Call of Duty erklärt in Modern Warfare 4 Cheatern mit einer neuen Methode den Krieg und will Wallhacks dysfunktional machen.
Was ist das für eine neue Methode? Activision hat in einem neuen Video zu Call of Duty: Modern Warfare 4 eine Technik vorgestellt, die sie „Server Culling“ nennen. Mit dieser wollen sie während eines Matches serverseitig die Positionsdaten der Spieler verbergen, um die Funktionalität von Wallhacks zu stören oder gar zu verhindern.
In dem Video erklären die Entwickler, dass ein Server normalerweise die Position aller Spieler in einem Match an den Spiel-Client der einzelnen Spieler sendet. Das hat zur Folge, dass euer Spiel-Client die Position eurer Gegner auch dann empfängt, wenn ihr diese gar nicht sehen könnt. Jene Daten nutzen Wallhacks dann allerdings, um Gegner durch Wände hindurch anzuzeigen.
Das neue System soll Wallhacks beim Abgreifen der Spieler-Positionen hindern, indem es die Positionsdaten bei fehlendem Sichtkontakt zurückhält. Hierzu wurden den Maps Ebenen hinzugefügt, die dem Server helfen sollen zu entscheiden, wann er Informationen zurückhalten muss, statt sie an den Spiel-Client einer Person zu senden. Eine Wand blockiert dann nicht nur eure Sicht, sondern auch die Weitergabe der Positionsdaten.
Für Cheater bedeute das laut Activision: Die Position eines Spielers wird euch erst mitgeteilt, wenn dieser in eurem Sichtfeld auftaucht.
Die COD-Community urteilt: eine vielversprechende Entwicklung
So kommt die Methode bei der Community an: Es gibt viele positive Kommentare. Die Nutzer sehen die neue Methode definitiv als Schritt in die richtige Richtung und freuen sich über die Kommunikation von den Entwicklern mit der Community (via X).
Ein Nutzer schreibt auf X sogar: „Das ist die Art von Entwicklung, die sich eine Vorbestellung verdient und eine neue Chance von einem Veteran. Macht weiter so, das ist die Art von Fortschritt, die wir sehen wollten.“
Ist das System wirklich neu? In Call of Duty ist diese Anti-Cheat-Methode neu, ja, im Gaming generell allerdings nicht. In anderen Spielen wie Valorant oder Bungies Marathon wird das zumeist „Fog of War” (deutsch etwa: Nebel des Krieges) genannt. Die Funktionsweise ist dabei dieselbe: Wenn ein Spieler hinter einer Wand ist, wird dessen Position nicht an Gegner gesendet (vgl. riotgames.com).
Sind Wallhacks damit Geschichte? Das sagt unser Shooter-Experte Dariusz: Nein, Wallhacks sind damit wahrscheinlich nicht komplett Geschichte. Valorant funktioniert diesbezüglich als Beispiel. In dem Taktik-Shooter von Riot gibt es trotz „Fog of War“ und dem Kernel-Level-Anticheat-System „Vanguard“ Cheater, die Wallhacks nutzen, indem sie die Positionsdaten von Spielern anderweitig abgreifen oder berechnen.
Ich verzichte an dieser Stelle darauf, euch hier etwaige Clips oder Websites als Belege zu verlinken, um den Vertrieb von Cheat-Software nicht zu unterstützen.
ABER: Auch wenn das System die Möglichkeit von Wallhacks in der Vergangenheit nicht vollständig eliminiert hat, so gilt dennoch insbesondere Valorant unter den kompetitiven Shootern als eines der Spiele mit dem geringsten Cheating-Problem. Es ist also davon auszugehen, dass es auch bei Call of Duty einen positiven Effekt haben wird und die Funktionsweise klassischer Wallhacks einschränken wird.
Glaubt ihr, Wallhacks werden durch diese Methode zukünftig ein kleineres Problem in Call of Duty sein? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
Wie groß das Cheating-Problem nicht nur bei Call of Duty, sondern im gesamten Gaming ist, zeigte Activision kürzlich in einem ausführlichen Blog-Post, in dem sie die Ergebnisse einer Analyse des Cybersicherheitsunternehmens Intorqa präsentierten. Mehr dazu hier: Laut Activision werden 8,5 Millionen Dollar jährlich mit Cheats verdient, Anbieter belügen Kunden für falsche Sicherheit
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