Planescape

Planescape ist ein Dungeons & Dragons-Setting, das sich ähnlich wie Spelljammer auf Reisen zwischen verschiedenen Reichen konzentriert. Es nimmt die Erforschung der verschiedenen Ebenen der Existenz (Planes of Existence) in den Fokus. Dabei konzentriert sich Planescape auf die Äußeren Ebenen, zu denen auch die Höllen, die Himmel und der Abyss gehören, und die Inneren Ebenen, zu denen die Elementarebenen und ihre Zwischenebenen gehören.
Im Mittelpunkt steht die Stadt Sigil, die auf der Innenseite eines riesigen, schwebenden Rings gebaut ist und einen mystischen Knotenpunkt, von dem aus man alle Ebenen betreten kann, darstellt.
Sie wird auch die Stadt der Tore genannt, denn jede Tür, jeder Durchgang und jeder Rahmen in ihr kann potenziell ein Portal zu einer anderen Welt oder Ebene der Existenz sein. Zumindest, sofern man den richtigen Zugang, der auch „Schlüssel“ genannt wird, dafür besitzt. Diese Schlüssel sind allerdings eher metaphorische als physische Schlüssel, denn bei ihnen handelt es sich meist um einen bestimmten Gedanken, eine Geste oder ein Gefühl.
Doch auch, wenn die Stadt wie ein Ort voller Möglichkeiten wirkt, so nennen die Bewohner sie überwiegend nur „den Käfig“. Denn so einfach verlassen kann man sie nicht und rein kommt man im Grunde auch nur, wenn man eingeladen wird. Im Zentrum der Geschehnisse steht oftmals die mysteriöse „Herrscherin der Schmerzen“ (The Lady of Pain), die auch die alleinige Herrscherin über die Stadt ist und die selbst Götter in die Knie zwingt.
Das Setting dreht sich stark um Philosophie, Ideologien und den Einfluss von Glaubenssystemen auf die Realität. Es ist weniger auf klassische Abenteuer mit epischen Kämpfen ausgerichtet und mehr auf komplexe Konzepte, moralische Fragen und ungewöhnliche Begegnungen.
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Zwei weitere Settings die mmn unbedingt Erwähnung verdienen:
Dark Sun – Magie wird von Lebensenergie genährt und in der Vergangenheit haben Magier in einem großen Krieg, die Lebenskraft fast aller Pflanzen aufgebraucht und die Welt fast komplett in einen Wüste verwandelt. Deshalb ist Magie größtenteils verboten – und nur die Gott-gleichen Könige der letzten verbliebenen Städte verwenden sie (offiziell – man kann natürlich einen Magier spielen – hier wird zwischen Schändern und Bewahrern unterschieden – allerdings ist das eine sehr viel Gefährlichere Klassenwahl als in anderen Settings). Die wenigen verbliebenen Kleriker beten zu den Elementen, Feuer, Wasser, etc. da im Verlauf einer der Kriege der Vergangenheit, die Welt von den Ebenen der Götter abgeschnitten wurde – es gibt also quasi keine Götter, bzw. diese haben keinen Zugang zur Ebene der Sterblichen. Es gibt noch so viel mehr über die Welt zu erzählen, aber ich denke das würde den Rahmen eines Kommentars sprengen 😅 (leider wird Dark Sun heutzutage von vielen verteufelt/gemieden, weil Sklaverei ein großes Thema in dieser Welt darstellt. Da man heutzutage schwierigeThemen lieber meidet anstatt sich mit ihnen kritisch auseinanderzusetzen wurde das Setting meines Wissens nach nie für die aktuelle Edition von DnD veröffentlicht.)
Da das letzte Setting im Artikel ein “inoffizielles” Setting beschreibt, sollte mmn Midnight von Fantasy Flight nicht unerwähnt bleiben (leider auch ein Setting alter Editionen welches noch kein Update bekommen hat):
Stellt euch einfach vor Sauron hätte den Ringkrieg gewonnen. Das ist grundsätzlich die Idee hinter Midnight. Die Götter wurden von “dem Großen” bösen vertrieben, das Böse herrscht mit eiserner Hand, und die Spieler sind einige der letzten Helden, die sich gegen diese Herrschaft auflehnen und das Gute wieder in die Welt tragen wollen.
Ja, ganz genau. Dark Sun hatte ich auch auf meiner Liste, ist aber leider nicht für die 5. Edition erschienen, weshalb es hier durch’s Raster gefallen ist. Aber auch meiner Meinung nach ein sehr spannendes Setting 🙂
Gleiches gilt für Midnight. Das fand ich auch schon immer sehr spannend, hatte ich aber persönlich noch nicht das Vergnügen zu spielen. Hast du da Erfahrung mit? Wenn ja, was hat dir besonders gefallen?
Da geht es mir genauso wie Dir – mittlerweile Türmen sich auf dem Dachboden die Settings/Systeme, die ich liebend gerne mal spielen würde aber von denen ich weiß, dass da entweder keine Zeit oder in meinem Freundeskreis kein interesse besteht.
Habe mir zwar die gesammelten Werke zur 2nd Edition von Midnight in einem HumbleBundle als pdf erworben, aber mehr als einen Ersteindruck konnte ich mir bisher auch nicht verschaffen. – Die Idee an sich finde ich allerdings herausragend.
Ich wusste noch gar nicht, dass es so viele alternative Welten in DnD gibt. Cool, würde gern mal andere Settings ausprobieren.