Initiative will eure MMORPGs auf Steam retten, feiert ersten Durchbruch

Initiative will eure MMORPGs auf Steam retten, feiert ersten Durchbruch

Die „Stop Killing Games“-Initiative geht die nächsten Schritte und durfte im Europaparlament mit Abgeordneten sprechen. Gleichzeitig soll noch mehr passieren als nur der Offline-Modus.

Worum geht es? Die Bürgerinitiative rund um Stop Killing Games hat 2025 viel Aufsehen erregt. Fast 1,3 Millionen EU-Bürger haben die Initiative unterschrieben und sich damit für die Erhaltung von Videospielen eingesetzt.

Damit wurde das Ziel erreicht und die EU-Kommission ist nun gesetzlich dazu verpflichtet, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dabei haben die Verantwortlichen bis zum 27. Juli 2026 Zeit, eine offizielle Antwort vorzulegen und zu entscheiden, ob und welche neuen Verbraucherschutzgesetze, wie eine Pflicht für End-Of-Life-Patches oder einen Offline-Mode, entworfen werden.

Doch schon jetzt gab es die ersten ernsthaften Gespräche.

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YouTuber in Brüssel

Was waren das für Gespräche? Die YouTuber Ross „Accursed Farms“ und Josh Strife waren zusammen mit anderen Unterstützern der Initiative im Februar im EU-Parlament in Brüssel. Dort haben sie offiziell mit Abgeordneten über ihr Vorhaben gesprochen und auch eine Pressekonferenz gegeben.

Eine Hürde ist dabei stets, dass die Abgeordneten häufig keine Hardcore-Gamer sind und die Initiatoren ihnen erstmal erklären müssen, warum das Thema so wichtig ist. Hier haben die YouTuber vor allem bei der Piraten-Partei gute Gesprächspartner gefunden, weil diese sich thematisch häufig mit IT-Themen auseinandersetzen.

Echte Ergebnisse der Gespräche gab es jedoch noch nicht. So erklärt Josh Strife im Video, dass man mit dem Besuch des Parlaments und durch die Gespräche versucht, das Problem bei den Abgeordneten bekannter zu machen und Verbündete finden möchte.

In seinem Video auf YouTube zieht er zudem ein positives Fazit des Besuchs, auch wenn einige Zuschauer sich mehr erhofft hätten:

Mein Ziel ist es, die Erwartungen sowohl aufseiten der Politik als auch bei den Spielern klar zu definieren. Wenn mir das gelingt, bin ich zufrieden. Ich habe versucht, das den Leuten genau so zu erklären: Nach dem Stream kamen einige Personen auf mich zu und meinten: Ich kann nicht glauben, dass der Stream so schlecht gelaufen ist. Meine Antwort darauf war: Ganz im Gegenteil – er lief brillant.

Josh Strife auf YouTube

Wie soll es weitergehen? Damit die Bewegung gegen die Lobby der Videospiel-Publisher ankommt, gibt es einen neuen Plan. So sollen aus der Initiative zwei NGOs (Nichtregierungsorganisationen) in den USA und in der EU werden. Deren dauerhaftes Ziel soll sein, durch professionelle Lobbyarbeit für digitale Konsumentenrechte und den Erhalt von Spielen als Kulturgut zu werben.

So könnten in Zukunft noch mehr Rechte für Gamer durch die NGO gefordert und beworben werden.

Gleichzeitig wehrt sich die Industrie, die weiter argumentiert, eine Pflicht zur Erhaltung von Spielen würde gerade Live-Service-Games unkalkulierbar teurer machen – auch in Bezug auf Lizenzen für Musik und Markenrechte.

Erst Ende Juli 2026 wird es wohl eine finale Antwort der europäischen Behörden geben. Bis dahin bedarf es noch vielen Gesprächen der YouTuber und Helfer mit den Parlamentariern, um am Ende auch ihr gewünschtes Ergebnis durchzusetzen. Die Rechte von Gamern sind immer wieder ein Thema: Spieler, die Geld für Flops wie Concord oder Anthem ausgeben, sollen besser geschützt werden – Fans von New World fühlen das

Quelle(n): heise.de
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