Elden Ring macht mich total paranoid und das ist auch gut so

Elden Ring macht mich total paranoid und das ist auch gut so

Nach etlichen Stunden in Elden Ring hat MeinMMO-Autor Tarek Zehrer zunehmend festgestellt, dass das Spiel ihn paranoid macht. Doch das ist positiv gemeint und er erklärt euch, warum es sich sogar lohnt.

Elden Ring ist in vielerlei Hinsicht ein grandioses Spiel. Eine der größten Errungenschaften ist dabei die offene Spielwelt des RPGs. In meinem Review bin ich ausführlich darauf eingegangen und habe erklärt, warum Elden Ring den Thron der Open-World-Spiele erobert hat.

Dabei bin ich aber mehr auf die Inhalte eingegangen, als auf das, was diese bei einem bewirken. Und da ist mir vor kurzem etwas aufgefallen: Während ich in einem Dungeon unterwegs war, habe ich mich dabei ertappt, gar nicht mehr darauf zu achten, wo ich eigentlich hingehe.

Stattdessen bin ich ständig damit beschäftigt, jede Ecke abzusuchen, jede Kiste zu zerstören und wirklich überall nachzuschauen, ob ich nicht doch noch Loot übersehen habe. Das geht so weit, dass ich es schon als Paranoia bezeichnen würde, nur zum Glück im positiven Sinne.

Alles, was ihr zu Elden Ring wissen müsst – in 2 Minuten

Ein wenig Paranoia kann euch wertvolle Belohnungen einbringen

Darum ist das etwas Gutes: Der Erkenntnis ging zunächst eine lange Reise durch einen Dungeon voraus. Wie so typisch für die FromSoftware-Spiele, sind diese total verschachtelt und man kann sich schnell verlaufen. Daher muss man immer die Areale und Räume genau untersuchen und im Kopf behalten, wenn man nicht vom Weg abkommen will.

Oder man macht es wie ich: genau andersherum. Hier eine Szene, die sich erst vor Kurzem so abspielte:

  • Immer, wenn ich mir in Elden Ring ein Ziel setze, dauert es nicht lange, bis dieses Gefühl langsam hervorkriecht und im Hinterkopf eine Stimme flüstert: „Hey… du! Guck mal, da! Da ist eine Ruine. Vielleicht gibt es da Loot! Geh mal hin, komm schon. Du willst es doch auch.“
  • Diese Stimme lässt sich nicht ignorieren. Sie sorgt dafür, dass ich permanent im Kopf habe, dass ich jederzeit etwas verpassen könnte.
  • So geschah es auch neulich, als ich auf dem Weg zu einem Ziel an einer Höhle vorbeikam. Nachdem ich unglaublich lange 2 Sekunden eine innere Diskussion ausgefochten habe, dass ich eigentlich mal den nächsten Boss erledigen wollte, hatte mein innerer Loot-Spürsauhund gewonnen.
  • Der kleinste Verdacht und die Aussicht auf Loot, verfolgen mich beim Spielen permanent. In Dungeons ist es noch „schlimmer“, denn hier ist alles noch verwinkelter und hier kann auch hier unscheinbaren Wänden ein Weg oder ein Schatz lauern.

Dass man durch die neue Sprung-Mechanik an weitere, versteckte Orte gelangen kann, verstärkt das Ganze noch einmal. MeinMMO-Autorin Irina Moritz wertet das Springen übrigens als eines der coolsten Features im Spiel.

Oft genug habe ich mich deswegen schon verlaufen und völlig die Orientierung verloren. Das ist aber in der Regel, wie auch in diesem Fall, mit einem coolen Zauber, einer Waffe oder einem anderen wertvollen Item belohnt.

Solche Dinge erlebe ich in Elden Ring am laufenden Band. Deswegen sieht man mich eigentlich fast nur noch rollend durch Dungeons bewegen. Jede verdammte Holzkiste muss dran glauben, weil dahinter Loot versteckt sein könnte!

Insgesamt dürfte ich in knapp 80 Stunden Spielzeit bestimmt ein paar davon damit verbracht haben, auf Steinwände zu kloppen, da ja ein Geheimgang dahinterstecken könnte.

Alleine auf diesem Bild verrät einem das Spiel subtil mit mehreren Hinweisen, dass es an der Stelle etwas geben könnte.

