Warum scheitert schon wieder ein MMORPG mit Hardcore-Ansatz?

Das Sandbox-MMORPG Life is Feudal MMO sah eigentlich ziemlich interessant aus, doch der Erfolg bleibt bisher aus. Laut den Spielern ist es viel zu zäh und richtet sich an eine Hardcore-Nische.

Was ist Life ist Feudal? „Schwer und realistisch, LiF: MMO stellt mittelalterliches Leben in großem Stil dar.“ So wird das MMORPG auf Steam beworben. Die Sandbox soll Spieler vor eine große Herausforderung stellen und keinen Spaziergang darstellen.

  • Ihr erschafft euch einen Helden und werdet in eine raue Welt geworfen
  • Es ist eure Aufgabe, zu überleben
  • Wie in Survialgames sammelt ihr Rohstoffe, um daraus Werkzeuge, Waffen und Ausrüstung zu erschaffen
  • Ihr könnt Gebäude und gemeinsam mit anderen Spielern ganze Städte errichten
  • PvP ist der zentrale Faktor des MMORPGs. Ihr könnt überall und jederzeit angegriffen und sogar versklavt werden
  • Es finden gewaltige Belagerungsschlachten und Gildenkriege statt
Life is Feudal Anspieltest Jäger im Sonnenuntergang

Hardcore kommt nicht immer gut an

Warum ist das Spiel „Hardcore“? Die Entwickler möchten, dass die Spieler es schwer haben. Der hohe Schwierigkeitsgrad soll das Markenzeichen von Life is Feudal sein. So dauert es sehr lange, bis man sich etwas aufgebaut hat. Man ist ständiger Gefahr durch andere Mitspieler und wilde NPC-Völker ausgesetzt und es ist möglich, alles zu verlieren.

Wie kommt das MMORPG aktuell an? Die Bewertungen auf Steam liegen für die vergangenen 30 Tage bei 28 Prozent und damit mit bei „Größtenteils negativ“.

Es spielen laut Steamcharts in den vergangenen 30 Tagen rund 730 gleichzeitige Spieler. Zu Spitzenzeiten waren es 1.628.

Selbst die Umstellung auf ein Free2Play-Modell im Juli konnte nicht den erhofften Erfolg einbringen, auch, wenn seitdem die Spielerzahlen minimal gestiegen sind.

Wie ist die Meinung zum Spiel? Wie die Bewertungen auf Steam zeigen, kommt das MMORPG bei den meisten nicht besonders gut an.

Es herrscht die generelle Meinung, dass es sich um einen Titel handelt, der nur diejenigen anspricht, die enorm viel Zeit haben, jede Menge Geduld mitbringen und die in großen Gilden spielen möchten.

Alleine kann man in Life is Feudal nichts erreichen. Mindestens zehn Spieler sind für eine Gilde nötig und nur in einer großen Gilde hat man die Chance, sich sehr langsam etwas aufzubauen. Man muss zudem sehr frustresistent sein, denn alles, was man sich über Monate hinweg aufgebaut hat, kann in einer Schlacht oder einem Überfall verloren sein.

Darüber hinaus verrät das Tutorial kaum etwas über das eigentliche Spiel und es ist die Rede von sehr vielen Bugs und Lags.

All das spricht aktuell nur einen recht geringen Teil der MMORPG-Community an. Man sieht einfach, dass derzeit kurzweilige Online-Rollenspiele beliebter sind, in denen man schneller etwas erreichen kann.

Spieler möchten offenbar „einfachere“ MMORPGs

Welche Spiele machen es momentan besser? Der Hardcore-Ansatz von Life is Feudal richtet sich aktuell nur an eine Nische von Spielern. Der Großteil will momentan einfach Titel haben, die sich leichter spielen. Dazu gehören beispielsweise:

Wie man sieht, sind MMORPGs nach wie vor beliebt. Nur eben genau die Online-Rollenspiele, die keinen allzu heftigen Hardcore-Ansatz verfolgen und sich „einfacher“ – und auch mal zwischendurch – spielen lassen sowie schneller Erfolgserlebnisse versprechen.

Life is Feudal MMO schrammt mit seinem Hardcore-Ansatz an dem vorbei, was MMORPG-Fans momentan offenbar haben möchten. Und deswegen bleibt dem Spiel aktuell der Erfolg verwehrt. Ähnliches ist auch dem MMORPG Wildstar passiert, das als Hardcore-MMORPG galt.

Warum ist das so kurios? Es ist eine interessante Situation, da viele Spieler oft nach mehr „Hardcore“ rufen und „Casual-MMORPGs“ auch häufig kritisiert werden. Spieler fordern große Herausforderungen und wollen nicht an die Hand genommen werden.

Doch erscheint dann ein solches Spiel, bleibt der Erfolg aus, wie man etwa an Wildstar und jetzt an Life is Feudal sehen kann. Handelt es sich nur um eine laute Minderheit, welche Hardcore-MMORPGs verlangen? Der Erfolg von Online-Rollenspielen, welche eher „casual“ sind, scheint diese These zu unterstützen.

Selbst der Direktor von Final Fantasy XIV Naoki Yoshida hat das Problem erkannt. Daher bietet das MMORPG auch kleinere, leicht verdauliche Häppchen an Inhalten für die Spieler, die weniger Zeit haben. Generell sieht Yoshida bei MMORPGs das Problem mit der „Zeit“, da die Spiele mit anderen Freizeitaktivitäten der Spieler konkurrieren und es problematischer wird, je zeitaufwändiger ein Onlinespiel ist.

Man erkennt also die Diskrepanz zwischen dem, was manche Spieler fordern (Hardcore) und dem, was wirklich Erfolg hat (Casual).

