Neues MMORPG sucht „Game Master“, klingt wie unbezahlter Job

Neues MMORPG sucht „Game Master“, klingt wie unbezahlter Job

In einem Blog-Post sucht Fractured Online nach freiwilligen Moderatoren und „Game Mastern“. Spieler sollen die Stelle übernehmen. Dort planen und organisieren sie Veranstaltungen für die Spieler, doch bezahlt werden sie dafür neuerdings nicht.

Was genau suchen die Entwickler? Fractured Online ist ein Open-World-MMORPG, das 2022 erscheinen soll. In einem Blog-Post verkünden die Betreiber nun, dass Moderatoren und „Game Master“ für das Spiel gesucht werden.

Vorgesehen für die Stelle als Moderatoren und „Game Master“ sind Spieler, die anschließend als Bindeglied zwischen Community und Mitarbeitern fungieren. Sie sind keine festen Angestellten und müssen sich genau wie andere Spieler an die Regeln halten.

Es handelt sich also um eine Art „Vermittler“-Rolle. Die Spieler sollen sich in Streitfällen oder bei Auseinandersetzungen dazwischenschalten. Als „Game Master“ haben sie außerdem begrenzte Rechte wie Muten oder Sperren anderer Spieler.

Fractured Online sucht ausdrücklich freiwillige, unbezahlte Kräfte, welche die genannten Positionen übernehmen. Für diese soll dies den Einstieg in die Spielebranche bedeuten. Dies ist ungewöhnlich, weil klassische „Game Master“ in der Regel einen Lohn für die geleistete Arbeit erhielten

Update 26. März: Der Artikel wurde nach der Veröffentlichung angepasst. In der ursprünglichen Version stand, dass „Game Master“ früher die Arbeit einer einst bezahlten Stelle waren. Das ist so nicht korrekt und wurde entfernt. Außerdem wurde die Headline auf Grund von Community-Feedback angepasst, dem wir zustimmten und etwas abgemildert.

Wurden Game Master bisher bezahlt? Hier lohnt sich ein Blick auf den ehemaligen Blizzard-„Game Master“ Marcus Winterscheid. Dieser sprach in einem Interview mit MeinMMO unter anderem über die guten Seiten des Jobs als „Game Master“ und berichtete von in den meisten Fällen unbefristeten Verträgen.

Des Weiteren sagte er uns, dass der „Game Master“ als fester Mitarbeiter angelegt ist. Das ist bei Fractured Online nicht der Fall.

Wer das ganze Interview mit Marcus Winterscheid lesen möchte, findet es hier: WoW Interview: So wird man Gamemaster bei Blizzard

Fractured-Dämon
Als Dämon liegt euer Fokus in Fractured Online auf PvP

Die „Brücke zwischen der Community und Mitarbeitern“

Welchen Arbeitsaufwand haben die Spieler? Zu dem Aufgabenbereich eines Moderatoren und „Game Masters“ zählen unter anderem:

  • Das Planen und Organisieren von Veranstaltungen für die Spieler.
  • Das Beantworten von Fragen zu dem Spiel und zu technischen Problemen.
  • Die Vermittlung zwischen verschiedenen Parteien im Fall von Streitigkeiten und Belästigungen.
  • Die Weiterleitung des Spieler-Feedbacks an die Community Manager
  • Das Melden von Bugs und Exploits

Diese Stellen sind also die erste Anlaufstelle für Support-Anfragen innerhalb der Foren. Es besteht also jede Menge Raum für einen ausgeprägten Arbeitsaufwand, wobei es sich allerdings nicht um eine Vollzeitstelle handelt.

Die Seite verrät nicht, wie viel Zeit genau mit Arbeit verbracht werden müssen. Es heißt in der Beschreibung des „idealen Moderators und Game Masters“, dass sie „einen guten Teil ihrer Zeit“ damit verbringen, ihrer Community zu helfen.

Das MMORPG Fractured könnte das nächste Ultima Online werden

Wie beschreibt der Blog-Post die Arbeit? In dem Blog-Post von Fractured Online liegt die Betonung auf der freiwilligen Verrichtung der Arbeit. Es wird zusätzlich hervorgehoben, dass Moderatoren und „Game Master“ reguläre Spieler sind.

In dem Blog-Post heißt es weiter, dass Moderatoren und „Game Master“ an die Nutzungsbedingungen gebunden sind und für die Zeit haften, in der sie nicht für Gamigo aktiv sind. Es entsteht der Eindruck, Gamigo ziehe bewusst eine trennende Linie zwischen tatsächlichen Mitarbeitern und den Moderatoren sowie „Game Mastern“.