Die Paranioa zeigt, dass die Entwickler alles richtig gemacht haben

Dieses ständige Umschauen nach Loot zeigt für mich: Elden Ring hat mit seiner Spielwelt das geschafft, was kaum ein anderes Spiel so hinbekommt. Es lohnt sich, die Augen offenzuhalten, doppelt hinzuschauen und eben „paranoid“ zu sein, da die Entwickler genau solche Dinge belohnen.

Ich kann daher jedem ans Herz legen: Seid ein bisschen paranoid und behandelt das Spiel so, als würde es etwas vor euch verstecken wollen. Denn genau das tut es.

Die Beutesuche macht einfach deutlich mehr Spaß, wenn man tatsächlich mehr dafür tun muss, als ein Fragezeichen auf einer Map auszuwählen und bereits zu wissen, was mich dort erwartet. Ich schiele hierbei auf „die Assassin’s Creeds“ und „Far Crys“ der letzten Jahre, die das Open-World-Prinzip immer formelhafter gestaltet haben.

Während die euch alle ihre coolen Sachen, die sich aber ständig wiederholen, mit Fragezeichen um die Ohren hauen, will Elden Ring von euch, dass ihr die Spielwelt nicht nur abarbeitet.

Vielmehr sollt ihr das Spiel und seine Welt „sezieren“, in ihre Einzelteile auseinandernehmen und für euch selbst erschließen. Ein wenig Paranoia kann da die richtige Mischung sein.

Wie seht ihr die Sache? Geht es euch ähnlich wie mir? Oder habt ihr da eher eine andere Herangehensweise? Schreibt uns eure Meinung!

Bei der Suche nach Loot hilft euch übrigens die hervorragende Karte, die in Elden Ring auch eine viel größere Rolle spielt, als in gängigen Open-World-Spielen. Hier findet ihr unseren Guide dazu:

Elden Ring: Alle Infos zur Karte und wie ihr sie aufdeckt – Mit interaktiver Map

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Kleines Licht

Ich verstehe dich nur zu gut🙈 so richtig paranoid ist man aber erst wenn man eine offensichtliche Sackgasse vorraus hat und auch voll gepflastert ist mit Nachrichten „kein Objekt/schatz vorraus“ und man trotzdem jeden Stein umdreht😂

waberlap

Kenne ich nur zu gut, allerdings ist mir persönlich bei EldenRing zu wenig versteckt.
Am Anfang hab ich wirklich jedes Fass und was weiß ich weggekloppt und dahinter nachgesehen…
Es gibt Spiele da findet man nichts und es gibt welche, bei denen findet man mehr.
Ich bin bei EldenRing etwas entspannter geworden…
Auch nachdem man bei „Leichen/Körpern“ mit LootLicht zum Teil auch nur Pilze oder ähnliches bekommt….

Daher, mach dich locker, aber behalte deine Neugier 🥳

Nico

naja auch bei darksouls 1 z.b. waren vlt ne handvoll items hinter fässern bzw in fässern. und das meiste hat man gesehen wenn ne leiche drin war oder so. 😛

EsmaraldV

Ich bin da zu 100 Prozent beim Autor! Die letzte Höhle die ich beim umherreiten entdeckt habe war klein, eng und übersichtlich…Ich wollte eben wieder kehrt machen, bis ich mir dachte, dass das einfach nicht alles sein kann also nochmal jedes Detail, jedes Eck überprüft und tatsächlich einen geheimgang gefunden, der mich in die Tiefen und später zu nem optionalen Boss geführt hat. Grandios!

Endlich eine Open world, wo man nicht blind den Icons auf der map nachjagt und wo der entdeckergeist tatsächlich belohnt wird!

Dieses Spiel hat meine Erwartungen übertroffen!

huhu_2345

Die Fehlenden Icons empfinde ich als Segen. Bei vielen „Mainstream“ Open World Spielen lassen sich mittlerweile fast alle Map Icons ausschalten aber man merkt doch schnell das diese Spiel nicht mit dieser Idee Entwickelt wurde und man im Nachteil ist.
Elden Ring und die anderen From Software Titel wurden schon mit der Idee der fehlenden Questmarker, Icons, Questtagebuch usw. entwickelt. Diesen Unterschied merkt man doch sehr deutlich.

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