Das Spiel No Man’s Sky war eines der gehyptesten Spiele 2013, zum Release 2016 jedoch eine der größten Enttäuschungen. Jetzt ist es ein Hit. MeinMMO beleuchtet das damalige Problem und die Schlüsselmomente, die zu dem jetzigen Erfolg führten.
No Man’s Sky gilt heute als eines der besten Weltraumspiele auf dem Spielemarkt. Wer im Weltall abschalten und fremde Welten mit seinem Raumschiff erkunden möchte, findet mit No Man’s Sky den perfekten Ort dafür.
In den 18 Trillionen Planeten lässt sich für jeden Spieler ein Plätzchen beziehungsweise Planet finden, auf dem man gerne erkundet. Diese Möglichkeiten der Erkundung kommen bei den Spielern sehr gut an: Auf Steam steht No Man’s Sky mit 90 % positiven Bewertungen bei Sehr positiv
.
Doch das war nicht immer so. Zu Release im Jahr 2016 galt das Spiel als ein Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn zu viel versprochen und zu wenig geliefert wird.
- Übrigens: Bis zum 20. April 2026 könnt ihr 60 % beim Preis von No Man’s Sky sparen. Bei Steam kostet das Spiel momentan nur 23,59 Euro.
Das vielbekannte Problem: Hype
No Man’s Sky hatte ein Problem, das heutzutage bei einigen Spielen auftritt: zu viel Hype und hohe Erwartungen der Community.
Das Spiel wurde 2013 damit angekündigt, dass es einen Algorithmus besäße, der die Spielwelt automatisch generiert. Jeder Planet und seine Vegetation würden prozedural vom Computer erstellt und nicht von den Entwicklern selbst. Das eröffne neue Möglichkeiten für die Größe der Spielewelt, aber auch für die Designs der einzelnen Planeten.
Das und die gezeigten Ausschnitte aus dem damaligen Reveal-Trailer aus dem Jahr 2013 auf YouTube sorgten für eine riesige Vorfreude bei den Spielern.
Drei Jahre später, im Jahr 2016, war es dann so weit: Release! Über 200.000 Spieler tauchten gleichzeitig mit ihrem Raumschiff in die Spielwelt ein. Doch die Veröffentlichung verwandelte sich in eine der größten Enttäuschungen der Spielegeschichte:
- Es fehlten einige der versprochenen Features und durch wenig machbare Dinge fanden sich die Spieler häufig beim stupiden Grinden von Ressourcen.
- Grafisch war es nicht auf dem Stand der zuvor gezeigten Trailer.
- Die Planeten wurden zwar prozedural generiert, doch waren nicht wirklich mit Leben gefüllt und fühlten sich somit leer an.
Die Community war ziemlich frustriert über den Start von No Man’s Sky. Im Zuge dessen wurde sich über das Spiel, aber auch über die Entwickler von Hello Games selbst, mit Memes lustiggemacht. Ein Beispiel findet ihr hier auf YouTube.
Die Wiedergutmachungs-Saga
Sean Murray, der Gründer und Geschäftsführer von Hello Games, zog sich zunächst aus der Öffentlichkeit zurück, also genau das Gegenteil von dem, was er vorher gemacht hatte. Seine Konzentration und vor allem die von seinem Team lag nun darauf, das Spiel zu optimieren.
In den Jahren danach brachte No Man’s Sky zahlreiche Updates, um das Spiel zu verbessern.
Eines der ersten Updates, das FOUNDATION
-Update, legte den Grundstein für den weiteren Verlauf von No Man’s Sky. Denn drei Monate nach Release, also im November 2016, zeigte Hello Games so, dass es No Man’s Sky nicht einfach als gescheitert ansah, sondern als Projekt, das in Zukunft verbessert werden kann.
Mit dem NEXT
-Update wagte Hello Games zwei Jahre nach Release eine Art Comeback für No Man’s Sky und markierte so den Wendepunkt des Sci-Fi-Spiels. Das Update mit der Version 1.5 hatte zahlreiche Neuerungen, unter anderem einen echten Multiplayer, eine Third-Person-Perspektive und die Freiheit, überall Basen zu bauen.
