2 Jahre nach Release habe ich endlich den Boss von Dawntrail in FFXIV gelegt und zum ersten Mal den Abspann geskippt

Final Fantasy XIV Dawntrail 7.0 fertig Titelbild

MeinMMO-Redakteurin Sophia kommt seit 2016 nicht mehr von Final Fantasy XIV los. Aber ausgerechnet zu ihrem 10-jährigen Jubiläum kämpft sie immer noch damit, sich für die aktuelle Erweiterung zu begeistern. Über zwei Jahre nach dem Release hat sie jetzt das Ende der 7.0-Story erreicht.

Final Fantasy XIV hält mich jetzt schon viel länger bei der Stange, als es je ein Spiel geschafft hat. Im Oktober 2026 sind es bei mir dann 10 volle Jahre als Kriegerin des Lichts. Ich hab ein Haus, mittlerweile fast alle Handwerker und Sammler hochgezogen und spiele neben dem Dragoon natürlich auch einen Tank und Heiler.

Ich liebe es, die Raids mit meinen Freunden anzugehen, Mounts zu farmen oder auch einfach die abendlichen Roulettes zu laufen. Das für mich Beste an Final Fantasy XIV war aber immer die Story. Wie so gut wie jeder quälte ich mich durch das langatmige Base-Game. Ab der ersten Erweiterung Heavensward war ich hooked – jeder Patch wurde zum Release gespielt (sobald ich mal up-to-date war) und ich bin in jeden Inhalt mal rein.

Aber Dawntrail hat es mir richtig schwer gemacht, mein Lieblingsspiel noch zu lieben. Nach über zwei Jahren war es jetzt endlich soweit – ich bin endlich mit 7.0 fertig. Und ich war direkt so frustriert, dass ich den Abspann zum ersten Mal in meiner FFXIV-Karriere einfach geskippt habe.

Achtung, Spoiler! Wir gehen hier auf Elemente aus der Hauptstory von Final Fantasy XIV Dawntrail bis inklusive dem Ende von 7.0 ein.
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Final Fantasy XIV: Launch-Trailer für Dawntrail stimmt auf das Abenteuer in Tural ein

Kinder, der Urlaub ist abgesagt! Wir machen Naruto zum Hokage!

Ich war nicht besonders glücklich mit der Story der 6.X-Patch-Reihe, arbeitete mich aber durch: Am Ende winkte 7.0 mit Abenteuern in Tural und vor allem das Versprechen einer Beach-Episode oder auch einfach eines Urlaubs für meinen Krieger des Lichts.

Was ich bekam, war aber eine neue Rolle für meinen Charakter.

Der Krieger des Lichts wurde der Jiraya zum Naruto der neuen Hauptfigur Wuk Lamat. Diese stellte sich zusammen mit ihren Brüdern – einem sehr schlauen Sai-ähnlichen Kollegen und einem Sasuke-mäßigen Trotzkopf – mehreren Herausforderungen. Der Sieger sollte die Nachfolge des Herrschers über Tural antreten dürfen, der gleichzeitig der (Adoptiv-)Vater der drei Herausforderer war. (Hier hinkt der Naruto-Vergleich etwas, gebe ich zu.)

Naruto ist ein toller Anime. Aber wenn ich gerade jahrelang Heldin meiner eigenen Geschichte war und plötzlich zum Mentor einer derart anstrengenden Figur degradiert werde, muss das schon genial geschrieben sein, damit es gut wird.

Leider steht Wuk Lamat gefühlt die ganze Zeit im Mittelpunkt der Story, auch in den Zwischensequenzen. Sie ist jetzt die Protagonistin. Ich bin nur noch Statistin, verstanden.

Hier ein paar ausgewählte Screenshots – wir stehen auch in Cutscenes oft einfach neben ihr. Nicht immer, aber oft:

Auf dem Papier ist Wuk Lamat übrigens kein schlechter Charakter. Sie ist neugierig, enthusiastisch und sie hat ein gutes Herz. Dass sie die Nachfolge ihres Papas antreten will, ist auch vollkommen in Ordnung. Welchem Kind sollte man das verwehren?