Wir fragten bei Publisher Gamigo nach einem Statement zu der Thematik. Eine Antwort steht nach aktuellem Stand noch aus und wird von uns in dem Artikel ergänzt, sobald sie vorliegt.

Einen Beruf in der Gaming-Branche auszuüben, wäre sicherlich für viele Spieler ein Traum. Freiwillige Moderation ist auch kein Konzept, das völlig neu ist. In vielen Multiplayer-Spielen gibt es ähnliche Rollen.

So hat zum Beispiel FFXIV ein Mentoren-System, wobei diese Spieler dort eine reine Beratungsfunktion haben. Sie können niemanden sperren oder Feedback direkt an Community Manager schicken.

Würdet ihr für den Einstieg in die Gaming-Branche unbezahlt arbeiten?

Quelle(n): fracturedmmo.com
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Ich hoffe so sehr, das ich mein Founder Pack da wieder los werde.

Grinsekatze

Zusatz: ich würde mich hüten, in einem MMO mit PvP im Vordergrund überhaupt zu arbeiten. Egal ob bezahlt oder (noch schlimmer) nicht. Die Toxicity der Community hält doch nur jemand aus, der oder die Meditiert und absolut ausgeglichen ist.
Uff.

Marcel

Oder man macht es wie in Black Desert und sagt, man würde sich nicht in PvP Streitereien einmischen. Community 24/7 toxisch und die GMs halten sich raus.

Grinsekatze

Todesklinge hat es auch bereits geschrieben. Mich regen solche falschen Aussagen / übersetzungen (euer großes ü geht auch weiterhin nicht) wirklich auf. Und nein, Innogames hat nicht damit angefangen.

Zu meiner Zeit bei Frogster, später (leider) von Gameforge gefressen, gab es bereits freiwillige Helfer. Wir nannten die: Mentoren. Das sind Spieler mit unglaublicher Erfahrung in ihrem Bereich, bzw. einem wachsenden Wissensstand des jeweiligen Spieles und eben dem Helfersyndrom. Wir hatten sogar von uns erstellte Fragebögen zur Bewerbung und ein Gespräch, damit es Zwischenmenschlich möglichst gut passt.

Bezahlt wurden sie zwar nicht, allerdings gab es natürlich eine Art Entgelt. Warum? Weil sonst alles Versteuert werden müsste, und das kostet eben nicht nur Geld, sondern Human Ressources 😉
Dies geschah also nicht in harter Münze, sondern Ingame Paketen, Kostümen, aber auch ausgewählte Einladungen zur Gamescon / Gamescom – inklusive Reisekostenübernahme.
DAS waren noch Zeiten und da kann auch das ach so tolle Innogames nicht mithalten (die Community Direktorin ist eine kleine…nunja, sagen wir mal, ein Kontrollfreak und Stiefellecker ^^).

Also bitte, Titel abändern und nicht immer so auf Bild-Niveau. Danke.

Irina Moritz

Eine der beiden Stellen wird in der Ausschreibung auf der offiziellen Seite durchgehend als Game Master bezeichnet. Leute, die diese Rolle besetzen, sind nicht nur für Vermittlungen zuständig, sondern können durch Muten und Kicks auch in das Spielgeschehen eingreifen. Wir haben es in dem Titel zusätzlich in Anführungsstriche gesetzt, um zu verdeutlichen, dass die Tätigkeit sich leicht von dem klassischen GM unterscheidet.

Also was genau würdest du anders übersetzen?

edit: Ich habe den Text ergänzt, um deutlicher zu machen, dass es keine klassische GM-Stelle ist.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Irina Moritz
Todesklinge

Vielen Dank!

Es führt sonst allgemein zu Verwirrung aufgrund der Bezeichnungen.

Todesklinge

Mentoren sind umgangssprachlich die Elite-Helfer, da diese über ein erweitertes und tiefgründiges Wissen verfügen.

Sozusagen eine höhere/neben-gestelle Position innerhalb der Community.

Die Begriffe Game Master usw. sind wie Premium kein geschützer begriff. Im Grunde kann der größte Mist sich auch premium nennen. Trotzdem gibt es Produkte die den Premiumstatus haben und über eine sehr gute Qualität verfügen. Es halten sich eben nicht alle an diese weitgehenst einheitliche Begrifflichkeit.

Leya Jankowski

Wir haben zu der Sache um ein Statement bei Gamigo gebeten, um mehr Einblick in die Sache zu bekommen. Da warten wir noch auf eine Antwort.

