Kleines Gaming-Wunder – Wie es Gigantic doch noch zum Release geschafft hat
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Das Free2Play-Action-MOBA Gigantic ist mittlerweile auf PC, Steam, Windows 10 und Xbox One verfügbar. Doch lange Zeit sah es nicht so aus, als wenn das bunte Spiel überhaupt noch erscheint. Lest hier alle Details und Anekdoten aus einer wahrhaft turbulenten Entwicklungsgeschichte.

Gigantic ist ein kunterbuntes und rasantes Action-MOBA-Spiel, das plattformübergreifend auf dem PC via Steam, Perfect Worlds Plattform Arc und Windows 10 sowie Xbox One gezockt werden kann. Seit dem Steam-Launch Ende Juli läuft das Spiel recht ordentlich und erfreut sich an positiven Steam-Reviews. Doch das es so weit kam, war keinesfalls selbstverständlich. Gigantics Zukunft stand während der Entwicklung mehr als einmal auf der Kippe und das Spiel drohte zu scheitern.Gigantic-Steam-launch-04

Gigantic – Vom PvPvE-Dungeon-Brawler zum Hero-MOBA-Shooter

Ursprünglich sollte Gigantic im Jahre 2014 ein ganz anderes Spiel werden. Das Ur-Konzept von Gigantic war, dass zwei Teams durch einen Mini-Dungeon preschen und in der Mitte gegen einen dicken Boss sowie das jeweils andere Team antreten. Während der ersten Gameplay-Tests kam heraus, dass der PvP-Teil viel spaßiger war als das Verkloppen des Bosses.Gigantic Screens03

Damals entstand schon das Konzept des heutigen Gigantic: Eine offene Arena, in der man das gegnerische Oberviech mit Hilfe der eigenen Bestie erschlagen muss und dazwischen hilfreiche Kreaturen an bestimmten Orten beschwört. Doch die Neukonzeptionierung kostete Zeit und Geld und dem Entwicklerstudio Motiga drohte das Geld auszugehen. Ein neuer Investor musste her.

Gigantic – Microsoft schreitet zur Rettung und bringt den Untergang

Dieser rettende Investor war niemand geringeres als der Software-Riese Microsoft. Unter dessen Ägide sollte Gigantic bereits 2015 erscheinen. Doch Microsoft verlangte für seine Unterstützung einen hohen Preis: Gigantic musste exklusiv für Microsoft-Plattformen erscheinen. Das hieß im Klartext, dass Gigantic nur auf der Xbox One und Windows 10 laufen durfte.Gigantic_LeiranImperial

Das alleine war schon ein Wermutstropfen. Schlimmer war jedoch, dass durch den Microsoft-Plattform-Zwang ein großer Teil der bisherigen Entwicklungsarbeit für die Katz war. Die Xbox unterstützte nämlich kein vom Spiel getrenntes Frontend, was bislang aber die übliche Methode in Gigantic war, um vor dem Spiel ein Match zu finden und mit anderen Spieler zu kommunizieren.

Die Entwickler mussten also das Frontend von Grund auf neu hochziehen und das kostete Zeit und Geld. Somit wurde es nichts mit dem Release 2015. Schlimmer noch, Ende des Jahres wurde das Geld so knapp, dass man sich von 16 weniger essentiellen Mitarbeitern trennen musste, um das verbliebene Budget noch so lang wie möglich zu nutzen.

Gigantic am Ende, alles ist aus! Oder ….?

All die Einsparungen halfen nichts, Im Februar 2016 war alles Geld von Microsoft aufgebraucht und das Spiel immer noch nicht fertig. Daher musste Motiga-Chef Chris Chung schweren Herzens alle 75 Mitarbeiter versammeln und ihnen eine traurige Nachricht überbringen: „Ihr seid alle entlassen, es ist kein Geld mehr da.“Gigantic Pakko 02

Damit war Gigantic eigentlich gestorben, doch dann passierte etwas, was selbst heute noch für Chung und viele Motiga-Mitarbeiter bizarr anmutet: Am nächsten Tag saßen alle Mitarbeiter wieder an ihren Plätzen und werkelten weiter am Spiel. Es war, als seien sie nie gefeuert worden.

Für 3,5 Wochen arbeiteten 90 Prozent der Belegschaft  unbeirrt weiter.  Nur einige sprangen doch noch ab, da die finanzielle Situation zu prekär war. Die restlichen Mitarbeiter schoben Überstunden und Nachtschichten und taten ihr Äußerstes, um das Spiel noch fertig zu bekommen. So sehr glaubten sie an die Idee hinter Gigantic. Das Spiel musste einfach ein Erfolg werden.

Gigantic – Beharrlichkeit zahlt sich aus

Der Kampfgeist und der Optimismus der Motiga-Mitarbeiter zahlte sich am Ende aus. Chris Chung suchte verzweifelt nach neuen Investoren und fand diese letztendlich bei Perfect World. Der Publisher hatte schon die MMOs Neverwinter rund Star Trek Online erfolgreich vertrieben und hatte Erfahrung mit Online-Games.Gigantic Screenshot-Combat

Bei einem Studiobesuch bei Motiga waren die Vertreter von Perfect World zutiefst von den Mitarbeitern beeindruckt, die trotz Entlassung noch spät Nachts malochten und voller Elan an ihrem Spiel festhielten. Am Ende des Besuchs meinte Yufan Zhang noch zu Chris Chung: „Chris, wir kriegen das hin!“

Unkomplizierte Hilfe

Dennoch war die finanzielle Situation der Belegschaft unklar. Elan und Optimismus helfen schließlich nicht, wenn man Rechnungen und Mieten zu zahlen hat. Und da Verhandlungen über Publishing-Deals sich Wochenlang hinziehen können, drohte nach wie vor das Ende von Motiga und Gigantic.Gigantic hero samurai birdman

Das wollte Perfect World freilich nicht zulassen. Daher gab es schon kurz nach Beginn der Verhandlungen eine kleine Finanzspritze vom Publisher an Motiga, damit das Studio seine Löhne und Betriebskosten zahlen konnte.

Perfektes Ende dank Perfect World

Im Mai 2016 war der Deal dann unter Dach und Fach: Gigantic wurde von Perfect World als Publisher vertrieben und konnte endlich vernünftig zu End entwickelt werden. 2017 erschein dann Gigantic nach und nach auf allen geplanten Plattformen und da Microsoft nicht mehr dabei war, durfte das Spiel nun auch auf Steam und über Perfect Worlds Plattform Arc erscheinen.

Mit dem Release soll aber noch lange nicht Schluss sein. Die Entwickler haben noch massig Content in der Pipeline und wollen jeden Monat einen neuen Helden und weitere Neuerungen bringen. So kam nur einen Monat nach Release schon der neue Held Oru ins Spiel.

Gigantic ist kostenlos als Free2Play-Spiel verfügbar. Zur offiziellen Website geht es hier lang:

Gigantic kostenlos spielen

Ebenfalls interessant: Gigantic im Anspiel-Test

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