Schwierig ist aber, dass sie selbst keine Ahnung von dem Land hat, das sie regieren will. Das kann Info-Gründe haben, denn irgendwie müssen die Lore-Stückchen ja an uns Spieler herangetragen werden.

Lyse aus der zweiten Erweiterung Stormblood zum Beispiel wusste auch nur wenig über Ala Mhigo, ihre Heimat – weil sie als Kind von dort vertrieben wurde. Wuk Lamat hat einfach nie den Palast verlassen und die Welt gesehen. Vor allem wenn man das Land dann auch noch regieren will, sind das schlechte Voraussetzungen.

So wird die neue Hauptfigur zum Exposé-Lieferanten herabgestuft. Das passt einfach alles nicht zusammen.

Von Rotz und Wasser hin zu Gleichgültigkeit und einem Skip

Das letzte Drittel von Dawntrail ist dann eigentlich wieder richtig gut. Erst gabs nen Roadtrip inklusive angenehm entspannter Begleitung, aber ohne den restlichen neuen Cast. Die Storyline rund um Lösung 9 und die Endlosen holt dann endlich raus, was viele Final-Fantasy-Storys so gut macht: Ein tiefgreifendes philosophisches Dilemma.

In diesem Falle die Frage, wie viel man bereit ist zu geben, wenn man durch genug Einsatz geliebte Personen nie auf ewig durch den Tod verlieren müsste. Wenn alle Leute durch Technik ewig leben könnten, was wäre man bereit, dafür aufs Spiel zu setzen?

Hier habe ich dann ehrlich gesagt auch gedacht: Endlich ist die Kompetenz meines Kriegers des Lichts wieder gefragt. Aber stattdessen sind wir Wuk Lamat von ihrem neuen Job als Herrscherin über Tural abholen gegangen. Sie hat die Gegenspielerin dann im wahrsten Sinne des Wortes weichgequatscht.

Wuk Lamat hat sich sogar in meinen Endkampf eingemischt und am Ende meinte die Böse etwas wie: Wuk Lamat, ich habe dich gehört. Du bist zu mir durchgedrungen. Das war Talk no Jutsu vom Feinsten – also Narutos mächtige Fähigkeit, Bösewichte auf seine Seite rüberzuquatschen.

Heißt aber, nicht mal mein Sieg über den Oberbösewicht der Erweiterung war mein Sieg, sondern der meines neuesten Schützlings. Das fühlt sich doof an.

Mir war im Nachgang auch der Abspann noch nie so egal wie jetzt bei Dawntrail. Bei Shadowbringers habe ich Rotz und Wasser geheult, als ich den Endboss besiegt hatte. Zum 6.0-Ende von Endwalker ging es mir sehr ähnlich. Beide Male fragten meine Nachbarn, ob mein Partner mit mir Schluss gemacht hätte – so schlimm war das.

Den Dawntrail-Abspann und den So ging es weiter-Nachklapp habe ich einfach geskippt.

Schlechtes 7.0, gutes 7.X?

Das richtig Fiese ist, dass die aktuelle Raid-Reihe laut meinem Kollegen Alexander Mehrwald richtig gut sein soll. Ohne aber 7.0 fertig zu haben, konnte ich sie nicht freischalten. Damit habe ich jetzt angefangen. Alex meinte auch immer wieder zu mir, dass die Patch-Story von Dawntrail, also 7.1 bis 7.55 wieder deutlich besser sei.

Natürlich hat mir nicht nur die Story den Genuss an Dawntrail getrübt. Die Schleichmissionen waren unglaublich langatmig und anstrengend für mich. Ohne richtig gute Story waren auch die MMORPG-typischen Lauf-Quests fast nicht zu ertragen. Was schlussendlich zu den zwei vollen Jahren Durchspielzeit geführt hat.

Richtig gut fand ich aber die Dungeons sowie die abwechslungsreichen Mechaniken aus den neuen Bosskämpfen. Wenn ein Flächeneffekt mal nicht mit einer orangenen Markierung am Boden angezeigt wird, sondern der Boss den Boden zu verformen scheint, ist das schon cool und fordert mehr Aufmerksamkeit. Ein schwacher Trost, weil es in 10 Leveln nur drei Bosskämpfe und sechs Dungeons gab.

