Ich hatte eigentlich für Elden Ring trainiert, doch jetzt bin ich süchtig nach Achterbahnen und Hot-Dogs

Ich hatte eigentlich für Elden Ring trainiert, doch jetzt bin ich süchtig nach Achterbahnen und Hot-Dogs

Ihr sucht nach einem entspannten Spiel, um euch die Zeit zu vertreiben? Dann überlegt euch genau, ob ihr genug Raum für „Planet Coaster” habt – denn dieses Spiel lässt euch nicht mehr los. 

Ihr kennt das sicher auch: Ihr habt ein neues Spiel im Blick und freut euch schon darauf, mal wieder so richtig darin zu versinken. Bei mir war das “Elden Ring”. Das durfte ich als absoluter Souls-Anfänger noch vor Release einmal testen und war sofort gefesselt.

Ich merkte aber, dass ich das harte Gameplay nicht gewohnt war. 

Also fing ich an, auf der PS5 Demon’s Souls zu spielen. Ich kämpfte, zauberte, schlich und  rollte mich durch zermürbende Level, erledigte Boss um Boss – natürlich erst nach mehreren Versuchen. Mein Plan: Wenn ich hier ordentlich trainiere, dann bin ich für Elden Ring bestens gerüstet.

Ich hatte wahnsinnig Spaß an Demon’s Souls und beobachtete gleichzeitig, wie viel Lob Elden Ring bekam. Dementsprechend wuchs die Vorfreude noch mehr. Aber ich wollte erstmal Demon’s Souls beenden.

Nun kam aber der Alltag dazwischen: Plötzlich hat man lange Arbeitstage, Stress, viel zu tun, ihr kennt das. Und an einem Abend schwand die Lust, mich nach einem harten Tag ein weiteres Mal in Ober-Latria abschlachten zu lassen. 

Stattdessen wollte ich was leichtes, lockeres, unterhaltsames. Etwas, was ich mal kurz anwerfen kann und dann wieder beiseite lege, um mich zurück in den Souls-Wahnsinn zu stürzen. 

Ich durchsuchte also meine Bibliothek und entschied mich für “Planet Coaster”, das seit Februar dort herumflog – da war es nämlich eines der kostenlosen Spiele bei PS Plus. Ich dachte: Achterbahn basteln, Gäste glücklich machen, bisschen rumfuhrwerken und dann wieder beiseitelegen. 

Ich sag mal so: Ich hab bis heute noch kein Elden Ring gespielt. Und Demon’s Souls auch nicht mehr. 

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Planet Coaster lässt mich nicht mehr los

Was ist das für ein Spiel? Ursprünglich erschien Planet Coaster 2016 für PC, 2020 legte es auf Konsolen nach. Es ist ein ganz typisches Aufbauspiel, bei dem Freizeitparks im Fokus stehen. 

Ich halte es eigentlich für ein Sakrileg, solche Spiele an der Konsole zu spielen, weil ich es ohne Maus und Tastatur irgendwie unpraktisch finde. Doch ich liebe Freizeitparks und mochte früher auch RollerCoaster Tycoon. Außerdem hatte ich ja auch nicht vor, so viel Zeit damit zu verbringen.

Also: Installiert und angeschmissen.

Was Planet Coaster so verdammt gut macht: Um einen Überblick über das Spiel zu bekommen, legte ich im Tutorial los und lernte dort die Grundlagen des Park-Bauens. Das erste Fahrgeschäft, ein paar Servicegebäude, Gast-Bedürfnisse und Achterbahn-Basteleien – das alles kriegt man da beigebracht. 

Zudem lernt man die Steuerung. Am Anfang ist sie etwas hakelig und ich bin sicher, auf dem PC ist das ganze etwas einfacher, gerade mit den ganzen Menüs und Details, die man auf der Karte platzieren kann. 

Aber alles in allem spielt sich Planet Coaster mit dem PS5-Controller überraschend intuitiv. Zumindest so intuitiv, dass ich noch keinen Bedarf hatte, die Maus-Tastatur-Steuerung an der Konsole auszuprobieren – die bietet Planet Coaster nämlich.

Planet Coaster Übersicht
Es gibt jede Menge Platz für den Parkausbau

Nach dem Tutorial hüpfte ich direkt in den Herausforderungs-Modus. Hier kann man frei seinen eigenen Traumpark basteln und muss lediglich aufpassen, dass einem weder das Geld ausgeht, noch die Gäste mürrisch werden. Das sollte mit meinen gerade gelernten Freizeitpark-Skills kein Problem sein. 

