Am 15. September erscheint mit „Kodex der Schöpfung“ das vorerst letzte Content-Update für Guild Wars 2. Damit erreicht auch die Erweiterung „Visions of Eternity“ ihr Finale. Wir konnten für euch bereits einen ersten Eindruck gewinnen.
Mit „Kodex der Schöpfung“ geht nicht nur die epische Reise der Erweiterung zuende, Guild Wars 2 erhält auch das letzte Update vor der Content-Pause.
Mit von der Partie sind die letzten 6 Storykapitel der Geschichte um Castora und die Inquestur, eine neue Map namens Leyquellen-Senke und damit einhergehend ein neues Meta-Event, ein neuer Beherrschungspfad, ein neues Fraktal, ein Schlachtzug sowie eine Konvergenz. Zusätzlich wird es ein neues legendäres Schwert, neue Inhalte für das Gewölbe des Zauberers und eine neue Infusion geben.
Wir konnten uns bereits ein erstes Bild des Finales machen und beleuchten für euch, ob das Update über die Pause hinwegtrösten kann. In unserer Preview konnten wir erste Eindrücke der neuen Story, der Map der Leyquellen-Senke und des neuen Meta-Events gewinnen. Im Anschluss haben wir eine Vorschau auf die neuen Belohnungen erhalten.
Warum gibt es eine Content-Pause und wie lang soll die dauern?
Obwohl Guild Wars 2 derzeit sehr erfolgreich ist, markiert „Kodex der Schöpfung“ vorerst das letzte große Content-Update. Der Entwickler ArenaNet bündelt nun alle Ressourcen für Guild Wars 3, dessen Beta für Herbst 2027 angesiedelt ist.
Erst nach der Veröffentlichung des Nachfolgers soll die Produktion neuer Inhalte für Guild Wars 2 wieder aufgenommen werden, weshalb uns nun eine lange Content-Pause bevorsteht. Zwar gibt es einige Hinweise, die für einen finalen Release im Jahr 2028 sprechen, jedoch sind das keine offiziellen Informationen. Wie lang die Pause also dauern wird, ist derzeit ungewiss.
Wer entscheidet über das Schicksal von Tyria?
Eine Frage, die ganz offensichtlich über der ganzen Erweiterung schwebt, und mit der neuen Story rund um Vloxx und die Inquestur unter Direktorin Kuda wird sie nochmal auf die Spitze getrieben. Jetzt, wo die Altdrachen fehlen, gibt es nun mal etliche Kräfte, die versuchen, auf das entstandene Machtvakuum einzuwirken.
Und hier zeigt sich mal wieder eine der absoluten Stärken von Guild Wars 2: Die Story wird episch und actiongeladen inszeniert – man ist als Kommandeur mittendrin und nimmt Einfluss auf das Geschehen. Die von uns gespielte Storymission ist mitreißend, schnell, hektisch und bedrohlich, aber auch hoffnungsvoll – all das, was Guild Wars 2 so lebendig macht.
Neben der Problematik mit der Inquestur werdet ihr auch das Geheimnis des Altmeisters der Seher enthüllen. Ihr könnt euch also auf ein bekannt episches Finale freuen, bei dem auch hartgesottene Kommandeur-Veteranen Schwierigkeiten haben werden, stillzusitzen.
Die Leyquellen-Senke ist atemberaubend schön und hat mich während der Preview öfter, als ich mir eingestehen möchte, innehalten und einfach die Gegend betrachten lassen. Die Farben, die Details, die melancholische, aber magische Stimmung – hier sah man einfach, wie viel Herzblut darin steckt. Sie reiht sich wundervoll in das ohnehin schon liebevoll gestaltete Castora ein und führt uns in die Tiefen, die besonders Veteranen aus Guild Wars 1 ein Begriff sein dürften.