Nun denn, ich gehe dann mal Ausrüstung farmen und die Patch-Stories spielen. Wenn die wirklich so gut sind, wie Alexander sagt, suchte ich die vielleicht einfach innerhalb weniger Tage durch.

Sobald ich das geschafft habe und mir auch den restlichen Endgame-Content zu Gemüte geführt habe (Raids, Kreszentia und die Mond-Missionen), schreibe ich ein Update zu diesem Artikel. Dann bin ich aber auch auf Evercold gespannt – besagter Kollege Alex meint nämlich dazu auch: Seit 11 Jahren ist FF14 mein zweites Zuhause und ich sage: Evercold ist das Beste, was dem MMORPG gerade passieren kann

Kommentare

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12 Kommentare
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Rinara

Zugegeben, DT ist jetzt auch nicht mein Lieblings-Addon aber ich finde es hat durchaus seinen Reiz und ich hatte auch Spaß in der Story.
Meiner Meinung nach muss man es perspektivisch betrachten. Es ist ein RPG und man spielt (und lebt) seinen Charakter. Und aus der Perspektive einer kleinen frechen Lala Göre war es in erster Linie ein Schulausflug zweier Problem Kinder (Wuk Lamat und Rina) mit dem kleinen Streber und Klassensprecher Alphi….
Tatsächlich sind aus Lalafell Perspektive viele Story parts einfach unfreiwillig komisch sei es “Achtung Spoiler” der Körpertausch mit Zenos oder die Schlägerei am Ende mit jenem selbigen (hihihi mit Mini Fäustchen auf diesen riesen Kerl war schon lustig xD )
Auf der anderen Seite machen die Schlägereien mit den Namazuo oder den Loporit schon Spaß)
Aber zurück zum Thema….DT war schon in Ordnung. Bin zwar kein Fan von Wuk Lamat aber ok. Auch das letzte Drittel mit Lösung Neun war schon ok aber mir kam es eher wie Phantasy Star statt FF vor. Trotzdem mag ich Lösung Neun. Hab mit Freunden stundenlang im Café dort einfach gesessen und sozusagen unseren FG Treffpunkt da hin verlegt.
Mit dem Arkadion Raid konnte ich leider gar nichts anfangen und hab nach Teil vier noch nicht mal weiter gemacht. Ist aber auch persönliche Faulheit…
Bin aber sehr gespannt auf Evercold obwohl es mir nach Phantasy Star ein wenig XBC 2 vibes rüber bringt. Aber das ist halt nur persönliche Meinung 😀

HiveTyrant

Der 9. und 11. Raud aus Arcadion ist nett. So viele, die für die Bosse simpen…. 😁

sheridan

Joa, die Dulltrail-MSQ ist echt zum Wegwerfen. Alleine die Aufgabe “Rede mit Wuk Lamat” oder ähnliche Ausführungen kommt im Spiel 147 Mal vor. Nur um Nicht-FF14-Spielern mal einen Eindruck zu geben wie extrem penetrant das Ganze ist.

Das letzte Drittel wird dann etwas besser, ist IMHO aber eher unteres Mittelmaß. Was aber auch affällt wie zweigeteilt das Addon ist, ähnlich Heavensward. Besser fand ich dann die Content-Patches. Die konnten aber auch nicht viel rausreissen weil die Basis bereits ziemlich schlecht ist.

Und deshalb hoffe ich auch auf Evercold. Nichts geht über eine Winterlandschaft und Musik im Stile von “Pure Night” oder “A Wish”. ♥

shariko

Ich kann nur von meinem Empfinden über die Story von DT reden und ich selbst fand sie jetzt nicht so schlecht, wie viele darüber sagen.

Ja, man war jetzt nicht der Dreh- und Angelpunkt im ersten Teil der DT-Story, war man in SB auch nicht, was viele dort schon bemängelt haben. Lyse Hext kam jedenfalls bei vielen Spielern auch nicht so gut weg, da viele die auch nur nervig fanden und weil sie auch ziemlich im Mittelpunkt stand.

