Bei uns kriseln MMORPGs – In Korea baut sich ein Studio gerade einen Palast

Das MMORPG-Genre scheint hier in Europa seit 5 Jahren auf dem absteigenden Ast und aus dem Trend zu sein. Doch in Korea läuft es offenbar deutlich besser. Black-Desert-Entwickler Pearl Abyss baut sich gerade ein neues, glitzerndes und funkelndes Bürogebäude mitten in Seoul.

Das ist Pearl Abyss: Das Entwickler-Studio kennen wir hier vor allem durch Black Desert. In Asien ist das Studio durch eine Mobile-Version von Black Desert Online so erfolgreich, dass sie sich sogar die Firma hinter EVE Online gekauft haben.

Das Studio wurde erst 2010 gegründet, aber Pearl Abyss hat gewaltige Pläne für die Zukunft. Sie entwickeln eine neue Engine, damit soll die nächste Generation von weltweit erfolgreichen MMORPGs enstehen.

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Das sind Bilder aus der neuen Einge von Pearl Abyss: Das nächste große MMORPG trägt den Arbeitstitel Project CD.

Ihre zahlreichen Mitarbeiter brauchen offenbar einen neuen Ort, an dem sie arbeiten können. Deshalb errichtet das Studio in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul nun ein neues Hauptquartier.

Nachdem bereits im Januar über den Bau berichtet wurde, sind nun die Baugenehmigungen dafür durch, weshalb das Gebäude schon in diesem Dezember Baubeginn feiert.

So groß soll das neue Studio von Pearl Abyss

So soll das Gebäude aussehen: Ein riesiges Hochhaus soll der neue Arbeitsplatz für hunderte Mitarbeiter sein. 20 Etagen soll das Hauptquartier haben, von denen 5 Stück unterirdisch liegen werden.

Hauptquartier
So soll das Hauptquartier von Pearl Abyss einmal aussehen. (Bildquelle: MMO Culture).

Die Bauzeit wird auf etwa ein Jahr geschätzt. Im Februar 2021 soll das Gebäude dann fertig sein.

Was bietet das neue Hauptquartier? Das Studio hat bereits eine Pläne bekannt gegeben, welche Details es im Neubau geben soll. Wir stellen euch die Highlights vor:

  • Ein Parkhaus mit 604 Stellplätzen
  • Eine Kindertagesstätte für Mitarbeiter, die auch ein Kleinkind haben
  • Zwei Etagen voller Sportanlagen, wie ein Basketballplatz, Orte für Massagen und ein Fitnesscenter
  • Eine Etage, die komplett als Cafeteria genutzt wird
  • Ein Büro, wo Streams aufgenommen werden können. Hier soll aber auch die Musik für die Spiele entwickelt werden
  • einen großen Saal, in dem alle Mitarbeiter zusammenkommen können für eine große Versammlung

Das ist so besonders an dem Bauprojekt: Hier in Deutschland und Europa ist es kaum vorstellbar, dass ein Entwickler-Studio von MMORPGs ein solchen Bau umsetzen könnte. Es fehlen hier einfach die finanziellen Mittel dafür.

Selbst die Entwickler-Riesen wie Blizzard müssen immer mehr sparen und diverse MMORPGs machen ihre Tore dicht. Die Nachfrage nach neuen Themepark-MMORPGs in Europa und den USA ist zwar hoch, aber die letzten Spiele, die hier erschienen sind, waren alle sehr aufwändig und hatten Probleme:

  • das letzte große westliche MMORPG „WildStar“ ist gescheitert und mittlerweile dicht gemacht worden
  • auch The Elder Scrolls Online hatte zum Release große Probleme und brauchte eine komplette Überarbeitung, um noch ein Erfolg zu werden
  • sogar „Mega-Lizenzen“ wie Star Wars oder Herr der Ringe waren nicht die Hits, die sich die Firmen damals erhofften, wenn sie auch von Fans mit der Zeit dann angenommen und geliebt wurden

Ein komplett andere Welt zeigt sich dort in Asien. Hier blühen MMORPGs auf – allerdings nicht mehr auf dem PC, sondern als Mobile-Games.

Spiele wie Perfect World stehen immer wieder an der Spitze der Mobile-Spielecharts. Das kriselnde NCSoft hat sich durch Lineage M über Nacht saniert.

Black-Desert-Mobile-Titelbild

Auch Black Desert Mobile von Pearl Abyss zählt dazu. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Entwickler sich nun ein so riesiges Hauptquartier bauen können.

