Gerissener YouTuber gründet Marktplatz, wo man Dinge verkauft, ohne sie herzugeben

Gerissener YouTuber gründet Marktplatz, wo man Dinge verkauft, ohne sie herzugeben

Der kontroverse YouTuber Logan Paul gründet mit „Liquid Marktplace“ ein neues Unternehmen. Dieser Marktplatz soll es jedem ermöglichen, ausgewählte Wert- oder Sammlerstücke „mitzubesitzen“. Käufer erhalten einen Anteil an dem Gegenstand, welcher im Tresor des Unternehmens gelagert wird.

Was ist das für ein Unternehmen? Das von dem YouTuber Logan Paul gegründete Unternehmen „Liquid Marktplace“ ist ein Marktplatz für Wert- oder Sammlergegenstände. Von besagten sammelbaren Objekten können Interessierte Anteile erwerben.

Logan Paul zeigt in einem Tweet Beispiele für Objekte, die auf Liquid Marktplace gelistet werden.

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An wen richtet sich das Unternehmen? Mit Liquid Marktplace möchte Paul, laut eigener Aussage, es jedem ermöglichen teure, ausgewählte Wert- oder Sammlerstücke „mitzubesitzen“.

Das Unternehmen richtet sich dementsprechend vor allem an Leute, die nicht den kompletten Kaufpreis eines wertvollen Gegenstandes kaufen können oder wollen. Ein mögliches Motiv für den Erwerb der Anteile ist das eigene Interesse als Sammler.

Ein weiteres Motiv ist die Option einer Gewinnerzielung bei einem späteren Verkauf der eigenen Anteile durch eine zuvor spekulierte Wertsteigerung. Andersherum besteht allerdings auch das Risiko, dass die Gegenstände an Wert verlieren.

Das ist ähnlich wie bei Aktien von Unternehmen. Statt das komplette Unternehmen zu besitzen, kauft man nur Anteile und hofft auf eine Steigerung des Unternehmens-Wertes, um den Wert der eigenen Aktien zu steigern.

Wie ermöglicht Liquid Marktplace das „Mitbesitzen“? Statt einen Gegenstand vollständig zu besitzen, seid ihr bei Liquid Marktplace lediglich Mitbesitzer. Ihr besitzt demnach Anteile an besagtem Objekt.

Diese Anteile werden mittels NFT (Non-Fungible Token) dargestellt, welche die Nutzer kaufen können und auf der Ethereum-Blockchain gehalten werden. Die Gegenstände selbst lagert Liquid Marktplace in einem physischen Tresor.

Außerdem übernimmt das Unternehmen von Paul die Echtheitsprüfung sowie die Bewertung der Objekte, heißt es auf dessen Website.

Wieso eine Echtheitsprüfung von Sammelobjekten so wichtig ist, erfuhr der YouTuber am eigenen Leib: Paul kaufte eine Pokémon-Karten für 3.000.000 €, ohne Experten zu fragen und wurde betrogen.

Von „super cool“ bis „Ich versteh es nicht“

Wie reagiert die Community? Wie bei vielen NFT- und Blockchain-Themen sind auch hier wieder die Meinungen über das Unternehmen und die Vorhaben Pauls unterschiedlich. MeinMMO zeigt euch einen Teil der Twitter-Reaktionen:

  • @marcusjihansson via Twitter: „Ich mache meinen Master in Blockchain-Technologie und digitaler Währung und was ihr hier macht, ist super cool.“
  • @ThisOffendsMeTV via Twitter: „Ich werde daran niemals Interesse haben. Ich ziehe es vor, einen vollen Prozentsatz meiner geschätzten Sammlerstücke zu besitzen, aber ich bin sicher, dass einige Leute das gerne tun würden […].“
  • @d42mon via Twitter: „Innovativer Marktplatz! Ich habe zwar nicht die Mittel für solche Vermögenswerte, aber ich finde es super cool, überhaupt sehen zu können, was in unserer Welt zum Verkauf steht!“
  • @SideWays408 via Twitter: „Ich verstehe es nicht. Was nützt es, wenn Personen teilweise Eigentümer einer Karte sind, die sie nicht besitzen? Was ist der Zweck, wenn 10 Personen einen Teil einer Karte besitzen?“

Logan Paul weiß mit seinen Taten zu polarisieren. Das beweist er mit seinem neuen Unternehmen nicht zum ersten Mal. Erst kürzlich fiel der kontroverse YouTuber mit dem Kauf einer Pokémon-Karte auf, für die er 4,8 Millionen Euro zahlte.

