Entwickler cancelt geplante Demo seines Spiels auf Steam, fürchtet sich vor KI-Kopien

Drunken Goddess Reflux Demon

Demos sind für Indie-Games ein guter Weg, den Spielern ungewöhnliche Konzepte zu präsentieren. KI scheint mittlerweile aber eine Gefahr für solche Demos darzustellen, wie ein Entwickler zeigt.

Um welche Demo geht es? Pukey Goddess Shot Trick (im Original: Drunken Goddess Reflux) hat ein eher absurdes Spielkonzept. Es ist quasi ein Russisch Roulette-Spiel, bei dem ihr einen Dämon im Anime-Look beim Trinken besiegen müsst. Mit Karten könnt ihr das Spiel manipulieren, um die Nacht zu überleben.

Der japanische Entwickler und Publisher Alliance Arts wollte am 19. Oktober eine Demo zum Spiel veröffentlichen, doch wie man angekündigt hat, cancelt man die Veröffentlichung. Einer der Gründe: Angst vor KI-Kopien.

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Pukey Goddess Shot Trick zeigt den absurden Kampf gegen einen Anime-Dämon

Mehr Sicherheit gegen KI-Imitationen

Warum wurde die Demo gecancelt? Auf x.com kündigte Alliance Arts am 16. Oktober an, dass die Demo zu Pukey Goddess Shot Trick nicht auf Steam erscheinen wird. Der Entwickler entschuldigt sich und gibt dafür zwei Gründe an:

  • Man wollte im Zuge der Demo Restriktionen zum Posten und Streamen von Gameplay veröffentlichen, das Team sei aber nicht in der Lage, diese Restriktionen zu managen.
  • Zudem habe der Entwickler die Sorge, der Demo-Inhalt könnte imitiert oder repliziert und vor dem eigentlichen Launch veröffentlicht werden, mithilfe von KI oder anderen Tools.

Den Nutzern wolle man trotzdem die Chance geben, das Spiel auszuprobieren. Dafür will Alliance Arts geschlossene Sessions anbieten, bei denen Spieler den Regeln vorab zustimmen müssen. Interessierte sollen sich auf dem offiziellen Discord des Entwicklers dafür anmelden können.

Das Problem von KI-Imitationen scheint kein Einzelfall zu sein. Vor ein paar Wochen warf ein Indie-Entwickler einem anderen Spiel etwa vor, sein Konzept geklaut zu haben. Über einen anderen Fall berichtete PCGamer im März 2026. So soll ein Entwickler einfach nur einen Prototypen gezeigt haben. Nach nur 5 Stunden soll eine Kopie dieses Prototypen bereits gevibecoded und online gezeigt worden sein.

Der Entwickler Sos Sosowski teilte auf Bluesky noch weitere Beispiele solcher angeblichen Kopien. So zeigt er 2 Spiele namens Fish With Friends, die vom Cover her fast identisch aussehen. Allgemein ist die Anzahl der Spiele mit KI-Inhalten auf Steam stark gewachsen. So waren 20 % der Demos beim Steam Next Fest im Juni mithilfe von KI erstellt worden.

Wenn sich sowas häufen sollte, könnte es also passieren, dass Indie-Entwickler nicht nur weniger Demos veröffentlichen, sondern sich allgemein überlegen, welche Inhalte vorab veröffentlicht werden.

Was sagt ihr zu KI-Spielen? Vermeidet ihr sie oder ist euch das egal? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Das eigene Indie-Game auf Steam erfolgreich zu machen, ist anstrengend und man braucht viel Glück, kann sich aber lohnen: 2 Deutsche verdienen auf Steam 1 Million US-Dollar mit einem Ork-Spiel, dabei wissen sogar sie, dass es verdammt hässlich ist

Quelle(n):
  1. PCGamer
  2. Steam

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