Die Story war jetzt auch nicht so episch wie zuletzt ShB und EW, aber mal ehrlich man kann ja nicht immer weiter epischer werden, denn ansonsten wird es irgendwann wirklich nur noch abstrus. Da die Zodiac-Hydalin-Storyline mit EW ihr Ende fand, braucht es jetzt erstmal wieder seine Zeit, bis sich die nächste Storyline aufbauen kann.

Ich fand das sogar ganz gut so, dass man erstmal “nur” Mentor ist und nicht die Hauptperson. Mir persönlich hat die Story viel Spaß gemacht und zum Ende kam ja auch noch ein bisschen episches mit rein.

Wo ich zustimmen muss, dass gerade der Endkampf mit Sphene doch so ein paar Parallelen zu ShB und EW haben aufkommen lassen. Bei ShB platzte Thancred mit rein und EW war es Zenos als Shinryu, der sich miteinmischte. Aber wenn ich mir das Gesamtbild anschaue, finde ich war die Story mMn grundsolide.

Ich selbst hab mich gut unterhalten gefühlt und die Story hatte ich auch schnell durch gehabt. Mit den weiteren Inhalten wie Alli-Raid, RAID, Kosmos-Erkundung und Waffenverstärkung wird das Angebot gut abgerundet.

Ich kann vielleicht den Frust von so manchen verstehen, aber man kann nicht immer erwarten, dass auf dem letzten epischen Kampf immer wieder ein neuer oben draufgesetzt wird. Manchmal muss man einfach mal die Luft wieder raus lassen, um neu aufbauen zu können.

Asdif

Ich habe auch erst letzte Woche 7.0 abgeschlossen, aus ähnlichen gründen.

ARR / Heavensward / Stormblood / Shadowbringers / Endwalker: Für mich fühlte es sich so an als ob dies für Jugendliche (ab 13 Jahren) bis Erwachsene gemacht worden wäre.

Dawntrail (7.0, habe noch nicht mit dem Patchcontent angefangen): Für mich fühlte es sich so an als ob es für 6 – 12 Jährige gemacht worden wäre. Und die Hildibrand Gesten/Mimiken zu Begin hatten das noch stark unterstützt.

Nichts gegen Hildibrand, ich mag ihn sehr, aber das liegt daran dass er einfach ein starker Kontrast zur Hauptstory ist. Aber ein Hildibrand als Hauptstory passt einfach nicht als Erweiterung.

seska1973

Hab eben den Mittel boss angespielt, von den neuen Dungeon.
“Na mal schauen, wie der so ist!”
“Huh?, Ich stand doch draussen und trozdem wurde ich getroffen?”
“Also geht es wieder so aus, die Bosse auswendig zu lernen und schneller zu sein als ihre Angriffe, Was Spiele ich den? Ein MMO oder ein bullet Hell Schooter aus alten Zeiten?”

*Grummelt leise*

HiveTyrant

Was bei Dawntrail auch schief gelaufen ist, war einfach das Design. Zu viel ‘Der Spieler hat ein Fade to Black während man im Hintergrund irgend etwas macht, Wuk macht ihre Prüfung, die man aber auch nicht sieht’ und kaum irgendetwas los.

Wenn wir laut Quest Blumen pflücken sind, lass uns Blumen pflücken – sobald der Fortschrittbalken durch ist, kann dann eine wütendes Insekt rauskommen, das wir erstmal vertrimmen müssen. Lasst uns mehr machen als nur rumstehen und einem Fade to Black zusehen.
Kaum Kämpfe oder andere Interaktionen, fast nur Bla-Bla.