Life is Feudal: MMO – Nach 40 Stunden fand ich’s geil
Quelle(n): MMORPG.org.pl, Steam
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Steed
Steed
9 Monate zuvor

Mich persönlich schreckt der Technische Zustand oft ab nicht die Herausforderung es sei den man sieht die Technischen Zustände als Herausforderung da bin ich raus :D.
Ich habe Life is feudal you own gespielt und auch da war die Technik er so Mehhh. Davon abgesehen fand ich das ganz toll-NICHT, das ich als Unterstützer von LiFYO das mmo hätte nochmal kaufen müssen und lediglich ein Rabatt bekommen hätte…. Ja so dankt man seinen Backern.
Aber ich habe auch andere indie mmos ausprobiert wie Albion oder LoA das Problem ist leider immer das selbe man merkt den Spielen ihr schmales Geld für die Entwicklung oft an Technischen Stellen an. Egal ob es die Grafik, der Sound, die Bugs, die UI oder sogar das komplette Gerüst ist.
Obwohl ich solchen Spielen immer aufgrund ihres offenen pvps sehr begrüße, nicht jeder hat bock so abgedroschen pussy PvE zu spielen ein bot wird niemals ein richtigen Spieler als Gegenspieler ersetzen können.
Vor allem da jede begnung anders ausgehen kann als Stumpf wiederholt Dungeon zu laufen. Vor allem wenn man Spieler trifft die wirklich gut sind steigt das Adrenalin aufs maximum.

Deswegen bin ich auch sehr auf Star citizen gespannt, es wird definitiv nicht für casuals oder Leuten die nicht bereit sind Zeit für Fortschritte zu investieren.
PvP soll mehr werden als nur Spieler „a“ killt Spieler „b“.
Als indie Entwickler hat es sehr viel Geld für die Entwicklung zusammen bekommen was zeigt dass, das keine Nische ist wie viele fälschlicherweise denken.
Und natürlich letzt endlich ob sie es schaffen werden das es auf Technische Sicht sauber laufen wird.

Biergesicht
Biergesicht
9 Monate zuvor

Ich kenne einfach NIEMANDEN, der Hardcore MMORPGs spielen möchte. Noch dazu diese ganzen PvP MMORPGs. Das dann noch gemischt und man hat ein Spiel, welches zu fast 100% failen wird. Warum kommen aus dieser Sparte so endlos viele Spiele? Ich verstehe es wirklich nicht, ist das so ein großer Markt? Wenn ja, dann ging das komplett an mir vorbei!

So viele Spieler sehnen sich nach gutem PvE, aber irgendwie macht das einfach niemand. Weil das einfach mehr Arbeit ist, als den Spielern alles zu überlassen. Dieses ganze hingeklatsche von MMORPGs, welche den Spielern einfach alles überlassen, hängt mir so dermaßen zum Hals raus. Nicht jeder will RP. Ich will mich von PvE berieseln lassen, geile Bosse kloppen, Dungeons rennen. Ich weiß echt nicht, wann das letzte Mal ein MMORPG raus kam, welches funktioniert hat. Dazu muss ich aber gestehen, dass ich das auch nicht tagtäglich verfolge, sondern nur gelengtlich mal gucke, ob es was Neues gibt. FF14 gefällt mir optisch nicht und ESO habe ich lange Zeit gespielt. GW2 ist schon lange die Luft raus. WoW war ich nie Fan von.

Gebt mir doch endlich ein neues und gutes PvE MMORPG! grin

sirDav1d
sirDav1d
9 Monate zuvor

Das Problem heutzutage ist, das es unendlich PVP mmos gibt und kein gescheites PVE, mit fordernden Bossen, Mobs… und wieso? Weil das zu viel Arbeit wäre, schade.

Seska Larafey
Seska Larafey
9 Monate zuvor

PvP wird meistens von den Spielern selbst mit kontent versorgt. Siehe z.b. Eve Online

Aber PvE muss der Entwickler liefern und den Kern der meisten Spieler treffen und (je nach Spiel) werden sie schnell Satt oder geben auf

sirDav1d
sirDav1d
9 Monate zuvor

Sag ich ja grin

Vorstopper
Vorstopper
9 Monate zuvor

Ich kenne es nicht, aber nach Spaß klingt das alles nun wirklich nicht.

Patrick Seitz
Patrick Seitz
9 Monate zuvor

Ich persönlich wünsche mir zwar schweren Content… Aber an den Zwang in Massengilden zu sein, dem großen Grind.

Auch Schwierigkeit ist nicht Schwierigkeit…..

Es gibt Spiele die erhöhen einfach Schäden und Lebenspunkte und sagen dann sie hätten den Schwierigkeitsgrad angepasst.

In meinen Augen wir somit lediglich die Dauer den Boss zu töten erhöht ohne Unterschied in der Handlung … Somit wird der Kampf nur länger und langweiliger…..

Neue Mechaniken die mich töten können, Herausforderung meiner Ausweich und Koordinationsfähigkeit. Sowas Brauch ich. Nicht den anderen Unfug…

Franz Bekker
Franz Bekker
9 Monate zuvor

Es weiß ja anscheinend keiner ob es denn an der Schwierigkeit liegt, dass die Leute die sich angeblich „hardcore“ wünschen, sich hier nicht wohlfühlen. Ich persönlich kenne niemanden der sich „hardcore“ wünscht. Aber ich habe auch solche Kommentare gelesen. Nur was ich lese ist Neid und Missgunst, dass es andere zu leicht haben würden und alles „hinterher geworfen“ bekommen usw. Das sind eher kindliche, nicht durchdachte Kommentare. Das merkt man eigentlich sehr schnell.
Am sichersten ist wieder mein persönliches Empfinden, dass man Kurzweil und Entspannung sucht und nicht anstrengende Arbeit. Da sollten Entwickler, wie so oft, einfach auf sich selbst und nicht auf Komnentare hören, die auch von 12-Jährigen stammen könnten.
Ich sehe auch immer wieder, dass Schwierigkeit mit Contentmangel verbunden ist. Also dem Wunsch der Entwickler nach Einnahmen für wenig Leistung. Das sehe ich sogar vorrangig. (An die Schnappatmer: Ich bezweifle nicht, dass es Leute gibt, die „hardcore“ tatsächlich wollen, nur bezweifle ich, dass das eine zu beachtende Menge gibt. Natürlich kann ich mich irren.)

