FFXIV: Das wichtigste Item in Endwalker entspringt einer antiken Sage, die wir alle kennen

Zu Beginn der Story von Endwalker, der neuesten Erweiterung von Final Fantasy XIV, bekommt ihr ein sehr wichtiges Item. Seinen Ursprung hat es aber in einer griechischen Sage, von der jeder schon mal gehört hat.

Achtung: Dieser Artikel enthält Spoiler zu der Story von FFXIV: Endwalker. Sofern euer Fortschritt im Hauptszenario noch vor dem Level 85 liegt, solltet ihr den Artikel vermeiden, wenn ihr nicht gespoilert werden wollt. Falls euer Fortschritt euch bereits jenseits der Lvl85 MSQ geführt hat, dann könnt ihr weiterlesen.

Benutzt in den Kommentaren außerdem bitte die Spoiler-Funktion.

Wie viele andere Spiele auch bedient sich FFXIV ausgiebig in verschiedenen Bereichen aus dem echten Leben. Konzepte aus Philosophie, Kunst und Literatur sowie bekannte Persönlichkeiten aus der Geschichte finden sich dort als Namen von NPCs oder Orten wieder.

Am häufigsten greifen die Entwickler aber auf die verschiedensten Mythologien und Religionen der echten Welt zurück. Vom Göttervater Odin, über Hindu-Gottheiten wie Shiva, Garuda und Lakshmi, bis hin zu Susanoo aus der japanischen Shinto-Tradition.

Entsprechend hat auch das wichtigste Item aus dem neuen Addon Endwalker seine Ursprünge in Mythologie.

Um welches Item geht’s?

Nachdem Hydaelyn die Krieger des Lichts in Shadowbringers viele Patches lang angeschwiegen hat, gibt es in Endwalker nun endlich wieder einige Gespräche mit ihr. Man sieht ihre ursprüngliche Form als Venat und erhält während der ersten Quests auf Level 80 auch direkt ein kleines Geschenk von ihr.

Es handelt sich dabei um eine besondere Blume, die zunächst keinen eindeutigen Namen hat. Sie hat aber die Fähigkeit, ihre Farbe abhängig von den Gefühlen der Menschen um sie herum zu verändern.

ffxiv endwalker elpis blume
Die graue Farbe der Blume reflektiert die bedrückte Stimmung der Menschen um sie herum.

Das Item ist laut Hydaelyn äußerst wichtig. Es soll den Krieger des Lichts auf seiner Reise begleiten und ihm oder ihr den richtigen Weg weisen. Und so trägt man es über längere Zeit hinweg mit sich und versucht dabei herauszufinden, was es mit der besonderen Blume auf sich hat.

Schließlich erfahren die Spieler bei ihrem Besuch auf dem Mond, dass die Blume den Namen Elpis trägt. Und in diesem Namen steckt sehr viel Symbolismus, denn er stammte ursprünglich aus der griechischen Mythologie.

Elpis und die Büchse der Pandora

Der Mythos von Pandora gehört im europäischen Raum zu den wohl bekanntesten Geschichten des antiken Griechenlands. Vor langer Zeit befahl Zeus dem Schmiedgott Hepheistos eine wunderschöne Frau aus Lehm zu erschaffen, die auf die Erde zu den Menschen geschickt werden soll.

Von anderen Göttern erhält sie Gaben wie musikalisches Talent, Liebreiz und bezaubernde Sprache, aber auch Neugier und Übermut. Sie geben ihr den Namen Pandora und sie wird an Epimetheus, dem Bruder von Prometheus, als Geschenk überbracht.

Entgegen den Warnungen seines Bruders heiratet Epimetheus Pandora, doch sie bringt ein gefährliches Hochzeitsgeschenk mit sich. Zeus gibt ihr eine Büchse, in der alle Übel der Welt und die Hoffnung eingesperrt sind. Überwältigt von ihrer Neugier, öffnet Pandora die Büchse und dabei lässt sie die Plagen frei.

Fun Fact: Die ursprüngliche Fassung des Mythos spricht von einer Urne oder einem Gefäß der Pandora. Es hieß “Pithos” und wurde normalerweise mit Wein, Öl oder Getreide gefüllt. Der Wechsel zu einer “Büchse” passierte aufgrund einer Falschübersetzung. Aus dem griechischen “Pithos” wurde im Lateinischen “Pyxis”, was “Box” bedeutet. Diese Version verbreitete sich dann.

Am Ende blieb in der Box nur noch die Hoffnung übrig und ihr Name war Elpis. In der griechischen Mythologie wird Elpis auch in Form einer Göttin dargestellt, die das Aussehen einer jungen Frau hat, mit Blumen oder einem Füllhorn in ihren Händen.

Sie ist nun die einzige gutmütige Göttin, die noch unter den Menschen weilt, während die Übel die Welt verwüsten und das Leben darauf schwer machen. Alle anderen haben sich mit dem Ende des goldenen Zeitalters, das mit der Freilassung der Übel endete, auf den Olympus zurückgezogen.

Und während der Dichter Theognis darüber klagt, dass die Welt und die Menschen schlecht geworden sind, sagt er auch, dass sie weiterhin auf Elpis vertrauen können. Denn die Hoffnung wird ihnen Trost spenden und in den dunklen Zeiten helfen.

Was bedeutet es für FFXIV? Das Konzept der Hoffnung auf ein besseres Morgen zieht sich durch FFXIV wie ein roter Faden. Immer wieder kämpfen der Spielercharakter und seine NPC-Freunde und hoffen, dass die Welt dadurch etwas besser wird. Die Story von FFXIV führt immer wieder vor Augen, dass obwohl es in der Welt viel Schlechtes und Böses gibt, man die Hoffnung trotzdem nicht aufgeben sollte.

Egal ob während des Drachenkriegs in Heavensward, der Rückeroberung von Doma und Ala Mhigo in Stormblood oder der Rettung des ersten Splitters in Shadowbringers. Die Charaktere kämpfen und hoffen trotz verschwindend geringer Chancen und schlimmer Verluste, die sie dabei erleiden.

In Endwalker bekommt diese Hoffnung durch die Blume eine Form und Funktion, nämlich den Spielercharakter auf den richtigen Weg zu bringen, damit er das Ende der Welt verhindern kann.

Was haltet ihr von dem Symbolysmus der Elpis-Blume in Endwalker? Findet ihr es passend? Wie gefällt euch das Add-on allgemein bis jetzt? Schreibt es uns in die Kommentare und benutzt bitte die Spoiler-Funktion.

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Quelle(n): Theoi.com, Wikipedia
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