Pokémon GO: Trainer sind enttäuscht, wie Niantic mit einem dicken Fehler bei den Raids umgeht

In Pokémon GO sind vor allem Raids bei Trainern sehr beliebt. Viele versuchen dort schillernde Monster zu ergattern. Allerdings kam es dabei kürzlich zu einem Fehler, bei dem ein Monster nicht die volle Zeit als Shiny verfügbar war. Wir von MeinMMO zeigen euch was passiert ist und warum Trainer nun enttäuscht und wütend sind.

Um was für ein Shiny geht es? Während des Drachenstiegenabstieg-Events vom 07. bis 12. Dezember 2021 feierte das Drachen-Pokémon Shardrago sein Debüt in Pokémon GO. Neben seiner normalen Form ist es seit dem auch als schillerndes Exemplar verfügbar. Zu finden war es während des kompletten Events vor allem in Level-3-Raids. Bei dem Release des Shinys kam es allerdings zu einem Fehler.

Welcher Fehler ist Niantic unterlaufen?

Wie Niantic kurz nach dem Release des Drachen-Pokémon mitteilte, kam es bei der Shiny-Variante zu einem Fehler im Spiel (via twitter.com). Demnach war das schillernde Shardrago in den ersten 4 Stunden nicht abrufbar.

Nachdem inzwischen einige Tage vergangen waren, teilte Niantic am Abend des 17. Dezembers 2021 über ihren offiziellen Twitter-Account mit, dass betroffene Trainer eine entsprechende Entschädigung erhalten sollen:

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In ihrem Beitrag schreiben sie: “Trainer, nachdem das schillernde Shardrago in den ersten 4 Stunden nach seiner Veröffentlichung nicht angetroffen werden konnte, haben wir allen Trainern, die Shardrago in diesem Zeitraum begegnet sind, 3 Fern-Raid-Pässe gewährt. Wir entschuldigen uns nochmals für diesen Fehler und danken euch für eure Geduld.”

Unter dem Twitter-Beitrag und auf reddit werden inzwischen allerdings immer mehr Stimmen von enttäuschten und wütenden Trainern laut.

Warum sind die Trainer enttäuscht und wütend?

Wie man den Kommentaren des Twitter-Beitrags entnehmen kann, haben zahlreiche Trainer ihre Entschädigungen nicht erhalten. So wird Folgendes geschrieben (via twitter.com):

  • robincanfield: “Seit über 24 Stunden warte ich immer noch auf meine Pässe.”
  • Bryanrobledo93: “Ich habe meine Pässe nicht bekommen”
  • comte_w: “Ich habe es in den ersten 4 Stunden nach seiner Veröffentlichung erspielt und habe nichts bekommen. Wo sind meine 3 Fern-Raid-Pässe?”
  • ninaheartsmuse: “Hallo Niantic, ich habe während des betroffenen Zeitraums Fern-Raids durchgeführt und habe die versprochenen 3 Fern-Raid-Pässe nicht erhalten. Mir wurde eine allgemeine Antwort vom Support angeboten, dass ich sie hätte bekommen sollen, aber ich habe sie immer noch nicht erhalten. Viele andere Spieler, die ich kenne, sitzen immer noch im selben Boot wie ich. Danke”

Und auch auf reddit äußern sich einige betroffene Trainer darüber, dass sie die entsprechenden Fern-Raid-Pässe nicht erhalten. Besonders wütend sind die Spieler dabei darüber, dass der Niantic-Support ihnen mitgeteilt hat, dass sie keinen Anspruch hätten. Allerdings haben die Trainer in dieser Zeit gespielt.

So schreibt Hhhhh6: “Ich habe einige Fern-Raids durchgeführt und einen Screenshot von der Zeit usw. gemacht. Ich habe dem Support eine Nachricht geschickt und sie sagten, dass sie keine Aufzeichnung darüber finden konnten, dass ich während dieses Zeitfensters einen Raid durchgeführt habe, also wurden mir die Fern-Raid-Pässe verweigert, selbst mit einem Beweis. So ärgerlich.” (via reddit.com).

Kritik an der Kommunikation

Bei dem Umgang mit diesem Fehler wird aber auch die Kommunikation scharf kritisiert. Wie unter den einzelnen Twitter-Kommentaren zu lesen ist, sollen sich die betroffenen Trainer über Twitter direkt bei Niantic melden und den Sachverhalt schildern. Das kritisiert vor allem die reddit-Community, die nun Bedenken hat, dass sie nicht gehört wird (via reddit.com):

  • TheBlueLenses: “Wenn du also nie Twitter hattest (und den Tweet nicht gesehen hast), bist du im Grunde um diese Raid-Pässe betrogen worden?”
  • ruok4a69: “Niantic hatte seit den Anfängen von Ingress immer das Problem, mehrere Plattformen zu nutzen, um mit der Spielerbasis zu kommunizieren und sie zu unterstützen und keine von ihnen effektiv zu nutzen. Ich kann jetzt sehen, dass dieses Problem immer noch besteht.”

