Verbindungen schaffen und in der Welt integrieren
Dieser Punkt ist einer der absolut wichtigsten, denn er haucht eurem Charakter Leben ein. Schon vorher habt ihr euch Gedanken gemacht, wo ihr herkommt oder was eventuell euer bisheriger Beruf war. All das sind gute Ansätze, um hier etwas tiefer zu gehen.
Denn je mehr Verbindungen ihr zu eurer Umwelt schafft, desto besser kann euer Spielleiter damit arbeiten und euch Situationen schaffen, in denen ihr euren Charakter einbringen könnt. Habt ihr einen oder mehrere NPCs, die für euch wichtig waren? Geliebte, Familie, einen Mentor oder Rivalen? Gibt es Orte, die euch am Herzen liegen oder die ihr aus einem bestimmten Grund meidet? Gibt es eine Organisation, eine Gilde oder eine Gruppierung, zu der ihr gehört, gehören wollt oder die hinter euch her ist?
Umso mehr Details und Hintergründe der Welt ihr in eure Hintergrundgeschichte integriert, desto einfacher wird es euch und eurem Spielleiter fallen, den Charakter in der Kampagne zum Leben zu erwecken und ihm passende Herausforderungen zu bieten. Zusätzlich können eure Mitspieler auf Details zurückgreifen, die euch und euren Charakter in die Geschichte automatisch mit einbinden. So schafft ihr euch einen Platz in der existierenden Welt und gebt euch Verbindungen und Substanz.
Sorgt dafür, dass euer Spielleiter einige offene Fragen und Verbindungen aus eurer Vergangenheit hat, die er in die Geschichte einweben kann, um euch Rampenlicht zu geben und euren Charakter in der Kampagne als Teil des Ganzen zu integrieren.
Fehler und Macken machen euch lebendig
Auch, wenn man gerade in einem fiktiven Universum gern endlich mal fehlerfrei wäre, bremst es ungemein, wenn euer Charakter keinen Makel hat. Denn ohne Makel, Fehler, Geheimnisse oder innere Konflikte bleibt euch meist auch wenig Raum euch zu entwickeln und zu wachsen.
Sucht euch deshalb Ecken und Kanten, denn die machen euch erst interessant und geben euch ein gewisses Mysterium. Habt ihr etwa vor etwas panische Angst, wie zum Beispiel der Dunkelheit, Spinnen oder Untote? Seid ihr in irgendetwas richtig schlecht oder eingeschränkt, könnt ihr beispielsweise nicht schwimmen oder lesen?
Oder umgibt euch eine tiefe Schuld, wie etwa, dass ihr im Affekt jemanden getötet habt oder in kriminelle Machenschaften verwickelt wurdet? Seid ihr ein rehabilitierter Paladin, der früher kriminell war und vor seiner Vergangenheit flüchtet?
Solcherlei Konflikte sind wichtig, weil euer Spielleiter sie nutzen kann, um euch und die Gruppe während der Kampagne damit zu konfrontieren. Das gibt eurem Charakter die Gelegenheit an sich selbst und mit der Gruppe zu wachsen, seine Makel zu überwinden, ihnen nachzugeben oder Lösungen für Konflikte zu finden.
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