Patrick Seitz
Patrick Seitz
9 Monate zuvor

Vor allem Hardcore schwer und Hardcore undurchdacht, und umständlich…..

Zwischen vielen zu erfüllenden Aufgaben und purem Grind.

Da sind riesen Unterschiede….

Arebs
Arebs
9 Monate zuvor

Zum einen kann man natürlich sagen: Die leute, die sich über etwas beschweren, werden immer am lautesten gehört. Jedoch denke ich nicht, dass das alles hier in dem Fall ist.

Wenn wir uns alleine schon Dark Souls ansehen sieht man: Es gibt einige Spieler die auch an schweren Spielen interessiert sind. Jedoch ist LiF nie ein schweres Spiel gewesen: Seine Schwierigkeit war durch massiven Grind künstlich gestreckt. Das ist ein Problem, was viele Hardcore Spiele haben: Sie sind nicht wirklich schwer, durch Grind gestreckt und wenn man dann stirbt darf man oft von vorne grinden. Das ist einfach kein schönes Spielerlebnis.

Dragotix
Dragotix
9 Monate zuvor

Was soll der BULLSHIT. Lif ist niocht an harcore gescheitert, sondern an den vielen bugs den unfähigen entwicklern und der miserablen server performance. Wenn mann ne open world schlacht mit 50-60 spielen (gesamt) macht und der server zum „hardcore“ ruckeln anfängt is das schon mal useless. Hinzu kam das man sich ewig via konsole alle spieler ind er umgebung anzeigen konnte usw. Das spiel ist failed dank der ENTWICKLER – ganz einfachm

Theojin
Theojin
9 Monate zuvor

Soviele Hardcorespieler gibts da draussen auch nicht, und selbst wenn alle von denen 5 Spiele gleichzeitig spielen, was schwachsinnig wäre, dann wären das immer noch eine verschwindend geringe Anzahl an Spielern. Was erwarten die Entwickler? 100.000 Spieler?

Ich für meinen Teil mache um solche Spiele einen Bogen, ich informiere mich zwar, schaue mir hier und da auch ein paar Videos an, aber ansonsten bleib ich lieber bei meinen „Alte-Leute-Carebear-Spielen“.

Dafür
Dafür
9 Monate zuvor

Manche Entwickler verwechseln halt Hardcore mit Masochismus, und wundern sich dann anschliessend, warum ihr Konzept nicht angenommen wird.

Seska Larafey
Seska Larafey
9 Monate zuvor

Dark Souls reihe (aber ich tippe mal die meisten spielten alleine)

Starthilfer
Starthilfer
9 Monate zuvor

Also war das Kernproblem, der Fortschritt.
Man Ackert Stunden, Tage, Wochen und dann hat man Pech und verliert alles.
Spielefortschritt nach XY Stunden Spielzeit 0.
Passiert das 2 oder 3 mal ohne das man irgendwie eine Möglichkeit hat auf einen Savepoint zuzugreiffen wird es Krittisch.
Wie unten beschrieben verändert sich dann auch die Spielweise. Man geht kein Risiko mehr ein Spielt nur noch in Starken Gruppen gegen schwächere usw.
Kann mir nicht vorstellen dass so ein Spielstil Nährboden für ein erfolgreiches und vor allem entspanntes Spielen bietet.

Joey
Joey
9 Monate zuvor

Ich habe es nicht gespielt hatte aber durchaus interesse dasan. Jedoch wusste ich nicht, dasss einfach mal soeben jeder erspielter Fortschritt verloren werden kann. Dies ist für mich ein NoGo. Dafür investier ich keine Zeit in ein spiel.

lukeslater
lukeslater
9 Monate zuvor

Das ist halt ein Spielkonzept für Leute die sonst kein Leben haben. Wenn jeder Wochenendausflug dich alles kosten kann……..

SethEastwood
SethEastwood
9 Monate zuvor

Meh, ich geh lieber zum LARP.

Zord
Zord
9 Monate zuvor

Ich persönlich mag bestimmte Hardcore Spiele, Spielmechaniken können mir gar nicht komplex genug sein. Ich liebe POE und hatte auch in EvE mit dem Crafting und dem Handel meinen Spaß. Zur Entspannung spiele ich hin und wieder auch ein Paradox Spiel. Aber ich hasse es immer wieder das selbe zu machen (deswegen schaffe ich es bei PoE nie in die höchsten Map Level). Bei LiF ist für mich das Problem weniger die Komplexität, sondern der PvP Part (alles was man in Monaten aufgebaut hat ist in Minuten Geschichte) und der Arbeitsaufwand. Freunde haben es gespielt und ich habe mich schon gelangweilt als sie mir das Spiel erklärt haben. Spiele wie LiF sind auch darauf ausgelegt das es effektiver ist schwächere zu verprügeln als sich mit stärkeren anzulegen, was wieder dazu führt das viele Spieler schon die Lust verlieren bevor sie sich richtig in die Mechaniken eingearbeitet haben. Ich bin fest überzeugt das es einen Markt für Hardcore Spiele gibt, aber eben keinen für Spiele die Hardcore mit möglichst wenig Spaß haben verwechseln.

