Pokémon GO: Ohne Tracker unspielbar? – Vielen Spielern reißt der Geduldsfaden

War der Erfolg von Pokémon GO nur von kurzer Dauer? Die Stimmung bei den Fans wird schlechter.

Pokémon GO hat weltweit einen bemerkenswert guten Start hingelegt und bei mehreren Millionen Spieler erneut den Pokémon-Hype ausgelöst, der bereits vor einigen Jahren auf dem Gameboy und im Fernsehen begann. Aktuell sind viele Fans und Spieler mit Pokémon GO unzufrieden, denn das Spiel ist beispielsweise durch das Entfernen der „In der Nähe-Funktion“ nicht mehr das, was den Spielern ursprünglich versprochen wurde.

Pokémon GO ist für viele Spieler durch diese Änderungen eher schlechter geworden als besser. Und eigentlich sollte es bei einem Online-Spiel ja genau andersrum sein.

Keine Fußspuren in Pokémon GO

Spieler der ersten Stunde werden sich noch an die Funktion erinnern können, mit der man anhand angezeigter Fußspuren wilde Pokémon aufspüren konnte. Ursprünglich wurden im „In der Nähe“-Tab wilde Pokémon angezeigt, die sich in verschiedenen Entfernungen zum Spieler aufhielten. War ein Pokémon ganz nah, dann verschwanden die Fußspuren. Bei einem Fußabdruck musste man noch ein paar Meter gehen, um den Fundort des Pokémons herauszufinden. Wie genau das mit den Fußspuren ablief, erfahrt Ihr in dieser Anleitung um Fußspuren bei Pokémon GO zu deuten.

Pokemon GO Nearby

Zwar war diese Funktion kein „Selbstläufer“, denn man musste in verschiedene Richtungen laufen, um herauszufinden, wo sich das gesuchte Pokémon aufhält, trotzdem hatte man die Möglichkeit, ein bestimmtes Pokémon zu jagen.

Nach wenigen Tagen war diese Funktion aber fehlerhaft und zeigte bei jedem Pokémon in dem „In der Nähe“-Tab an, dass es 3 Fußspuren hat – egal, wie nah man dem Pokémon war. Das führte zu großer Verwirrung, denn das eigentliche Hilfsmittel zeigte nur noch wirr irgendwelche Pokémon an, die man nur mit viel Glück durch Zufall finden konnte. Der „In der Nähe-Bug“ sorgte lange für Gesprächsstoff in den sozialen Medien und auch in unserer Pokémon GO Deutsch-Gruppe bei Facebook beschwerten sich viele Trainer darüber.

Als Lösung für diesen Bug kamen Fans auf die Idee, Live-Maps zu erstellen, um dort Pokémon-Fundorte einzutragen.

Verschiedene Aufspür-Apps wurden inzwischen von Niantic verboten

Dass die Fans eine Alternative zum Aufspüren von Pokémon auf die Beine gestellt haben, nachdem das ursprüngliche System voller Fehler war, gefiel den Leuten von Niantic anscheinend nicht. Es ging sogar so weit, dass an verschiedene App-Betreiber Unterlassungs-Erklärungen geschickt wurden, damit die Dienste schnell gestoppt werden. Diese Apps und Karten würden „den Spaß aus dem Spiel nehmen.“

Pokémon GO

Dabei ging es besonders um die Dienste, die sich die Daten des Spiels herausgesucht und automatisch angezeigt haben, wo sich welches Pokémon für welchen Zeitraum aufhält. Es gibt aber Apps, die durch die Community aufgebaut werden. Fundorte der Monster trägt man per Hand ein. Diese sind nicht verboten und könnten die letzte Alternative zum Finden von seltenen Pokémon sein.

Webedia hat so eine App für Pokémon-Fundorte auf die Beine gestellt. Bei „GO Map“ könnt Ihr Fundorte nachsehen und selbst eintragen, um damit anderen Trainern zu helfen Ihren Pokédex zu komplettieren.

