LoL: Schlamassel beim Turnier MSI – Riot nimmt einem Team 3 Siege weg, RNG muss alle Spiele wiederholen

LoL: Schlamassel beim Turnier MSI – Riot nimmt einem Team 3 Siege weg, RNG muss alle Spiele wiederholen

Bei League of Legends findet gerade das internationale Turnier “Mid Season Invitational 2022” in Busan statt: Die Vertreter von China, Royal Never Give Up, gewannen alle ihre Vorrunden-Spiele beim MSI, aber die Ergebnisse wurden jetzt von Riot Games annulliert. RNG muss ihre 3 LoL-Matches wiederholen. Grund war eine Diskrepanz beim Ping.

Das ist die Situation:

  • Beim Turnier MSI 2022 treten 11 LoL-Teams gegeneinander an, die in ihren eigenen Regionen jeweils die besten sind. Als Favoriten, das Turnier zu gewinnen, gelten traditionell die Vertreter der beiden großen Asia-Regionen: China (RNG) und Südkorea (T1). Den europäischen Vertretern G2 räumen Buchmacher zumindest Außenseiter-Chancen sein, wobei die das ganz anders sehen.
  • Alle Teams spielen vor Ort in Busan, Südkorea. Außer die Vertreter von China, Royal Never Give Up: Wegen der Corona-Lage tritt das Team von China aus an.
  • Nachdem RNG bereits 3 Vorrunden-Spiele gewonnen hatte, kam es jetzt an Tag 3 aber zu einem großen Schlamassel. Riot Games annullierte die 3 Spiele, an denen RNG beteiligt war.

Die deutschen Vertreter, Eintracht Spandau, sind noch einige Schritte davon entfernt, auch mal beim MSI mitspielen zu dürfen:

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Ping-Diskrepanz sorgt für Annullierung von 3 Spielen

Was ist das Problem? Weil alle Teams in Korea spielen, außer RNG, hatte man bei Riot Games die Technik so eingerichtet, dass jeder mit 35 Ping spielen sollte, um gleiche Verhältnisse zu schaffen: Sowohl die Chinesen, als auch die 10 Teams vor Ort sollten unter exakt gleichen Bedingungen spielen, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Der Ping bedeutet bei Videospielen, wie rasch eine Eingabe des Spielers auch wirklich im Spiel umgesetzt wird. Je niedriger der Ping, desto besser ist es. Bei LoL ist der Ping entscheidend für Skill-Shots, Reaktionen und Ausweichmanöver.

Doch Riot Games meldete an Tag 3, dass es hier zu Problemen kam. In Busan gab es nicht den 35er-Ping, den man wollte. Das sei jetzt aufgefallen (via twitter). Man werde jetzt die Konfiguration ändern, um die Latenz auf das angestrebte Niveau zu senken.

Die Spiele von RNG hätten eine „Diskrepanz im Ping gehabt“: Daher habe man bei Riot Games entschieden, dass es im besten Sinne des fairen Wettbewerbs sei, jetzt alle 3 Spiele, an denen RNG beteiligt war, zu wiederholen.

Man entschuldigt sich bei allen Spielern und Teams.

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RNG deutet an, das sei schon irgendwie unfair

Das ist jetzt das Resultat: RNG wurden die 3 Siege aberkannt und sie müssen noch mal ran.

Ihr erstes Wiederholungs-Spiel gegen Istanbul Wildcats haben sie bereits gewonnen und stehen wieder bei 1-0.

Weil die 3 Gegner von RNG deutlich schwächer sind, besteht eigentlich kaum ein Zweifel daran, wie die nächsten Spiele ausgehen werden.

RNG scheint die Entscheidung von Riot Games schon etwas zu verstimmen, man spricht in einem Tweet von „unerwarteten Ereignissen“ und „unfairer Behandlung.“

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Die Chinesen nehmen die Situation halt so hin.

So wird das diskutiert: Es ist auf jeden Fall eine schräge Situation. Man diskutiert jetzt auf Twitter, ob es wirklich fair sei, dass RNG „3 Spiele mehr mache“ als alle anderen. Außerdem würde RNG ja auch ohne die Geräusche der Arena spielen.

Die Fairness des Turniers insgesamt wird in Zweifel gezogen, weil RNG eben unter diesen anderen Bedingungen spielt als die 10 Teams vor Ort.

Letztlich glaubt man, dass es ohnehin auf ein Duell zwischen T1 und RNG herausläuft.

Generell wird das Turnier im Moment auch kritisch gesehen, weil die Vorrunde wenig Spannung bot. Denn in den ersten Tagen gab es vor allem klare Siege der Favoriten und so gut wie keine Überraschungen.

Über Jahre wurde RNG mit einem Namen verbunden: Uzi, der mechanisch vielleicht beste LoL-Spieler der Welt:

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