Sgt. Butterbread
Sgt. Butterbread
9 Monate zuvor

Ich sehe persönlich (hab LIF auch kurz gespielt) zwei große Baustellen/Probleme:

1: Technisch sind diese Spiele oft nur Durchschnitt, wenn überhaupt. Die Entwickler sind in der Regel kleine Indie-Studios, also sieht es vielleicht nicht so schick aus, es gibt Elemente die oft fehlen oder einfach nicht richtig funktionieren, auch dank Early Access, was meiner Meinung nach einfach ein Grund geworden ist, von Spielen die Finger zu lassen. Auch sind Systeme einfach nicht immer gut durchdacht, was gerade in so einem Spiel nervig ist. Hier zeigt sich die fehlende Erfahrung und Kapazität der Studios.

2: Die wollen einfach viel weniger Spieler, als man immer denkt. Anders könnte man auch sagen, die wollen einfach anders Hardcore. LiF war meiner Meinung nach viel zu langsam, viel zu zäh als dass sich viele Leute dafür begeistern könnten. Das Skillsystem stand sich selbst im Weg, alles hat viel zu lange gedauert. Hardcore heißt nicht gleich, dass alles ewig dauern muss. Das Setting war astrein von LiF, das Kampfsystem gut gemeint und hat mir als Mount and Blade-Fan gleich gefallen. Für RP-Spieler war quasi standardmäßig schon eine tolle Spielwiese geschaffen, also an der Spielidee ist es nicht gescheitert.

Ich glaube, wenn man so ein Spiel entwickelt, sollte man nicht auf solche Zeitfresser setzen. Ja, Dinge dürfen schwer zu erreichen sein, aber nicht jeder hat Stunden Zeit um zu leveln. Alternativ könnte man auch über ein Meister und Schüler System nachdenken. Die Leute die viel Spielen sind dann halt die mit den besten Skills und die, die wenig spielen können bei denen in die Lehre gehen, sammeln passiv exp und können trotzdem Sachen verkaufen und Geld verdienen, nur eben weniger. Dafür hätten die vielleicht auch mehr Freiraum um andere Dinge zu erledigen. Ist aber letztendlich alles egal, denn es wird immer einen Haken geben: die Leute müssen zusammenarbeiten. Es braucht vielleicht ein super ambitioniertes und erfahrenes Entwicklerteam und ein AAA Studio das sagt: „Hier sind 5 Jahre und ein Haufen Geld, zaubert mal eine Runde.“ Wird aber wohl nie passieren. Leider.

Patrick Seitz
Patrick Seitz
9 Monate zuvor

Genau dein letzter Punkt nervt nicht…. Als jemand der bisschen was erreichen möchte muss man oft seine Seele dem Spiel verschreiben….

Ich kann vlt 1x die Woche so ein Spiel spielen und das vollkommen unregelmäßig… So jemand findet immer keine Gilde….

wenn ich wieder rum sehe wie viel Content für mich unerreichbar ist frusted das

Xyyr
Xyyr
9 Monate zuvor

Wildstar ist bereits mit seinen Raidpruefungen gestorben, da diese ja weitaus schwerer waren, als die ersten Raidbosse an sich; ich wipe lieber hunderte male in nem Raid, als erst gar nicht hinzukommen…

Zu LiF kann ich nicht viel sagen, habe lediglich nen paar Stunden Stream geschaut, aber allgemein sind die Hardcore MMO’s auch nur was fuer Leute, die viel viel Zeit haben.
Fuer Casuals, die vll 1-2 Std taeglich, oder gar weniger spielen koennen, fuer die ist einfach nicht lohnenswert, da man fuer jegliche Erfolge sowieso bereits schon laenger als andere benoetigt.
Da sind wohl viele Spieler sehr schnell davon abgeschreckt, erst recht, wenn man permanent von irgendwelchen Leuten geganked wird, gegen die man als Casual Ausruestungstechnisch sowieso nich ne Chance haette.

Steffen
Steffen
9 Monate zuvor

Habe das Game recht „lange“ gespielt dabei zwei Serverwechsel mitgemacht und zum Schluss den riesen Server wo ich ca 6h damit verbracht habe von meinem Startpunkt zu unserem Siedlungspunkt zu gelangen (man hatte da keinen Einfluss auf den Startpunkt zu diesem Zeitpunkt) was ich auf zwei Tage verteilen musste.

Und ja das ist ein HardcoreMMO.
Jeder der es gespielt wird dies bestätigen.

Nur mal so ein bsp. wenn man Schmied werden wollt.
Dazu brauchte man nen Miner, Baumeister (Schmiede, Brennöfen usw usw), Förster (Holz) und nen Schreiner.
Naja und verhungern will man ja nicht also sollte man zumindest einen Jäger und nen Koch an der Hand haben.
Man kann aber nur zwei Berufe richtig lernen, überall etwas ankratzen oder aber man erstellt sich ein paar Chars womit man alles abdecken kann.
Jeder dieser Berufe verlangte aber von einem anderen Beruf Aufmerksamkeit.
Der Schreiner braucht den Förster.
Der Koch braucht den Bauern bzw den Jäger usw usw usw.
Alles greift ineinander und ist voneinander abhängig.
Vom ganzen Terraforming will ich gar nicht erst anfangen oder vom beachten der Aussaat, darauf zu achten wann man bestimmte Baumarten pflanzen kann bzw man ernten kann.
Eine Eiche, vom Setzling bis zur ausgewachsenen Eiche, das hat, meine ich, locker zwei Echtzeitwochen gedauert.
Dazu kam das bestimmte Arten auch nur in bestimmten Regionen gewachsen sind und man so auf Handel angewiesen gewesen ist.

Da ist ein ständiges Raiden bestimmter Bosse und/oder Dungeons ein Kinderspiel.

ps.: Für diejenigen die auf ein Mittelaltersetting stehen oder auf RP bzw beides sogar zusammen und Zeit keine Rolle spielt sollte da definitiv mal reinzuschauen.

