PC Ratgeber: Was muss ich beim Kauf und Zusammenbau beachten?

Mainboard, Prozessor, Grafikkarte, RAM, Netzteil, eine Festplatte und noch ein Gehäuse, schon ist der PC fertiggestellt. Doch worauf muss man beim Kauf und Einbau der Hardware achten?

Nachdem die Peripherie bereits ihren Ratgeber erhielt, folgt nun derjenige für den Computer selbst. Mit dabei sind einige Informationen, worauf man beim Einbau der Hardware zu achten hat. Die Gliederung eben dieser entspricht einer möglichen Einbaureihenfolge.

Den PC zusammenzubauen ist meist einfacher als gedacht. Solange man ohne Gewalt vorgeht, lassen sich nicht viele Fehler machen. Kabel können kaum falsch verbunden werden, da jeder Stecker anders aussieht. Größte Fehlerquelle ist die richtige Anwendung der Wärmeleitpaste des Prozessor, doch darauf werden wir gesondert eingehen.

Wichtig ist, dass der Computer nicht unter Strom steht. Am besten ist das Netzteil gar nicht verbunden. Außerdem sollte man sich immer erden. Ist die Heizung mit dem Boden verbunden, kann man sie dazu einfach berühren. Alternativ bieten sich sogenannte Erdungsarmbänder an (z.B. bei Amazon zu kaufen*). Außerdem sollte man nicht auf Teppichboden arbeiten, denn man könnte sich daran wieder aufladen.

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Das Gehäuse

PC Gehäuse

Entweder ist der sogenannte Tower das wichtigste Glied am Computer oder das unwichtigste. Denn man braucht es nicht zwingend, in aller Regel nutzt man ihn aber. Er schützt die Hardware vor Staub und ermöglichst eine Luftzirkulation, wenn mittels Ventilatoren gekühlt wird. So kann Wärme stetig abgegeben werden.

Beim Kauf ist das Aussehen unbedingt zu ignorieren. Schließlich stehen die Geräte meist unter einem Tisch und man wird sich sonst später nur ärgern. Viel wichtiger sind folgende Eigenschaften:

Größe: Midi Tower sind meist 40cm oder kleiner, Big Tower 60cm. Bei einer stationären Nutzung ist die größere Variante zu empfehlen. Dadurch lassen sich mehrere Lüfter einbauen.

Laufwerkschacht: In der Regel genügen 2 Einschübe, meist hat man mehr.

Anschlüsse: Viele Gehäuse besitzen verschiedene Anschlüsse, zum Beispiel für Karten oder zur Lüfterregelung. USB-Anschlüsse sind ebenfalls vorhanden. Sind diese auf 3.0 muss das Mainboard mit 3.0 kompatibel sein, damit diese genutzt werden können.

Kühlung: Wer mehr will als nur Ventilatoren, sollte ebenfalls auf das Gehäuse achten. Manche PC-Türme erleichtern, manche erschweren den Einbau von Wasserkühlungen.

Lautstärke: Aus diesem Grund sollte man das Aussehen ignorieren. Schlecht verbreitetes glänzendes Plastik, das nur mit Optik beeindrucken will, wird schnell anfangen zu klappern. Dies kann äußerst laut werden. Lieber etwas schlichtes und dafür leises.Gehäuse Computer
Das Gehäuse ist weitestgehend verschlossen. Man kann und muss Teile davon entfernen, schließlich sollte ein DVD Laufwerk irgendwie von außen bedient werden können. Diese Blenden lassen sich problemlos entfernen. Wichtig ist, dass man diese Lücken immer ausfüllt und nicht „auf Vorrat“ alle Blenden entfernt. Sonst sammelt sich schnell viel Staub im Inneren an.

Das Netzteil

Netzteil be quiet

Ohne Netzteil kann die restliche Hardware nicht mit Strom versorgt werden. Damit ist schon dessen Aufgabe festgelegt: die Erzeugung von geringer Spannung und der Schutz vor Überspannung. Zusätzlich sind im Mainboard noch weitere Spannungsregler eingebaut, da bestimmte Komponenten mit einer noch geringeren Spannung arbeiten.

Ausgeführt wird diese Arbeit nicht mit einem herkömmlichen Transformator, denn dieser wäre zu schwer und zu groß. Daher wird ein Schaltnetzteil verwendet, welches aus mehreren Einheiten besteht. Die erste Einheit ist ein Filter, um Netzstörungen wie eine Überspannung abzufangen. Anschließend wird aus der Wechselspannung eine Gleichspannung und dann wieder eine Wechselspannung. Damit erhöht sich sowohl die Stromspannung als auch die Frequenz. Dadurch können deutlich kleinere Transformatoren verwendet werden, welche unterschiedliche Spannungen erzeugen, meist 12, 5 und 3,3 Volt. Manche Netzteile erreichen -12 und -5 Volt, dies ist aber aufgrund besagter Spannungsregler im Mainboard nicht zwingend. Die positiven Werte schon, eine Grafikkarte ist auf 12V angewiesen.
Netzteil Lüfter
Wie viel Watt benötigt werden, hängt von der Aufgabe des Computers ab. Für Büroanwendungen genügen 300 Watt, für Multimedia etwa 500 und für Spiele bzw. leistungsstarker Hardware mindestens 600 Watt. Ferner sollte ein separater Aus- und Einschalter vorhanden sein, da sonst Strom verbraucht wird, selbst wenn der PC heruntergefahren ist.

Der Einbau des Netzteils ist sehr simpel. Das Gerät muss lediglich in die entsprechende Öffnung am Gehäuse geschoben werden, anschließend kann es verschraubt werden. Danach werden Festplatten und Mainboard eingebaut. Diese sollten direkt mit den Kabel verbunden werden. Anschließend erfolgt der Einbau und die Verkabelung der restlichen Hardware. Die Stecker unterscheiden sich vom Aussehen, sodass man hier keine Fehler machen kann.

Für eine bessere Luftzirkulation können die Kabel mit Gummibändern oder Nylon-Schnallen verbunden werden. Es sollten keine Kabelbinder verwendet werden, da diese zu permanent sind.

Ein Schaltnetzteil benötigt immer einen Verbraucher. Wird es ohne Verbrauch angeschaltet, kommt es zu Spannungsüberschlägen. Das Gerät wird damit zerstört! Weiter geht’s mit der Hauptplatine.

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