Es ist auf jeden Fall so, dass es sich schon wie eine Stelle in ihrem Blog liest, die über Community-Unterstützung hinausgeht.

Leya Jankowski

Ich habe mir jetzt nochmal die Headline genauer angeschaut und gebe dir recht, dass sie etwas übers Ziel hinausgeschossen ist. Sie ist jetzt abgemildert.

Todesklinge

Es handelt sich hierbei nicht um einen Game Master, sondern um einen Counselor (Berater:in)

Ein Counselor ist in beratender Funktion tätig und nicht explizit angehörig zu dem Unternehmen.
Die Rechte sind stark eingeschränkt.

Ein Game Master ist immer explizit angehörig zu dem Unternehmen.
Die Rechte sind sehr umfassend.

Darüber steht der Administrator, mit nahezu unbegrenzten Rechten und Funktionen.

Hierbei wurde wohl die Bezeichnung falsch übermittelt.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Todesklinge
N0ma

Das sind alles keine Begriffe nach dem deutschen Arbeitsrecht. Fantasynamen, die kannste einfach nennen wie du lustig bist. Oberster Dungeon Meister, …whatever

Todesklinge

Diese gelten soweit International und der Großteil der Weltbevölkerung kann sich darunter etwas vorstellen. Ähnlich der englischen Gaming Begriffe, diese sind auch weltweit verständlich. PvP, PvE, RP usw.

So wie MMORPG, auf deutsch wäre das ein „riesengroßea online Rollenspiel“, sagt ja auch keiner ^^

N0ma

Arbeitstechnisch gilt hier trotzdem das deutsche Arbeitsrecht. Was sich unter Gamern eingebürgert hat, von gelten kann man sowieso nicht reden, hat ist dafür irrelevant.

Die Diskussion was jetzt der „richtige“ Begriff ist halte ich eher für Banane, mir bekannt ist beispielsweise CM und GM, Counselor kenn ich in dem Zuammenhang nicht. Man sollte auch nicht vergessen nicht die ganze Welt spricht englisch und damit meine ich explizit auch nicht deutsch.

„riesengroßea online Rollenspiel“, sagt ja auch keiner ^^“
Nö, ich würde es aber auch niemand vorhalten wenn er das sagt. 🙂

Chafaris

Dir ist durchaus bewusst, dass die Bezeichnung einer Arbeitsstelle keinerlei arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich zieht und im Arbeitsrecht auch keine Liste genehmigter Jobbezeichnungen aufgeführt ist. Die tatsächliche Tätigkeit ist hier ausschlaggebend, nicht der Name.

N0ma

deshalb schrieb ich „die kannste einfach nennen wie du lustig bist“

Chafaris

Aber dennoch gibt es keine „Begriffe nach dem deutschen Arbeitsrecht“ 😉

Ich denke am Ende meinen wir sicherlich das Gleiche

HX_Whitesnake

Bei InnoGames ist es das gleiche arbeiten für Umme. Meistens ist das bei f2p-Games der Fall. Nicht mit mir.

Roan

Innogames waren auch die ersten, die mir dabei eingefallen sind xD.

Ist mir auch ein Rätsel, warum welche ohne Bezahlung einem Unternehmen Arbeit abnehmen. Würde mir im Traum nicht einfallen. Aber solange es freiwillige gibt die sowas machen, haben die Unternehmen ja keinen Anlass etwas an ihrer Praxis zu ändern. Wenn sich niemand freiwillig melden würde, dann müssten zwangsläufig entweder welche bezahlt werden oder man müsste auf einen ingame Support bzw direkte Ansprechpartner im Spiel verzichten, was ohne Zweifel einen Nachteil für das Unternehmen hätte und sicher dazu führen würde dass einige Spieler aufhören würden wenn sie Probleme haben aber es keine Hilfe gibt.

Nein

Ich hab das lange für Black Desert gemacht, dafür haben die uns aber jedes Jahr, First Class und Co. nach Korea eingeflogen 😀

Zavarius

Ich kann jetzt nur für GPotato (Hach schöne Zeit) & GameForge sprechen, da gibt/gab es nie auch nur einen „pat“. Tickets bearbeiten, abwägen was weitergeleitet wird, vorgefertigter In game Charakter mit Timelimit etc etc.