Das NEXT
-Update gilt als einer der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte von No Man’s Sky, da die Spieler mit diesem Update das Spiel bekamen, was ihnen bei der Ankündigung 2013 versprochen wurde und worauf sie sich gefreut hatten.
Im Jahr 2020 gewann No Man’s Sky den Preis für Best Ongoing Game
. Im Prinzip eine Art Heiligsprechung
der Spielbranche. Sean Murray reagierte auf den Preis sehr glücklich:
Es folgten über die Jahre viele weitere Updates, wie beispielsweise ORIGINS
, das die Vegetation vieler Planeten noch mehr anreicherte, oder WAYPOINT
, mit dem das Sci-Fi-Spiel auch auf die Nintendo Switch kam. Mit WORLDS PART 1
setzte Hello Games im Jahr 2024 grafisch nochmal einen drauf.
Was vor allem heraussticht: Die Updates waren und sind immer noch alle kostenlos und bewiesen der Community somit, dass Hello Games es wirklich darauf abgesehen hatte, seinen Fehler vom Release wiedergutzumachen. Schließlich hätten sie einige dieser Updates auch als kostenpflichtiges DLC erscheinen lassen können.
Außerdem hörten die Entwickler immer wieder auf die Community, wenn diese Feedback gab. Das erhöhte die Loyalität zu den Spielern, die sich gesehen fühlten und so gerne zurück in das Spiel eintauchten.
No Man’s Sky in 2026
Mittlerweile gilt No Man’s Sky als großes Vorbild für andere Sci-Fi-Spiele. Die Möglichkeit, mit seinem Raumschiff einfach von dem Planeten wegzufliegen, anstatt auf einen Ladebildschirm zu starren, kommt bei den Spielern enorm gut an.
So gut, dass andere Sci-Fi-Spiele häufig daran gemessen werden, ob man wie in No Man’s Sky die Planeten einfach ansteuern und darauf landen kann:
No Man’s Sky konnte über die Jahre seine Spielerschaft einigermaßen halten und gleichzeitig neue Spieler dazugewinnen. Vor allem durch immer neue Updates und das Hören auf das Feedback der Community.
Laut SteamDB sind die größten Spielerzuwächse dem Comeback durch das NEXT
-Update in 2018 und dem Jubiläums-Update in 2025 zuzuschreiben.
Mittlerweile können sich Spieler von No Man’s Sky auf ein weiteres Spiel von Hello Games freuen: Light No Fire. Ein kommendes Open-World-Spiel, das eine Erde prozedural generiert, allerdings mit zusätzlichen Fantasy-Elementen.
Was sagt ihr zu No Man’s Sky? Wart ihr damals bei dem Release dabei und wie findet ihr es heute? Schreibt es uns in die Kommentare!
No Man’s Sky ist bei weitem nicht das erste Spiel, das bei seiner Veröffentlichung zunächst enttäuschend war, doch dann den Umschwung schaffte: 6 MMOs und Online-Games, die nach einem Fehlstart noch die Wende schafften
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
NMS ist sicher eine der beeindruckensten Entwicklungen der letzten Jahre.
Ich habe es eine Zeit lang gerne gespielt. Am Anfang war es auch interessant. Ich hatte mir allerdings mehr von der Erforschung fremder Welten erhofft. Für mich war dann am Ende doch vieles zu repetetiv. Die Biome, die Wesen, waren nicht wirklich unterschiedlich. Interessante neue Wesen gab es kaum, alles war sehr “generisch”. Man merkte die Begrenzung der generierenden KI. Bzw. es war keine KI, sondern eine zufallsbedingte Prozedur, mit sehr begrenzten Optionen. Spätestens nach dem Sprung in eine neue Gallaxie, wo dann alles quasi so aussah wie in der alten Galaxie, habe ich den Spaß verloren.
Die Updates liefen mehr und mehr in Richtung Housing Simulator. Und das war es nicht, was ich mir von “unendlichen Welten” erhofft hatte.
Nichts desto trotz. ein tolles Spiel. Ich überlege immer wieder, noch mal einzusteigen. Aber bisher hat mir kein Update gefallen, dass es mich ziehen würde.