Im Trailer versprochen, inzwischen entfernt

Das Aufspüren und Finden von wilden Pokémon ist ein wichtiger Teil des Spielkonzepts. Es muss nicht sein, dass man einen Pfeil bekommt, der einen auf den Meter genau zu einem wilden Pokémon führt und man einfach nur einer Art Navigations-System folgen muss.

Pokemon Go Starter Pokemon Bisasam Schiggy und Glumanda

Andererseits ist die Funktion, wie sie aktuell im Spiel ist, auch nicht besonders hilfreich. Alles, was man weiß, ist „Ah, da ist ein Onix in der Nähe, jetzt muss ich nur noch zufällig in die richtige Richtung laufen, bis es plötzlich vor mir erscheint.“.

Wenn man sowieso spazieren geht und einfach die Pokémon fängt, die einem währenddessen begegnen, ist das Problem geringer. Sucht man allerdings ein spezielles Pokémon „In der Nähe“, dann kann diese Erfahrung ganz schön frustrierend sein. Schauen wir uns den offiziellen Trailer von Pokémon GO nochmal an.

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Pokémon GO

Zu Beginn von Pokémon GO fanden die Entwickler die Idee gar nicht so schlecht, dass man in eine bestimmte Richtung geführt wird, um wilde Pokémon aufzuspüren und zu fangen. Man ging also davon aus, dass es nicht „Den Spaß aus dem Spiel nimmt“, wenn man weiß, wo sich wilde Pokémon aufhalten. 

Was sagt Niantic, der Entwickler von Pokémon GO, zu den Problemen?

Ein großes Problem, was viele Spieler ansprechen, ist die schlechte Kommunikation von Niantic. Ein Community-Manager wird derzeit gesucht. Der ist auch notwendig, denn bisher ließ man die Spieler einfach im Unklaren, was Probleme, Bugs oder künftige Patches angeht. Selten wurden konkrete Pläne oder Problemlösungen angesprochen. Interessant ist, dass sich der ehemalige Chef von PokéVision, einer der „verbotenen Webseiten“ zum Aufspüren von Pokémon, für den Community-Job bewerben möchte.

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Wir sind gespannt, wie sich das größte MMO aller Zeiten entwickelt und hoffen, dass es wieder bergauf geht. Der erste Schritt in die richtige Richtung wurde bereits getan – Heute gab es eine offizielle Stellungnahme zu den Problemen auf der Facebook-Seite von Niantic. Wichtigste Themen: Ärger über mangelnde Kommunikation und der fehlende Tracker.

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Luffy

So viele machen voll den Aufwind wegen der Funktion. Es ist viel realistischer und spannender, wenn man mehr Zeit braucht, um alle Pokemon zu fangen. Ich seh mittlerweile nahc kurzer Zeit schon so viele Leute mit über 100 verschiedenen Pokemon. Ist meiner Ansicht nach eher langweilig.

Sucoon

Jedem das seine. Wenn du es nicht magst. Schön für dich. Dann lass die anderen ihren Wind machen

Sucoon

die meisten leute haben doch keine ahnung, welcher aufwand es ist, ein seltenes und starkes pokemon zu erhalten. dagoran zb. dafür braucht man hunderte von bonbons. so hat man erstmal ein dratini gefunden, was es sich lohnt zu entwickeln, darf man drauf hoffen das das zielpokemon die richtigen attacken hat. sonst darfs von vorn anfangen.
was aber noch viel interessanter ist, die pokemon haben versteckte stats, die IV werte. liegt das pokemon da ebenfalls schlecht, darf man wieder von vorn anfangen.

hat man dann doch endlich glück gea´habtm braucht man ewig viele eier, um das pokemon noch mitzuleveln.
ohne pokevision find ich da maximal 1 am tag, wenn überhaupt. das system ist fürn arsch.

Luffy

Es geht im Spiel ja auch nicht darum, in kurzer Zeit alles zu haben…
Ich finde es nicht schlimm, wenn man monatelang auf etwas hinarbeiten kann.
Und wer auf langer Distanz die Lust verliert, wird nicht gezwungen das Spiel zu spielen.