Cravenj1 glaubt allerdings nicht, dass Niantic nur auf die Twitter-User mehr Rücksicht nimmt und schreibt: “Ich verstehe es nicht so, dass nur diejenigen, die sich auf Twitter beschweren, 3 Raid-Pässe bekommen. Es scheint mir, dass das sprichwörtliche quietschende Rad auf Twitter eine schnellere oder gezieltere Reaktion erhält.”

Darüber hinaus ist er davon überzeugt, dass Niantic aufgrund ihrer gesammelten Daten eine Abfrage machen kann, wer in welchen Zeitraum gespielt hat, um diese dann auch zu entschädigen.

Fehlerhafte Entschädigung

Während viele Spieler über die fehlenden Raid-Pässe schimpfen, berichten andere reddit-User von einem weiteren Fehler. Laut ihren Aussagen haben diese wiederum eine Entschädigung erhalten, obwohl sie in dieser Zeit gar nicht gespielt haben (via reddit.com).

So schreibt Sroth99us: “Ich habe die kostenlosen Pässe erhalten und keinen Kommentar zu ihrem Tweet abgegeben. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass mein erster Shardrago-Raid einen Tag später stattfand.”

Wie Amillibofan101 auf reddit schreibt, hat Niantic ihm mitgeteilt, dass alle betroffenen Trainer korrekt entschädigt wurden seien. Ob Niantic die fehlenden Trainer noch entschädigen wird, bleibt derzeit offen. Sollte es hierzu neue Informationen geben, dann erfahrt ihr es natürlich bei uns auf MeinMMO.

Wie findet ihr den Umgang von Niantic mit der Problematik? Seid ihr selbst betroffen und habt eure Raid-Pässe ebenfalls nicht bekommen? Oder hattet ihr Glück und eure Entschädigung hat ohne Probleme funktioniert? Schreibt uns eure Meinung dazu gern hier auf MeinMMO in die Kommentare und tauscht euch mit anderen Trainern darüber aus.

Derzeit stehen in Pokémon GO die bevorstehenden Feiertage im Mittelpunkt. Wir haben uns angesehen, welche Spawns und Boni euch während des Weihnachts-Events erwarten.

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Ikaruga

Höchstwahrscheinlich hat Niantic hier alles richtig gemacht (außer vielleicht, dass die Sache nicht richtig klargestellt wurde):
Bekanntlich wird Pokemon Go auf der ganzen Welt gespielt. Demnach existieren viele Zeitzonen. Besondere Events starten dabei nie weltweit zeitgleich sondern immer zu einer festgelegten Uhrzeit. Dadurch starten andere Länder/Zeitzonen (auch aus unserer Sicht) teilweise deutlich früher oder später.
Entsprechend ist Neuseeland beispielsweise eines der ersten Länder, welches mit solchen Events starten. Wenn Niantic schreibt, dass es in den ersten vier Stunden nach Release zu diesen Problemen kam, starten diese vier Stunden ab dem Zeitpunkt, wenn das erste Land den Start des Events erreicht hat. Die Kosequenz:

  1. Nicht alle Länder und damit Spieler waren betroffen; Länder, die vier Stunden oder später nach dem Start des Events in den ersten Zeitzonen beginnen durften, waren demnach höchstwahrscheinlich gar nicht von dem Bug betroffen.
  2. Es waren nur die Länder und Zeitzonen betroffen, bei denen das Event als erstes startete oder die bis maximal drei Stunden später mit dem Event beginnen konnten.
  3. Demnach ist es auch logisch, wieso nicht alle Spieler eine Entschädigung erhalten haben.

Ich würde mir übrigens wünschen, dass solche Informationen bedacht und auch in die Artikel geschrieben werden. Dass Niantic natürlich möglichst viel Geld aus dem Spiel haben will sollte jedem bewusst sein, allerdings streuen solche Artikel trotzdem mehr Unmut als eigentlich angebracht.

Stefan

ganz im sinne von niantic, ich würde behaupten , daß dies auch bei den anderen legendären raids passiert, ups 😬 i dit it again 😂

erzi222

ist ja nichts neues das niantic auf seine spieler sch*****. schön blöd wer für dieses game unmengen geld ausgibt ~

LadyH

Wobei die ersten vier Stunden des Events gemeint sind und das Weltweit… . Die Leute haben Zeitzonen nicht verstanden, bei uns war bei Event Start das Shiny Definitiv erhältlich. Wieder Jammern auf hohen Niveau , wobei viele kein Anspruch auf Entschädigung haben, vielleicht Japaner, Australier… die hat es betroffen.

S. Pichler

Bin da grundsätzlich deiner Meinung, aber bei der Kommunikation von Niantic ist trotzdem noch viel Luft nach oben.
Wenn man zu einem Raid in Australien oder Japen usw. eingeladen wurde ist man schon auch betroffen, werden aber bestimmt nur wenige Fälle so gelaufen sein.

LadyH

Stimmt schon ich wurde auch in Japan eingeladen, war auch gleich der erste Raid ein Shiny. Bei 8 Stunden Zeit unterschied (zum Beispiel Japan) glaube ich nicht das viele Europäer Online waren. Man kann das Spiel auch sehr gut ohne Geld ausgeben spielen. Kommunikation kann Niantic leider eh nicht, haben Sie sich bestimmt von der Pokemon Company abgeschaut .😂

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