Ein Cyberpunk-Shooter auf der gamescom 2026 schafft das, was bisher nur Super Mario konnte

No Law gamescom Meinung angespielt

Mit No Law wagt sich Entwickler Neon Giant an eine große Cyberpunk-Welt. MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes hat eine kurze Demo des Spiels auf der gamescom 2026 gezeigt bekommen und war direkt angefixt – wegen einem Schnauzer.

Was ist No Law für ein Spiel? Nachdem sich die Entwickler von Neon Giant bereits im Top-Down-Actionspiel The Ascent in eine Cyberpunk-Welt gewagt haben, legen sie in No Law eine Schippe drauf.

No Law soll ein großes Open-World-Shooter-RPG werden, das wohl am ehesten an Cyberpunk 2077 von CD Projekt Red erinnert. Ein ziemlicher Mammutvergleich, doch wie schneidet das Spiel beim gezeigten Gameplay ab?

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Der Shooter NO LAW mit Open World im Cyber-Noir-Stil im Trailer

Ein symbolischer Schnauzer

Auf der gamescom 2026 zeigten mir Tor Frick und Arcade Berg von Entwickler Neon Giant eine Demo des Spiels, die auf 2 verschiedene Varianten gespielt wurde, einmal Stealth und einmal als knallharte Action. 

Begrüßt wurde man aber direkt vom Hauptcharakter Grey Harker, der mit seinem Schnauzer genau die 80s-Energie ausstrahlt, die man von No Law wohl erwarten kann. Und direkt vorweg: Zuletzt erweckte bei mir nur der Schnauzer von Super Mario eine solch große Vorfreude auf einen Release.

Schaut man sich die Beschreibung von No Law an, vergleicht man das Spiel wohl schnell mit Cyberpunk 2077, aber No Law ist doch anders. Zum einen die visuelle Gestaltung der Welt.

No Law hat Pflanzen, viele Pflanzen, und das erzeugte bereits in der Hands-off-Demo eine andere Atmosphäre – weniger düster und dreckiger als in Cyberpunk 2077. Als Vergleich sagte Creative Director Tor Frick einfach: “Judge Dread trifft auf Studio Ghibli.”

Das klingt ziemlich absurd, aber irgendwie trifft das genau die Stimmung, die in der kurzen Demo deutlich wird. In der Welt von No Law soll es viele Verbrechen, aber eben auch Menschen, die einfach ihr Leben leben und genießen wollen, geben. 

Um diese Immersion zu gewährleisten, will Neon Giant auf ziemlich viele Details setzen. In Läden sind Gegenstände physisch vorhanden und anwählbar und auf die Shampoo-Flaschen und Chips-Packungen der Demo konnte man ziemlich nah ranzoomen, ohne Details zu verlieren. Für ein kleines Studio, laut eigenen Aussagen besteht es nur aus 24 Personen, eine große Aufgabe, doch genau so will es das Studio wohl auch.

Genauso wichtig wie die Welt und die Immersion ist auch das Gameplay und das Gezeigte weckte in mir bereits meinen inneren Reacher oder RoboCop.

Stealth ist schön und gut, aber ich will der Action-Star sein

Zuerst zeigte man mir einen Stealth-Weg für die Mission, einen Informanten zu finden. Dafür muss man in seine Wohnung, um seinen Standort herauszufinden. Im Geheimen hatte man die Option, an Gangstern vorbeizuschleichen, entweder durch einen Lüftungsschacht oder durch ein Fenster, für das man aber viele Kisten bräuchte.

Man schlich sich zum Wohnkomplex, sprach mit dem Besitzer, den man für eine Info bezahlen konnte, und begab sich zur Wohnung. Dort erledigte man, ohne sie zu töten, zwei Typen, und letztendlich fand man heraus, dass man in der Kanalisation suchen mussen,

Ganz ehrlich: Ich bin allergisch gegen Stealth, deshalb gefiel mir die Action-Variante mehr. Man stieg bei den Gangstern auf eine Anhöhe, warf eine Stasis-Granate und erledigte die ersten Gegner ohne Probleme. Mit Gewalt holte man sich den Generalschlüssel des Besitzers und auch in der Wohnung bruzelte man einen Gegner mit einer Elektrowaffe so lange, dass er wohl nie wieder aufstehen wird. Die hätte man aber auch nur zur Betäubung nutzen können.

Mein größtes Highlight ist so simpel wie effektiv: Der Tritt. Der hatte nur beim Zusehen schon eine große Wucht und ich freue mich jetzt schon, Gegner und Türen in der Vollversion damit zu bearbeiten.

Allgemein gab mir das gezeigte Gameplay ein Reacher-Gefühl. Die Missionen werden laut den Entwicklern viele verschiedene Herangehensweisen haben und eine davon wird wohl die RoboCop-Ein-Mann-Panzer-Variante sein.

Das liegt auch an einigen Gadgets, die man nutzen können soll. Im Trailer sah man bereits eine Granate, die Sound unterdrückt. Die Entwickler erklärten mir, dass sie extra Gadgets implementieren wollten, die sowohl für Stealth- als auch für Action-Fans funktionieren soll.

Genau mein Ding

No Law könnte, wenn alles so klappt, wie die Entwickler es wollen, für mich eine noch bessere Cyberpunk-Erfahrung sein als Cyberpunk 2077. Versteht mich nicht falsch, ich mag das Spiel von CD Projekt Red, aber mir war es zu groß.

No Law soll sich eher auf eine kleinere, aber vollgepackte Welt fokussieren mit verschiedenen Herangehensweisen und einem großen Wiederspielwert – genau das will ich. 

Vs Geschichte war mir zu groß, zu relevant für den Gesamtkontext der Spielewelt. Die schnauzbärtige Rachegeschichte in No Law gefällt mir, vom Konzept her, besser. Kleiner, kompakter, aber trotzdem irgendwie gemütlicher. 

Ich will einfach nur der Reacher-Kraftprotz in einer dystopischen, aber trotzdem grünen und nicht allzu düsteren Cyberpunk-Welt sein, der Türen eintritt und gegen Fieslinge kämpft.

Wenn die Entwickler von Neon Giant es schaffen, ihre großen Ambitionen umzusetzen, könnte No Law aber eines der nächsten Shooter-Highlights werden.

Auf der gamescom 2026 gibt es wieder unzählige Spiele, die man sich angucken kann. Für MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus gehört zu den Highlights definitiv ein neues Warhammer-Game: Total War: Warhammer 40.000 fühlt sich nicht mehr an wie Total War und ich liebe alles daran


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