Dann wurde, wegen des Synchronsprecher-Streiks (nein, das mit ‘KI-Schutz der Stimmen’ ist eine False Flag Aktion von Gewerkschaftlern gewesen, die sich trotz der Hauptregeln ihrer Gewerkschaft in Projekte reincasten gelassen haben, die eben NICHT mit der Gewerkschaft verbunden waren. Durch die Hintertür ‘KI-Schutz’ sollten die Projekte dann zu Gewerkschafts-Projekten werden, wo die Gewerkschaft dann Mitsprache- und Vetorechte über Besetzungen hat.), ein Studio in Großbritannien beauftragt – Sinnvoll, da man dort relativ einfach an Englische, Französische und Deutsche Sprecher herankommt, ohne noch ein zusätzliches Studio in Europa zu beauftragen, wenn man die akzentfreien Grundformen der Sprachen haben will.
Das Studio war nicht so berauschend, da fehlte bei manchen Sprechern die Regieanweisung, weshalb manche Sequenzen einfach nur fürchterlich klingen, vor allem bei Wuk Lamat.

Und gerade im englischen Bereich kam dann noch Transphobie dabei, die mit mentaler Gymnastik auf die Figur von Wuk Lamat projiziert wurde.
Die Sprecherin hat andere Rollen gehabt, in denen sie bessere Regie bekommen hat, die klingen gut. Wenn das Studio sich nicht kümmert und die Sprecher meistens auch keinen Kontext für eine Szene bekommen, da kann daraus halt nichts werden, das hat mit dem biologischen Werdegang einer Person nichts zu tun.

talec12

Das letzte Drittel von Dawntrail ist dann eigentlich wieder richtig gut.”

Ähm, wie bitte was? Dawntrail war wirklich nicht wahnsinnig gut, aber die Aussage ist kreuzfalsch für mich und mein Empfinden.

Das letzte Drittel wirkte als hätten die Schreiberlinge selbst gemerkt, dass sie nun 7 Level praktisch gar nicht geleistet haben und versuchen nun shenanigan-mässig noch etwas episches aus dem Hut zu zaubern. Raus kommt ein sehr müder, offensichtlicher Abklatsch von den Ascians und deren Dilemma. Mit dem Unterschied, dass die Ascians während 5 Spiele-Zykeln von allen Seiten beleuchtet wurden und einem irgendwie stockholmmässig ans Herz gewachsen sind. Und dann in Dawntrail kamen die Leute in der Bubble (echt, die waren mir so egal, dass ich mir nichtmal den Namen gemerkt habe!), Sophie als Emet-Selch für Arme und die Endless, für welche ich offensichtlich Mitleid fühlen sollte, obwohl ich deren Existenz erst seit 2 Leveln kenne?

Nein, nein, nein. Das letzte Drittel war echt die Spitze des schlechten Eisberges einer Expansion, welche schlichtweg zum vergessen war.

talec12

Dawntrail war schon etwas zu vergessen – auch wenn ich Wuk Lamat eigentlich sehr mochte.

Aber das Problem mit den Charakteren hat FFXIV für mich schon lange (ich spiele es ebenfalls schon sehr lange – seit der Beta von ARR). Wuk Lamat geht für mich in die Reihe an “für die Expansion super wichtig und dann vergessen wir sie einfach” Charakteren wie bspw. Hien, Gaius und Ryne vor ihr. Ich mochte die drei genannten Charaktere wirklich sehr. Ich musste dann aber leider akzeptieren, dass sie nach Expansion nie wieder eine Rolle gespielt haben. Bei Wuk Lamat wird es gleich sein.

Andererseits gehöre ich auch zu den Kritikern, die sich eine Story-Fortsetzung ohne Alphinaud, Alisae und Co. wünschen würde, da ich die beiden Charaktere eher mühsam und langsam ehrlich gesagt nervig finde. Ich habe aber mal gelesen, dass der Bund der Morgenröte und seine Mitglieder vor allem in Japan extrem geliebt werden (Japan hat ja eh oft eine etwas merkwürdige Fankultur), darum vermute ich, wird es leider nie ein FFXIV geben, wo man endlich mal den Bund der Morgenröte hinter sich lassen wird. Da war beispielsweise Guild Wars 2 viel mutiger, als mittendrin der ganzen NPC-Cast ausgetauscht wurde. Sehr schade, vor allem weil man in FFXIV regelmässig bessere Charaktere erschafft, diese aber dann zugunsten des Bundes der Morgenröte zurücklässt.