Starthilfer
Starthilfer
9 Monate zuvor

Hardcore macht Spass aber ich glaube mit LiF haben sie es etwas übertrieben.

mordran
mordran
9 Monate zuvor

Also kurios ist das um ehrlich zu sein überhaupt nicht. Wenn man Leute frägt was Hardcore und was Casual ist bekommt man genauso viele unterschiedliche Antworten, der Autor sollte also nicht auf dieses Buzzwordbingo reinfallen. Zu viel Realismus in Spielen sorgt halt dafür das diese Spiele i.d.R. sehr viel Arbeit sind und sehr viel Arbeit heißt halt auch leider oft nicht sehr viel Spass. In Survival Spielen wo man sich Dinge aufbauen kann ist es oft so dass Zerstörungen dann statt finden wenn der andere Offline ist und natürlich sorgt das für Frust. M.M. nach ist L.i.F. daran gescheitert dass es einfach keinen Spass gemacht hat bzw. zu wenigen Spielern. Es gibt aber durchaus erfolgreiche Spiele die einen gewissen Aufwand erfordern, EVE z.B. Aus dem Misserfolg von L.i.F. jetzt zu schließen nur Casual ist erfolgreich, ist mit Verlaub einfach Quatsch.

Gerd Wolff
Gerd Wolff
9 Monate zuvor

Warum soll ich Spaß daran haben, dauernd von anderen Spielern geplättet zu werden, monatelang zu grinden? So masochistisch bin ich ncht. Wers mag solls spielen, aber die Entwickler befürchten wohl auch, daß es zu wenige sind. Pech für die Entwickler. Mit Nischen-Games verdient man vielleicht ausser einer gewissen Reputation bei den Hardcore-Gämern, eben nix. Der Markt, bzw die Spieler sind halt gandenlos.

Steffen
Steffen
9 Monate zuvor

EvE online ist ein Nischengame.
Es läuft mitlerweile seit knapp 15 Jahre.
Da verlierst du auch alles wenn du im falschen mom und in der falschen Region erwischt wirst. ????

Namma
Namma
9 Monate zuvor

Weil niemand ein sandbox pvp survival MMORPG full loot game haben will.
Ich lese öfters, daß es ja Verfechter gibt für diese sparte, aber siehe da, es spielt keiner.

Nehmt das open pvp raus.

Die pvp Spieler zocken shooter und mobas und keine mmorpgs, und selbst die MMORPG pvpler spielen in instanzierten Arenen oder BGS.

Erzkanzler
9 Monate zuvor

Ja, ich denke auch viele Studios überschätzen das Interesse von PvP-Spielern an zusätzlichen Mechaniken. Selbst wenn wir Titel wie Division oder Destiny nehmen, die Spieler die in der Darkzone oder im Crucible rumhängen, sind – so habe ich zumindest den Eindruck – nicht an Unmengen zusätzlicher Mechanik interessiert (Ausnahmen bestätigen die Regel). Für viele würde es wohl reichen, könnte man sich am Anfang der Runde einen von 5 Builds aussuchen und sich dann einfach kloppen.

Das man diese beiden Spielergruppen seit eh und je zwanghaft mischen möchte, ist in meinen Augen ein Fehler. Wobei es für Entwickler natürlich eine starke Entlastung darstellt, wenn die Spieler ihr eigener Endgame-Content sind.

Nomad
Nomad
9 Monate zuvor

korrekt, vor allem:

„wenn die Spieler ihr eigener Endgame-Content sind“
ist wohl einer der Hauptgründe, warum so manches MMO viel oder nur PvP enthällt, gerade bei kleineren Produktionen. PvE Content ist halt sehr aufwändig.

Namma
Namma
9 Monate zuvor

Das erklärt auch den hype um battle royal, den ich nicht verstehen kann.

Oelchi
Oelchi
9 Monate zuvor

Vor allem das pay 2 win system seit dem letzten größeren Patch hat viele Spieler verscheucht. Man stelle sich vor um eine ! von vielen beruf- oder Kampf Fähigkeiten zu lernen muss man bis zu mehrere Monate warten. Nicht mehr direkt skillpunkte erarbeiten sondern einfach ewig warten.. Und das geht dann immer und immer so weiter. So vergehen Jahre. Wer aber echtes geld ausgibt darf zwei skilltrees gleichzeitig erwarten. Es lagt ständig, was vor allem im pvp extrem stört.
Als die Server zusammengewürfelt wurden sind alle Städte etc gewiped worden. Also ein Jahr lang dauer grinden einfach mal gelöscht. Noch oben drauf wurden die Charaktere auf einen anderen Server transferiert und es wurden zum Teil die skills von 100 auf 60 gesetzt was eben jetzt Monate dauert diese erst einmal so hoch zu bekommen. Viele Spieler haben eine Menge Geld für die Skill boosts ausgegeben was nach dem Transfer wieder weg war. Mich wundert es das sowas überhaupt gesetzlich möglich ist

Emperor Caligula
Emperor Caligula
9 Monate zuvor

Uff. Ich spiele MMOs seit 2004, und kann versichern: die hardcore-Schreier waren IMMER eine sehr kleine Minderheit, aber leider eine sehr laute. Dann gibt es noch etliche, die SAGEN sie wollen mehr hardcore, aber in Wirklichkeit wollen sie es nicht und spielen es dann auch nicht. Das ist einfach völlig sinnfrei, aber seit 15 Jahren drehen wir uns mit dem immer gleichen Hardcore Geschreie im Kreis.

Am Ende regieren solche Spiele die 1-2 großen Powergilden, und der Rest schaut doof aus der Wäsche.
So viele gute Spiele total versenkt. Ich sag nur Corpse Runs und Full Loot. Mann mann mann… wann lernen wir ENDLICH nicht auf diese Hand voll Hanseln zu hören.