Dann ging es los: Ich setzte mir das Ziel, den besten Weltraum-Freizeitpark der Welt zu bauen. Mit diesem Vorhaben ging ich innerhalb einer halben Stunde dank teurer Space-Requisiten und massiven Missmanagements zweimal Pleite. 

Ich setzte mir also das Ziel, den besten Wild-West-Freizeitpark der Welt zu bauen, denn Planwagen sind günstiger als Raumschiffe. Und nun fingen die Dinge an, ineinander zu greifen. 

Hat man die ersten Minuten pleitefrei überstanden, fängt man an, den Detailgrad dieses Spiels zu erfassen. Ich stellte fest: Ich kann nicht nur eine Wild-West-Stadt aus vorgefertigten Häusern und dazu passenden Fahrgeschäften bauen. Nein, nein, nein. 

Ich kann: 

  • Das komplette Terrain des Parks nach meinem Willen anpassen. Riesige Berge, tiefe Höhlen, Seen – alles ist möglich.
  • Einzelne Animatronics oder Verzierungen so ziemlich überall anbringen, wo ich möchte. 
  • Gebäude frei miteinander kombinieren. 
  • Spezialeffekte hinzufügen. Trockeneis, Flammenwerfer, Nebelmaschinen – was auch immer. Gefühlt alles ist möglich. 
  • Bäume, Sträucher, Leuchtschilder, Flaggen, Gerüste – die Liste der kleinen Details, die man einbauen kann, ist schlicht endlos. 
  • Die Gedanken der Gäste sehen und entsprechend reagieren.
  • Farben und Gestaltungen der Fahrgeschäfte ändern.
  • Ein wenig Parkmanagement betreiben – Vom Mitarbeiter-Gehalt bis hin zum Verkaufspreis des Jumbo-Hot-Dogs. Und ja: Schon 50 Cent können eine Menge ausmachen.
  • Eigene Achterbahnen von Grund auf bauen – aber dazu bin ich noch gar nicht gekommen.

Seit mein Grundgerüst für den Park steht, kann ich nicht mehr aufhören. Regelmäßig versinke ich in absoluter Detailarbeit: Dann bastle ich hier und da noch eine Themen-Ecke rein, hübsche Warteschlangen auf, mache Achterbahnen aufregender, verteile Hot-Dog-Stände ohne Ende. Letztere kommen besonders gut an – und meine Gäste sollen ja glücklich sein.

Regelmäßig schaue ich dann aus der Gästesicht, wie meine Kreationen wirken – und freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn es aussieht, wie ich es mir vorgestellt habe. 

Beim Cowboy-Park hört es übrigens noch lange nicht auf. Denn es gibt Themenwelten von Western über Sci-Fi bis hin zu Stadt, Märchen oder auch “Ghostbusters”. Zudem kann man weitere Pakete hinzukaufen. Aber ich arbeite mich erstmal an meiner Wild-West-Stadt und an den Piraten ab.

Niemals hätte ich erwartet, dass mich Planet Coaster so sehr fesseln würde, wie es das gerade tut. Es macht einfach wahnsinnig Spaß, den eigenen Vorstellungen freien Lauf zu lassen und an dem Park herumzudoktern.

Planet Coaster WIld West
Planet Coaster gibt euch jede Menge Freiheit

Zudem kann man sich auch noch die Kreationen anderer Spieler anschauen, die verwenden und eigene Basteleien hochladen. Einen Austausch mit anderen bietet Planet Coaster also auch noch – zumindest ein bisschen. 

Jedenfalls habe ich nun tatsächlich ein Spiel, in dem ich an den Wochenenden so richtig tief versinken kann – es ist nur nicht das, worauf ich mich eigentlich so gefreut hatte. Ich kann nur empfehlen: Falls ihr Planet Coaster im Februar auch bei PS Plus geladen und bislang ignoriert habt, schaut es euch mal an. 

Das Schöne ist: Irgendwann hab ich sicherlich auch genug vom Freizeitpark-Basteln. Und dann ist Elden Ring dran. Zahlreiche Guides zu Elden Ring findet ihr übrigens hier.

Habt ihr auch schon mal ein Spiel gehabt, dass euch nicht mehr loslässt? Vielleicht sogar ein Aufbauspiel? Erzählt es uns in den Kommentaren!

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2 Kommentare
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Alex

Der erste Fehler war zu denken du müsstest für Eldenring trainieren, Eldenring ist defakto das Souls Game für Einsteiger schlechthin.
Ansonsten kann ich sehr gut verstehen warum man sich bei dieser Art von Spielen verliert.

Arkell

Und wenn man irgendwann genug von Planet Coaster hat, spielt man Planet Zoo und versinkt darin einen Zoo aufzubauen, wie man ihn gerne hätte.

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