Mit Guild Wars 3 kehren auch die Asura als spielbares Volk zurück. Sie waren das Volk, das MeinMMO-Redakteur Alex im Vorgänger immer verschmäht hatte, doch das frische Gewand und die Geschichte führen jetzt dazu, dass sich das im neuen Teil ändern wird.
Ja, ihr dürft mich schlagen (bitte nicht zu fest), aber ich konnte mich in Guild Wars 2 mit den Asura nie so richtig anfreunden. Als Teil der Welt fand ich sie passend und auch wichtig, aber als spielbares Volk haben sie mich nie so richtig angesprochen.
Ich muss sogar beichten, dass ich zwar mal einen erstellt, es aber nicht mal bis zum Ende des Intros geschafft habe. Und das, obwohl ich Guild Wars 2 schon seit Heart of Thorns regelmäßig spiele. Sie waren mir irgendwie zu … hässlich? Zu wuselig? Zu nervig? Sie erinnerten mich zu sehr an Goblins und waren dafür einfach zu wenig witzig und zu garstig.
Irgendwie stimmte das Gesamtpaket für mich nicht.
Zwar war ich schon immer sehr angetan von den Animationen – die meiner Meinung nach die einzigartigsten und coolsten der Völker von GW2 sind -, allerdings reichte das nie, um mich zu überzeugen. Da waren die Sylvari deutlich mehr meins.
Umso trauriger war ich, als ich erfuhr, dass es sie in Guild Wars 3 nicht geben wird und auch nicht geben kann, weil die Geschichte deutlich vor ihrer Zeit spielt. Doch jetzt wurden erste Bilder und Infos von den „neuen, alten“ Asura enthüllt und ich muss sagen: Womöglich hab ich hier meinen bisher extrem unterschätzten neuen Liebling gefunden, der mich über meinen Verlust hinwegtrösten wird.
Eine knuffige Mischung aus Hobbits und Zwergen mit einer Prise Goblin
Die Asura in Guild Wars 3 sind nämlich ganz anders als ihre Nachfahren, die ihr aus Guild Wars 2 kennt – sowohl in ihrer Optik als auch in ihrem Wesen. So sind sie im Vergleich zu den blankhäutigen, modernen Asura etwas größer und besitzen ein gewisses Fell.
Dabei sind sie ein kleines bisschen kleiner, als die Augenhöhe der Menschen ausmacht. Sie wirken wie eine Mischung aus Werwolf, Hobbit, Zwerg und Goblin und strahlen deutlich mehr Abenteuer aus. Sie wirken naturnaher und indigener als ihre Nachfahren, was ihnen den Stilbruch zum klassischen Fantasy natürlich etwas wegnimmt.

Aber genau das finde ich gut! Die Geschichte von GW3 spielt über ein Jahrtausend, bevor der Drache Primordus erwacht, und somit ergibt es nur Sinn, dass sich die Völker auch in der ganzen Zeit weiterentwickelt haben dürften. Durch den neuen „alten“ Look wirken sie magischer, abenteuerlustiger und nahbarer als ihre Nachfahren, und das gefällt mir besonders gut.
Durch ihre tiefe (höhö) Beziehung zum Untergrund tun sich hier auch weitere Möglichkeiten auf, die unterirdische Welt von Orr mehr einzubinden, und verleihen ihnen einen zwergigeren Touch. Auch ihre Verbindung zu Maguuma macht mich neugierig und zeigt, dass es in Guild Wars 3 auch hier neuen Input zur Vorgeschichte geben und Fragen lösen wird, die sich beispielsweise in Heart of Thorns in Guild Wars 2 aufgetan haben.
Ein weiteres Volk, das in Guild Wars 3 allerdings erstmals spielbar sein wird, sind die Kodan. Die haben deutlich mehr Fell und sind auch bedeutend größer, aber haben genauso viel Herz parat. Trauert ihr also auch um die Sylvari und gefallen euch die Asura trotz Änderungen nicht, schaut euch doch die Kodan an: In Guild Wars 3 feiert ein neues spielbares Volk seine Premiere, das es bisher nur selten in MMORPGs gegeben hat
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