Riot bittet großen Twitch-Streamer darum, kein Valorant mehr zu zeigen

Der erfolgreiche Shooter-Streamer Matthew „Nadeshot“ Haag ist in einer einzigartigen Situation. Riot Games hat ihn gebeten, ihren neuen Taktik-Shooter Valorant nicht auf Twitch zu zeigen. Denn sein „richtiger Job“ als Chef eines League of Legends-Teams steht ihm im Weg.

Das ist die Situation: Valorant war am Freitagabend das „nächste große Ding“ auf Twitch. Knapp eine Millionen Leute sahen zu, als ein „Showcase“ des neuen Taktik-Shooters übertragen wurde.

Am Dienstag soll das noch mal passieren, mit einem zweiten Showcase, doch einer der wenigen Teilnehmer wird sein Gameplay nicht zeigen dürfen: Matthew „Nadeshot“ Haag. Der hat auf Twitch zwar 1,2 Millionen Follower und ist ein ehemaliger Shooter-Profi, aber sein „richtiger Job“ steht nun seiner Twitch-Karriere im Weg.

Valorant-Twitch
Der 1. Showcase von Valorant lockte fast eine Millionen Zuschauer an.

Das ist jetzt das Problem: Wie Nadeshot im Stream seines Kumpels Dennis „Cloakzy“ Lepore erzählt, darf er vorerst nicht mehr Valorant auf Twitch zeigen. Riot Games hätte ihn darum gebeten. Nadeshot darf den Shooter zwar weiter spielen, ihn aber nicht übertragen.

Als Cloakzy nachfragt, warum das so ist, ziert sich Nadehshot mit der Antwort. Er hätte gestern getrunken und das sei blöd und Ach …

Doch Cloakzy lässt nicht locker und Nadeshot erklärt, was dahintersteckt.

Andere Besitzer von LoL-Teams beschweren sich über Nadeshot

Er sagt, die anderen Besitzer von LoL-Teams in Europa (LEC), den USA (LCS) und Korea (LCK) hätten sich beschwert, dass er schon Zugang zu Valorant hat, sie aber nicht. Daher habe ihn Riot gebeten, nicht zu streamen.

Cloakzy verglich die anderen Team-Owner mit „neidischen Mitschülern“.

Nadeshot sagte: „Ich liebe Riot, sie sind unglaublich. Das ist nicht ihre Schuld, sie haben nichts falsch gemacht, das sind nur die anderen Besitzer.“

Nadeshot: Twitch-Streamer und CEO

Wer ist Nadeshot? Matthew Haag ist erst 27, aber hat schon eine bewegte Karriere hinter sich:

  • Angefangen hat Nadeshot als normaler Spieler in Halo 2 und Gears of War
  • Im Juni 2010 – mit 18 – wurde er Profi-Spieler für OpTic Gaming und startete eine Karriere als „Call of Duty“-Profispieler. In der Zeit hat er viel gelernt, auch wie man mit „Teenagern im E-Sport-Haus“ umgeht
  • 2015 beendete er seine Karriere als E-Sportler und wurde „Content Creator“
  • 2016 verließ er OpTic Gaming und gründete seine eigene E-Sport-Organisation „100 Thieves“, das Profi-Teams in League of Legends, Call of Duty und CS:GO stellt. Er ist seitdem CEO und Besitzer von 100 Thieves.
Valorant getestet: Der Shooter wirkt öde – Aber ihr werdet ihn spielen

Dieser Lebenslauf sorgt für einen kuriosen Zwiespalt:

  • Nadeshot ist einerseits ein erfolgreicher Shooter-Streamer auf Twitch mit 1,2 Millionen Followern, dem 9000 Leute zuschauen, wenn er Call of Duty spielt und sich über das Shooter-Problem in Warzone ärgert
  • Aber er ist auch der CEO einer E-Sport-Organisation, die ein Team in LoL stellt. In League of Legends ist 100 Thieves sogar recht erfolgreich, die reguläre Saison in der LCS schlossen sie auf Platz 3 ab.

Diese einzigartige Kombination scheint ihm hier in die Quere zu kommen.

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Er fehlt im Moment ebenfalls in den Reihen der Valorant-Streamer.

Ein anderer großer Twitch-Streamer, der aktuell kein Valorant zeigt, ist DrDisrespect. Der hat sich aber selbst dafür entschieden. Er sagt, er wolle seine Seele nicht verkaufen.

Quelle(n): dexerto
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Snake
1 Monat zuvor

Soll er doch ruhig weiter streamen. Sehe eigentlich keinen triftigen Grund das jetzt zu lassen nur weil andere wieder mimimimi machen.

Miku
1 Monat zuvor

Ah der clickbait/ruhmes Neid grin
Die haben doch nur Angst das er alle Zuschauer mitnimmt razz

Frank
1 Monat zuvor

Liebes MMMO-Team,

Bitte noch mal Korrektur lesen. In der Einleitung: steht ihm Weg. Hier fehlt ein „im“
Bei der ersten Aufzählung: “ Anfangen hat alles…“.

