Denuvo steckt in jedem neuen PC-Spiel auf Steam. Doch das Rennspiel Forza Horizon 6 zeigt, dass man Erfolge auch ohne Denuvo und Co feiern kann. Und für Fans ist das umso erfreulicher.
Forza Horizon ist ein neues Rennspiel, welches am 19. Mai 2026 auf Steam veröffentlicht worden ist. Bereits nach wenigen Tagen soll sich der Titel über 1 Million Mal verkauft haben.
Das Besondere sind jedoch nicht nur die hohen Verkaufszahlen, sondern auch die Tatsache, dass Forza Horizon 6 auf zwei bekannte Maßnahmen verzichtet, die mittlerweile in jedem großen Titel vorkommen: Denuvo und die Unreal Engine 5. Dennoch wird in der Community diskutiert, wie erfolgreich Forza ist.
Viele Spieler stehen Denuvo ablehnend gegenüber
Wie sieht es aktuell aus? Egal welchen großen Release-Titel ihr euch auf Steam oder auf dem PC anseht, kaum ein großes Spiel kommt ohne die DRM-Maßnahme Denuvo aus: Von Anno 117 über Crimson Desert bis zu Civilization VII, die meisten der größeren Entwickler setzten auf die unbeliebte Plattform.
Denuvo wird von Spielern aber schon länger kritisiert: Die einen schimpfen über Performance-Probleme, andere ärgern sich über Aktivierungsprobleme und damit verbundene Online-Zwänge. Die Liste der Vorwürfe ist lang. Umso erfreulicher für viele Nutzer, dass ein AAA-Titel wie Forza Horizon 6 auf Denuvo zum Release völlig verzichtet.
Auf Reddit sagen viele: Ein Spiel kann sich auch millionenfach verkaufen, ohne dass man den Käufern mit Denuvo die Laune verderben müsse. Einige erwidern aber, dass der Verzicht auf Denuvo nichts mit dem Erfolg zu tun habe. Ein Autospiel über die japanische Autoszene zu veröffentlichten, sei einfach ein vielversprechenendes Erfolgskonzept, welches aufgegangen sei:
In Japan ist es ein Autospiel, und seit Jahrzehnten beobachten die Leute die japanische Autoszene mit großem Interesse – und nun ist es endlich soweit.
Die Unreal Engine 5: Ein Garant für schlechte Performance
Was ist das Problem mit UE5? Die Unreal Engine 5 gilt für viele als die derzeit schönste Engine oder zumindest als einfach zu nutzende Engine, die schnell hübsche Bilder auf den Monitor zaubern kann. Doch bei den meisten UE5-Releases ist unübersehbar, dass die Spiele oftmals von schweren Performance-Problemen betroffen sind. Die UE5 sorgt immer wieder für Probleme und Kritik wegen mangelnder Optimierung und hohen Hardware-Anforderungen.
Playground Games setzt bei Forza Horizon 6 hingegen auf seine hauseigene ForzaTech-Engine. Bei Teil 6 soll eine verbesserte Version der Engine zum Einsatz kommen, die bereits in Teil 5 genutzt worden sein soll. Daraus ergibt sich eine stabile Performance und eine hübsche Grafik, ohne dass man auf die beliebte und umstrittene Unreal Engine 5 setzt.
Spiele wie Crimson Desert oder Kingdom Come: Deliverance 2 zeigen, dass der Verzicht auf die Unreal Engine 5 eine gute Entscheidung der Entwickler sein kann.
Wie steht ihr zu Denuvo? Hegt ihr genauso einen Groll gegen das System wie viele andere Gamer oder ist es euch egal? Schreibt uns gerne einen Kommentar.
Ihr wollt aus Forza Horizon 6 noch ein paar mehr FPS herausholen und sucht dafür die besten Einstellungen, ohne dass dafür die Grafikqualität leiden muss? Wir stellen euch die besten Optionen vor und erklären, wo ihr am meisten Performance sparen könnt: Forza Horizon 6: Die besten Settings für die meisten FPS
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Leider ein sehr seltsamer Artikel, finde ich. Das Spiel ist doch nicht ein Hit, weil es auf Denuvo verzichtet oder nicht auf der UE5 läuft, sondern weil es eine Reihe ist die seit vielen Jahren populär ist und außerdem zusätzlich vom ersten Tag an im Gamepass zur Verfügung steht.
Für Erfolg braucht man also in erster Linie ein gutes Spiel… hmm wer hätte das gedacht? 😜
Hallo! Das steht doch genauso im Artikel: Einige Leute sagen, dass der Erfolg vermutlich auch davon abhängt, dass es halt japanisches Setting ist, auf welches viele Spieler lange gewartet haben.
Es geht ja vor allem um die Kombination: Ein gutes Spiel verzichtet auf einen umstrittenen Kopierschutz und verkauft sich trotzdem blendend.
Ernsthaft? Dein Artikel will also aufzeigen, dass der Erfolg eines Spiels VOR ALLEM von einem guten Spiel abhängt? Phuuu…
Ich finde, alleine die Überschrift ist etwas zu reißerisch und führte auch mich auf eine falsche Fährte. Vielleicht bin ich aber auch selbst schuld, reingeklickt zu haben.
Ist nur leider, seitdem ich Mitglied bin, nicht der erste Artikel von dir, der mir auf diese Art und Weise aufgefallen ist.
Eigentlich ist der Verzicht auf einen Kopierschutz nicht ungewöhnlich, wenn das Spiel einen grösseren Online-Part hat. Wreckfest 2 zum Beispiel hat auch keinen.
Dass die UE5 ein Garant für schlechte Performance ist, ist bissl zu kurz gesprungen. Fortnite ist auch UE5 und das rennt extrem schnell. Dass die meisten UE5-Spiele wie Grütze laufen, das ist eher ein kulturelles Problem. Es ist so, dass die UE5 relativ einfach zu benutzen ist. Und damit können plötzlich Leute Spiele machen, die davon nicht so die Ahnung haben. So ein ähnliches Problem hatte Java in den Anfangstagen auch. Leute, die zu blöd für C++ waren, konnten mit Java trotzdem lauffähige Programme schreiben. Die Programme liefen auch grottig und der Ruf, dass Java Programme langsam sind, der haftet Java immer noch nach.
Eine weitere Problematik ist auch, dass UE5-Funktionalitäten wie Nanite zwar langsam ohne Ende sind, dafür aber Arbeitskosten sparen. Nanite ist ein sehr dynamisches Level-of-details-System, welches automatisch die Anzahl der Polygone abhängig von der Kamera-Entfernung reduziert. Ohne Nanite muss man das “manuell” machen und jedes Obejkt in 5-10-facher Ausführung erstellen. Und je nach Kamera-Entfernung jeweils die passende Variante eines Objekts auswählen. Mit Nanite macht man nur noch eine Variante mit den höchsten Details, kippt das in die Engine und die Engine macht das dann autonom. Und das spart Arbeitskosten weil man Objekte nur noch einmal erstellen muss und nicht 5-Mal. Den Nanite-Overhead muss dann der Kunde bezahlen mit stärkerer Hardware.