Der notorische Boden-Tanker
Jede gute Gruppe braucht einen Main-Tank und einen Off-Tank. Doch wer kümmert sich eigentlich um die mit Abstand größte Bedrohung im gesamten Raum? Hier kommt der notorische Boden-Tanker ins Spiel – eine inoffizielle Spezialrolle, die traditionell mit Vorliebe vom Dragoon, übereifrigen Nahkämpfern oder Schwarzmagiern, die bildgewaltig in ihren Leylinien umkippen, übernommen wird.
Anstatt den Boss möglichst schnell dem Erdboden gleichzumachen, besteht die absolute Kernkompetenz dieses Spielertyps darin, die Texturen von diesen famos gestalteten Fußuntergründen aus allernächster Nähe zu inspizieren. Sind die Kacheln auch ganz sicher symmetrisch verlegt? Und sind die Kiesel genormt? Der Boden-Tanker weiß es ganz genau, denn er verbringt gut 80 Prozent des Kampfes in der Senkrechten.
Der „Heilung ist für mich Abfall“-Zombie
Hier gibt es im Grunde zwei Lager: diejenigen, die sich zu fein sind, Heilung von ihren hauseigenen Medizinern anzunehmen, und eben jene Mediziner, die Heilung eher als nette Geste ansehen. Denn warum heilen, wenn man auch Schaden machen kann? Immerhin muss man auch weniger heilen, wenn der Boss schneller besiegt ist.
Und wie wir wissen, sind Heiler in Final Fantasy XIV sowieso eigentlich nur Deko. Sind dann doch mal Heiler dabei, stellt sich dieser Spieler exakt einen Millimeter neben die rettende Blase des Weißmagiers und jeder Versuch, ihn mit Flächenheilung zu treffen, wird durch panisches Wegrennen vereitelt, als wäre man die Pest. Chakra reicht doch auch, oder?
Der Meinung sind anscheinend auch die entsprechenden Heiler, die sich eher als Angreifer in Grün ansehen und ihre komplexe Schadensrotation wie ein Zombie abspulen, während ihre Kumpanen langsam aber sicher der Reihe nach umkippen.
Der Duracell-Tank
Dieser Tank ist nur auf eins aus: Geschwindigkeit. Als hätte er mindestens 10 Kaffee und 20 Energydrinks intus, rennt dieser Spieler, als gäbe es kein Morgen, und pullt ohne Rücksicht auf Verluste, bis eine Wand seinen Run unweigerlich bremst. Er sieht sich nicht um, Sprint und seine Stance sind seine wahren Begleiter.
Ob Heiler noch in der Zwischensequenz, Caster ohne Mana oder schlichtweg Stance vergessen anzuschalten: Hauptsache schnell durch. Hindernisse wie Ecken, Wände oder Bosse sind für ihn nur temporäre Speedbumps. Oft bemerkt er erst, dass er völlig allein auf weiter Flur gegen zwanzig wütende Monster kämpft, wenn seine Lebenspunkte rasant den Nullpunkt erreichen und dann die Schuld dem Heiler gegeben wird – was ist der auch so langsam?
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