Auf der gamescom 2026 konnte MeinMMO-Redakteurin Jasmin eine Stunde lang Persona 4 Revival anspielen. Für sie ist die JRPG-Reihe eine ihrer Lieblingsreihen. Die Demo hat sie daran erinnert, warum das Remake auch heute noch perfekt funktioniert.
Die Persona-Reihe vereint für mich viele Features, die es für mich zu einem perfekten Mix machen. Zum einen lockt mich jedes Mal der Schauplatz in Japan, in dem ich unzählige Stunden verbringen könnte. Egal ob Großstadt oder ländliches Dorf, ich habe mich bisher in jedem Teil der Reihe, den ich gespielt habe, wohlgefühlt.
Zum anderen liebe ich einfach die Musik, die es in den Videospielen gibt. Auch bei einer dreistelligen Anzahl an Spielstunden nervt mich der Soundtrack keineswegs. Ich freue mich auf jeden Kampf, in dem wieder ein fetziger Sound entgegendröhnt.
Doch in der einstündigen Demo von Persona 4 Revival ist mir noch eine weitere Besonderheit aufgefallen, die sich über alle Teile hinwegzieht. Sie ist der Grund, weshalb das Spiel auch heute noch ein Millionenpublikum erreichen könnte.
Persona nimmt den Spieltitel wörtlich
Eine große Besonderheit im Spiel sind nämlich die namensgebenden Persona. Sie sind die verrückten Monster, die wir im Spiel sammeln. Oft haben sie ein total kreatives Design, das keine Grenzen kennt.
Bei den Persona handele es sich im übertragenen Sinne um unterschiedliche Masken, die wir der Gesellschaft zeigen. Es sei quasi unsere Hülle, mit der wir uns den Äußerlichkeiten anpassen und unser Inneres schützen. Das verriet zumindest Katsura Hashino in einem Interview, der Director der Reihe.
Im Gegensatz dazu gäbe es die Schatten, die wir im JRPG bekämpfen müssen. Sie würden all die unterdrückten Begierden und negativen Seiten der Menschen manifestieren. Dazu zählen beispielsweise verbotene Vorlieben oder heimliche Ängste. Den Menschen in Persona liege es daran, sie vor der Welt und vor uns selbst zu verstecken.
Das Gefährliche in Persona 4 ist es, wenn diese Seite des Schattens nicht akzeptiert wird. Das Rollenspiel soll nämlich die Tendenz der Menschen widerspiegeln, nur das zu glauben, was sie auch wirklich glauben wollen. Erst wenn wir den Mut aufbringen, die negative Seite zu akzeptieren, wird die passende Persona gezähmt.
In der Demo begab ich mich beispielsweise in ein Gebiet, in dem ich auf den Schatten eines Gruppenmitglieds traf. Der Charakter wollte nicht akzeptieren, dass der Schatten solche schlimmen Aussagen von sich gibt und ein Teil seiner Persönlichkeit sein soll.
Erst nach einem epischen Kampf und der Akzeptanz, dass auch diese negative Seite zu einem selbst gehört, verwandelte sich der Schatten in die Persona des Charakters.
Probleme, die heute noch relevanter werden
Dieses Grundgerüst kann man auch auf die moderne Zeit übertragen. Gerade im Zeitalter von Social Media tragen wir alle eine digitale Maske, die eine vermeintlich fehlerfreie Version unseres Lebens präsentiert: unsere Persona.
Dabei sollen Schwächen in Form von Schatten möglichst ausgegrenzt werden. Negative Emotionen, Unsicherheiten oder Fehler haben in unseren Profilen keinen Platz.
Der Midnight Channel aus Persona 4 ist quasi unser Internet. Er zeigt den Leuten genau das, was sie sehen wollen, ungeachtet der objektiven Wahrheit. Die heutigen Social-Media-Algorithmen funktionieren nach exakt demselben Prinzip.
Was haltet ihr von der Thematik in Persona? Habt ihr euch damit mehr auseinandergesetzt und konntet ihr euch an einigen Stellen sogar wiederfinden? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
In dem JRPG gibt es zahlreiche Persona, die wir sammeln können. Damit hat der Titel tatsächlich eine Gemeinsamkeit mit Pokémon, denn auch hier könnt ihr Monster für eure Sammlung fangen. Es gibt aber noch viele andere Spiele, in denen ihr eine Kollektion komplettieren könnt: 13 Spiele zum Monstersammeln machen Pokémon und Palworld Konkurrenz
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Kommentare
Ich freue mich riesig auf Revival. Seit Reloaded bin ich ein Fan dieser Reihe, weiss aber nicht, ob ich die Geduld für Persona 3, in seiner ursprünglichen Version, aufgebracht hätte – ich schätze die QoL Verbesserungen und das es weniger bestrafend wirkte, als das Original (soweit ich das rauslesen konnte). Hier hoffe ich, das Persona 4 Revival ähnlich einsteigerfreundlich wird.
Bei mir dasselbe, die QoL-Features waren wichtig und richtig. Die wird es in Revival auch geben, man kann bei den Dungeons beispielsweise einstellen, dass ein glitzerner Pfad einem den richtigen Weg zeigt, damit man da schnell durchrushen kann, wenn man mag 🙂 Also wird in der Neuauflage von Teil 4 genauso gehandhabt, was ich echt positiv unterstreiche!!!
Sehr schön, ich freue mich – wird bestimmt eines meiner Highlights des Jahres, solange Exodus nicht erscheint 🙂
Au ja, das erscheint ja auch noch… 2027 wird heavy ;;