Ich weiß noch wie ich damals nach Jahren in Everquest zu WoW kam, und mir kamen die Tränen der Freude: ENDLICH kein 10 Stunden Camping mehr bis Bosse respawnen. In solchen hardcore-Mist will ich nie wieder zurück. Ich vergeude meine sterbliche Lebenszeit nicht mit solcher Grind-Kacke.

Steffen Kiky
Steffen Kiky
9 Monate zuvor

Spieler mögen lieber einfache mmo wie bdo oder eso. Naja so einfach sind diese mmo auch nicht, wenn man Hardcore spielt. Lif ist schon voll auf Nische getrimmt, in Eintönigkeit und Frustration kaum zu überbieten.

VoidX86
VoidX86
9 Monate zuvor

Also Wildstar mit Life ist feudal zu vergleichen ist jetzt ziemlich weit her geholt, zwischen den beiden gibt schon merklich Unterschiede. Lif ist für mich eher ein survival Game als ein Mmorpg. Wenn man vergleiche anstellen möchte dann mit Pantheon RoSF.

Luriup
Luriup
9 Monate zuvor

Tja Zweitjob MMORPG ist nicht mehr.
Auf eine Errungenschaft hinzuarbeiten kann man immernoch in normalen MMOs.

4h im Wald Holz klopfen nur damit ein anderer einen killt
und das Holz einsackt,
hat dann aber nix mit Spielspass zu tuen.

Wie schon erwähnt kommt das Hardcore bei mir auch vom HC Modus in Diablo.
Wenn die Lichter ausgingen,dann auch für immer.
Das hatte seinen Reiz und abgesehen vom Lag
hatte man auch immer alles Kontrolle.
Bei so einem FFA Open PvP Game mit Full Loot hat man das nicht.
Wozu also Zeit investieren in so ein Game?

Kendrick Young
Kendrick Young
9 Monate zuvor

Hardcore würde ich das nicht bezeichnen. Hardcore heißt ja eigentlich wenn man tot ist bleibt der character tot. Es ist halt einfach nur ein sehr Zeitintensives Spiel – da brauch man nur dauerzocker

Das Problem seh ich einfach das man halt dadurch das man mit anderen Zusammenspielen muss (was ich gut finde) sich dann aber genötigt fühlt so und so zu skillen.
In anderen Survival mmo´s kann man egal wer alles abbauen, und da liegt das problem bei Life is Feudal, will man effizient Sammeln/Abbauen musst du das skillen dann kannst du aber nicht mehr wirklich andere Berufe skillen. Und auf dauer macht das natürlich dann keinen Spass für diejenigen.

Ich wäre ja mal für so ein Spiel wo man sich in verschiedene Regionen niederlässt

TestGewn
TestGewn
9 Monate zuvor

Grundsatzproblem, das auch EvE Online hat. Spielt man nicht nebenher.
Klar machen auch schwere Spiele Spass, aber dann muss man Motivation erzeugen.
Ich denke ein weiteres Element von Dungeons und Dragons wird es in der Zukunft geben. Den Dungeonmaster. Jemand der die Spieler durch ein Spiel führt und ereignisse anpasst.

Fain McConner
Fain McConner
9 Monate zuvor

Das wird aber so lange dauern, bis die aufgabe des Dungeonmasters eine KI erledigen kann. Personal ist teuer, und in Zeiten, wo ein MMO nichts kosten darf und es keinerlei Vorteile bringen darf, wenn man was bezahlt, sicher nicht finanzierbar.

pvpforlife
pvpforlife
9 Monate zuvor

Es herrscht die generelle Meinung, dass es sich um einen Titel handelt,
der nur diejenigen anspricht, die enorm viel Zeit haben, jede Menge
Geduld mitbringen und die in großen Gilden spielen möchten.

Ist das wirklich was Negatives? Ich spiele ja auch kein Farmsimulator in der erwartung einen zugänglichen Casual Shooter serviert zu bekommen. Wenn das Spiel schwer und Zeitintensiv aufgebaut ist, dann ist es doch einfach ignorant etwas anderes als genau das zu erwarten oder nicht?

Erzkanzler
9 Monate zuvor

Das ist, per se, nix Negatives, nur ist die Zielgruppe dann eben deutlich kleiner und trägt dann ein solches MMO nicht kostendeckend.

Frystrike
Frystrike
9 Monate zuvor

Korrekt Life is feudal MMO ist für 10.000 Spieler ausgelegt, spielen tun es tatsächlich dann nur 700.. Meine Frau und ich dachten auch, dass das ein super Spiel, weil eben so eine Art Mittelalter und Sandbox, naja gut nach was weiß ich wie vielen Stunden zu zweit haben wir es dann Geschafft uns einen kleinen Unterstand zu bauen, bis wir dann von einem Spieler über den Haufen gelaufen wurden, Nur zum spaß wir waren zu zweit allein im Wald keine Bedrohung für irgendwen… Naja alles verloren Häuser kaputt Skill Punkte weg… Gut dass das passieren kann war klar und ist so und gehört so, aber der Aufwand in diesem Spiel ist viel zu groß für das was man bekommt…. Wir dachten uns dann Ok schließen wir uns einer Gilde an um nicht alleine zu sein. Das war auch kein Problem waren auch sehr Hilfsbereit. Aber dann war das spielen wie man gerne möchte dahin. Denn meine Frau wurde dann für die Feldarbeit eingeteilt. Die Gilde wollte alles nur in 100er stacks haben d.h. ihr Spiel bestand darin Stundenlang Karotten zu ernten nichts anderes war erlaubt nur das…. Ich habe Holzgehackt und zwar auch für 100 Stacks. Spielspaß sieht anders aus. LIF MMO ist ein Mega Spiel aber zu viel…

Fain McConner
Fain McConner
9 Monate zuvor

Oft macht sich in solch anarchischen Systemen auch eine Gruppe breit, die alles kontrolliert. Ganz wie im richtigen Leben – nur haben hier die Leute eine Wahl. Statt sich versklaven zu lassen, spielen sie einfach was anderes.