Warum boomt Black Desert, wenn es sich für uns „tot“ anfühlt?
Quelle(n): MMO Culture
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Logra

Es ist eigentlich ganz einfach ein MMORPG, hier im Westen zu starten.
1. Eine gute Idee. Man muss das Rad nicht neu erfinden.
2. Gute Programmierarbeit leisten.
3. Versuchen so offen wie möglich zu kommunizieren.
4. Nicht gierig werden.
Da hat man schon eine Grundlage, das es funktioniert.
Dieses komplett überladene und viel blink blink, hält hier im Westen nicht lange an. WoW classic zeigt gut das es nicht viel brauch um zu funktionieren. Oder man schaue sich Dungeon Fighter Online an, ein Dungeon Crawler der Augenkrebs garantiert. Wird aber gespielt wie doof.
Das verstehen anscheind die Entwickler nicht, das die Spieler keine lust haben auf dieses total überladene.
Vorallem ist man es leid, das man wirklich für alles zur Kasse gegeben wird.

Seska Larafey

Um… Hat da nicht Tancend ihre Finger im Spiel oder vertue ich mich hier?

Zindorah

Hoffe die laden mich mal ein 🙂

Saigun

Liegt auch daran das einige Spieler am liebsten alles Gratis hätten und ohne Cashshop. Das Funktioniert halt nicht. Man kann ja meinetwegen gegen P2W sein, das sehe ich erstmal genauso, aber irgendwo muss halt das Geld her kommen.

Ultralogic

Ne das will eigentlich keiner haben. Lieber nen Abo bezahlen und ein vollwertiges spaßiges mmo zocken, hör auf so zu tun als würden Cash Shops nötig sein damit Entwickler ihre Spiele finanzieren können. Diese sind aus reiner Profitgier entstanden und haben das Hobby Computerspielen in den letzten 10-15 Jahren nachhaltig versaut.

Saigun

Stimmt schon, die Cashshops waren garnicht förderlich. Aber Zähle mir mal die Games auf, die aktuel noch erfolgreich mit einem Monatsabo sind. Dann betrachte alle Games die es mit einen Monatsabo versucht haben, das aber nich funktioniert hat. Prinzipiel ist mir auch das Aboprinzip am liebsten, aber es funktioniert nichtmehr so wie noch vor 2010.

Kendrick Young

Das Problem ist doch das im mmo genre kaum was neues probiert wird.

Was mich am meisten stört ist das die mmorpgs der letzten jahre die 0815 standard klassen wie Krieger, Magier, Priester, Assassine und Bogenschütze drin sind.
Und das schlimmste daran ist das die Skills dieser Klassen immer und immer gleich sind.

Alzucard

Na dann denk dir was neues aus. Es ist verflucht schwer sich neues auszudenken.

Kendrick Young

hab ich schon, so schwer ist das nicht…

Domlek

Genau das ist doch deren Job! Es sollte doch keinen wundern, dass MMOs scheiße laufen, wenn nichts neues ausgedacht wird.

Farson Kuriso

Das liegt aber nicht an den Klassen^^ eher am grind und dem cash shop.

Farson Kuriso

Soll ein bogenschütze als skill also keine pfeile haben? ein krieger kein schwert? ^^ ich versteh schon worauf du hinaus willst, aber ein magier bleibt nunmal ein magier.

Wenn man sich aber die MMOs der letzten Jahre anguckt, gibt es nicht nur standart klassen ala krieger und co. grad aion, FF, BnS und BD haben ne schöne auswahl an unterschiedlichen klassen. Die sich auch unterschiedlich spielen.

Tebo

Naja, ganz unschuldig daran sind die hiesigen Entwickler auch nicht.

Wenn ich allein auf SWtoR zurückblicke, wurde ein Spiel released, was keine Endgame Aktivitäten bot. Die Welt war leer und irgendwie steril.
Es wurde sich eben auf die Story eines jeden Charakters konzentriert und der Rest wurde weitesgehend vernachlässigt.

Wenn man Spiele halbfertig auf den Markt wirft, nur um schnell Geld abzuschöpfen, endet das eben seltenst im Erfolg. Während ich das so schreibe, kommt mir direkt wieder Anthem in den Kopf. So viel Potential was einfach verschenkt wurde. Wobei sich SWtoR da deutlich besser entwickelt hat.

Gerd Schuhmann

Jo, das ist jedes Mal die Debatte.

Es ist so, dass es eine große Lust auf ein ein neues MMORPG gibt – aber MMORPG-Spieler haben ganz spezifische Wünsche, was das Spiel bieten soll und was nicht.

De Zielgruppe ist zersplittert.

Und der Aufwand ein MMORPG „von Tag 1 an“ wirklich gut zu machen – das ist letztlich nicht zu leisten. Die müssen ja von Tag 1 an gegen Spiele antreten, die seit 15 Jahren optimiert werden und Content haben.

Ich glaub das einzige MMORPg, das „gut“ rauskam, war jetzt Guild Wars 2. Die anderen Spiele mussten dann über Jahre nachbessern.

