Neues MMORPG ist noch nicht erschienen, verkauft schon Grundstücke für 67.500 Euro

Ember Sword ist ein neues MMORPG, das an alte Klassiker wie Ultima Online und RuneScape erinnert. Allerdings wird die Technik sehr modern, denn das Spiel setzt auf Blockchain und Krypto-Währungen. Nun startet der sogenannte Land Rush im Spiel, bei dem sich Nutzer einen Platz zum Bauen sichern können. Das kostet jedoch ordentlich Geld und erinnert einige an Chronicles of Elyria.

Was ist das für ein Spiel? Bei Ember Sword handelt es sich um ein Sandbox-MMORPG in Entwicklung, in dem ihr die Freiheit genießt, euren eigenen Weg in der bunten Spielwelt zu gehen:

  • Gespielt wird in der ISO-Perspektive und die welt setzt auf einen sehr bunten Grafik-Stil
  • Es gibt keine Klassen, sondern die Spieler entwickeln sich durch verschiedene Skills weiter
  • Crafting spielt eine wichtige Rolle
  • Die Wirtschaft der Spielwelt wird von den Spielern getrieben
  • Es wird PvP in der offenen Welt geben

Ember Sword soll Free2Play werden und komplett auf Lootboxen und Pay2Win verzichten. Stattdessen möchte es mit Blockchain den Spielern ermöglichen, ein Item wirklich zu besitzen. Der kosmetische Aspekt kann dann an andere Spieler über einen eigenen Shop verkauft werden.

Erstmals haben wir 2018 über Ember Sword berichtet: MMORPG Ember Sword als modernes Ultima Online angekündigt. Einen ersten Einblick bietet euch dieser Teaser Trailer der Entwickler:

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Was hat es mit dem Land Rush auf sich? Ein wichtiger Aspekt des neuen MMORPGs ist der Besitz von eigenem Land. Dort könnt ihr ein Haus bauen oder einen Shop errichten, in dem ihr Dinge verkauft.

Dieses Land wird nun über eine Krypto-Währung zu teilweise extrem hohen Summen und unter Zeitdruck verkauft. Dabei ist der Release des Spiels noch nicht in Sicht. Das Spiel soll sich derzeit in einem Pre-Alpha-Stadium befinden.

Hohe Summen und gute Begründungen für Grundstücke

Was kostet ein Grundstück in Ember Sword? Ember Sword bietet die Grundstücke in mehreren Variationen an:

  • Ein reguläres Grundstück kostet etwa 32,30 Euro – Davon gibt es 5.657
  • Ein Siedlungsgrundstück kostet etwa 323 Euro – Davon gibt es 223
  • 4 Stadtgrundstücke im Paket kosten etwa 6.750 Euro – Davon gibt es 14
  • 16 Stadtgrundstücke im Paket kosten etwa 67.500 Euro – Davon gibt es 4

Diese Grundstückspreise sind bereits die reduzierte Version, denn der Land Rush befindet sich gerade im Sale. Normalerweise soll der Preis doppelt so hoch liegen, also bei bis zu 135.000 Dollar.

Bezahlt werden diese Grundstücke jedoch nicht in normaler Währung und per Banküberweisung oder Paypal, sondern in der Kryto-Währung USDC. Diese Währung orientiert sich am Dollar-Kurs und gilt als “stabile Krypto-Währung” und soll Handel ohne Gebühren ermöglichen.

Auffällig ist außerdem, dass man ein Bewerbungsformular ausfüllen muss, wenn man eines der Grundstücke kaufen möchte. Darin muss man begründen, warum man der Besitzer eines solchen Grundstücks werden möchte. Erst nach der Bestätigung durch die Entwickler ist der Kauf dann möglich.

Warum sollte man sich ein Grundstück kaufen? Laut den Entwicklern werden die Besitzer von Grundstücken an 50 % der Verkaufssteuern in den jeweiligen Gebieten beteiligt.

