Fortnite-Pro wird von Twitch gebannt – Tfue: Der ist 10, aber das macht’s nicht besser

Der Fortnite-Profi „Dubs“ ist nach seiner Bestrafung durch den Clan FaZe nun auch von Twitch gebannt wurden, nachdem er eine rassistische Beleidigung genutzt hatte. Profi-Kollege Turner „Tfue“ Tenney sagt: Der ist ungefähr 10 Jahre alt. Als Kinder macht man dumme Sachen, aber …

Warum wurde der Spieler gebannt? Der Bann auf Twitch kam jetzt einige Tage, nachdem Daniel „Dubs“ Walsh eine rassistische Beleidigung im Stream äußerte. Allerdings passierte das nicht auf seinem eigenen Kanal, sondern bei einem anderen Twitch-Streamer.

Im Voice hörte man die rassistische Äußerung von Dubs. Kurz danach meldete sich sein Team, der FaZe Clan, mit einem Statement und erklärt, dass man das nicht toleriere. Bis auf Weiteres wäre der Fortnite Profi vom Clan suspendiert und repräsentiere diesen nicht weiter. Außerdem solle der Spieler ein Sensibilisierungs-Training absolvieren.

Mit der Aktion auf TWitch fiel der Profi Dubs schon am 29. Februar 2020 in der Fortnite-Community und bei seinem Clan auf. Doch erst jetzt, am 4. März, wurde sein Twitch-Kanal gebannt. Die Info stammt von @StreamerBans auf Twitter.

Gut möglich also, dass der Bann die Folge dieser Äußerung ist und Twitch den Bann umsetzt, obwohl die Äußerung nicht auf Dubs Kanal geschah.

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Streamer-Kollege MontanaBlack wurde im Oktober 2019 auf Twitch gebannt. Auch hier war ein Ausraster Schuld, der nicht auf seinem eigenen Kanal zu hören war, sondern in einem anderen Stream per Voice.

Tfue: „Der ist so … 10 Jahre alt?“

Das sagt der Kollege: Nachdem die Strafe des FaZe-Clans gegenüber Dubs klar wurde, meldete sich Profi-Kollege Tfue zu Wort. Er sagt, dass man Dubs nun nicht als Rassisten abstempeln solle. (via Dexerto)

Das ist Turner „Tfue“ Tenney mit seiner 3500-Dollar-Tastatur

„Nur weil jemand das N-Wort sagt, heißt das nicht, dass derjenige ein Rassist ist. Also ich glaube nicht, dass Dubs ein Rassist ist. Aber es ist schon verdammt komisch, dass er sowas in seiner ‚off time‘ sagt“, erklärt der Pro. Die Situation erscheint für Tfue seltsam, weil es sich anhörte, als sage Dubs das Wort absichtlich in seiner streamfreien Zeit und nicht aus Versehen im eigenen Stream, während er grade unter Druck steht.

„Der ist auch ungefähr 10 [Jahre alt]. Nicht, dass es das besser macht. Aber als wir Kinder waren, machten wir alle dummen Scheiß, weißt du?“

Ein Nutzer schreibt dazu, dass das wohl aus Versehen passierte. „Das war aus Versehen? Ich glaube nicht, dass er das ‚hard R‘ aus Versehen sagt.“ Hard R steht im Englischen für die rassistische Beleidigung „Nigger“.

Selbst Tfue rutschte dieses Wort mal während eines Livestreams raus, weshalb er für eine Woche von Twitch gebannt wurde.

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Franzl

Keine Ahnung ob der ein Hardcore Rassist ist und Gedankengut über Wertigkeiten der Rassen verbreitet. Aber je mehr man sieht wie gegen jeden Verdacht durch Wortwahl vorgegangen wird, fängt man an sich zu fragen warum. Sollte am Ende tatsächlich etwas dran sein?
Orwells „1984“ ist inzwischen keine Dystrophie mehr, sondern Realität.
Kritik ist Hassverbrechen. Kindesworte gleichwertig derer wissenschaftlich gebildeter in ihrem Fach, wie Greta oder eben hier.

Und was ist eigentlich falsch an Rassismus? Ich mag italienischen Schinken am meisten, ich mag Filme hauptsächlich aus den USA, gute Musik kommt hauptsächlich aus England. Ich mag die Thailänder wegen ihrer kulturbedingten Zurückhaltung. Die besten Bücher las ich von Tschechen. Und genauso habe ich Dinge, die ich bei einigen Ländern nicht mag. Ich bin der reine Rassist. Nur weil ich Unterschiede sehe.