Nun liegen jedenfalls leichte Hoffnungen (ich muss zugeben, ich war noch nie so ungehyped auf eine Expansion) auf Evercold. Einerseits wirkt das Setting wieder viel epischer – aber mit Blick auf den grossen Wasserturm hoffe ich, dass es keinen Abklatsch von Shadowbringers, mit einer sterbenden Welt und in der Mitte der Kristallturm als letzte Bastion, geben wird.

So, fertig gejammert. Das Spiel hat mich einfach 15 Jahre lang begleitet und ist daher mittlerweile einflussreicher für mich als dazumal WoW. Aber die seit Anbeginn fehlende Bereitschaft der Entwickler, endlich einmal etwas neues zu versuchen, hat mich einfach über die Zeit etwas pessimistisch werden lassen, wie mich das Spiel in Zukunft wieder fesseln soll.

Zuletzt bearbeitet vor 20 Tagen von Talec
HiveTyrant

Im Falle von Ryne kommt noch dazu, das ein deutlicher Schritt der Characterentwicklung in den Eden-Raids erfolgte – und mit einem anderen NPC dazu noch verbunden (Gaia).
Da FFXIV in Ländern veröffentlicht wird, die mit der beabsichtigten Implikation (Ryne als Stand-in für Rinoa, Gaia als Stand-In für Squall, und die entwickelnde Beziehung zwischen den beiden) ein Problem haben, ist es einfacher, Ryne in den ‘Giftschrank’ zu sperren, und wenn sie einmal in irgendetwas involviert ist, kann man Gaia als einfach zu entfernenden Bonussatz involvieren, den man nur sieht, wenn man Eden zuvor gespielt hat.

Square hatte das schon damals in HW 3.4 und 3.5, mit Alisaie, wenn man Bahamut nicht gespielt hatte, war sie kalt und abweisend, hatte man Bahamut gespielt, war sie deutlich wärmer und vertrauter.

Wenn die Zwillinge übrigens endlich neue Modelle (Timeskip für Wachstumsschub) bekommen würden, wäre das Klasse. Momentan ist viel bei Alphinaud, das alle ihn als Kind ansehen, Alisaie’s Drama kommt auch daher, das sie wegen ihrer Figur immer noch mit ihrem Bruder verwechselt wird (sprich, sie würde wohl gerne eine etwas weiblichere Form haben wollen).
Thancred und Urianger haben in Shadowbringers und Endwalker meiner Meinung nach ihren Storybogen beendet und abgeschlossen.
G’raha hat halt ewig im Turm festgesessen, für ihn ist noch vieles neu. Seine Zeitreise hat auch nicht geholfen.
Wen ich allgemein gerne seltener sehen würde, ist Y’shtola. EW mit ‘Water, Water, Froth and Foam’ war lustig, aber ansonsten ist sie nur noch nervig, Edgy um Edgy zu sein, mehr nicht.

HiveTyrant

Das Intro in die ‘Cat-Texas’ Zone war toll, ebenso die Zonen-Questreihe – und dann kam das Intro in den ‘Dom’ per Zug, und wir haben eine Cutscene statt einer zumindest teilweise interaktiven Szene bekommen.
Ich mochte es übrigens absolut, wie Erenville andauernd vor Scham in den Boden versinken wollte, zunächst mit seiner Lehrerin in ‘Cat Texas’, später dann mit seiner Mutter (in beiden Versionen), die so geschrieben war, als würde sie alles und jeden absolut massiv anbaggern.
Ich denke, als in den Folgepatches dann Wuk mehr und mehr in den Hintergrund verbannt wurde, ist es besser geworden. Ich weiß zwar immer noch nicht wirklich viel mit Sphene anzufangen, aber die geänderte Art der Story-Entwicklung hat es verbessert.
Und dann kam 7.4 und alle haben angefangen, für die Au Ra mit grünen Schuppen zu simpen. 😂
Aber sie ist auch niedlich…….lasst uns den niedlichen Nerd hänseln!

(Disclaimer: In der realen Welt, bitte niemanden hänseln, auch die Nerds nicht. )

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