Zwischen Chaos und Koordination in den „Abgründen der Grausamkeit“
Ein ähnliches Gefühl transportiert auch das neue Meta-Event, bei dem ihr hartnäckig versuchen werdet, Kuda und die Inquestur in ihrem Vorhaben zu behindern. Ich sage euch lieber nicht, wie oft wir beim Versuch, in den verschiedenen Portalen für Ordnung zu sorgen, den Boden geküsst haben. Die Gegner waren hart, wir zu unkoordiniert und vielleicht auch ein paar zu wenige Spieler dafür.
Aber ich bin mir sicher, ihr werdet eine Menge Spaß damit haben. Die Karte des Meta-Events ist eindrucksvoll, die Aufteilung der verschiedenen Phasen und Aufgaben erfordert ein hohes Maß an Kommunikation und Koordination der Teilnehmenden, beispielsweise über 3 Portale gleichzeitig hinweg. Wobei ich mir auch sehr sicher bin, dass man sich ohne Plan wieder gut mitziehen lassen können wird, wenn man einfach Teil des Spektakels sein möchte.
Nach Abschluss des Events habt ihr, ähnlich wie beispielsweise in Amnytas, die Chance, die exklusive Meta-Map noch eine Stunde lang zu erkunden. Zusätzlich gibt es einen angepassten Zyklus von 3 Stunden statt 2, um mehr Zeit vor Eventstart für die grundsätzliche Karte zu haben und um Überschneidungen mit anderen Meta-Events zu vermeiden.
All der Epik zum Trotz – reicht das?
So cool, wie das letzte Update, vor allem hinsichtlich der Geschichte und des gewohnt epischen Finales, wirkt, bin ich mir nach der Preview sehr unsicher, wie lange die Euphorie darüber halten wird.
Zwar haben wir das neue Fraktal, die Konvergenz und auch den Schlachtzug noch nicht gesehen, ich bezweifle jedoch, dass sie uns für eine so lange Zeit ohne neuen Content bei Laune halten können, so sehr ich mir das wünschen würde.
Ja, das Update ist episch. Ja, es ist der Erweiterung würdig und an sich auch ein wirklich gutes Update. Aber reicht das für eine so lange Wartezeit? Insbesondere da wir ihre tatsächliche Länge noch gar nicht kennen?
So episch das Update auch ist, es ist auch gewohnt. Es folgt der üblichen Formel und bietet nicht bedeutend mehr als andere Updates zuvor. Versteht mich nicht falsch, das Update wird gut! Es ist solide und wird allen, die bisher sehr angetan von „Visions of Eternity“ waren, inklusive mir, sehr gut gefallen. Aber…
Es war klar, dass hier nicht das weltbewegend volle Update erscheinen würde, das fähig ist, uns für 1-2 Jahre über Wasser zu halten. Dennoch hätte ich mir zumindest einen besonderen Kniff gewünscht. Ein kleines Abschiedsgeschenk, bis man sich wiedersieht. Doch das scheint es zumindest angesichts der Preview nicht zu geben.
Ich bin seit Heart of Thorns dabei und mich stimmt das Ganze etwas wehmütig. Trotzdem weiß ich auch jetzt schon, dass ich und auch viele andere Kommandeure schon kreativ sein werden und Tyria lebendig halten werden – auch ohne große Content-Updates in absehbarer Zeit.
Wie seht ihr das? Denkt ihr, das Update hält euch lange bei Laune? Habt ihr schon Ideen, was ihr während der Wartezeit tun wollt? Schreibt es uns in die Kommentare!
Die Welt von Guild Wars prägt schon seit knapp 20 Jahren das Genre. Und trotz ihres Alters ist sie auch heute noch relevanter denn je. Wie ArenaNet sich mit ihren Ideen so lange an der Spitze halten konnte und was für Guild Wars 3 nötig ist, haben wir für euch analysiert: Guild Wars 3 zeigt, warum eine 20 Jahre alte MMO-Reihe bis heute relevant ist
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