Irina Moritz

Nein, du bist kein Rassist, wenn du Dinge aus bestimmten Ländern magst oder nicht magst. Du bist Rassist, wenn du sagst: „Ich mag Land X nicht, das bedeutet, dass alle Menschen aus diesem Land minderwertig sind. Sie verdienen es, schlecht behandelt zu werden, weil sie aus diesem Land kommen. Sie verdienen es, wenn man sie verfolgt, beleidigt, ausgrenzt und unterdrückt, weil sie aus diesem Land kommen, das ich nicht mag. Egal ob Kinder, Erwachsene oder alte Leute.“

Das Land X kann man dann auch mit Hautfarbe austauschen.

Franzl

Ich habe mich ja schon im ersten Abschnitt auf die Wertigkeit bezogen. Und meine Aussage zu kulturbedingten Charakterzügen der Thailänder ist genau so eine Wertigkeit. Deren Wert sehe ich als höher als meine eigene Kultur und strebe gar danach. Genauso sehe ich kulturbedingte Charakterzüge anderer Kulturen(explizit Islam) als minderwertig(explizit wegen seiner Pauschal-Wertung). Damit dürfte ich eine Ablehnung von etwa 70% zu meiner Kultur gehörenden Bevölkerung, noch deutlich höher der Politik und Medien, auf Grund mir unterstelltem Rassismus, erreichrn. Hingegen glaube ich, dass jeder Mensch nur das Ergebnis seiner Umstände ist. Diese Kleinigkeit ist jedoch der wahre Unterschied zu wahrem Rassismus, der abzulehnen ist, schon aus rein logischen Gründen. Nur, wer von den Rassismus-Schreiern könnte den erkennen?

In der Realität gibt es diese Unterscheidung nirgends. In der Realität bin ich Rassist mit allen gesellschaftlichen Nachteilen, wie Ausgrenzung, Verfolgung, Denunzierung, Karriereende etc.

Meine Bildersprache mit Schinken usw. , sollte lediglich das automatische Denken blockieren der 70% verhindern.

F N

Der Logik nach wäre man definitiv kein Rassist wenn einem mal so ein Wort aus Versehen rausrutscht, kenne wenige die noch keinen Neger / Baumwoll-Witz gerissen haben, heißt nicht automatisch man rennt rum und versucht Sklaven zu kaufen

Ardyn

Irina Dann hier ein anderer Vergleich 😀
Ich mag manche Türken, Kurden, Araber, Chinesen, Japaner, Koreaner, Amerikaner, Italiener, Polen, Deutsche, Afrikaner, Franzosen, Spanier usw. nicht aber ist man dann deswegen ein Rassist?
Eher weniger denn es kommt immer drauf an was man im leben erlebt hat…
Oder bin ich Rassistisch nur weil ich zb. zu ein Türken sagen würde „Hör auf mit dein Kan*** Getue“ ? auch eher weniger auch wenn es „Beleidigendes“ Wort drin steckt ist das nur auf die Art in die er gerade rüber kommt das Schlimme & nicht das Wort selbst 😛
Ich sag auch zb. wegen dem Meme „Rly N*“ im echten leben Rly N* und als mich deswegen welche ansprachen hab ich den gesagt das es wegen den Meme ist & ich nicht die Beleidigung davon meine & die haben sich sogar für die Rabiate Art Entschuldigt & heute sag ich das immer noch zu den & die zu mir Alman, Kartoffel oder What Ever… Selbst deren Eltern sagen zu mir „N*“ aus Spaß sind die deswegen jetzt Rassistisch nur weil die das zu ein „Weißen“ gesagt haben? Nö es kommt immer auf die Umgebung etc. im Stream würde ich das Wort höchstens aus versehen mal Droppen aber auch nur weil ichs gewohnt bin bin ich deswegen ein Rassist? Eher weniger…

ratzeputz

Wie mir beim Thema „N-word“ (allein schon den Ausdruck find ich einfach nur dumm ) immer wieder Morgan Freeman in einem Interview zum Thema Black History month in den Sinn kommt, als er gefragt wurde, wie man Rassismus denn stoppen könnte.

„Stop talking about it. I’m going to stop calling you a white man. And I’m going to ask you to stop calling me a black man. I know you as Mike Wallace. You know me as Morgan Freeman. You’re not going to say, “I know this white guy named Mike Wallace.” Hear what I’m saying?“

Lustig ist ja … sagt ein weißer „Nigger“ ist das automatisch eine rassistische Beleidigung, sagt es ein Schwarzer ist es „Slang“.

