Vergesst Breath of the Wild & The Witcher 3 – Elden Ring hat die beste Open World überhaupt

Vergesst Breath of the Wild & The Witcher 3 – Elden Ring hat die beste Open World überhaupt

Endlich ist es soweit: Elden Ring ist endlich da. MeinMMO-Autor Tarek Zehrer durfte bereits vorab das Action-RPGs der Dark-Souls-Entwickler spielen. Für ihn ist der große Star die Open World, die nun sogar andere Größen der Kategorie in den Boden stampft. 

Knapp 7 Jahre nach Dark Souls 3 ist es so weit, Elden Ring ist weltweit erschienen. Das ist das neueste Spiel der Schöpfer des Soulslike-Genres, das 2009 mit Demon’s Souls begründet wurde. FromSoftware, das Studio dahinter, ist auch für andere Kritiker-Lieblinge wie Sekiro oder Bloodborne bekannt. 

Wie Dark Souls und Bloodborne auch, ist Elden Ring ein Action-RPG, das aus der Third-Person gespielt wird. Ihr wählt eine Klasse, erstellt einen Charakter und zieht in die offene Spielwelt los.

  • Elden Ring gehört zu den wohl meisterwarteten Spielen 2022 und wird schon seit Jahren von Fans herbeigesehnt. 
  • Auch dieses Spiel setzt auf einen herausfordernden Schwierigkeitsgrad und ist nichts für Spieler, die nur zur absoluten Entspannung zocken. 

Ich konnte rund 50 Stunden der PC-Version spielen und mir einen recht umfangreichen Eindruck vom von Elden Ring machen. Mir stand dabei die volle Version des Spiels zur Verfügung, ich konnte also ohne Einschränkungen spielen. Nur der bereits angekündigte Day-1-Patch war noch nicht verfügbar. 

Elden Ring setzt sich mit seiner Spielwelt auf den Thron der Open-World-Spiele und toppt dabei sogar Genre-Größen wie Zelda: Breath of the Wild oder The Witcher 3. 

The Witcher 3 und Breath of The Wild gelten wohl als die besten Open-World-Spiele der letzten Jahre und ich sehe es hier ähnlich. Es werden aber auch andere Titel zum Vergleich herangezogen.

Wer schreibt hier eigentlich? Tarek ist leidenschaftlicher Fan der FromSoftware-Spiele. Von Dark Souls über Bloodborne bis Sekiro, all diese “Soulslike-Spiele” gehören zu seinen Lieblingstiteln. Dementsprechend hat er etliche Stunden in ihren fantastischen Welten verbracht und sie bis ins kleinste Detail erkundet. 
Abseits davon hat er viel Erfahrung mit Open-World-Spielen gemacht. Von zahlreichen Assassin’s-Creed-Teilen, über The Elder Scrolls, Fallout, Horizon: Zero Dawn, The Witcher 3, Ghost of Tsushima, Breath of the Wild, Red Dead Redemption 1-2, The Division 1-2 – das sind nur ein paar Beispiele.

Noch ein kleiner Hinweis: In dieser Review vermeide ich Spoiler so gut wie möglich, denn Elden Ring hat im Vorfeld verdammt viel zurückgehalten. Es bietet sich an, das Spiel vorab mit so wenigen Infos wie möglich zu spielen. 

Unser Anspielbericht konzentriert sich dabei vor allem auf den Open-World-Aspekt. Umfangreichere Tests zu allen Mechaniken findet ihr bei unseren Kollegen von der GameStar mit einer sehr guten 91er-Wertung und GamePro mit einer noch besseren 94. Auf Metacritic verzeichnet Elden Ring ebenfalls bombastische Zahlen:

Elden Ring explodiert auf Metacritic – Bekommt bombastische Reviews

Nun geht es aber los mit meinem Bericht über die Spielwelt und warum sie die Konkurrenz in den Schatten stellt.

Alles, was ihr in der Spielwelt von Elden Ring tut, lohnt sich

Im Vorfeld des Releases stellte sich mir vor allem die Frage: Ist der Schritt von Elden Ring zu einer offenen Spielwelt wirklich der richtige? Denn bisher waren die Spielwelten von Dark Souls und den anderen zwar groß, aber zumeist eng und verschachtelt.

Meine Antwort ist klar: Ja! Die Open World ist für mich sogar der Star von Elden Ring. Nicht das fantastische Gameplay oder die RPG-Mechaniken, auf die ich in meiner Preview bereits eingegangen bin. Nein, das mit Abstand beeindruckendste ist die Spielwelt, „The Land Between“, das Zwischenland. 