Erzkanzler
9 Monate zuvor

Ja, ein großes Problem (nicht nur) der Spieleentwicklung.

Meine erste Erfahrung damit hatte ich in einem open-pvp-Asiagrinder in dem es ein System von Gebietssteuern gab. Eine Gilde hat die Steuereinnahmen über Monate angespart, anschließend ALLE verfügbaren hochwertigen Gegenstände aufgekauft, die Gilde hochgerüstet und dann die Levelgebiete besetzt die für aufstrebende Gilde nötig gewesen wären.

Das Spiel war danach auf dem Server faktisch tot und viele haben das Spiel verlassen. In meinen Augen, ein klassischer Designfehler.

Fain McConner
Fain McConner
9 Monate zuvor

Ein Spiel Open-PvP ohne PvE-Zonen zu designen, halte ich ansich schon für einen Designfehler. Reine Glückssache wie lange es funktioniert, es kann jederzeit kippen. Schon alleine die Tatsache, dass eine Handvoll Ganker locker 100 neuen Spielern die Lust auf den Einstieg versauen können, würde mit zu Denken geben, wenn ich damit Geld verdienen will.
Was im PvP bzw. RvR – Bereich für mich gut funktioniert hat, war DAoC. Es gilt für viele als das beste PvP – Spiel, und kam völlig ohne PvP-Zwang aus.

Leya
Leya
9 Monate zuvor

Für Leute, die voll im Berufsleben stehen, noch ein soziales Leben/Familie/Haustiere haben, kann das schon ein Minuspunkt sein.

Marjan
Marjan
9 Monate zuvor

Nein es nichts negatives und wird dann von 700 Leuten gleichzeitig gespielt. Das sagen die Zahlen und damit mal alle Reviews außen vor gelassen.

EliazVance
EliazVance
9 Monate zuvor

Was genau jetzt „Hardcore“ bedeutet ist allerdings auch nicht klar definiert. Da versteht beinahe jeder was anderes, und es werden unglaublich viele Wünsche/Spielstile/Ausrichtungen in einem Begriff vereint und stark verallgemeinert verwendet.
Während Spieler A mit Hardcore meint dass der beste Loot nur an Leute geht die sich intensiv mit dem Spiel beschäftigen, an ihrem Charakter, ihren Taktiken und der Spielweise bis ins kleinste Detail arbeiten – meint Spielber B womöglich ein FFA PvP-System mit Full Loot.

Was viele dieser „Hardcore“-MMO-Entwickler aber nicht begreifen wollen ist, dass weder Spieler A noch Spieler B einen virtuellen Arbeitssimulator brauchen der nach Feierabend dazu einläd sich 4 Stunden in den virtuellen Wald zu stellen und virtuelles Holz zu kloppen. Und das am Besten 6 Monate lang, bis dann irgendwann mal ne kleine Holzhütte steht.

Beim Spielen gehts, egal welchem Ansatz man folgt, letztlich darum seine Freizeit zu verbringen. Grind, auch längerer Grind, kann gut sein – wenn der Vorgang im Spiel spaß macht. Mit irgendwelchen abstrusen, pseudorealistischen Mechaniken herumzuhantieren und dabei stets den angeblichen Realismus über das Gameplay zu stellen ist jedenfalls kein Erfolgsrezept und diese „Spiele“ scheitern zu recht.

Ectheltawar
Ectheltawar
9 Monate zuvor

Ich sehe das Problem mitunter auch darin, das viele Spieler Erinnerungen an frühere MMOs haben. Man erinnert sich an die vielen Freiheiten und Möglichkeiten. Daran wie viel Spaß man mit Spiel XY hatte. Was man hingegen schon lange vergessen hat ist wie viel Zeit und Frust selbiges hervorgebracht hat. Am Ende wünscht sich sich dann ein MMO das ist wie XY, stellt dann aber schnell fest im neuen MMO, das es einfach zu viel Zeit und zu viel Frust ist. Damals hat man sich ja letztlich dadurch gebissen, heute hat man aber einfach zu viele Alternativen und viele haben eben auch schon aktiv erlebt, das es eben auch anders geht. Trotzdem wird dieser Spieler immer wieder nach dem nächsten „Hardcore“-Titel rufen, auch wenn er vermutlich nie wieder einen aktiv spielen würde.

Auch ist das Wort „Hardcore“ selber schon ein Problem. Das Wort klingt toll und vor allem wertend. Aber wenn andere Spiele Hardcore sind, ist das vermeintlich eigene (egal ob WoW, FF14, oder was auch immer) eben nicht Hardcore. Etwas das den meisten sicherlich egal ist, aber auch hier gibt es dann genug die dann verlauten lassen, das sie ja nur XY spielen, bis endlich ein echter Hardcore-Titel auf den Markt kommt. Natürlich würden sie den aber nicht spielen.

Den großen Fehler den die meisten machen ist, man geht von einem großeren Markt aus und somit werden dann auch heutige Hardcore-MMOs gerne mit weitaus höheren Investitionen erstellt, als das vor 20 Jahren der Fall war. Im Vergleich zu den Spielerzahlen vor 20-30 Jahren ist der Markt auch enorm angewachsen. Dabei wird aber gerne vergessen das sicherlich vor allem der Weg zum Casual-MMO der Grund für das anwachsen ist. Ich halte es für absolut falsch anzunehmen, das der echte Markt für Hardcore-MMOs heute größer ist als vor 20 Jahren. Im Gegenteil, ich würde sogar behaupten das er geschrumpft ist.