Danke

Irina Moritz
1 Monat zuvor

Ist gefixt, danke smile

Kerry
1 Monat zuvor

Wie im Kindergarten xD

Ron
1 Monat zuvor

grundsätzlich gebe ich dir recht, aber im E-Sport Bereich ist das tatsächlich von entscheidender Bedeutung, ob man ein Spiel schon zocken darf oder eben nicht. Ich kenne das von einem Freund, der an privaten Turnieren bei Overwatch und Quake Champions teilnahm. Eine oder zwei Wochen Vorsprung bedeuten schon krasse Unterschiede in Hinblick auf map-knowledge, Optimierung der Steuerung usw.
Bei Diabotical ist es derzeitig das selbe Spiel: Einige hatten Zugang zur Closed Beta, andere nicht. Also wenn man da von Beginn an mithalten will oder sich gar einen Namen machen möchte, dann zählt jede Sekunde.

Kerry
1 Monat zuvor

Das macht aber keinen Sinn, da sich schon oft gezeigt hat, dass sich Spiele auch in einer Beta um 180 Grad drehen können. Beispiele sind Overwatch und Paladins. Im Gegensatz zu dem wie die Spiele vorher waren haben sie sich grundlegend geändert.
Oder Air. Auch ein Beispiel von vielen. Blade and Soul, auch ein Beispiel von vielen. Es heißt also nicht dasm an nur, weil man in einer beta war auch gleichzeitig gegenüber anderen irgendwelche Vorteile hat. Aber möchtegernpros sind grundlegend eh eingebildete, verwöhnte Kleinkinder. Ich finde es lustig das diese Berichte es jeden tag aufs neue bestätigen. So habe ich wehnigstens etwas zum lachen grin

Ron
1 Monat zuvor

Blade and Soul ist aber ein MMORPG, wenn ich mich richtig erinnere, da geht es mehr um Zahlen, da wird auch mehr geändert und es gibt auch deutlich größere Unterschiede zwischen Beginn und Endgame mit tausenden von Items.
Bei Shootern ist das ne andere Geschichte, da ändert sich nicht viel. Klar, hier und da wird eine Waffe und eine Fähigkeit angepasst, aber bspw. die Karten, die bleiben oft gleich. Manchmal werden nur unfaire Ecken gefunden und dann kommt da noch eine Mauer hin, aber so viel tut sich da eigentlich nicht.
Overwatch ist ein recht gutes Beispiel, weil ein Kumpel von mir auch jede Sekunde in der Beta damit verbrachte sich an Widowmaker zu gewöhnen, zu gucken wo man am Besten hochklettert, von wo man am besten schießt, wo man bestenfalls die Falle platziert. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied ob du da Day One bei null anfängst oder schon die Map und die Charaktere samt Fähigkeiten ein wenig kennst.
Ich war auch live dabei als der Kollege von mir ein Turnier in Overwatch relativ früh nach Release zockte und da alle seine Truppmitglieder, die er alle persönlich kannte, einen Betazugang hatten, war das insgesamt schon ein gutes und eingespieltes Team. Die haben das Turnier zwar nicht gewonnen, aber ein paar Siege konnten sie erringen. Frischlinge, die maps nur aus youtube kannten, konnten da zunächst mit vielen Charakteren kaum etwas anfangen.
Vor paar Wochen hat der sich z.B. auch auf Diabotical gestürzt. Das ist ein Game im alten Quake Stil und dementsprechend extrem schwer zu meistern. Also wer sich hier einen Rang und Namen machen will, der verbringt jede mögliche Sekunde in der Beta, um sehen zu können, wie sich das Spiel anfühlt. Day One einfach reinstürzen und Rocketjumps wie ein Weltmeister zu machen, das ist da einfach nicht drin.

Albrecht von Aschenfels
1 Monat zuvor

An und für sich stimmige Argumentation.
Aber eine Beta ist ja erstmal dazu da die Technik zu testen, wenn auch auf feinerem Niveau wie von Ihnen geschrieben. Der Zugang von Sport-Teams ist da unterhalb von drittrangig [für (mich als) Entwickler], da ist handwerkliche Arbeit am Produkt zu erledigen.
Wenn ich das Ganze aus dem Blickwinkel von Fairness betrachte, müsste dann garantiert werden, dass kein Mitglied einer Turniergruppe früher Zugang hat oder alle. Schwer machbar. Offizielle Turnier-Accounts lassen sich ja mit privaten umgehen.

Kommen also solche Auswüchse zu Stande wie oben beschrieben, müsste ich mir theoretisch das Beta-System neu überlegen.

So als Anmerkung am Rande: Der Inhalt des Artikel ist durchaus interessant bzw. interessant weiterzudenken, aber die Formulierung der Überschrift mir irgendwie zu… viel. Etwas nüchterner wäre angenehmer.

Cukky
1 Monat zuvor

Albrecht v. A.
Da gebe ich dir Recht,
die Überschrift passt irgendwie nicht zum Thema.

Ich muss Ron da beifichten,
Gerade bei Shooter ist das Gefühl (Laufbewegung,Schießverhalten usw) etwas was sich sehr selten ändert. Ist ein Spiel einmal in der Beta ändern sich bei diesen dingen wenn überhaupt nur Nuancen. Daher ist jede Sekunde die ein Spieler bei der Art spielen Voraus ist,ein großer Vorteil für diesen.

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