LoL-Profi lehnte viel Geld aus den USA ab, weil er lieber erfolgreich sein wollte

2018 war das Cloud 9 auf der Suche nach einem neuen Mid-Laner für ihr Team in League of Legends. Besonders interessiert waren sie an Caps, der damals für Fnatic unter Vertrag stand. Doch der wollte nicht nach Amerika, egal wie viel Geld geboten wurde.

Woher kommt diese Geschichte? Im Podcast „The Crack Down“ sprechen der ehemalige Profi-Spieler Christian „IWillDominate“ Rivera und der E-Sports-Journalist Duncan „Thorin“ Shields über aktuelle Ereignisse rund um League of Legends.

In der 16. Ausgabe war Jack Etienne, der CEO von Cloud 9, als Gast dabei. Gemeinsam diskutierten sie über die Situation von Teams aus Nordamerika. Diese haben es schwer, Spieler aus anderen Regionen zu sich zu holen.

Thorin merkt dabei an, dass viele europäische Talente lieber bei einem der Top-Teams aus Europa mit dem halben Gehalt bleiben würden, als zum besten amerikanischen Team mit deutlich mehr Verdienst zu wechseln. Dabei kam es dann auch zu der Anekdote rund um den Profi Caps.

„Caps war es egal, wie viel Geld er bekommen sollte“

Warum blieb Caps lieber in Europa? Jack Etienne erzählte im Podcast, dass Caps in Europa wohl bessere Chancen auf internationalen Erfolg gesehen hatte:

Caps war es egal, wie viel Geld er bekommen sollte. Er hatte das Gefühl: „Ich werde mit G2 [Esports] internationalen Erfolg haben und das könnt ihr mich nicht bieten. Also bin ich nicht interessiert.

Jack Etienne, CEO von Cloud 9

Wie sich inzwischen herausgestellt hat, war die Entscheidung von Caps wohl richtig. Mit G2 Esports gelang ihm der erste Sieg eines europäischen Teams im Mid-Season Invitational (MSI).

2019 gelang dem Team sogar fast der Grand Slam, für den sie:

  • Beide Halb-Saisons, die Splits, in der eigenen Region
  • Das MSI
  • Die LoL Worlds gewinnen mussten.

Nur bei den Worlds scheiterten sie im Finale.

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Caps und Perkz, zwei gelernte Mid-Laner, die gemeinsam bei G2 Esports spielen.

Was ist das Problem von Amerika? Die Teams aus Nordamerika haben in den letzten Jahren international keinen Erfolg gehabt. 2019 schieden alle 3 Teams bereits in der Gruppen-Phase aus.

Die Teams haben Probleme mit dem Nachwuchs und sind gleichzeitig nicht attraktiv für Spieler aus anderen Regionen. Der Coach von G2 Esports behauptete sogar, dass Spieler, die von EU nach NA wechseln, das Gewinnen aufgeben.

2019 wechselten nur der ADC Kobbe und der Jungler Broxah von Fnatic von Europa nach Amerika. Für beide lief die neue Saison bisher nicht gut.

  • Kobbe erreichte mit TSM zwar Platz 4, wechselte aber im Mai 2020 zu Misfits und damit zurück nach Europa.
  • Broxah hatte erst Visa-Probleme. Insgesamt schaffte es Team Liquid nur auf Platz 9 von 10 im Spring Split.

Für Caps hingegen verlief der Start in diese Saison positiv. Mit G2 Esports gewann er die europäischen Playoffs und stellte dabei einen Zuschauerrekord auf.

Quelle(n): Dotesports
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