Grundsätzlich gönne ich es den Spielern dann aber, die so etwas wirklich wollen. Aber das wird wohl erst wieder was geben, wenn sich ein Entwickler findet, der von Beginn an auch einkalkuliert, das der eigene Hardcore-Titel nicht viele Spieler haben wird. Etwas das man vor allem in der entwicklung und allen späteren Kosten einrechnen muss.

Erzkanzler
9 Monate zuvor

Ich würde sogar noch weiter gehen, viele der alten „Hardcore“-Spieler haben in ihrem alten Lieblings-MMO unzählige Stunden auf Maximallevel in Raids und Dungeons verbracht, dass die Levelerfahrung „Hardcore“ war und auch damals wirklich keine gute Spielerfahrung, dass wird gern verdrängt.

Und selbst wenn sie es damals als positive Erfahrung wahrgenommen haben, hat sich das Spielerlebnis seit damals geändert. Niemand hatte in Herr der Ringe online wirklich Spaß daran 180 Würmer in den Trollhöhlen zu töten um Tapferkeit +1 zu bekommen. Schon damals haben es alle gehasst. Und auch heute würden Spieler es nicht mögen. Dieses „wir sind so hardcore“ nur um sich von der Casualwelle abheben zu können, kommt mir ab und an doch arg verlogen vor.

Menschen neigen dazu sich etwas Besonderes fühlen zu wollen (was ja auch ok ist), und gibt es nicht viel, mit dem sie sich abgrenzen können, erschaffen sie gern eigene Grenzen, die dann – um die Eigenwahrnehmung nicht zu schädigen – auch lautstark aufrecht erhalten werden wollen.

Emperor Caligula
Emperor Caligula
9 Monate zuvor

Lustig, dass Leute LOTRO als „hart“ in Erinnerung haben, wo ich noch Everquest und UO kenne. Aber ich teile die Meinung: fast NIEMAND hat das damals wirklich gemocht. Fast alle waren froh, als die MMOs leichter und weniger grindig wurden. Grind ist nämlich kein Spass, und letztlich ist ZEIT das Einzige, was man in einem MMO als „Erschwernis“ hat: es wird einem etwas genommen, und man muss nochmal Zeit investieren.

Erzkanzler
9 Monate zuvor

HdRo war nur ein Beispiel, ich hab UO und Archlord gespielt, letzteres war glaub so das härteste was ich an Grind erlebt habe. 2 Wochen Herbstferien, bis zu 12 Stunden am Tag einfach nur Mobs getötet um nach zwei Wochen dann EIN LEVEL UP gehabt zu haben. Höchster Mondelf Ranger in EU in einem Open PvP-MMO bei dem ein Tod 3% exp bedeutete… aber hat das wirklich Spaß gemacht? Ganz ehrlich… nein, nur meine Gilde war toll, darum war es eine gute Zeit, der Grind war kein gutes Spielerlebnis.

Erzkanzler
9 Monate zuvor

Ist in meinen Augen ziemlich einfach, die „Hardcore“-Schreier sind der deutlich kleinere aber lautere Teil der MMO-Spielerschaft. Das ist immer schon so gewesen, auch bei anderen Genres wie z.B. Shootern ist das ähnlich. Was war das in den Battlefield-Foren damals für ein Aufstand, als man keine Hardcore-Regeln mehr für die Server setzen konnte…. wenn man sich intern dann mal angeschaut hat, wie viele Spieler im wirklich auf Hardcore-Servern gespielt haben, war das eine verschwindend kleine Minderheit.

Nicht falsch verstehen, ich finde es schön wenn auch diese Vorlieben in Spielen bedient werden, aber mich wundert es in keinster Weise, wenn Spiele die einzig und allein darauf aufbauen, gnadenlos scheitern.

Das hat nicht einmal viel damit zu tun, dass sich die Vorlieben der Community so stark verändert haben, aber vor 20 Jahren waren MMO-Spieler größtenteils eine Randgruppe mit extremer Bindung zu ihrem Hobby. Heute müssen MMOs aber dank hoher Entwicklungskosten auch eine deutlich größere Zielgruppe ansprechen und damit eben auch viele, die nicht bereit sind so intensiv zu spielen. Die Zielgruppe von vor 20 Jahren gibt es weiterhin, aber die Idee man könne für diese ein Hardcore-MMO entwickeln und damit einen Großteil der „neuen Zielgruppen-Generation“ erreichen, ist blauäugig.

Oliver Floßdorf
9 Monate zuvor

Ich denke, es liegt auch daran, dass viele Leute beim zocken entspannen wollen. Das ist in einigen Spielen nicht möglich, da man sich sehr konzentrieren muss.

Ich denke auch, das Spieler im Forum nicht die Gesamtheit darstellen. Ich glaube, WoW zum Beispiel hat heute noch großen Erfolg, weil man selber bestimmen kann, wie man gerade spielen will.

Deshalb haben es auch Spiele mit PvP Fokus schwerer. Hier musst du immer wachsam sein, was anstregend sein kann, zumindest , wenn man 10 Stunden arbeiten war.

Ich spiele zum Beispiel zur Zeit The Division 2. Hier kann ich selber bestimmen, ob ich durch die Gegend latsche und farmen, kleinere Aufgaben löse oder einfach nur die Atmosphäre genieße. Ich kann aber auch in die DZ, oder Inies auf schwer bzw. herausfordernd spielen.

Ein anderer Grund ist aber auch, dass das Niveau und damit die Erwartungen ins unrealistische gestiegen ist.
Wir konsumieren schneller, was bei Hardcore Spielen eben nicht so einfach geht.

Das sind jetzt zwei Erklärungsversuche von mir wink

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