten Spieler lieber ihre Rechte und Ansprüche im digitalen Ökosystem definieren und einfordern.

Wie reagieren die betroffenen Spieler? In den Kommentaren gibt es tatsächlich gemischte Reaktionen zu seinen Aussagen. Sie spiegeln den Zwiespalt wider, den Faliszek im Video anspricht.

  • Einige Kommentatoren stimmen zu und weisen darauf hin, dass die lauten Proteste nur perfomativ seien. Viele, die sich jetzt über das Thema beschweren, würden beispielsweise GTA 6 am ersten Tag digital kaufen.
  • Ein starkes Gegenargument ist jedoch, dass Konsumenten nicht völlig frei entscheiden könnten. Konzerne würden sie aktiv in diese Richtung manipulieren. 
  • Das eigentliche Problem sei der fehlende Besitz von digitalen Spielen. Auf GOG.com und anderen Alternativen sei es möglich, DRM-freie Installationsdateien herunterzuladen, was einem echten Besitz gleichkäme. Auf PS5 sei man Sonys Wohlwollen ausgeliefert.

Die physischen Käufer fühlen sich von Faliszek zu Unrecht beschuldigt. Sie betonen, dass es ihnen nicht nur um Nostalgie gehe, sondern um den Erhalt von Kulturgut.

Wie steht ihr zu dem Thema? Könnt ihr Faliszeks Aussagen nachvollziehen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Ein weiteres, großes Problem ist der Wegfall des Gebrauchtmarktes. MeinMMO-Redakteurin Jasmin Beverungen hat sich mal mehrere Spiele auf unterschiedlichen Plattformen angeschaut und ausgerechnet, wie viel man wirklich sparen würde: Die Preise von gebrauchten PS5-Spielen zeigen, dass „rein digital“ eine schlechte Idee ist

Quelle(n):
  1. GamesRadar+

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