Mit Corsair Cove erscheint auf Steam im Jahr 2026 ein weiteres, vielversprechendes Spiel für Piraten-Fans, zu denen sich auch MeinMMO-Redakteur Alex zählt. In die Demo hat er sich sofort verliebt und über 10 Stunden versenkt.
Als jemand, der in der Nähe der Ostsee geboren ist und schon früh mit coolen Segelschiffen im Hafen konfrontiert wurde, konnte ich nur ein Piraten-Fan werden. Ist ja klar. Dementsprechend bin ich auch immer auf der Suche nach Spielen, die das Gefühl von Freiheit, Abenteuer und der großen Weite des Meeres perfekt einfangen – natürlich nicht ohne gewaltige Segelschiffe, einen Haufen Rum und einen derben Umgangston.
Doch wirklich gute Games mit diesem Setting sind rar gesät. Kaum eines konnte mich so richtig packen. Zuletzt stand Windrose auf meiner Liste und fesselte mich immerhin einige Stunden. Doch mein Kollege Benedict Grothaus schwärmte dann in seinem Anspielbericht von einer Demo auf Steam und der Gelegenheit, das Ganze auszuprobieren: Corsair Cove.
Da Benedict die Features und Mechaniken in seinem Anspielbericht schon ausführlich vorgestellt hat, geh ich eher auf einen anderen Blickwinkel ein. Wollt ihr also mehr erfahren, wie sich das Ganze spielt, schaut bei Benedicts Artikel vorbei:
Corsair Cove ist ein Aufbau- und Strategiespiel mit Piraten-Setting, das einige Besonderheiten mit sich bringen soll. Es soll der berühmten Aufbauspiel-Reihe Anno ähneln und Spieler ihr eigenes Tortuga bauen, das Meer erkunden und Seeschlachten führen lassen. Soweit so cool die Prämisse.
Zwar gehören Aufbauspiele generell nicht unbedingt zu meinen regelmäßigen Lieblingsspielen, jedoch konnten mir in der Vergangenheit Spiele wie Anno, Against the Storm oder Pioneers of Pagonia einige wirklich spaßige Feierabendstunden bescheren.
Ich entschloss mich also, der Demo eine Chance zu geben. Aus der Chance wurden sehr schnell irgendwie 10 Stunden, und nun will ich unbedingt deutlich mehr davon.
„Endlich ein Ort, an dem ich mir die Kiemen befeuchten kann“
Was macht Corsair Cove so besonders? Schon zum Start der Demo fiel mir der Stil positiv auf. Die Farben, das Interface, die Sequenzen der Geschichte: Alles wirkte mit viel Liebe gemacht und auch die Synchronisation erinnerte mich an Klassiker wie Anno. Die Dialoge und Erzählungen versetzen einen direkt in den rauen Umgang zwischen den Freibeutern und ziehen einen als Teil der Crew ins Geschehen – ganz so, wie ich es als passionierter Rollenspieler mag.
Da fallen auch schon mal Sätze wie: „Schönheit? Das ist eine schwimmende Kackwurst!“, wenn man gerade stolz sein erstes Schiff(chen) gebaut hat. Tja, trotzdem muss irgendwer auch Kapitän dieser Kackwurst sein. Deshalb wird kurzerhand – wie es das ungeschriebene Gesetz will – der Pirat, der sie so bezeichnet hat, zu ihrem Oberhaupt ernannt. Wer die Schaluppe nicht zu schätzen weiß, lernt es halt auf die harte Tour.

Ein Satz, der mir aber besonders hängengeblieben ist und für mich die Erfahrung perfekt widerspiegelt: „Endlich ein Ort, an dem ich mir die Kiemen befeuchten kann.“ Denn genau das bietet Corsair Cove: ein Gefühl für das Setting und das, was Piraten in der Popkultur ausmacht – Freiheit, Rum und eine Menge maritimer Action.
Die Geschichte fällt klassisch aus: Ihr haut euch mit der spanischen Krone die Köppe ein und versenkt der Reihe nach gegenseitig eure Schiffe. Kämpfe finden dabei entweder auf dem Meer zwischen den Schiffen in einer rundenbasierten Kombination aus Würfeln und Karten statt (und geben mir ein bisschen das Gefühl von Tavernen-Gambling) oder in Echtzeit vor eurem selbstgebauten Tortuga mit Kanonentürmen und Co.
Ein besonderer Clou ist auch, dass ihr den Raum komplett ausnutzen könnt, der sich euch bietet. So könnt ihr beim Bauen Inseln verbinden und sogar in die Vertikale an den Felswänden bauen. Man nimmt halt, was man kriegen kann, und gibt nichts davon zurück. Ein weiteres Highlight sind auch die kleinen, animierten Piraten, die euer eigenes Tortuga lebendig machen und sich raufen, saufen und tatkräftig mit anpacken, wo Arbeit ansteht.
Die ganze Aufmachung und der Gameplay-Loop zogen mich schneller in ihren Bann, als ich Klabautermann sagen konnte, und ehe ich mich versah, hatte ich laut Steam 10 Stunden versenkt und kann es nun kaum erwarten, die Vollversion spielen zu können und die vermutlich nächsten 100 Stunden Segel setzen zu lassen.
Wer jetzt selbst in den Genuss der Demo kommen möchte, kann das ab dem 28. Mai 2026 auf Steam tun. Corsair Cove erscheint laut Plan noch 2026 für PC über Steam, den Epic Games Store und den Microsoft Store. Es soll außerdem ab dem ersten Tag im PC Game Pass verfügbar sein.
Windrose ist ein weiterer Piraten-Kandidat, der es vielen Freibeutern angetan hat. MeinMMO-Autor Ody konnte es jedoch irgendwie nicht abholen, obwohl er viel Potenzial in dem Spiel gesehen hat: Ich wollte mich fühlen wie ein Pirat, doch ein neues Survival-Spiel auf Steam machte mich zum gestrandeten Tom Hanks
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