Gewerkschaft nutzt FIFA 19 als Druckmittel im Kampf mit Amazon

Wie wichtig die FIFA-Spiele für die Händler mittlerweile sind, zeigt ein Fall, der Amazon gerade ärgern dürfte. Zum Release von FIFA 19 wird in zwei Standorten zum Streik aufgerufen. Ziel ist es, FIFA-Spieler auf FIFA so warten zu lassen, wie die Gewerkschaft selbst auf Amazon wartet.

Welchen Einfluss ein Videospiel haben kann, sieht man an diesem Fall. Zum Release von FIFA 19 gibt es beim Versandriesen Amazon unerwartete Probleme. Denn seit dem 27. September ruft die Gewerkschaft Verdi Mitarbeiter zweier Amazon-Standorte zum Streik auf.

Ursprung des Ärgers ist ein Werbeversprechen von Amazon. In diesem wird garantiert, dass FIFA 19 pünktlich zum Release an alle Besteller ausgeliefert werde. Dieses Versprechen soll die Aktion brechen.

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Amazon verspricht pünktliche Lieferung – Mit Folgen

Teile der Mitarbeiter und Gewerkschaft stehen schon seit einigen Jahren in Konflikt mit Amazon. Nun werden Mitarbeiter der Lagerstandorte Rheinberg und Werne zum Streik aufgefordert.

Worum geht es bei dem Streik? Der Lieferdienst macht mit dem Versprechen Werbung, FIFA 19 pünktlich zum Release auszuliefern. Das rief die Gewerkschaft Verdi auf den Plan. FIFA 19 sei

…seit Längerem angekündigt und Amazon garantiert eine Lieferung am Erscheinungstermin. Diese Zusage ist auf dem Rücken der Beschäftigten gemacht worden

Die Gewerkschaft fordert schon seit 2013

  • geringfügig bessere Löhne
  • Urlaubsgeld,
  • einen Tarif-Vertrag mit entsprechendem Weihnachtsgeld
  • und verbesserte verbesserte Arbeitsbedingungen.

Bisher hat Amazon jegliche Verhandlungen abgeblockt.

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Was sagt Amazon zur Situation?

Ein Amazon-Sprecher versuchte zu beruhigen. Besteller von FIFA 19 müssten sich keine Sorgen machen, es werde auf jeden Fall wie geplant ausgeliefert. Das Spiel werde nicht mal im Werner Standort gelagert.

Der Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Kundenversprechens, denn die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal

Zu den Vorwürfen sagte der Sprecher: Außerdem führe Amazon regelmäßige Lohnüberprüfungen durch und hätte in den Standorten Rheineberg und Werne erst Anfang 2018 den Lohn für Versandmitarbeiter um 2% erhöht.Deshalb sähe man im Moment keinen Grund zum Handeln.

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Autor(in)
Quelle(n): Golem.deRuhr Nachrichten
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