Ich habe ESO über 10 Jahre solo gespielt, aber jetzt haben mir 11 Spieler gezeigt, wie toll die Community sein kann

Elder Scrolls Online Schwierigkeitsgrade

MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann hat The Elder Scrolls Online über 10 Jahre solo gespielt. Doch ein Erlebnis hat ihm gezeigt, dass man sich auf die Community verlassen kann, wenn man einmal Hilfe benötigt. Etwa, wenn ein Event im Solo-Modus nicht mehr schaffbar ist.

Ich spiele das MMO „The Elder Scrolls Online“ mittlerweile seit 10 Jahren, mal mehr oder weniger aktiv: Angefangen habe ich kurz vor der Umstellung ohne Abo (März 2015) und seitdem hunderte Stunden in der Welt von Tamriel verbracht.

Das MMO habe ich über 10 Jahre lang fast ausschließlich als Solo-RPG gespielt, mit ein paar kurzen Ausnahmen, die ich an einer Hand abzählen kann. Viele Verbesserungen in den letzten Jahren haben mich auch weiterhin dazu animiert, ESO als Solo-RPG zu spielen, etwa die neuen Begleiter, die selbst Verliese deutlich einfacher machen.

Erst mit dem neuen Event „Nachtmarkt“ habe ich wieder so richtig angefangen, Elder Scrolls Online als MMO zu spielen. Zum einen mit einem Freund, mit dem ich seit 6 Wochen regelmäßig zusammen ingame unterwegs bin, und zum anderen auf dem Nachtmarkt. Und hier habe ich eine der besten Erfahrungen der letzten Jahre gemacht.

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Der Nachtmarkt ist für große Gruppen gedacht, nicht für Solisten wie mich

Das Event rund um den Nachtmarkt startete am 29. April 2026 und lockt mit etlichen Belohnungen. Doch für Dailys und Quests braucht man zwangsläufig eine große Gruppe, da man Solo einfach keine Chance hat. Vor allem für bestimmte Sammlerstücke muss man alle Bosse einmal besiegen.

Am Ende fehlte mir nach einigen Tagen noch ein einziger Splitter (Splinter), um ein Sammlerstück abzuschließen. Und diese Splitter lassen – bis auf zwei Ausnahmen – nur die Bosse mit Garantie fallen. Dummerweise war der Boss, der mir fehlte, schneller tot als ich mich wiederbeleben konnte und dadurch konnte ich keinen Treffer mehr landen, um am Kill beteiligt zu sein.

Und dann passierte das Überraschende: Ich frage die Gruppe, ob sie mir noch einmal helfen könnte, den fehlenden Boss zu erschlagen. Und tatsächlich lief die gesamte 12-Personen-Gruppe noch einmal mit mir über die halbe Karte, um mir bei dem Gegner zu helfen. Obwohl ich auf dem Weg zum Boss gleich mehrfach gestorben bin, wartete die Gruppe trotzdem auf mich und hatte Geduld mit mir und meinem ständigen Scheitern.

Nach dem besiegten Boss meldete sich noch ein Spieler privat bei mir und fragte, ob ich noch irgendwo Hilfe brauchen könnte. Das fand ich persönlich eine sehr schöne Geste und ist mir in dieser Form nur einmal in Herr der Ringe: Online passiert. Auch dort traf ich auf solche Hilfsbereitschaft.

Die große Schwäche des neuen Nachmarkt-Events merkt man leider ebenfalls deutlich: Viele Spieler rennen irgendwann nur noch über die Karte, erledigen ihre Aufgaben und sind dann wieder weg. Die Spielerzahlen in den Gebieten variieren stark und manchmal kann es dauern, bis man eine passende Gruppe gefunden hat.

Ein Entwickler betonte auf Steam, „Ein gut ausgerüsteter Einzelspieler kann zwar ebenfalls den Großteil dieser Inhalte bewältigen“, für die Mehrheit der Spieler ist das aber nicht der Fall.

The Elder Scrolls Online wird sich 2026 stark verändern. Dazu gehört nicht nur ein neues Battlepass-Modell, sondern auch weitere Veränderungen und Verbesserungen. Einige davon sind bereits eingetreten, etwa dass bestimmte DLCs mittlerweile kostenlos für alle Spieler sind. Andere folgen im Laufe des Jahres. Mehr dazu lest ihr auf MeinMMO: Elder Scrolls Online formt seine Zukunft neu, die spannendste Neuerung gibt’s aber erst Ende 2026

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