Wenn man heute als GM bezahlt wird, sollte ich mir mal was für nebenbei suchen haha

ZerberusAC

Erinnert mich an meine Zeit bei Gamigo…wir sind damals, ca. 10 Jahre her, als Gamemaster auch nicht bezahlt worden. Hast damals monatlich Ingamewährung als Aufwandentschädigung bekommen xD
Diese Stellen waren allerdings auch nie auf einen Umfang von Voll- oder Teilzeitstellen ausgerichtet. Die Spieler-GM’s hatten dafür aber auch deutlich mehr Ahnung vom Spiel als viele die offiziell angestellt waren und waren nah an der Community dran.

Ist halt Gamigo…da wird die Kuh an allen Enden gemolken. Würde mich nicht wundern wenn die Situation bei Gamigo generell so ist.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von ZerberusAC
N0ma

die Frage ist nur, kommt dann auch immer Milch … 😉

T.M.P.

Das sind ja offenbar gar keine echten Gamemaster, da sie selbst keinerlei erweiterten Rechte oder Möglichkeiten haben.
Das ist wohl eher ein Mentoren- und Eventmanager Programm^^

Und es ist recht unglücklich gelöst, wenn ein Streitschlichter selbst das Spiel spielt.
Da wird man immer an der Neutralität zweifeln.

EDIT: Hab mich geirrt, die dürften zumindest Spieler kicken und sogar bannen.
Was mich zurück zu Thema Neutralität bringt.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von T.M.P.
Spritzkeks

Jein die dürfen maximal Leute im Chat ein Timeout geben.

ZerberusAC

War in der Vergangenheit wohl eher unterschiedlich.

T.M.P.

Bei der verlinkten Quelle ist so eine lustige Häkchen-Liste.
Hab ich zuerst auch übersehen =)

Spritzkeks

Das hab ich schon gesehen, aber die werden safe nicht random leuten die freiwillig und umsonst den beschissensten job im communitymanagement machen, die Macht geben eigenständig die zahlende Kundschaft aus dem Spiel zu bannen.

Vieleicht und das ist ein ganz großes vieleicht dürfen dies ein paar wenige nach langer probe.

Aber es geht bei diesen Jobs, nicht darum tatsächlich etwas zu tun, als viel mehr den anschein zu erwecken das etwas getan wird.

Bodicore

Es gibt Gründe warum Gamemaster bezahlt werden.
Also ich hätte keinen Bock in meiner Freizeit die Launen der Spieler zu ertragen.

Die meisten sind ja schon nervig genug wenn die kein Problem haben.

Alex

Ah danke, jetzt weiß ich welches Spiel ich definitiv nicht anprobieren werde.

lrxg

Sowas anzubieten ist eine Frechheit! Arbeit gehört bezahlt.

Mantis

Tochtergesellschaft der Axel Springer Ag! scheiss publisher mit einen jahresumsatz von 59 mil möchte aber game master nicht bezahlen lol

Spritzkeks

Der richtige Jobtitel ist Arschloch-Buffer.

Die Leute dienen nur dazu den SpielerHate abzufangen. Und den Eindruck vorallem neuen Spielern gegenüber zu erwecken, die Entwickler wären präsent und auch im Spiel ansprechbar.

Realität ist diese Leute haben kein Mitsprache Recht und sind immer der Buhmann.
Und vorallem sind sie komplett austauschbar gegen den nächsten doofen der sich vom „GM“ Titel blenden lässt.

In Mobilegames vorallem aus östlichen Regionen gibt es dies schon seit längerem.

Serigo

Der schlimmste Publisher den ich kenne. Diese gratis GM und CM Masche läuft bei denen schon asbach lange^^

Für diesen scheinheiligen Verein würd ich netmal bezahlt arbeiten wollen. Was die schon an Spielen ruiniert haben aus Profitgier oder für aberwitzige Ausreden parat hatten wenns nicht gut lief. Von wegen läge ja immer nur an der bösen Community wenns nicht läuft…

Feuchtcreme

Das ist eindeutig nur Bauernfang. Nicht mal als Vollzeitstelle würde ich für Gamigo arbeiten um dann als Game Master gezwungen zu sein 8h täglich eins ihrer Müllspiele zu spielen und zu supporten.

lIIIllIIlllIIlII

Welcher Umfang?
Wenn ich 1 Stunde zum Spaß und Freude das mache… okay. Wenn es mehrere Stunden am Tag sind… ja verarschen kann man sich auch alleine, da braucht man den Verein nicht 😀

Leyaa

Das versinnbildlicht im Prinzip das, wofür gamigo steht. Der Publisher ist für jedes Spiel eine einzige Katastrophe.

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