Sucoon

Woher willst du wissen worum es im spiel geht? Du kennst wohl nicht den pokemon theme Song? „Ich will der aller beste sein, wie keiner for mir war…“ nur weil du ne andere Ansicht hast wie die anderen 80% der Spieler mußte nicht gleich verallgemeinern. Außerdem scheinst du einer der zu sein, die keine Ahnung haben. Monate du kannst eher von Jahren ausgehen.

chrizQ

Ich habe Pokemon Go von Anfang an geliebt, es hat einfach unglaublichen Spaß gemacht draußen unterwegs zu sein und das zu machen, wovon viele von uns schon seit ihrer Kindheit geträumt haben, Pokemontrainer sein. Anfangs gabs Bugs, die Server waren unglaublich instabil, aber das alles hat mich nicht gestört. Neues Spiel, zu hoher Andrang, sowas kennt man ja mittlerweile. Abwarten habe ich mir gedacht. Mittlerweile bin ich fast auf Level 28, habe 111 Pokedexeinträge und meine ersten Pokemon haben über 2000 CP. Klar man muss viel grinden und so richtig 100%ig überzeugt mich das Level- und Trainingssystem nicht. Trotzdem spiele ich weiter und ich persönlich finde es wirklich spannender zufällig wilden Pokemon zu begegnen als auf einer Karte zu sehen: Aha 2 Querstraßen weiter ist ein wildes Nebulak. Das nimmt dem Spiel in meinen Augen den Reiz. Schließlich würde Ash ein wildes Myrapla auch erst sehen, wenn es plötzlich vor ihm aus dem Wald auf seinen Weg läuft. Soll heißen, die Maps habe ich nicht genutzt, die „in der Nähe“ Funktion war nach ein paar Tagen eh unbrauchbar. Mir würde eine Funktion mit kurzer Entfernung am besten gefallen.

Ein kleines Beispiel wie das aussehen könnte:
Ein Pokemon erscheint in der Liste: Entfernung unter 250m.
Rotes Aufleuchten des Rahme: Entfernung zwischen 150m und 250m.
Gelbes Aufleuchten des Rahmens: Entfernung zwischen 50m und 150m
Grünes Aufleuchten des Rahmens: Entfernung unter 50m.
Pokemon erscheint auf der Karte: Entfernung unter 25m.

Das ganze funktioniert dann nur, wenn man sich das Pokemon herauspickt und die Pokemon in der Liste sind alle weniger als 250m entfernt, ohne eine Unterteilung welches davon am nähesten ist.

Momentan funktioniert diese Leuchtrahmenfunktion nämlich so wie ich das sehe, völlig zufällig. Mal leuchtet gar nichts, dann leuchtet es wie verrückt und das Pokemon wandert in der Liste nach unten. Dann tauchen plötzlich Pokemon auf, die in der Liste ganz hintern stehen oder gar nicht aufgeführt werden. Momenten macht das so einfach nur sehr wenig Spaß, dann lieber gar keine Liste.

phreeak

Sicher isses Spielbar. Die Leute sind nur zu blöd dafür. Wenn was aufm Radar erscheint, einfach los latschen. Geht es in der Liste nach oben, ist man aufm richtigen weg. Ansonsten geht man in die andere Richtung. Wandert es dann irgendwann wieder Runter geht man entweder links oder rechts… usw Dazu gucken, ob irgendwas „raschelt“ im Gestrüpp in der App.

Zwar nicht so genau, wie mit ner funktionierenden Step Anzeige, aber klappt. Der 3-Step Bug, den selbst welche zurückfordern war auch nicht genauer.

So schon welche gefunden.