Ich glaube es liegt weniger an den vermeintlich rassistischen Äußerungen an sich, dass daraus ein Thema gemacht wird, sondern eher an denen, die deswegen sofort ein Fass aufmachen.
Das ist auch die Kernaussage Morgan Freemans, mit der ich absolut d´accord gehe.
Habe das auch selbst bei einem ehemaligen, aus dem Senegal stammenden Arbeitskollegen erlebt (ein super lustiger und feiner Kerl)
Kurzes Intro … bei uns in AUT sagt man, wenn man kein Geld hat, „ich bin neger“ …
Er kam her und fragte mich, ob ich ihm 5€ borgen kann und meinte lachend „Weil ich bin doppelter Neger … bin schwarz UND hab kein Geld“
War saulustig und mir hat sein Umgang damit extrem getaugt.

vanilla paul

„Nigger“ ist unter den Afro Amerikanern mehr als nur Slang. Am besten kann man das wohl als Trotzreaktion beschreiben. „Ja dann bin ich halt ein Nigger, aber ich bin stolz drauf!“
Deswegen hat es untereinander eine ganz andere Bedeutung als wenn es ein Weißer zu ihnen sagt.
Ansonsten gebe ich dir und Morgan Freeman Recht.

Im Übrigen habe ich die Erfahrung gemacht das Angehörige einer Minderheit die besten Witze über sich machen können. Liegt aber vermutlich auch daran das sie sehr oft mit Klischees konfrontiert werden.

sirhc

Wie war die Geschichte mit dem jungen der immer „Wolf“ ruft?

Wenn man alles und jeden einen rassist nennt, wissen die Leute irgendwann nicht mehr was ein richtiger rassist ist.
Ein Schlag auf die Finger und ne Verwarnung hätte fürs erste gereicht.

Gekkosera

Das ist genauso, wie man in Jugendjahren oft „gay“ oder „schwul“ für etwas genutzt hat, was man lächerlich fand. Da war auch nie Homophobie der Grundgedanke, das ist einfach ein Problem der Jugend: Sie lässt sich so leicht beeinflussen. Dein größtes Vorbild mit 12 ist (nur als Beispiel, kenne gerade keinen direkt der es nutzt) Snoop Dog, der dauernd mit „Yo, Nigga“ um die Ecke kommt? Dann ist dein neuer Spruch morgen in der Schule „Yo, Nigga“. Das wird so lange genutzt, ohne dass es jemand krum nimmt, bis irgendwann jemand gekränkt wird (oder die Sittenpolizei auftaucht) und man gesagt bekommt, dass es in der Gesellschaft nicht gut ist, das zu sagen. Dann ist es aber schon so im Alltag drin, dass es immer noch im Reflex rausgehauen wird. Sowas braucht Zeit, um es sich abzugewöhnen.
Ich selbst habe mich irgendwann mal aktiv darauf „trainiert“, weniger zu fluchen. Das ist verdammt schwer, wenn man dauernd Dinge wie „fuck“ „Arsch“ und „Scheiße“ genutzt hat, ohne sich groß Gedanken gemacht zu haben xD

Ally13

Wir sollten uns alle vor bestimmten Wörten desensibilisieren anstatt dermaßen empfindlich deswegen zu reagieren und den Fokus noch mehr darauf zu legen. Es ist nur so schlimm, weil deswegen immer noch so ein Aufriss gemacht wird.

lIIIllIIlllIIlII

Alles klar Arschloch. Ich bin auch dafür, dass sich die Leute gegenüber einigen Worten desensibilisieren. Beste Grüße du Pisser 🙂

*Kann spuren von Sarkasmus enthalten.

Ally13

Ich rede nicht von solchen Wörtern. Die haben nichts mit Rassismus zu tun.
Außerdem, solange es keine weibliche Form davon gibt, was du da schreibst, nehme ich das eh nicht ernst xD

lIIIllIIlllIIlII

Öhm was genau ist dann deine Botschaft? Beleidigungen generell sollen einen immer noch verletzen aber rassistische Beleidigungen sind ok weil…..? Oder habe ich hier was falsch verstanden? Muss ich jetzt erst jedesmal darüber nachdenken, ob mich jemand einfach beleidigen möchte oder gezielt meine Herkunft ins Visier nimmt?

Wovon soll es keine weibliche Form geben? Von Arschloch? Arschloch ist sächlich, also weder männlich noch weiblich. Pro-Tipp: Was sich recht gut durch den Artikel „das“ erkennen lässt. Oder Pisser? Der allgemeine Suffix -in, sollte dein Problem lösen.

Aus Neugierde: Bist du ein Zugezogener / Zugezogene?

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