Was er mit der Karte machte und inwiefern sie Teil eines Wrestling-Matches war, lest ihr auf MeinMMO: Kontroverser YouTuber gibt 4,8 Millionen Euro für eine Pokémon-Karte aus, trägt sie als Halskette

Quelle(n): LiquidMarktplace, GameRant, @LoganPaulvia Twitter
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Anonymous

Interessante Idee, kann man sich mal anschauen wenn man bischen Geld für Glückspiel übrig hat.

Spritzkeks

Ist jetzt auch keine neue Idee.

Jean Tillmann

Der Deal mit den 3 Mio. war ein reiner Marketinggang. Das sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Und wie sich dieser Marketplace von konventionellen Sharing NTFs unterscheiden soll, darf mir auch mal jemand erklären. 1zu1 derselbe Bockmist.

Caliino

Richtig schwachsinnige Idee und das sollte jedem klar sein der mal darüber nachdenkt.

Mag zwar sein dass du da vllt Glück hast und etwas im Wert steigt. ABER du kannst nicht entscheiden wann und was mit deiner „Geldanlage“ passiert….

Bei einer normalen Aktie, Sammlergegenstand oder was auch immer hast du die volle Kontrolle ob du kaufst/verkaufst. Das fehlt hier komplett!

Phinphin

Wieso sollte man nicht die Kontrolle darüber haben, wann man seine Anteile an dem Gegenstand kauft oder wieder verkauft?

Caliino

Über deine Anteile ja, aber wenn der richtige Besitzer sich plötzlich dazu entscheidet (nicht) mehr zu verkaufen, sind deine auch automatisch dabei – egal ob gerade hoch oder tief…

Arkell

Das hat keinerlei Einfluss darauf. Nehmen wir eine wertvolle Pokemonkarte als Beispiel. Du kaufst Anteile im Wert von 10%. Egal was der jetzt mit dieser Karte anstellt hinsichtlich Verkauf oder Nichtverkauf, du hast jederzeit die Möglichkeit einen Teil oder deinen gesamten Anteile zu verkaufen.

Amyfromtheblock

Ich glaube ich werde zu alt was ist der Sinn ? Ich besitze nur halb etwas okey aber anscheinen können ja mehre Leute Anteile kaufen “ Am Besitzt “ es bedeutet ja im Grunde das die nie wirklich etwas besitzen oder verkaufen können höchsten den Anteil den sie besitzen . Am ende sind doch nur die Gewinner die Plattform und vielleicht die Original Besitzer .

BavEagle

Es geht eben einfach nur noch um den finanziellen Aspekt in der modernen Gesellschaft.
Für einen möglichen persönlichen finanziellen Gewinn riskieren die Menschen dann eben auch Investitionen jeglicher Art. Natürlich sind die wahren Gewinner dabei nur die Anbieter diesbezüglicher Börsen und Plattformen während Risiken der Anleger unbeachtet bleiben.
Der eigentliche Wert des realen Besitzes von Sammlerobjekten verkommt dabei komplett, vor allem der emotionale Wert. Aber darum geht es halt nicht mehr und wahrscheinlich bin ich auch zu alt für solch einen Schwachsinn. Aber auch alt genug um noch zu wissen, daß Geld allein nicht glücklich macht. Und virtueller Besitz oder Status tut es ebenso nicht 😜

Steelfish

Es geht drum mit mist und dummen leuten möglichst viel geld zu verdienen. Erschließt sich mir schon nicht der sinn warum eine so ne fking pokemonkarte hunderttausende euro wert sein soll?! Komplette Spekulationsobjekte. Und darauf dann noch anteile. Aber wirds bestimmt n paar spinner mit zu viel Kohle geben, die bei dem Schwachsinn mitmachen. Sieht bei den nfts ja auch…

Arkell

Das ist wie Aktien. Du wirst auch nie das volle Unternehmen besitzen.

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