Alzucard

Hab getestet vorhin. ich fahr nen Kilometer und das Golbat war dauerhaft auf platz 3 oder 4 also das funktioniert nie und nimmer xD

phreeak

Also ich hab heut mittag zb nen Gengar so gefangen. Stand in meiner Liste an 3. Stelle, bin dann in die verkehrte Richting gegangen und es flog auf die 5. Position. Bin dann wieder zurück und es war an erster Stelle und ~ 30m Weiter hab ichs gefunden und gefangen.

vlt auch nur luck, war aber bei nem Jurob auch so gewesen. 😛

Ninja Above

es war schon oft so, dass das pokemon, das eigentlich an 3. 4. oder 5. stelle war auf einmal auftaucht und von dem an 1. stelle keine Spur. Das funktioniert nunmal nicht punkt. Und dann aufgrund eines Glücksfalls alle als blöd abzustempeln die gemerkt haben, dass das ganze Spiel nurnoch eine Reihe von Zufällen ist und es somit aus ihrer Sicht keinen Spaß macht ist gelinde gesagt erbärmlich.

phreeak

Heul mal etwas leiser bitte. Regt sowieso zzt in der PoGo Community auf. Zuviele Heulsusen, weil se nun suchen müssen und nicht von jedem Pokemon den exakten Standpunkt bis auf 1 Meter genau haben und das sie auch mal per Zufall nen Pokemon finden müssen..DAS ist erbärmlich… Das ist wie verstecken spielen, aber vorher wissen wollen, wo man sich versteckt, damit man nicht suchen muss.

Ausserdem ist es nicht Aufgrund „eines“ Glücksfalls. Hab 2 bspl. genannt, wo es ging (und es klappte mehr als 2 mal). Sagte ja auch, dass es nicht ganz genau ist. Je nachdem, wo man ist und wieviele Strassen es gibt, spielt ein wenig Glück ne Rolle. Manchmal stehts an erster Stelle und kommt nicht.. Egal, irgendwann klappts halt.

Aber sehs wahrscheinlich auch nicht so verbissen, wie manch Hobbytrainer.

Ninja Above

wie verstecken spielen, bloss das man verbundene Augen hat und jemanden nur finden kann, wenn man gegen ihn stolpert xD abgesehen davon heul ich nicht rum. Pokemon go war ne woche unterhaltsam und dann langweilig. Gibt ja genug andere Spiele.
Den exakten Standpunkt will ja auch eigentlich niemand, nur die ungefähre Entfernung zum Pokemon wär nett, aber wie gesagt, die einen spielen lieber Würfelspiele, die anderen Strategiespiele, viel Spaß noch bei Mensch ärgere dich nicht, fang den Hut und co. ^^

Psycheater

Ich bin verwirrt auf Grund dieses Satzes in eurem Bericht: „…auch in unserer Pokémon GO Deutsch-Gruppe bei Facebook beschwerten sich viele Trainer darüber.“

Ist das eine Pokémon Go Gruppe in der man deutsch lernt oder wie muss ich mir das vorstellen?????

Gerd Schuhmann

Eine Pokémon GO Gruppe, in der Leute sind, die Deutsch verstehen.

Balthazar Requiem

Der gute alte PokèRadar würde doch scho reichen. Einmal aktivieren und er zeigt mögliche Positionen von Pokèmon um einen herum.

horst

bis lvl 15 hat es spass gemacht und nachher war es nur noch purer grind. habe die letzten paar lvl (bis 30) gebottet und zocke nun nicht mehr. die haben es tatsächlich geschafft den ganzen asia grindern den rang abzunehmen. das frustrierende? ein seltenes pokemon bringt einfach überhaupt nichts, da man es nicht trainieren kann und gefühlte 1000 exemplare davon benötigt.

eines kann man dem entwickler jedoch nicht nehmen: die grundidee ist gewaltig!

Badoldy

Danke das wollte ich höre um es zu deinstallieren 🙂

Eumel Power

Da bin ich gleicher Meinung.
Die spielidee ist super, aber ab Level 15-20 wird es ätzend zu leveln.
Da brauch sich Niantic echt nicht wundern, dass so viel gebotet wird mittlerweile

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