Noch nie habe ich eine so große Spielwelt gesehen, dessen Aktivitäten und Inhalte sich so natürlich anfühlen. Nichts wirkt aufgesetzt, nichts ist eine reine Fleißarbeit. 

Und von diesen optionalen Aktivitäten gibt es einige: 

  • Ruinen
  • Schlösser
  • Optionale Dungeons in verschiedenen Varianten wie Höhlen, Minen, Katakomben etc.
  • 6 große Gebiete mit noch einmal zusätzlichen, versteckten Orten
  • Verschiedene Schatzkarten führen euch zu coolen Orten
  • NPCs warten darauf, entdeckt zu werden und haben häufig Nebenquests für euch

Kenner können die optionalen Dungeons von der Länge und Spielgefühl mit den Kelch-Kerkern (Chalice Dungeons) aus Bloodborne vergleichen, nur ohne zufällige Generierung vom Leveldesign.

Auch in der Spielwelt gibt es etliche Mini-Bosse und versteckten Loot zu entdecken. Wo es mal keine Ausrüstung oder andere wertvollen Items zu holen gibt, findet ihr spannende Points of Interests oder sogar NPCs, die euch Informationen über die Spielwelt, Story oder andere Dinge geben können. 

Im besten Fall gibt es sogar eine neue Quest oder einen neuen Händler zu finden. Und selbst, wenn ihr nur stumpf geradeaus reiten würdet, könntet ihr unterwegs immer noch einige Crafting-Materialien vom Pferd aufsammeln. 

Dabei setzt es auch wieder auf die Tugenden, die typisch für FromSoftware-Spiele sind: 

  • RPG-Mechaniken
  • Third-Person-Perspektive
  • Düsteres, rätselhaftes Fantasy-Setting mit schrägen Charakteren
  • Zahlreiche Waffen, Rüstungen und Arten von Magie
  • Komplette, lore-reiche Geschichten, die aber sehr bescheiden und mit nur wenigen, aber dafür epischen Cutscenes erzählt werden 
  • Ein hoher, herausfordernder Schwierigkeitsgrad
  • Verschachtelte Level-Labyrinthe mit kleineren und größeren Gebieten
  • Gewöhnungsbedürftiger Multiplayer mit Koop und PvP
  • Keine feste Queststruktur

Die größte und gleichzeitig beste Neuerung ist dabei die gigantische Open World.

Noch nie habe ich eine bessere Open World erkunden dürfen

Der Open-World-Aspekt ist einer der größten Unterschiede zu Dark Souls und Bloodborne. In Elden Ring gilt grundsätzlich: Nahezu alles, was ihr am Horizont erblickt, könnt ihr in der Regel auch irgendwie selbst erkunden. 

Der Effekt zu Beginn des Spiels ist ähnlich, wie wenn man in Breath of the Wild erstmals aus der Höhle heraustritt und das riesige Hyrule vor der Nase hat:

So kam ich immer wieder in Situationen, wo ich vom Weg abkam. Ich hatte das nächste Ziel genau vor meiner Nase, doch am Horizont sah ich in entgegengesetzter Richtung eine Ruine. Also machte ich mich zuerst dorthin auf den Weg. 

Unterwegs stolperte ich allerdings über zwei Riesen, die eine Art Mausoleum auf Rädern zogen. Hintendran folgte eine ganze Kompanie an Feinden. Nach erfolgreicher Schlacht zu Pferde fand ich einen wertvollen Schatz auf dem seltsamen Wagen. 

Ich setzte meinen Weg zur Ruine fort, stolperte dabei aber über einen Dungeon und verirrte mich dort zu meinem ersten Mini-Bosskampf. 

Eine Stunde zielloses Wandern später fand ich mich plötzlich in einem ganz anderen Gebiet wieder, vor einem weiteren Dungeon und frage mich: “Wie und warum bin ich hier eigentlich hergekommen und wo bin ich?” 

Das war einer von vielen Schlüsselmomenten und es hieß irgendwann nur noch: Erkunden, erkunden, erkunden. Die Konkurrenz bietet fast nichts Vergleichbares. In den wenigsten Open-World-Spielen hat so hat man das Gefühl, sich wirklich verlaufen zu können – und verlaufen zu wollen. 

Aber Elden Ring ist so aufgebaut, dass selbst die Karte nur begrenzt hilft, euer Ziel zu finden und ihr müsst eure Wege selbst finden. 