Wenn also jemand Gegenstände im Wert von 100 Euro im Shop kauft, sollen darauf 7 % Shop-Gebühren anfallen, also 7 Euro. 3,50 Euro davon gehen an die Entwickler, 3,50 Euro an Landbesitzer, wobei es hier nochmal eine Aufteilung für globale Besitzer und den direkten Landbesitzer gibt, wie dieses Bild erklärt:

Ember Sword Land Geldverdienen
So funktioniert der Verdienst über Landbesitz.

Die komplette Mathematik hinter diesem System könnt ihr euch in einem Blogpost durchlesen (via Ember Sword).

Wie lange läuft der Land Rush? Der läuft noch bis zum 31. Juli. Am 16. August erfahren die Interessenten dann, ob sie ihr Grundstück wirklich kaufen können.

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Die besten MMORPGs 2021 – Was kommt, was ist neu?

Wer vorab in ein MMORPG investiert, kann viel verlieren

Was sollte man bei solchen Kauf-Aktionen bedenken? Immer wieder gibt es MMORPGs, die sich vor dem Release über Crowdfunding finanzieren, sei es durch Kickstarter oder durch den Verkauf von virtuellen Items, die es noch gar nicht gibt. Doch das geht nicht immer gut aus und es besteht das Risiko, alles Geld zu verlieren.

Ein prominentes Negativ-Beispiel ist Chronicles of Elyria, ein MMORPG, in dem der Charakter des Spieler altern und sterben sollte. Für ein eigenes Königreich im Spiel konnten die Spieler vorab bis zu 10.000 Dollar ausgeben, obwohl es noch nicht mal im Alpha-Stadium war. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr virtuelle Items und sogar ein komplett virtueller Adventskalender für 95 Dollar verkauft.

2020 jedoch kündigte der Chef erstmal das Aus für das MMORPG an und entließ alle Mitarbeiter. Als die Spieler jedoch ihr Geld zurückforderten, ruderte er zurück und sagte, dass er das Spiel nun alleine zu Ende bringen wolle. Mehr zu der Geschichte erfahrt ihr hier:

MMORPG hat nur noch einen Mitarbeiter, soll aber weiterhin erscheinen

Quelle(n): Ember Sword
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Flocall

Also früher hab ich 50 Pfennig in den Automaten geworfen und konnte mit 2 Leben Castlevania spielen. Heute kauf ich mir ein Spiel und kann es solange spielen wie ich will. Wenn ich mir in einem “Spiel” Grund für echtes Geld kaufen muss, um damit wieder echtes Geld zu verdienen, dann ist es kein Spiel mehr. Das grenzt schon an Glücksspiel, da man, im Gegensatz zur Realität, nur hoffen kann, dass es Mitspieler geben wird, die darauf angewiesen sein werden, mein Grundstück als Baufläche zu verwenden, damit ich meinen Einsatz wieder rausholen kann. Wie an einem einarmigen Banditen, bei dem ich auch nur hoffen kann, dass mein Einsatz wieder raus kommt.
Das ist einfach nur pervers und hat mit “Gaming” nichts mehr zu tun. Aber zum Glück für die Entwickler gibts ja genug Idioten, die so viel Kohle haben, dass sie nicht mehr wissen, wofür sie es noch ausgeben sollen, dass sie dafür lieber virtuelle Grundstücke kaufen anstatt ein paar Kinder vorm Hungertod zu bewahren.

Bodicore

Günstiger kommt man heute ja kaum noch an Bauland…

Bin dabei.

NilS

Riecht hier noch jemand ein Schneeball-Prinzip?

McPhil

Kennt wer Earth2? Genau das gleiche, wenn nicht sogar schlimmer. Da werden Quadrate auf einer Google Maps Karte für tausende von Dollarn verkauft mit einem Versprechen dass es mal viel wert sein wird und das Spiel wie die Matrix sein wird.

Todesklinge

Nicht vergessen die Einnahmen durch virtuelle Immobilien an das Finanzamt zu melden! (Kein Scheiss).

Ryngha

Eigentlich ist es noch viel schlimmer, dh. komplizierter, aber im Grundsatz richtig: ohne steuerliche Beratung kann sowas ganz unschön enden.

CrypticDawn

Richtig lustiger scam. Wird sich sicher jemand finden

McPhil

Bin gespannt wie viele das “Spiel” verteidigen werden.

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