Gut, Black Desert kaum auch schon relativ rund – aber das war eben ein Asia-Import, der in Korea schon verbessert wurde.

Kendrick Young

Das mit den Inhalten stimmt aber so nicht, die Spiele die die letzten jahre rauskamen hatten weniger Inhalte als die mmorpgs die vor 10-15 Jahren zu dem Zeitpunkt rauskamen.

Z.b. Wildstar 4 Endgame Dungoens (ein 5tes kam später mal dazu) und 1 Raid. Dazu PvP schlachtfelder wo es glaub ganze 2 gab am Anfang,
Das ist halt zu wenig um Spieler länger bei Laune zu halten.

Um die Spielzeit zu strecken machen das die Entwickler in den letzten jahren einfach zu künstlich. Gehe 100 mal in das gleiche Dungoen für Abzeichen damit du Kosmetik/Mount xyz bekommst. Oder über Archivments…..

Gerd Schuhmann

Das ist immer so eine Diskussion – WildStar hat x Millionen gekostet und ist gescheitert.

Wenn wir sagen: „Es lag an zu wenig Content“, dann heißt das im Prinzip: Die hätten noch mehr Geld investieren müssen und dann hätten sie genug Content gehabt und es wäre ein Hit gewesen.

Das ist aber nicht so – das „WildStar hat zu wenig Content“ ist die Sicht von einem Hardcore-PvE-Spieler. Eine kleine Gruppe: MMORPG-Veteranen sieht das so. Das ist aber die Gruppe, die in Foren diskutiert.

Andere sagen: Mir war das zu anstrengend – das Setting war blöd – mich haben die Chuas generft – ich fand das Spiel aus x anderen Gründen doof.

Das ist ja genau das, weshalb der Markt zersplittert ist. Es gibt nicht „eine Antwort“ auf alles.

Kendrick Young

Naja das hat doch nichts mit hardcore pve spieler zu tun. Neben den 4(5) Dungoens (raid lass ich mal außen vor das war eher für die hardcore pveler damals, hatte man doch kaum was zu tun, 1 Daily (ein 2tes kam 6 wochen später) wo man seine 7-8 quests macht und das wars. Ansonste konnte man noch Berufe leveln, aber das Berufe System war jetzt quasi das gleiche wie in WoW, also nichts was einen wie z.b. ff14 länger beschäftigt. Und selbst die heutigen generischen längergestreckten Ziele wie Sammle x Sachen für Item y waren nicht im Spiel.

Und das ist ja nicht nur so bei Wildstar, das geht vielen Spielen, extrem viel aufwand betrieben das das Levlen Spass macht (was ja auch gut ist) und dann aber im hohen level tote hose, Es kommt ja nicht von irgendwo her Das das Leveln dann bei vielen Spielen einfach extrem verkürzt wird, das wird dann so hart casual das dann in zukünftigen Patches vieles im Endgame auch vercasualt wird.

Und da ist eins der vielen Probleme heutiger MMORPGS das Gefühl man hat dies und jenes Geschaft, bzw das Gefühl man hat einen Gegenstand bekommen der einen wirklich verbessert ist heute doch kaum noch vorhanden in Spielen.

Nicht umsonst sind Spiele die als schwer Gelten sehr beliebt in den letzten Jahren wie z.b. Dark Souls und seine ganzen anderen Vertreter dieser Sparte, (ich weiß das sind keine mmorpgs, aber ich kenne viele alte mmo Spiele die sowas Spielen)

mmogli

Schad das Wildstar nicht mehr gibt R.I.P

Tebo

Stimmt.
Aber so ein bisschen Endgame darf man gerade bei einer 200 Mio Dollar Produktion erwarten. 1 Raid, 5 Instanzen und dann erstmal schauen wie’s wird.
Oder man kommuniziert es vorher klar, das man nur seine Charakter hochleveln soll.

Fand das echt schade. Gerade bei einem Star Wars Franchise hat man schonmal richtig Vorschusslorbeeren, durch die ganzen Hardcore Fans. Da hätte man viel!! mehr rausholen können.

Rico Päthe

2 – 3 Etagen werden trotzdem auch vollständig von uns aus dem Westen finanziert.
Mag sein das die Spielerzahlen etwas abnehmen, dennoch fließen von denen die Spielen horrende Summen in das Game…
Gibt Accounts die weit mehr als 10k € investiert haben…
Bin absolut kein befürworter davon, aber naja scheint ja zu funktionieren 😀

Insane

Ich glaube, die Aussage war nicht, dass westliche Spieler keine MMOs spielen und Geld dafür ausgeben, sondern das westliche Entwicklern – im Gegensatz zu ihren Pendants aus Korea – sich zieren MMOs zu entwickeln.

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