Außerdem muss man diese erst aufdecken. Folgt ihr zudem noch Quests und erkundet die Landschaft, lernt ihr mehr über die Geschichte und erhaltet in der Regel ebenfalls wertvolle Belohnungen. 

Gerade bei der Konkurrenz sehen hier viele im direkten Vergleich alt aus.

  • Breath of the Wild hat zwar zahlreiche Nebenaktivitäten, aber hier hält sich die Abwechslung in Grenzen. Wiederholende Schreinrätsel, die immer gleichen Waffen und Items als Belohnung, oder sogar teils freche Aufgaben wie die 999 Krogsamen, sind irgendwann in elendig langen Fleißaufgaben ausgeartet.
  • Red Dead Redemption 2 bietet zwar Nebenaktivitäten, doch die sind mehr zur Inszenierung der Spielwelt gedacht und ein lustiger Zeitvertreib. Auf Dauer motivieren diese aber nicht. 
  • The Witcher 3 ist in Sachen Nebenquests nach wie vor einer der besten Open-World-Vertreter. In Sachen Abwechslung kann es aber nicht mit Elden Ring mithalten und auch die Belohnungen fallen selten so vergleichbar nützlich aus. 

Von Spielen wie Far Cry oder Assassin’s Creed, die die berüchtigte Ubisoft-Formel etabliert haben, möchte ich hier gar nicht erst wirklich anfangen. 

Der Schwierigkeitsgrad von Elden Ring: Wie hart ist das Action-RPG wirklich?

Wie das neue Wettersystem das Spielgefühl beeinflusst und wieso ausgerechnet die PC-Performance die Laune ein wenig getrübt hat, lest ihr auf Seite 2 – genauso wie das Fazit von mir und Kollegin Irina Moritz.

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Adi

Der Vergleich ist wirklich schwierig und imho so auch nicht korrekt. Die Grundmechanik ist stets die gleiche und Elden Ring erfindet das Rad sicherlich nicht neu, da gab es ganz andere Kaliber davor. Aber als Fan sieht man das evtl anders 😉

Al Paka

Elden Ring mit Witcher 3 zu vergleichen hat mich dazu bewegt, diesen Test nicht zu lesen. Ganz ehrlich. Zwei Games, die überhaupt keinen Bezug aufeinander haben, sollte man nicht miteinander vergleichen.

Steelfish

Wie sieht es denn mit Interaktivität der Spielwelt aus? Zelda hat ja auch durch die endlosen Möglichkeiten so viele Fans. Kann mir nicht vorstellen, dass das bei elden Ring ebenfalls der Fall ist. The witcher hat schon gestaltete quests und eine gute Story. Fromsoftware Titel hatten meiner Meinung nach noch nie gute Stories sondern eben eher gute Atmosphäre, aber die „story“ kann man sich dann irgendwie selbst zusammenraten. Ist das bei elden ring besser?

Einer der besten open worlds vor allem wegen der extremen liebe zum detail ist für mich immer noch red dead redemption 2.

Das hat bisher sonst niemand geschafft.

Bodicore

Das Interesse wär schon da, aber Ich bin kein guter Tänzer.
Bossmechaniken kennen und zu befolgen ist ok aber Tastatuabfolgen lernen ist nicht so mein Ding.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Bodicore
Pranger

Andere Tests von gestandenen Onlinemags kritisieren die doch oft recht öde Open World mit im Vergleich zu Zelda doch recht schwachen Belohnungen und Rätseln.

mavidux

Oha der Artikel ist super geschrieben eigentlich wollte ich das Spiel nicht kaufen wegen Hardcore Gameplay aber der Autor des Artikel schreibt so begeistert hat mich gleich mit begeistert beim lesen. Mache mal auf Steam auf Wunschliste und hole es mir später wenn ich Urlaub habe.

Fiz

Ich bin kein Freund der Schweren Spiele aber diese Open World muss ich mir ansehen. Ich trau denen da einiges zu.

Zord

Das scheint ja ein richtiger Kracher geworden zu sein. Damit stellt sich jetzt die Luxus Frage: Lost Ark, Destiny oder doch Elden Ring. Wenigstens ist es sicher das das Wochenende nicht langweilig wird

Nico

lost ark und elden ring, destiny 2 pfui ;D

Max Mustermann

Lost Ark, Elden Ring, Lost Ark.
Frage beantwortet!

Holzhaut

So und nicht anders!

Zarastro

Lost Ark kann man wegen der Server-Probleme ruhig beiseite legen, in ein paar Wochen hat sich di3 Lage dan hoffentlich beruhigt.

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